Robotik-Aktien 2022: Top 7 Werte mit denen Sie vom Trend der Automatisierung profitieren
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Robotik-Aktien 2022: Top 7 Werte mit denen Sie vom Trend der Automatisierung profitieren

Industrie 4.0: Die besten Robotik-Aktien im Zukunfts-Sektor der Automatisierung

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Roboter in der Industrie, im Dienstleistungssektor und in privaten Haushalten

Obwohl es Roboter bereits seit den 1960er Jahren gibt, hat die Entwicklung im vergangenen Jahrzehnt durch Technologien wie Künstliche Intelligenz und Big Data sowie Fortschritte bei Bilderkennungsverfahren nochmal einen enormen Schub bekommen. Auch die Vernetzung über den Mobilfunkstandard 5G wird künftig dazu beitragen, dass sich Maschinen in Echtzeit miteinander abstimmen und der Automatisierungsgrad der Wirtschaft weiter zunimmt. Gelegentlich werden diese Digitalisierungsaspekte unter dem Buzzword „Industrie 4.0“, bzw. „Industrial Internet of Things“ zusammengefasst.

Anwendungsbereiche der Robotik

Der Einsatz von Robotik Lösungen begann in der Elektronikfertigung, setzte sich über die Automobilindustrie fort und erreichte schließlich den Dienstleistungssektor sowie private Haushalte mit Service Robotern.

Dies sind die wesentlichen Anwendungsbereiche der heutigen Robotik:

  • Hohe Anforderungen in puncto Kraft, Geschwindigkeit und Präzision.
  • Gefahren für die Beschäftigten hinsichtlich Arbeitssicherheit und Ergonomie.
  • Monotone, ermüdende Arbeiten.
    Mangel an Arbeitskräften: Auch in der Kranken- und Altenpflege wird über den Einsatz von Robotern nachgedacht.
  • Kostenvorteile gegenüber menschlicher Arbeit: Industriestandorte in Hochlohnländern werden sich nur halten können, wenn sie mit Hilfe von Robotik und Produktionsprozess-Automatisierung wettbewerbsfähig bleiben.
Anwendungsbereiche der Robotik-roboter-aktie-bild-bei-produktion

Chancen und Risiken der Robotik

Die Vorteile der Robotik liegen auf der Hand, da die körperlichen und kognitiven Möglichkeiten des Produktionsfaktors Mensch beschränkt sind. Durch einen steigenden Automatisierungsgrad lassen sich in den unterschiedlichsten Branchen deutliche Effizienzsteigerungen erzielen. Auf lange Sicht ist dadurch ein erheblicher Wachstumsschub für die Gesamtwirtschaft zu erwarten.

Kritiker der Robotik sind allerdings der Meinung, dass durch den Einsatz der Roboter menschliche Arbeit überflüssig werden könnte und sehen die langfristige Gefahr, dass große Teile der Bevölkerung arbeitslos werden könnten. So etwa erwarten Experten beispielsweise, dass in den nächsten zwei Jahrzehnten in japanischen Fabriken etwa 20 Prozent weniger Menschen arbeiten werden. Umgekehrt entstehen durch die Robotik aber auch neue, anspruchsvolle und gut bezahlte Tätigkeiten, so wie es im Laufe der Industrialisierung bei neuen Technologien immer wieder der Fall war.

Der Biochemiker und Science-Fiction-Autor Isaac Asimov beispielsweise hat sich bereits 1942 in seiner Kurzgeschichte Runaround mit den ethischen Grenzen der Robotik auseinandergesetzt und postuliert, dass die Geräte nicht zum Schaden der Menschheit eingesetzt werden sollten. So sind Roboter für militärische Anwendungen geradezu prädestiniert. Dabei ist jedoch unklar, wie sich dies auf zukünftige kriegerische Auseinandersetzungen auswirkt, zumal Roboter sowohl in defensiven als auch in offensiven Waffensystemen eingesetzt werden könnten.

Gerade aufgrund der heutigen Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz ist zudem denkbar, dass sich Roboter über ihre ursprünglichen Aufgaben hinwegsetzen und unabsehbaren Schaden anrichten könnten. Heute ist der „Code of Ethics“ der Association for Computing Machinery der geltende Maßstab. Problematisch ist allerdings, dass alle dieser Regeln sehr allgemein gehalten sind und Interpretationsspielraum zulassen.

