Die Top 7 der Öl- und Gas-Aktien 2022: von Fossiler Energie profitieren

Die Top 7 der Öl-Aktien und Gas-Aktien 2022: Fossile Ressourcen stillen den Energiehunger der Welt

Diese Gas- und Öl-Aktien profitieren vom steigenden Ölpreis

Die-Top-7-der-Öl-Aktien-und-Gas-Aktien-2022-Fossile-Ressourcen-stillen-den-Energiehunger-der-Welt

Öl- und Gas-Aktien starten als Outperformer ins Börsenjahr 2022

Die explodierenden Energiepreise führten dazu, dass Öl- und Gasaktien seit Jahresbeginn 2022 zu den Gewinnern an den Börsen gehören. Zu den starken Preisanstiegen haben insbesondere der Einmarsch Russlands in die Ukraine und die darauffolgenden Sanktionen beigetragen, denn dadurch kam es zu einer Verknappung des Angebots an Energierohstoffen.

Es gibt jedoch weitere Faktoren, welche die Preisrallye bei Öl und Gas sowie den dazugehörigen Aktien befeuert haben. So hatte beispielsweise der historische Einbruch des weltweiten Energieverbrauchs in den ersten Monaten der Covid-19-Krise im Jahr 2020 die Preise vieler Energierohstoffe auf den niedrigsten Stand seit Jahrzehnten fallen lassen. Viele Öl- und Gas-Unternehmen hatten daraufhin ihre Investitionen und Kosten gesenkt und beispielsweise die Zahl der Bohrlöcher reduziert. Da es anschließend zu einer überraschend schnellen Erholung der Weltwirtschaft kam, konnte das Angebot nicht Schritt halten, so dass sich die Ölpreise bereits vor dem Ukraine-Krieg stark nach oben entwickelt hatten.

Öl und Gas – wichtige Rohstoffe für die Weltwirtschaft

Wozu brauchen wir Öl und Gas?

Öl und Gas sind seit Mitte der 1950er-Jahre die wichtigsten Energieträger weltweit. Sie werden zum Heizen, für die Mobilität und zur Stromerzeugung eingesetzt. Darüber hinaus ist Erdöl die Basis zur Herstellung fast aller chemischer Produkte wie Kunststoffe, Reinigungsmittel, Farben sowie Medikamente. Bei Öl und Gas handelt es sich um fossile Energieträger, die im Verlauf von mehreren Hundert Millionen Jahren unter hohem Druck und hoher Temperatur aus organischem Material entstanden sind.

fossile energie Öl und Gas – wichtige Rohstoffe für die Weltwirtschaft mit ölaktien profitieren

Wie lange reichen Öl und Gas?

Fossile Ressourcen sind nicht erneuerbar, das bedeutet, dass ihr Vorrat begrenzt ist und irgendwann zur Neige gehen wird. Auf dieser Erkenntnis basiert die Peak-Oil-Theory von Marion King Hubbert, einer Geologin des Shell-Konzerns, die im Jahr 1956 vorhersagte, dass die globale Rohölproduktion, etwa um die Jahrtausendwende ihren Höhepunkt erreichen sollte und anschließend in einer glockenförmigen Kurve zurückgehen würde. Tatsächlich haben technologische Revolutionen im Ölgeschäft die förderbaren Reserven seitdem erheblich erhöht und die Förderraten aus neuen und alten Bohrlöchern stiegen signifikant an. So ist es heute beispielsweise möglich, die Ausbeute der Lagerstätten mittels der Fracking-Methode zu erhöhen. Dabei wird Wasser mit hohem Druck in die Sedimente eingespritzt, wodurch deren Durchlässigkeit verbessert und die Förderung erleichtert wird. Hinzu kommen neu entdeckte Lagerstätten, die durch innovative Explorationsmethoden gefunden wurden und werden. Aktuelle Schätzungen deuten darauf hin, dass der Höhepunkt der Produktion von Öl und anderen fossilen Brennstoffe noch ein gutes Stück in der Zukunft liegt. Doch früher oder später wird zum Tragen kommen, dass die Öl- und Gasreserven endlich sind.

industrie energie aus gas und öl segment, chancen und risiko richtigen aktien suchen und finden und geld verdienen, öl konzerne, ip adresse, e mail adresse, dpa afx trading plattform öl aktien

Sind Öl- und Gasvorkommen Grund für Konflikte?

