Die Top 7 Wasserstoff-Aktien 2022: Megatrend H2 statt CO2

Die Top 7 Wasserstoff-Aktien 2022: Megatrend H2 statt CO2

Den Rücksetzer in der Wasserstoffbranche nutzen, um günstig in Brennstoffzellen- und Wasserstoff Aktien zu investieren?

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Wasserstoff-Produktion / © shutterstock

Allround-Talent: Wasserstoff für weniger Kohlendioxidemissionen

Wasserstoff ist ein sauberer Brennstoff, der bei der Verbrennung mit Sauerstoff in einer Brennstoffzelle nur Wasser, Strom und Wärme erzeugt. Wasserstoff kann daher eine wichtige Rolle bei der Energieerzeugung spielen. Brennstoffzellen können in einem breiten Spektrum von Anwendungen in praktisch allen Sektoren eingesetzt werden können. Ein starker Fokus liegt aber auf dem Verkehrssektor. Während bei PKWs batteriebetriebene Fahrzeuge derzeit klar die Nase vorn haben werden, sehen Experten überall dort Vorteile für Wasserstoff-Antriebe, wo es um lange Reichweiten, schwere Lasten und schnelles Tanken geht: Also beispielsweise bei LKW, Bussen, Schienenfahrzeugen, Schiffen und Flugzeugen. Dabei kommen sowohl Brennstoffzellen zur Stromgewinnung für einen Elektromotor als auch die direkte Verbrennung von Wasserstoff im Motor infrage. Wasserstoff kann aber auch in der chemischen Industrie, zum Beispiel zur Herstellung von Stickstoffdünger und in Erdölraffinerien, verwendet werden. Außerdem gibt es einige Industrieprozesse wie die Stahlerzeugung sowie die Glas- und Zementproduktion, die für die Wasserstoffwirtschaft ein großes Potenzial bieten. Die Notwendigkeit, CO2-Emissionen zu senken, um den Klimawandel zu bremsen, ist unbestritten. Besonders vorteilhaft ist es, wenn es sich um sogenannten „grünen“ Wasserstoff aus regenerativen Primärenergieträgern handelt. Zuletzt kam zu den Argumenten pro Wasserstoff auch das Ziel Deutschlands und vieler weiterer Staaten hinzu, die Abhängigkeit von Energieimporten zu reduzieren. Der Einmarsch Russlands in der Ukraine hat diesbezüglich einem Umdenken in der Gesellschaft geführt, zumal auch andere Exportländer fossiler Brennstoffe in puncto ESG-Kriterien (Ethics, Social, Governancce) kritisch zu betrachten sind.

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Grüner Wasserstoff durch Erneuerbare Energien / © shutterstock

Marktvolumen und Marktwachstum der Wasserstoffwirtschaft

Die globale Marktgröße für die Wasserstofferzeugung wurde im Jahr 2020 auf rund 120 Milliarden USD geschätzt. Dieses Volumen wird von 2021 bis 2028 voraussichtlich mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 5 bis 6 Prozent wachsen. Der größte Umsatzanteil entfällt derzeit mit über 35 Prozent auf den asiatisch-pazifischen Raum. Aber auch in den USA wird das Potenzial von Wasserstoff erkannt und mit milliardenschweren Investitionen gefördert. Die US-Regierung verkündete beispielsweise im vergangenen November 8 Milliarden USD für Knotenpunkte der Wasserstoff-Infrastruktur bereitstellen zu wollen. Auch in der Volksrepublik China werden massive Anstrengungen unternommen, um die Auswirkungen auf die Umwelt und die Abhängigkeit vom Import fossiler Rohstoffe zu mindern. Noch allerdings wird Wasserstoff vorwiegend mittels der Verbrennung von Kohle und Gas produziert, weil Strom aus Wind-, Sonnenenergie und Wasserkraft dafür noch zu teuer ist. Eine Studie der International Energy Agency zeigt allerdings, dass die Kosten für grünen, d. h. regenerativ erzeugten Wasserstoff bis 2030 um 30 Prozent sinken könnten, wenn Brennstoffzellen, Betankungsanlagen und Elektrolyseure von der Massenfertigung profitieren und Skaleneffekte erzielt werden. Auch der Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur ist kostspielig. Die Nutzung des Gasleitungsnetzes – in Deutschland immerhin 500.000 km – ist zwar möglich, für die breite Verwendung im Verkehrssektor wäre aber der Aufbau des aktuell noch sehr dünnen Tankstellennetzwerkes notwendig.