Marktvolumen und Marktwachstum der Robotik-roboter-produktion-industrie-4.0-internet-of-things

Marktvolumen und Marktwachstum der Robotik

Das Volumen des globalen Robotikmarktes liegt je nach Datenquelle zwischen 27 und 50 Milliarden USD. Offenbar lässt sich der Roboter Markt nicht eindeutig abgrenzen. Der Schwerpunkt des Roboter-Einsatzes liegt im asiatisch-pazifischen Raum, wobei insbesondere die Volksrepublik China und Südkorea den Einsatz der Robotertechnik in der Elektro- und Automobilindustrie forcieren. China gilt als größter Absatzmarkt für Industrieroboter, auf dem neben Herstellern aus Japan und Europa, auch einheimische Unternehmen präsent sind. Diese Player, wie beispielsweise der Staatskonzern Siasun sind momentan zwar noch relativ klein, könnten aber ihre Aktivitäten in den USA und Europa durch hohe Wachstumsraten und Übernahmen rasch ausbauen. So hat beispielsweise das chinesische Unternehmen Etsun bereits 2019 den deutschen Hersteller von Schweißrobotern Carl Cloos erworben. Die Schätzungen für das globale Robotik-Marktwachstum liegen bei rund 10 Prozent pro Jahr.

Wenig überraschend ist, dass in Zeiten der Corona-Pandemie gerade aus dem Gesundheitssektor eine verstärkte Nachfrage zu verzeichnen ist. Hier waren zuletzt insbesondere Reinigungs- und Desinfektionsroboter gefragt. Der anstehende Umbau der Automobilwirtschaft hin zu neuen, energieeffizienten Fahrzeuge bewirkte ebenfalls starke Wachstumsimpulse. Intelligente Roboter, die sich an die Anforderungen anpassen, ermöglichen mehr Flexibilität als konventionelle Fertigungsstraßen mit standardisierten Abläufen. Ein neuer Trend sind Cobots (Kurzform für collaborative robot), die Hand in Hand mit menschlichen Arbeitskräften zusammenarbeiten. Stark im Kommen sind zudem Robotics-as-a-Service (RaaS)-Geschäftsmodelle. Dabei werden die Roboter als Dienstleistung zur Verfügung gestellt, so dass die Fixkosten für die Kunden gesenkt und somit auch Einstiegshürden in die Automatisierung reduziert werden.

In Robotik-Aktien investieren Das sollten Sie beachten-robotik lösungen im roboter markt

In Robotik-Aktien investieren: Das sollten Sie beachten!

Etliche der Big Player wie ABB, Bosch, Samsung oder Hyundai verfügen über ein weit über die Robotik hinausgehendes Produktportfolio, so dass die Geschäftsentwicklung insgesamt nur bedingt beeinflusst wird. Zudem handelt es sich bei der Robotik um einen sehr dynamischen Zukunftsmarkt, der sehr viele Investitionen in Forschung und Entwicklung erfordert. Wie in anderen Wachstumsbranchen üblich, schreiben etliche Robotik-Unternehmen noch rote Zahlen oder haben den Breakeven gerade erst hinter sich.

Wenn Sie in Robotik-Aktien investieren, so sind immer wieder auch Übernahmen ein Thema. Beispiele aus der Branche sind die deutsche Kuka AG, deren Aktienmehrheit 2016 vom chinesischen Midea-Konzern übernommen wurde oder das US-Startup Boston Dynamics, das seit 2020 mehrheitlich zum südkoreanischen Autobauer Hyundai gehört. Angesichts der langfristig positiven Erwartungen sind Robotik-Aktien vor allem als Longterm Investment geeignet. Anleger sollten aber mit Rückschlägen und hohen Kursschwankungen rechnen. So hat beispielsweise die Corona-Krise gezeigt, dass die Börse keine Einbahnstraße ist.

Die besten Robotik-ETFs

Bei einer Anlage in ETFs werden die Risiken von Einzelaktien vermieden und auf mehrere Werte verteilt. Der Vorteil ist, dass die Kursentwicklung weniger schwankungsanfällig ist. Allerdings ist auch das Gewinnpotential entsprechend geringer als beim Kauf von Einzelaktien zum idealen Zeitpunkt. Bei den hier genannten ETFs sind neben Robotik verwandte Branchen berücksichtigt.

Der iShares Automation & Robotics UCITS (IE00BYZK4552) hat mit rund 3,6 Milliarden EUR die größte Marktkapitalisierung unter den Exchange Traded Funds für Robotik-Aktien. Er legte im Laufe des Jahres 2020 um über 26 Prozent zu. Stärkste Positionen sind hier Advanced Micro Devices, Nvidia und ServiceNow.