Länder, die viel Öl produzieren oder große Reserven besitzen, sind für Länder, die von Energieimporten abhängig sind von großer strategischer Bedeutung. Entsprechend kommt es in diesen Ländern auch immer wieder zu militärischen Interventionen. Die Geschichte der Ölkonflikte begann mit der Entdeckung der ersten Erdölfelder im heutigen Iran und auf der Arabischen Halbinsel vor und nach dem ersten Weltkrieg. Damals teilten die Kolonialmächte ihre Einflusssphären untereinander auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg änderten sich die politischen Machtverhältnisse und britische sowie US-amerikanische Erdölkonzerne steckten ihre Claims ab. Die Wettbewerber aus Frankreich, den Niederlanden und Italien spielten eher Nebenrollen.. Einigkeit bestand allerdings darin, dass die westlichen Industrienationen die Oberhand über die Ressourcen behalten sollten. Dies wiederum veranlasste den iranischen Ministerpräsidenten Mohammed Mossadegh zu Bestrebungen, die Erdölproduktion seines Landes zu verstaatlichen. 1953 erfolgte deshalb ein vom US-Auslandsgeheimdienst CIA initiierter Putsch. Dieser hatte zur Folge, dass Großbritannien die Kontrolle über das iranische Erdöl vorerst behalten konnte. Um den Einfluss der westlichen Politik zu verringern erfolgte 1960 die Gründung der OPEC (Organization of the Petroleum Exporting Countries). Immer wieder gibt es seitdem Unruhen und Kriege im Nahen Osten, bei denen der Rohstoff Öl eine Haupt oder Nebenrolle spielt.

opec staaten e mail adresse, suchen, energie, kurs, segment, webseite, finanzen.net, geld, news, risiko, werbung namen, analyse, login, cfds, sicht, markt, kauf, ölaktien, themen, anzeige, name, us dollar, öl aktien

Mit dem Fracking sind die USA in den Jahren 2020 und 2021 zum Nettoölexporteur geworden, so dass sich die Interessenlage der US-Regierung gewandelt hat. In Europa hingegen besteht nach wie vor eine große Abhängigkeit von fossilen Energieträgern. Die durch die Ölförderung verursachte Umweltzerstörung hat viele Investoren veranlasst, im Rahmen der ESG-Einstufung (ESG kurz für „Ethics, Social & Governance) auf Öl- und Gasaktien zu verzichten. Auch beim aktuellen Krieg in der Ukraine stehen fossile Ressourcen im Fokus, nicht nur weil der russische Staat sich und damit seine Waffenproduktion Großteils über Energieexporte finanziert. Nun zielen das Embargo seitens der USA und Großbritanniens sowie der Verzicht auf die Inbetriebnahme der Gas-Pipeline Nordstream 2 darauf ab, die Geldzuflüsse für Russland zu stoppen. Bereits zuvor hatten Zwischenhändler, Transportdienstleister und Versicherungen aus Furcht vor Sanktionen das Geschäft mit russischen Energieträgern teilweise auf Eis gelegt. Darüber hinaus gibt es auch in Deutschland Forderungen, auch auf die nach wie vor stattfindenden Energielieferungen aus Russland zu verzichten. Der Umstieg auf andere Lieferanten ist allerdings mit erheblichen Mehrkosten verbunden. Zudem sind viele Öl- und Gasexporteure in Ländern zuhause, die sich in der Vergangenheit gleichfalls als Konfliktherde erwiesen haben. Hinzu kommt, dass momentan unklar ist, wie ergiebig das in den USA praktizierte Fracking in den kommenden Jahren sein wird. Eine deutliche Entlastung auf den Energiemärkten könnte es allerdings geben, falls bisher sanktionierte Länder wie Iran oder Venezuela wieder Zugang zu den Weltmärkten erhalten würden.