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Wasserstoff Tankstelle / © shutterstock

In Wasserstoff-Aktien investieren: Das sollten Sie beachten.

Der Aufbau der Wasserstoff-Wirtschaft steckt noch in den Kinderschuhen. Daher gibt es noch wenige Unternehmen, die damit bereits Geld verdienen. Entsprechend ist auch die Volatilität (Schwankungsbreite) von Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Aktien wie Ballard Power Systems, Plug Power, Nel Asa oder Powercell Sweden sehr hoch. Befeuert werden die Kursanstiege durch mediale Hypes, denn welcher Anleger möchte nicht am Beginn eines neuen Trends in eine Zukunftsindustrie investieren. Doch genau aus diesem Grund waren und sind die Bewertungen etlicher Aktien zeitweise jenseits von Gut und Böse. Neben einer Reihe von Startups gibt es auch etablierte Industriekonzerne wie Linde und Air Liquide, die finanziell gut aufgestellt sind und Synergien mit ihrem Industriegasgeschäft als Startvorteil nutzen können. Darüber hinaus mischen auch Konzerne wie Shell mit, die mit fossilen Energieträgern groß geworden sind, aber die Zeichen der Zeit erkannt haben. Diese großen Player der Energiebranche sind bemüht, ihr Portfolio zu diversifizieren, indem sie eigene Kompetenzen in der Wasserstoff-Technologie aufbauen oder vielversprechende Startups aufkaufen.

Zuletzt gab es in den ersten Monaten des Jahres 2022 einen deutlichen Einbruch an den Aktienmärkten. Energieaktien mit Fokus auf Kohle, Öl, Gas und Kernenergie entwickelten sich aufgrund der steigenden Preise stark. Wasserstoffaktien hingegen zeigten genau wie der Gesamtmarkt deutliche Schwäche. Blickt man jedoch auf die Bewertungen, die Ballard Power, Nel Asa und Co. am Hoch aufwiesen, dann zeigt sich, dass die Erwartungen der Anleger offensichtlich viel zu optimistisch waren. Im Zuge der allgemeinen Marktkorrektur kamen und kommen die Kurse „auf den Boden der Tatsachen“ zurück. Zudem ist Wasserstoff bislang ausdrücklich noch kein vollwertiger grüner Energieträger, denn die Herstellung erfordert noch immer fossile Energieträger. Die Situation könnte sich ändern, sobald grüner Wasserstoff günstiger produziert werden kann. Angesichts der geopolitischen Entwicklungen der letzten Monate mit der Beschaffungsproblematik bei Kohle, Öl und Gas käme eine solche Entwicklung keineswegs überraschend.

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Wasserstoff-Molekül / © shutterstock

Die besten Wasserstoff-ETFs

Auch wenn die Technologie seit langem bekannt ist, ist die Anzahl der relevanten Firmen der Branche recht überschaubar. Die Exchange Trade Funds (ETFs) für Wasserstoff-Aktien sind noch nicht allzu lange am Markt, so dass die Kursentwicklung eine geringe Aussagekraft besitzt. Dennoch ist in den ersten Monaten des Jahres 2022 eine schwache Performance gegenüber der allgemeinen Entwicklung im Energiesektor zu verzeichnen. Bei den hier aufgeführten Wasserstoff- und Brennstoffzellen-ETFs handelt sich ausschließlich um thesaurierende Fonds, also um ETFs, die Dividenden erneut anlegen und nicht an die Anteilseigner ausschütten.

Der am 1. Februar 2021 aufgelegte Invesco L&G Hydrogen Economy UCITS ETF (IE00BMYDM794) ist mit einem Fondsvolumen von 517 Millionen EUR der kapitalstärkste Wasserstoff-ETF. Die größten Positionen verteilen sich auf Xcel Energy, Toyota und Weichai Power. Der ETFr bildet die Wertentwicklung des Solactive Hydrogen Economy Index NTR nach, in dem Unternehmen der kompletten Wasserstoffwertschöpfungskette enthalten sind.