Der L&G ROBO Global Robotics and Automation UCITS (IE00BMW3QX54) ist die Nr. 2 unter den Robotik-ETFs mit einer Marktkapitalisierung von 1,2 Milliarden Euro. Der Wertzuwachs im Jahr 2020 betrug knapp 33 Prozent. Größte Positionen sind die Roboter Aktien Brooks Automation, iRhythm Technologies und Stratasys.

Der HANetf HAN-GINS Innovative Technologies UCITS (IE00BDDRF700) ist mit 46 Prozent Gewinn im Jahr 2020 Spitzenreiter bei den Robotik-ETFs in puncto Wertzuwachs. Das Fondsvolumen liegt bei 109 Millionen EUR. Neben Robotik sind weitere Zukunftsthemen und Trends wie Augmented & Virtual Reality, Cloud Computing & Big Data, Cybersicherheit, Zukunftsmobilität, Genomforschung, Social Media und Blockchain-Technologie vertreten. Galaxy Digital Holdings, Hut 8 Mining und BYD haben hier die gewichtigsten Anteile.

Der Global X Robotics & Artificial Intelligence UCITS USD Accumulating (IE00BLCHJB90) wurde erst im November 2021 aufgelegt und ist vom Volumen her mit noch gerade mal 1,4 Millionen EUR mit Abstand der kleinste ETF unserer Aufstellung. Nach einem Kursanstieg in den ersten beiden Wochen folgte ein Rückgang unter das Startniveau. Top-Positionen sind Nvidia, Keyence und Intuitive Surgical.

Robotik-ETFsISINTickerWährungBörse
iShares Automation & Robotics UCITSIE00BYZK45522B76EURXetra
L&G ROBO Global Robotics and Automation UCITSIE00BMW3QX54IROBEURXetra
HANetf HAN-GINS Innovative Technologies UCITSIE00BDDRF700T3KEEURXetra
Global X Robotics & Artificial Intelligence UCITS USD AccumulatingIE00BLCHJB90XBOTEURXetra

Welche Robotik-Aktien kaufen?

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Aktienempfehlungen: Die Top Seven Robotik-Aktien

7. Fanuc-Aktie

Wir beginnen auf Platz 7 mit der Fanuc-Aktie. Der Firmenname steht für Fuji Automatic NUmerical Control. Das Unternehmen mit Sitz in Oshino / Japan ist der weltweit führende Hersteller von Industrierobotern. Darüber hinaus gehören Werkzeug- und Spritzgussmaschinen zum Sortiment. Aus der Fokussierung auf diese Produkte ergibt sich eine starke Abhängigkeit von der Elektro- und Automobilindustrie. Das Unternehmen geht auf eine Aufspaltung des Fujitsu-Konzerns zurück, die 1956 mit der Entwicklung von CNC-Steuerungen begann. Seit 1982 ist Fanuc selbständig.

Der Kurszuwachs der Fanuc-Aktie betrug 2020 rund 27 Prozent. Im Jahr 2021 war ein deutlicher Kursrückgang zu beobachten, jedoch könnte mit dem Tief im Oktober der Boden gefunden sein. Umsatz und Gewinn erreichten im Jahr 2018 ihren vorläufigen Höhepunkt, seitdem sind beide Kennzahlen rückläufig. Für das Jahr 2021 werden allerdings wieder etwas bessere Ergebnisse erwartet. Größte Anteilseigner sind institutionelle Investoren wie Nomura Asset Management Co., Ltd., Daiwa Asset NIKKEI 225 ETF (1320) und der norwegische Staatsfond.

Fanuc-Aktie_Chart_Robotik-Aktie

6. iRobot-Aktie

Rang 6 geht an die iRobot-Aktie. Das Unternehmen aus Bedford in Massachusetts ist der führende Anbieter für Hausroboter und Technologien zur Hausautomation. Die einstige Militärsparte ist über Umwege inzwischen bei FLIR Systems gelandet. Im Sortiment gibt es Geräte zum Staubsaugen, Rasenmähen oder Fensterputzen. Die iRobot-Aktie legte im Jahr 2020 rund 69 Prozent zu, erreichte im Januar 2021 ihr Allzeithoch, fiel dann aber kontinuierlich ab. Ursache des Kursverfalls sind vor allem Engpässe bei Vorlieferanten, insbesondere bei Halbleitern. Beim Blick auf die fundamentalen Kennzahlen fällt auf, dass die Umsätze in den letzten Jahren kontinuierlich stiegen, während die Gewinne nicht Schritt halten können und immer wieder stagnieren.