Öl-Aktien-Bohrinsel-mit-Arbeiter

Umweltprobleme bei der Verbrennung von Öl und Gas

Gerade das oben genannte Fracking steht im Verdacht, Böden dauerhaft zu kontaminieren. Auch die Ausweitung der Förderung auf bisher unberührte Gebiete kann Umweltschäden verursachen, von denen die Natur sich – wenn überhaupt – nur in sehr langen Zeiträumen erholen kann. In diesem Zusammenhang sind insbesondere Tiefsee-Bohrungen zu nennen, da sich die dortigen Ökosysteme wegen niedrigen Stoffwechselraten, langsamen Wachstumsraten und späterer Reifewesentlich langsamer als in Flachwassergebieten entwickeln. Tiefseelebensräume beherbergen zudem häufig sehr seltene Tier- und Pflanzenarten, die durch schädliche Umwelteinflüsse in ihrer Existenz bedroht werden.

Emissionen aus der Erdölindustrie treten in jeder Stufe der Erdöl-Wertschöpfungskette auf, von der Förderung bis zum Verbrauch. In der Extraktionsphase werden durch das Entlüften und Abfackeln nicht nur Methan und Kohlendioxid, sondern auch verschiedene andere Schadstoffe wie Stickoxide und Aerosole freigesetzt. Bei der Verbrennung entstehen weitere Schadstoffe, die Mensch und Umwelt beeinträchtigen.

Insbesondere wegen der Klimaschädlichkeit als Folge des emittierten Kohlendioxids werden Öl- und Gasaktien hinsichtlich der ESG-Kriterien kritisch gesehen. Es gibt zwar Bemühungen, verstärkt auf erneuerbare Energien zu setzen, jedoch reichen diese gegenwärtig noch bei Weitem nicht aus, um fossile Energieträger vollständig zu ersetzen und Klimaneutralität zu erreichen.

nachhaltige-aktien-2021_gruene_aktien_esg_energie_tesla_brenstoffzellen_aktien_nel_asa_ballard_power_fuelcell_energy_wasserstoff_aktien_body

In Öl- und Gas-Aktien investieren: Das sollten Sie beachten.

Öl und Gas liegen meist zusammen in den Sedimenten vor und werden daher oft gemeinsam gefördert. Viele Unternehmen haben daher beide Rohstoffe im Sortiment. Die Aktienkurse der Öl- und Gasfirmen korrelieren naturgemäß stark mit den Preisentwicklungen der Rohstoffe. In unserem Fokus stehen Konzerne, die die komplette Wertschöpfungskette von der Förderung bis zum Vertrieb an die Endverbraucher abdecken. Viele von diesen „Big Oil“ Konzernen kommen auf einen sehr hohen Börsenwert und sind finanzstark genug, um auch in Krisenzeiten flexibel agieren zu können. Darüber hinaus gibt es natürlich auch etliche Firmen, die sich auf einzelne Aspekte wie die Förderung, den Transport oder die Weiterverarbeitung spezialisiert haben. Viele große Öl- und Gas-Konzerne haben die Zeichen der Zeit erkannt und diversifizieren ihr Geschäft in Richtung erneuerbarer Energien. Da die Wachstumspotenziale meist beschränkt und die Preisschwankungen groß sind, zahlen viele Unternehmen eine attraktive Dividende.

Shell Recharge E-Mobilität, Shell Aktie, E-Mail-Adresse, Aktien kaufen bei Online Broker, Einstufung für shell

Die besten Öl- und Gas-Aktien-ETFs

Die Vielzahl der Einflussfaktoren auf den Öl- und Gasmarkt ist für Privatinvestoren kaum zu überblicken. Bei Einzelaktien kann es zu starken Kursschwankungen kommen. Ein Beispiel ist der Kursrutsch der BP-Aktie im April des Jahres 2010 infolge eines Unfalls auf der Ölbohrplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko. Anleger, die vom Öl- und Gas-Sektor überzeugt sind, aber die Risiken von Einzelinvestments meiden möchten, sind gut beraten, in einen Exchange Trade Fund (ETF) zu setzen, der in Öl- und Gas-Aktien investiert.