Zweitgrößter Wasserstoff-ETF ist mit 93 Millionen EUR der VanEck Hydrogen Economy UCITS ETF (IE00BMDH1538). Ziel des am 26. März 2021 aufgelegten ETFs ist es, die größten und liquidesten Unternehmen der Branche zu repräsentieren. Hinzu kommen ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung). Am stärksten vertreten sind Mitsubishi Chemical Holdings, Linde plc und Air Liquide.

Der BNP Paribas Easy ECPI Global ESG Hydrogen Economy UCITS ETF (LU2365458145) startete erst kürzlich, am 4. Februar 2022 und orientiert sich am ECPI Global ESG Hydrogen Economy Index. Bei der Aktienauswahl spielen auch ESG-Kriterien und die Prinzipien des UN Global Compact eine Rolle.

Rüstungs-ETFsISINBörse
L&G Hydrogen Economy UCITS ETF USD AccIE00BMYDM794XETRA
VanEck Hydrogen Economy UCITS ETFIE00BMDH1538XETRA
BNP Paribas Easy ECPI Global ESG Hydrogen Economy UCITS ETFIE00B6R51Z18XETRA

Wasserstoff-Aktientips: Welche Wasserstoff-Aktien kaufen?

Aktienempfehlungen: Die Top Seven Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Aktien

Bei unseren besten Wasserstoff-Aktien haben wir auf eine internationale Auswahl und eine hinreichende Marktkapitalisierung geachtet. Die fundamentalen Kennzahlen und die Kursentwicklung sind eher nachrangige Kriterien, da sich das künftige Potential in vielen Fällen (noch) nicht in den Geschäftszahlen und den Charts wiederfindet. Darüber hinaus haben wir versucht, Unternehmen zu finden, die unterschiedliche Bereiche der Wertschöpfungskette abdecken.

7. FuelCell Energy-Aktie

Es geht los mit der FuelCell-Energy. Der Brennstoffzellen-Hersteller aus Danbury, im US-Bundesstaat Connecticut bezeichnet sich selbst als „The Global Leader in Fuel Cell Technology“, also den globalen Marktführer bei der Brennstoffzellen-Technologie. Zu den Kunden zählen sowohl Versorgungsunternehmen als auch Energieverbraucher. Die Aktie erreichte nach einem fulminanten Start zu Beginn des Jahres 2021 im Februar ihr Allzeithoch und fiel dann aber stark zurück. Trotzdem konnte die Aktie noch ein Jahresplus von rund 15,6 Prozent retten. Das Unternehmen schreibt seit langem rote Zahlen und eine Trendwende ist momentan noch nicht erkennbar. Es werden aber deutliche Umsatzsteigerungen erwartet, da Regierungen und Unternehmen bestrebt sind, ihre Treibhausgasemissionen zu senken und daher auch verstärkt auf die Wasserstofftechnologie setzen.

Aus Sicht der Anleger erfreulich ist, dass ein Rechtsstreit mit dem südkoreanischen Stahlproduzenten Posco mit einem Vergleich beendet werden konnte. Größte Anteilseigner sind CVI Holdings LLC, Lawrence Rosen und Hudson Bay Capital Management LP. Die führende Stellung auf dem Brennstoffzellenmarkt wirkt sich momentan noch nicht positiv auf die Umsatz- und Gewinnentwicklung aus. Dies könnte sich schlagartig ändern, sobald die Brennstoffzellentechnologie eine größere Akzeptanz findet. Charttechnisch könnte das Wertpapier dann interessant werden, wenn beispielsweise der 50-Tage-Durchschnitt wieder überschritten wird.

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6. Nel Asa-Aktie

Wir setzen unsere Reihe der besten Wasserstoff-Aktien auf Platz 6 fort mit dem Wertpapier von Nel Asa. Das norwegische Unternehmen liefert Technologien für die Produktion von Wasserstoff sowie dessen Speicherung und Verteilung. Unternehmensziel ist es, Europa zum ersten klimaneutralen Kontinent zu machen. Positive Reaktionen gab es zuletzt aufgrund eines Auftrags in Höhe von 3 Millionen EUR für Betankungssysteme für Schwerlastfahrzeuge. Nel Asa könnte es gelingen sich im Bereich Tanksysteme als Marktführer zu etablieren.