Das Unternehmen verkündete im November 2021 die Übernahme des Schweizer Luftreinigungsunternehmens Aeris Cleantec. Dies ist mit Blick auf die andauernde Corona-Thematik ein interessanter Zukauf, dessen Alleinstellungsmerkmale durch den Zusammenschluss weiter ausgebaut werden könnten! Ziel sei es, den Produkten von Aeris neue Funktionen hinzufügen und sie in das bestehende Ökosystem vernetzter Heimroboter zu integrieren.

iRobot-Aktie_Chart_Robotik-Aktie

5. Kion-Aktie

Der sechste Platz geht an die Kion-Aktie. Das MDAX-Unternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main ist nach Toyota Industries der zweitgrößte Anbieter von Gabelstaplern. Daneben ist Kion weltweit führend bei Systemen für die Automatisierung der Lieferkette. Der Konzern ist im Jahr 2006 aus einer Ausgliederung des Linde-Konzerns hervorgegangen und seit 2013 an der Börse gelistet. Größter Einzelaktionär ist der chinesische Motorenbauer Weichai Power mit einem Anteil von rund 45 Prozent. Zu den Kunden gehören vor allem Industrie- und Logistikbetriebe. Das Wachstum der letzten Jahre wurde vor allem durch den boomenden E-Commerce-Sektor generiert.

Gerade in der Zeit nach dem Corona-Crash im 1. Quartal 2020 legten die Einkäufe im Internet stark zu und beflügelten das Logistik-Geschäft. Die Kion-Aktie legte im Jahr 2020 um fast 18 Prozent zu. Kion wird seine für 2021 gesetzten Ziele trotz Materialengpässen und gestiegenen Rohstoffpreisen allem Anschein nach erreichen. Die Umsatzzuwächse der letzten Jahre lagen zwischen 20 und 30 Prozent. Die Gewinne hingegen verzeichneten etwas größere Schwankungen.

Kion-Aktie_Chart_Robotik-Aktie

4. Keyence-Aktie

Es folgt auf dem vierten die Rang die Keyence-Aktie. Der Name des im japanischen Osaka beheimateten Unternehmens steht für „Key Of Science“. Das 1974 gegründete Unternehmen entwickelte sich zu einem der weltweit größten Hersteller von Industriesensorik und Automatisierungstechnik. Zum Sortiment gehören Automatisierungssensoren, Barcode-Scanner, Bildverarbeitungssysteme, digitale Mikroskope und Messgeräte. Größter Einzelaktionäre ist der Gründer, der inzwischen 76-jährige Takemitsu Takizaki, der inzwischen als reichster Bürger seines Landes gilt sowie seine Familie, die insgesamt rund 21 Prozent der Aktien hält.

Der Wertzuwachs der Keyence-Aktie betrug 2020 rund 53 Prozent und auch in 2021 gab es Kursgewinne. Die Umsatz- und Gewinnentwicklung der letzten Jahre verlief zwar schwankend, dennoch steht Keyence aufgrund einer soliden Eigenkapitalausstattung fundamental gut da. Das Geschäftsmodell besteht darin, ohne eigene Fertigungsstätten (fabless manufacturing) zu arbeiten und mit seiner engen Orientierung an den Bedürfnissen der Kunden trotzdem regelmäßig als erster mit innovativen Produkten am Markt zu sein. Da der Vertrieb größtenteils direkt an die Endkunden erfolgt, entfallen Zwischenhandel und Vertriebsprovisionen.

Keyence-Aktie_Chart_Robotik-Aktie

3. Cognex-Aktie

Auf dem dritten Platz landet die Cognex-Aktie. Das 1982 gegründete Unternehmen aus Natick im US-Bundesstaat Massachusetts ist führend bei der visuellen Bildverarbeitung. Die 2D- und 3D-Visionssysteme werden zur Steuerung von Robotern benötigt. Die Hauptabnehmer stammen aus der Automobil-, der Logistik- und Konsumelektronikindustrie, wobei Apple der größte Kunde ist. Der Kurszuwachs im Jahr 2020 lag bei rund 20 Prozent. Das Wertpapier erreichte sein Allzeithoch im Februar 2021, fiel seitdem aber deutlich ab. Sobald sich entsprechende Chartsignale zeigen, könnte es günstige Einstiegschancen geben.