Der Invesco European Oil & Gas Sector UCITS ETF (IE00B5MTWH09) fokussiert sich auf den europäischen Energiesektor. Der Kurszuwachs in 2021 fällt mit rund 21 Prozent deutlich schwächer aus und im Jahr 2022 setzte sich diese Entwicklung fort. Eine mögliche Ursache könnte sein, dass die am stärksten gewichteten Unternehmen wie Total, Royal Dutch Shell oder BP stärker in Russland involviert sind oder waren als ihre Wettbewerber aus den USA. Umgekehrt ergibt sich daraus ein größeres Aufholpotential, falls bzw. sobald sich die militärisch-politische Lage entspannt und Russland wieder besseren Zugang zu den Märkten erhält. Auch hinsichtlich erneuerbarer Energien sind die europäischen Öl- und Gaskonzerne etwas besser aufgestellt als die amerikanischen Konzerne. Die Marktkapitalisierung des ausschüttenden ETFs beträgt 1,3 Milliarden EUR.

Der SPDR S&P US Energy Select Sector UCITS ETF (IE00BWBXM492) hat seinen Fokus auf Gas- und Öl-Aktien aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Am stärksten vertreten sind die Wertpapiere von Exxon Mobile, Chevron und EOG Resources. Der Kurszuwachs in 2021 lag bei etwas über 65 Prozent. Die Marktkapitalisierung liegt bei 388 Millionen EUR. Der ETF ist thesaurierend, das bedeutet, dass Dividendenerträge reinvestiert werden.

Der iShares Oil & Gas Exploration & Production UCITS ETF (IE00B6R51Z18) ist geografisch breiter aufgestellt und investiert weltweit in den Energiesektor, wobei Öl- und Gasaktien aus den USA dominieren. Gewichtigste Positionen sind Conoco Phillips, EOG Resources und CDN Natural Resources. Im Jahr 2021 legte der Kurswert des ETFs um fast 84 Prozent zu. Die Marktkapitalisierung des ebenfalls thesaurierenden ETFs liegt aktuell bei 364 Millionen EUR.

Öl- und Gas-Aktien-ETFsISINBörse
iShares STOXX Europe 600 Oil & Gas UCITS ETF (DE)IE00B5MTWH09XETRA
SPDR S&P US Energy Select Sector UCITS ETFIE00BWBXM492XETRA
iShares Oil & Gas Exploration & Production UCITS ETFIE00B6R51Z18XETRA

Welche Öl- und Gas-Aktien kaufen?

Aktienempfehlungen: Die Top Seven Öl- und Gas-Aktien

Bei unserer Auswahl der besten Öl- und Gas-Aktien setzen wir ausschließlich auf Wertpapiere aus den USA, Kanada und Westeuropa. Es sollte erwähnt werden, dass einige der kapitalstärksten Unternehmen wegen länderspezifischen Risiken derzeit nicht in die engere Auswahl kommen:

  • Die russischen Unternehmen Gazprom und Rosneft, aufgrund der von der internationalen Gemeinschaft verhängten Sanktionen.
  • Die chinesischen Öl- und Gaskonzerne PetroChina und Sinopec. Aktien aus dem Reich der Mitte stehen wegen der angespannten Beziehungen zu den USA seit Monaten unter Druck.
  • Saudi Aramco: das weltweit größte Unternehmen der Branche. Die Aktien werden seit dem Börsengang im Dezember 2019 an der Börse in Riad gehandelt. Der saudische Staat ist mit 98 Prozent nach wie vor Mehrheitseigner.

 

Weitere Kriterien für unsere Aktienauswahl sind eine stabile langfristige Wertentwicklung und gute fundamentale Kennzahlen.

Charttechnisch haben wir im Zuge des Corona-Crashs im Frühjahr 2020 einen deutlichen Abverkauf bei vielen Gas- und Öl-Aktien und eine anschließende starke Erholung gesehen. Nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine kam es zu enormen Preissprüngen Die militärisch-politische Gemengelage wird für den weiteren Verlauf der Energiepreise kurzfristig tonangebend sein. Mittelfristig sollte aber auch die Entwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien nicht aus dem Auge gelassen werden.