Die Nel Asa Aktie erreichte ihr Allzeithoch in den ersten Tage des Januar 2021, wurde dann aber deutlich abverkauft, so dass am Jahresende ein Kursverlust von rund 36 Prozent zu verzeichnen war. Bei den fundamentalen Kennzahlen fällt auf, dass die Umsätze in den letzten Jahren zwar zweistellig wuchsen, während die Gewinnentwicklung jedoch stagnierte. Dies dürfte auf die hohe Investitionstätigkeit der Norweger zurückzuführen sein. Größte Anteilseigner sind The Vanguard Group, Inc., BlackRock Fund Advisors und DNB Asset Management AS. In der aktuellen Situation ist die Aktie noch kein Kauf. Charttechnisch stellen auch hier die gleitenden Durchschnitte ein Hindernis auf dem Weg nach oben dar.

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5. PowerCell Sweden-Aktie

Auf Rang 5 folgt PowerCell Sweden mit Sitz in Göteborg, ein Spin-Off des Automobilherstellers Volvo, das sich ebenfalls mit Brennstoffzellen beschäftigt. Auch hier ist ein dynamisches Wachstum der Umsätze bei stagnierender Gewinnentwicklung zu beobachten. Optimisten erwarten, dass sich schwarze Zahlen dann einstellen, wenn über größere Produktionsmengen Skaleneffekte erzielt werden. Die gerade verkündete Kooperation mit Siemens Energy im Bereich Schiffsantriebe, könnte hierzu gute Ansatzpunkte liefern. Zusammen mit Bosch besteht seit längerem eine Kooperation zur Fertigung von Brennstoffzellen für den Kfz-Sektor. Hier bleibt abzuwarten, inwieweit sich diese Antriebsform etabliert.

Das Wertpapier erreichte sein Allzeithoch Ende Januar 2021 und legte danach den Rückwärtsgang ein. Beim Blick auf das Gesamtjahr 2021 bleibt ein Kursverlust von rund 44 Prozent. Hauptanteilseigner sind die Robert Bosch Stiftung GmbH, Fouriertransform AB und Swedbank Robur Ny Teknik. Charttechnisch könnten Anleger die momentan etwas überverkaufte Situation im Zuge einer möglichen technischen Gegenreaktion in Richtung der gleitenden Durchschnitte nutzen. Längerfristig orientierte Investoren sollten jedoch abwarten bis die Aktie wieder über den wichtigsten Durchschnittslinien wie der gleitenden 50-Tage-Linie notiert.

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4. Bloom Energy-Aktie

Auf Position Nummer 4 rangiert Bloom Energy. Das Unternehmen aus dem kalifornischen Sunnyvale ist spezialisiert auf Brennstoffzellen für die stationäre Stromversorgung. Auch hier konnten in den letzten Jahren deutliche Zuwächse bei den Umsätzen verzeichnet werden. Die Verluste pro Aktie sind dabei seit mehreren Jahren rückläufig, so dass womöglich bald die Gewinnschwelle erreicht wird. Auch fielen die letzten Quartalszahlen besser aus als von den meisten Analysten erwartet, so dass die Bank of America das Wertpapier im Anschluss auf „Buy“ hochstufte. Für das laufende Jahr wurden „positive Updates“ in Aussicht gestellt.

Die Bloom Energy Aktie setzte ihre positive Entwicklung des Vorjahres zu Jahresbeginn 2021 bis zum Allzeithoch in den ersten Februartagen fort, landete aber nach einem volatilen Verlauf bei einem Gesamtjahresminus von circa 24 Prozent. Die größten Anteilseigner sind Columbia Management Investment Advisers LLC, Columbia Seligman Technology & Information Fund und Fidelity (Canada) Asset Management ULC. Da die Aktie die gleitenden Durchschnitte mit etwas Rückenwind vom Gesamtmarkt bald überschreiten könnte, sollten Anleger mit Käufen abwarten, bis diese Hindernisse überwunden sind.

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3. Plug Power-Aktie

Auf dem dritten Platz sehen wir die Aktie von Plug Power. Das Unternehmen entstand 1997 als Joint Venture zwischen dem Messtechnikhersteller Mechanical Technology und dem Energieversorger DTE Energy. Plug Power produziert Brennstoffzellen für stationäre und mobile Anwendungen sowie Anlagen zur Speicherung und Verteilung. Darüber hinaus beliefert das Unternehmen Kunden auch selbst mit Wasserstoff. Beim Blick auf die fundamentalen Zahlen sind auch hier zweistellige Zuwachsraten beim Umsatz und ein stetiges Annähern an die Gewinnschwelle zu beobachten. Um die Stellung in der Branche zu behaupten, wurden im vergangen Jahr Joint Ventures mit den Energieversorgern Acciona aus Spanien und SK E&S aus Südkorea gegründet. Auch die Übernahme der niederländischen Frames Group trägt zur Stärkung der Marktstellung bei.