Das Management erwartet für die kommenden Jahre jährliche Umsatzzuwächse im mittleren zweistelligen Bereich. In den vergangenen Jahren konnte Cognex entsprechende Ziele jedoch nicht immer erfüllen. Ursache waren meist Lieferengpässe bei Vorlieferanten. Auch die Gewinne waren in den vergangenen Jahren sehr schwankend. Um das Produktportfolio zu stärken, hat das Unternehmen im laufenden Jahr die beiden Spezialisten für 3D-Bildverarbeitung EnShape aus Jena sowie AQSense aus dem spanischen Girona übernommen.

Cognex-Aktie_Chart_Robotik-Aktie

2. Rockwell Automation-Aktie

Auf dem zweiten Rang kommt das führende amerikanische Robotik-Unternehmen aus dem Segment der Prozessautomatisierung: Rockwell Automation. Das Unternehmen hatte im Jahr 2017 ein Übernahmeangebot des Mitbewerbers Emerson abgelehnt. Das Kursplus des Jahres 2020 betrug rund 25 Prozent.

Die Unternehmensgewinne der letzten Jahre wiesen trotz einer Reihe von Akquisitionen stets Steigerungen im mittleren zweistelligen Bereich auf. Die langfristigen Perspektiven des Unternehmens sehen zwar hervorragend aus, Anlegern sollten jedoch wissen, dass die Geschäftsentwicklung konjunkturbedingt schwankt.

Wegen der Zunahme von Bedrohungen in Form von Cyberattacken hat Rockwell Automation zuletzt die Aktivitäten im Bereich Cybersecurity verstärkt und Partnerschaften mit CrowdStrike und Dragos verkündet. Damit wurden bestehende Kooperationen mit Claroty und Cisco ergänzt. Darüber hinaus wurde ein neues Cybersecurity Operation Center in Israel eröffnet. Bereits 2020 hatte Rockwell Automation die spanische Firma Oylo sowie Avnet aus Israel übernommen. Die Unternehmen Avata, Plex Systems und Fiix Inc. wurden ebenfalls gekauft.

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1. Intuitive Surgical-Aktie

Das Unternehmen aus dem kalifornischen Sunnyvale gilt als Begründer der chirurgischen Robotik – ein Bereich für den Experten ein großes Wachstumspotenzial sehen. Intuitive Surgical hat das sogenannte da Vinci-System entwickelt, mit dem minimal-invasive Operationen durchgeführt werden können. Vorteile für den Patienten sind, dass OP-Wunden kleiner werden, Blutverluste geringer ausfallen und auch die Wundheilung beschleunigt wird. Für den Operateur ergeben sich ergonomische Vorteile und die Möglichkeit zu einer präziseren Handhabung der Instrumente. Inzwischen erfolgten weltweit bereits über 10 Millionen Eingriffe mit dem da Vinci System.

Die Intuitive Surgical-Aktie legte 2020 einen Kurszuwachs von rund 38 Prozent hin, im Jahr 2021 konnte das Wertpapier weiter zulegen. Kursrücksetzer erwiesen sich bislang stets als willkommene Kaufgelegenheiten. Bei Umsatz und Gewinn werden in den kommenden Jahren neue Bestwerte erwartet. Intuitive Surgical tätigt immer wieder Zukäufe. Bereits 2019 hat das Unternehmen beispielsweise das Robotik-Endoskopie-Geschäft der Schölly Fiberoptic GmbH, einem badischen Familienunternehmen, übernommen. Angesichts der Corona-Pandemie haben potentielle Wettbewerber wie Johnson & Johnson und Medtronic ihre Aktivitäten im Bereich der medizintechnischen Robotik zurückgefahren, so dass die Vormachtstellung von Intuitive Surgical bis auf weiteres erhalten bleiben dürfte.

Intuitive Surgical-Aktie_Chart_Robotik-Aktie

Robotik-Aktien-Liste: Sieben Top-Picks mit Schwerpunkt Robotertechnik

In der folgenden Robotik-Aktien-Tabelle finden Sie sieben Werte mit guten strategischen Positionierungen:

Robotik-AktienISINTicker
(Heimatbörse)
Börse
FanucJP38024000066954Tokyo Stock Exchange (TSEJ)
iRobotUS4627261005IRBTNasdaq
KionDE000KGX8881KGXXetra
KeyenceJP32362000066861Tokyo Stock Exchange (TSEJ)
CognexUS1924221039CGNXNasdaq
Rockwell Automation Inc.US7739031091ROKNYSE
Intuitive SurgicalUS46120E6023ISRGNasdaq

Titelbild: shutterstock

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