7. Shell-Aktie (ex Royal Dutch Shell)

Wir beginnen auf Platz 7 mit Shell, dem mit einer Marktkapitalisierung von 174 Milliarden EUR größten Energieunternehmen Europas. Shell ist an Explorations- und Förderprojekten von Erdöl und Erdgas in rund 70 Ländern beteiligt. Das Unternehmen mit Hauptsitz in London verzichtet inzwischen auf Grund des starken politischen Drucks auf Öl- und Gasimporte aus Russland. Auch die dortigen Tankstellen wurden geschlossen. Der Konzern will bis 2050 komplett CO2-frei wirtschaften, verkauft daher Beteiligungen an Raffinerien und investiert beispielsweise kräftig in Anlagen für die Produktion von Wasserstoff und Biokraftstoffen.

Im Jahr 2020 war Corona-bedingt ein Verlust zu verzeichnen. Im Folgejahr konnte aber bei einem zweistelligen Umsatzzuwachs wieder bereits ein Ergebnis über dem Vorkrisenniveau erzielt werden. Die Dividendenrendite lag in den letzten Jahren stets über vier Prozent. Größte Anteilseigner sind institutionelle Anleger wie SAFE Investment Co. Ltd. und der Vanguard Wellington Fund. Im Jahr 2021 legte die Shell Aktie rund 35 Prozent zu. Die aktuelle Konsolidierung könnte für Long Trades interessant sein.

Shell_Aktie_ex Royal Dutch Shell_Aktie_Chart_Öl-Aktien_Gas-Aktien_us dollar

6. Suncor-Aktie

Auf Platz 6 folgt Suncor Energy mit Sitz im kanadischen Calgary, ein integrierter Energiekonzern mit einer derzeitigen Marktkapitalisierung von fast 40 Milliarden EUR. Das Unternehmen ist in den Bereichen Öl, Gas und erneuerbare Energien tätig. Suncor baut im Athabasca-Becken in North Alberta Ölsand ab und produziert in eigenen Raffinerien Diesel und Schwerölprodukte. Der Vertrieb erfolgt unter anderem über ein Netz von 1500 Tankstellen in Kanada. Seit über 20 Jahren erfolgen auch Investitionen in Windkraftprojekte. Dazu betreibt Suncor Energy seit dem Jahr 2006 Kanadas größte Ethanolanlage und gehört damit zu den bedeutendsten Produzenten regenerativer Kraftstoffe.

2020 gab es – wie bei vielen anderen Energieunternehmen – einen Verlust zu verzeichnen. 2021 lag der Gewinn dann bei einem gleichzeitigen Rekordumsatz bereits über dem Vor-Corona-Jahr. . Auf Grund der guten Kassenlage konnte ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm gestartet werden. Die Anleger erfreuen sich zudem an regelmäßigen Dividendenzahlungen. Hauptaktionäre sind Fidelity (Canada) Asset Management ULC, Dodge & Cox und Public Investment Fund. Die Suncor Aktie verzeichnete 2021 einen Kursanstieg von rund 47 Prozent. Beim momentanen Rücksetzer könnten sich interessante langfristige Einstiegschancen bieten.

Suncor-Aktie_Aktie_Chart, us dollar

5. EOG Resources-Aktie

Auf Rang 5 sehen wir EOG Resources aus Houston in Texas. Das Unternehmen verfügt über eine Marktkapitalisierung von etwa 66 Milliarden EUR und fördert Öl und Gas. Regionaler Schwerpunkt der Aktivitäten ist neben den Vereinigten Staaten von Amerika Trinidad und Tobago. Das Unternehmen ist überzeugt, dass fossile Ressourcen auf Dauer eine wichtige Rolle bei der Energieversorgung spielen werden und beschäftigt sich daher mit Technologien zur Speicherung von Kohlendioxid.