Auch die Plug Power Aktie erreichte ihr Allzeithoch Anfang 2021. Der anschließende Kursverfall führte für das Kalenderjahr zu einem Kursverlust von rund 18 Prozent. Auch im weiteren Verlauf konnte die Aktie die gleitenden Durchschnitte bislang nicht zurückerobern. Bis es soweit ist, sollten Trader und Anleger mit Long Trades noch zurückhaltend sein. Größte Anteilseigner sind SK Inc., D. E. Shaw & Co. LP und Vanguard Small Cap Index Fund.

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2. Air Liquide-Aktie

Unsere Nummer 2 ist der französische Gase-Hersteller Air Liquide. Die Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens aus Paris finden Abnehmer in der Medizin, aber auch in Branchen wie Chemie, Elektronik oder Automobilbau. Air Liquide betreibt im Rhein-Ruhr-Gebiet das mit 204 km Länge größte Wasserstoffnetz in Deutschland und plant zusammen mit Siemens Energy in Oberhausen einen Elektrolyseur mit einer Kapazität von bis zu 30 Megawatt zu bauen.

Die Umsatzentwicklung verläuft – von einem kleinen Rückgang im Corona-Jahr 2020 abgesehen – seit Jahren stabil nach oben. Die Steigerung des Gewinns pro Aktie lag in den letzten Jahren konstant bei circa 5 Prozent. Die letzten Quartalszahlen des Konzerns übertrafen die Erwartungen der Analysten, unter anderem weil die höheren Energie-Einkaufspreise an Händler und Kunden weitergegeben werden konnten. Die Dividendenrendite der Air Liquide Aktie, die im Jahr 2021 knapp 11 Prozent zulegen konnte, beläuft sich auf etwa 2 Prozent. Die Aktie zeigt gegenüber den anderen bislang vorgestellten Werten relative Stärke und erscheint für Long-Trades attraktiv – aber natürlich nur wenn auch der Gesamtmarkt mitspielt.

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1. Linde-Aktie

Die Spitzenposition auf Platz 1 geht an die Linde-Aktie. Das Unternehmen mit operativer Zentrale in Höllriegelskreuth bei München residiert seit der Fusion mit dem US-Wettbewerber Praxair aus steuerlichen Gründen in Dublin. Linde gilt als Weltmarktführer bei technischen Gasen und Prozessanlagen zu deren Herstellung. So wird im Chemiepark Leuna gerade ein 21MW-Elektrolyseur gebaut und es gibt Pläne für ein 4GW-Projekt in Saudi-Arabien. Die Umsatz- und Gewinnsteigerung verläuft etwas schwankender als bei Air Liquide, war aber in 2021 zweistellig.

Der äußerst positiven Entwicklung mit einem Kursplus von 42 Prozent im Jahresverlauf 2021 folgte ein deutlicher Abverkauf in den ersten Monaten des neuen Jahres. Inzwischen hat sich die Aktie aber wieder erholt. Die aktuelle Position oberhalb der ansteigenden Durchschnittslinien kann bei guter Stimmung am Gesamtmarkt als Einstiegsgelegenheit genutzt werden. Die größten Aktienpositionen besitzen derzeit Impax Asset Management Ltd. und Amundi Luxembourg SA.

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Richtig in Wasserstoff Aktien wie Linde investieren: So geht’s …

Wasserstoff-Aktien-Liste: Sieben Top-Picks aus der Wasserstoff-Branche

In der folgenden Wasserstoff-Aktien-Tabelle finden Sie sieben interessante Wertpapiere rund um das H2-Molekül.

RüstungsaktienISINBörse
Fuelcell EnergyUS35952H6018NASDAQ
Nel AsaNO0010081235Oslo Stock Exchange
PowerCell SwedenSE0006425815Frankfurter Wertpapierbörse
Bloom EnergyUS0937121079NYSE
Plug PowerUS72919P2020NASDAQ
Air LiquideFR0000120073Euronext Paris
LindeIE00BZ12WP82XETRA

Bildquelle(n): shutterstock

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