Die Umsatzzahlen wiesen 2021 dank des höheren Preisniveaus bei Öl und Gas eine Steigerung um fast 100 Prozent aus. Zudem konnten nach dem Verlustjahr 2020 wieder schwarze Zahlen gemeldet werden. Die Dividendenrendite für 2021 beträgt 2,2 Prozent. Die institutionellen Anleger mit den meisten EOG-Resources-Aktien im Portfolio sind Walter Scott & Partners Ltd., Baillie Gifford & Co. und Sanders Capital LLC. Mit einem Kursplus von fast 75 Prozent gehörte das Unternehmen 2021 zu den Outperformern im Energiesektor. Mit Jahresbeginn 2022 steigerte sich die Kursdynamikder EOG Resources-Aktie weiter. Nach einem Rücksetzer stabilisiert sich das Wertpapier gerade, so dass es für Long Trades attraktiv sein könnte.

EOG Resources_Aktie_Chart us dollar

4. Equinor-Aktie

Platz 4: Equinor. Die Norweger gehören mit einer Marktkapitalisierung von knapp 94 Milliarden EUR zu den führenden europäischen Unternehmen im Öl- und Gas-Geschäft. Ein geografischer Schwerpunkt ist der norwegische Kontinentalschelf. Der Konzern beschäftigt sich aber auch mit Technologien zur Speicherung von Kohlendioxidemissionen, mit erneuerbaren Energien wie Wasser- und Windkraft sowie mit der Kernfusion. Zuletzt wurde aufgrund des Ukraine-Kriegs der Stopp der eigenen Aktivitäten in Russland eingeleitet. Unter anderem verkündete man den Ausstieg aus einem Joint Venture mit dem russischen Konzern Rosneft. Darüber hinaus will man zusätzliches Erdgas Richtung Mitteleuropa liefern. Die Behörden haben bereits die notwendige Erhöhung der Fördermengen genehmigt.

Dank Rekordzahlen bei Umsatz und Gewinn in 2021 lässt Equinor die schwächeren Vorjahre vergessen. Die Dividendenrendite 2021 liegt bei ca. 2,7 Prozent. Das Unternehmen mit Sitz in Stavanger wurde 1972 als Staatskonzern gegründet und noch immer befinden sich rund 67 Prozent der Unternehmensanteile in staatlicher Hand. Der Kurswert der Equinor-Aktie stieg 2021 um rund 58 Prozent an. Nach dem aktuellen Rücksetzer vom Allzeithoch könnte es mit dem nächsten Kursschub weiter nach oben gehen.

Equinor_Aktie_Chart_Öl-Aktien_Gas-Aktien

3. ConocoPhillips -Aktie

Auf Platz 3 finden wir ConocoPhillips aus Houston in Texas, den drittgrößten Öl- und Gaskonzern in den USA mit einem aktuellen Börsenwert von rund 128 Milliarden USD. Seit der Aufspaltung im Jahr 2012 beschäftigt sich das Unternehmen ausschließlich mit dem Upstream-Geschäft, das heißt mit der Exploration neuer Ölquellen und der Förderung des Rohstoffs in etlichen Ländern der Welt. 18 Raffinerien und das Netz von weltweit über 20.000 Tankstellen – in Deutschland und in Österreich unter der Marke „JET“ – gingen bei der Aufspaltung an die Phillips 66 Company.

Auch bei ConocoPhilipps war im Jahr 2020 ein deutlicher Einbruch bei Umsatz und Gewinn zu erkennen. Im Folgejahr 2021 lagen die Zahlen bereits deutlich über dem Niveau vor der Pandemie. Die Dividendenrendite beträgt für das Jahr 2021 rund 2,4 Prozent. Rund 65 Prozent der ConnocoPhillips-Aktien befinden sich im Streubesitz. Größte Einzelaktionäre sind institutionelle Investoren wie SSgA Funds Management, Capital Research & Management Co. und Geode Capital Management LLC. 2021 legte die ConocoPhillips-Aktie fast 94 Prozent zu und auch momentan sind die Bullen am Ruder.

ConocoPhillips_Aktie_Chart_Öl-Aktien_Gas-Aktien

2. Occidental-Petroleum-Aktie

Unsere Nummer 2 ist Occidental Petroleum mit Sitz in Houston, ein Unternehmen, das ebenfalls auf die Exploration und Förderung von Erdöl und Erdgas spezialisiert ist. Daneben hat Occidental Petroleum aber auch Tochterfirmen, die sich auf die Fertigung von Basischemikalien konzentrieren. Die Förderstätten liegen im texanischen Permian Basin, in den Vereinigten Arabischen Emiraten, im Oman und in Kolumbien. Der aktuelle Börsenwert liegt bei 54 Milliarden USD.

Nach zwei schwachen Jahren wurde 2021 wieder ein Umsatzwachstum und ein Gewinn gemeldet. Die Dividendenrendite für das Jahr 2021 beträgt allerdings nur magere 0,1 Prozent. Die größten Aktionäre sind Macquarie Investment Management Business Trust, Vanguard Mid Cap Index Fund und Berkshire Hathaway von Warren Buffet. In den letzten Tagen wurde bekannt, dass Buffets Investmentvehikel die Anteile weiter aufgestockt hat. Der Star-Investor Carl Icahn hingegen hat seine Aktien abgestoßen. Es kursierten auch Gerüchte über eine vollständige Übernahme von Occidental Petroleum durch Berkshire Hathaway. Der Kursanstieg von fast 70 Prozent im Jahr 2021 erhielt zu Jahresbeginn sowie mit dem Kriegsbeginn in der Ukraine zusätzliches Momentum. Auch nach dem jüngsten Rücksetzer bleibt die Occidental Petroleum-Aktie in einem stabilen Aufwärtstrend.

Occidental-Petroleum_Aktie_Chart_Öl-Aktien_Gas-Aktien

1. Chevron-Aktie

Die Spitzenposition auf Platz 1 erhält die Chevron-Aktie. Das Unternehmen ist nach Exxon Mobile in puncto Marktkapitalisierung mit 335 Milliarden USD das zweitgrößte US-Unternehmen der Branche und weltweit in über 180 Ländern aktiv. Hauptsitz ist in San Ramon in Kalifornien. Ende Februar 2022 verkündete man die Übernahme der Renewable Energy Group, einem führenden Hersteller von erneuerbaren Kraftstoffen.

Auch bei Chevron gab es Verluste im Jahr 2020 und eine Rückkehr in die Gewinnzone im Folgejahr. Die Umsatzzahlen legten aber in den vergangenen Jahren stets zweistellig zu. Die Dividendenrendite liegt für 2021 lag bei 4,5 Prozent. Größter Anteilseigner ist SSgA Funds Management. Die Kurssteigerung von rund 39 Prozent in 2021 erhielt zu Jahresbeginn 2022 und mit Kriegsbeginn in der Ukraine zusätzliches Momentum. Die aktuelle Chartformation weist Mitte Februar kurz nach dem Allzeithoch eine große Kurslücke nach unten auf. Ein Überwinden dieser Kurslücke könnte als neues Kaufsignal für die Chevron-Aktie interpretiert werden.

Chevron_Aktie_Chart_Öl-Aktien_Gas-Aktien

Richtig in Öl- und Gas-Aktien investieren: So geht’s …

Öl- und Gas-Aktien-Liste: Sieben Top-Picks aus der Sektor Öl und Gas

In der folgenden Öl- und Gas-Aktien-Tabelle finden Sie sieben Werte mit hervorragender strategischer Positionierung:

Öl- und Gas-AktienISINBörse
Shell plcGB00BP6MXD84Euronext Amsterdam
Suncor EnergyCA8672241079NYSE
EOG ResourcesUS26875P1012NYSE
EquinorNO0010096985Oslo Stock Exchange
ConocoPhillipsUS20825C1045NYSE
Occidential PetroleumUS6745991058NYSE
ChevronUS1667641005NYSE

Bildquelle(n): shutterstock, Kindel Media from Pexels

Themen:

Kategorien

Nebenberuflicher Vermögensaufbau mit 4- und 5-stelligem Börseneinkommen

Inhaltsverzeichnis

Nutzen Sie unser praktisches E-Book und starten Sie Ihren Weg in die finanzielle Unabhängigkeit

Diesen Artikel weiterempfehlen: