Intel Aktie Prognose 2024: Die Turnaround-Story steht auf wackligen Beinen

Intel Aktie News: Neuer Quartalsbericht übertrifft Analystenschätzungen – Intel Aktie nachbörslich dennoch minus 10 Prozent.

Der Halbleiterhersteller Intel Corporation (NASDAQ:INTC), spezialisiert auf Rechenzentren und Personal Computing (PC), veröffentlichte kürzlich seine Ergebnisse für das abgelaufene vierte Quartal 2023. Die Zahlen konnten überzeugen, doch es gibt einen Haken. Schließlich wurde die Intel-Aktie am darauffolgenden Handelstag ordentlich abgestraft. Was steckt hinter dieser ambivalenten Entwicklung?

Intel Aktie News: Direkt zu den Intel Quartalszahlen springen!

Wir tauchen tief in das Geschäftsmodell von Intel ein, analysieren kritische Geschäftsbereiche und wägen Chancen und Risiken ab, die sich aus der aktuellen Marktdynamik ergeben. Steht Intel kurz davor, seine einstige Vormachtstellung zurückzugewinnen oder sind die Herausforderungen zu groß? Auch auf die folgende Frage geben wir unsere Einschätzung: Ist die Intel-Aktie eine kluge Investition oder ein riskantes Unterfangen?

Intel Aktie: Kennziffern und Symbol

WKN: 855681, ISIN: US4581401001, Ticker-Symbol: INTC

Intel Aktienkurs

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Es ist nicht so, dass der Aktienmarkt im Jahr 2023 nicht gut gelaufen wäre, aber insbesondere Intel Corporation (NASDAQ:INTC) gehörte zu den Outperformern. Betrachtet man die Performance im Gesamtjahr 2023, so zeigt sich, dass Intel in den ersten Monaten hinter dem S&P 500 (SP500) zurückblieb, aber vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2023 legte die Aktie weiter zu und gewann in den letzten insgesamt 65 Prozent an Wert. Verglichen mit dem S&P 500, der im gleichen Zeitraum um rund 22 Prozent zulegte, ist dies eine solide Outperformance.

In unserem Fazit zur Intel-Aktienprognose 2023, die wir im Juli veröffentlicht haben, hieß es: „Aufgrund der uns heute zur Verfügung stehenden Informationen gehen wir davon aus, dass der Markt in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 noch weiteres Erholungspotenzial hat. Das Niveau von 2021 dürfte jedoch nicht mehr erreicht werden.“ Seitdem ist die Aktie um fast 50 Prozent gestiegen und wir sollten mit dieser Prognose recht behalten.

Doch die aktuellen Ergebnisse werfen wieder einen Schatten auf die Performance. In diesem Artikel stellen wir uns die Frage: Sollten eventuelle Gewinne mitgenommen werden oder hat die Intel Aktie noch Potenzial, ihre Aufwärtsrally fortzusetzen?

Das Geschäftsmodell der Intel Corporation

Die Intel Corp. ist in erster Linie ein Hersteller von Halbleitern, nutzt diese jedoch auch für die Fertigung von Mikroprozessoren. Der Verkauf Letzterer generiert den Löwenanteil der Einnahmen (80,7 Prozent). Hinzu kommen Produkte, die der Beschleunigung sowie Optimierung dienen. Hierzu zählt Intel bestimmte Silizium-Wafer und drahtlose Kommunikationsmittel. 19,3 Prozent ihrer Einnahmen erlösen die Kalifornier mit diesem Segment.

6 Geschäftsbereiche, 2 Kernsegmente, 1 Wachstumstreiber

  • Client Computing – (50,39% am Gesamtumsatz)
  • Data Center – (30,83%)
  • Network and Edge – (13,34%)
  • Mobileye – (2,96%)
  • Intel Foundry Services (IFS) – 0,7%
  • All Other – (1,78%)

Der Schwerpunkt der Kalifornier liegt auf dem Bereich Client Computing Group (CCG). Über die Hälfte aller Umsätze entfallen auf diesen Bereich, der Intel zufolge die größten Margen einbringt. Berühmte Produkte aus dieser Sparte sind unter anderem die zahlreichen Intel Prozessoren, beispielsweise die Core sowie iCore, Athom und vPro Serien. Aber auch die Mini-PCs (Nuc Kits) und die Speichersysteme (Compute Stick Family) werden dem Segment zugerechnet.

intel aktie core prozessor
Intel Core Prozessor / Intel Corporation

Der zweite große Geschäftsbereich lautet Data Center. Die Angebote der Intel Corp. aus diesem Bereich umfassen neben Server-Hardware auch Services für Datenanalysen auf Basis künstlicher Intelligenz (KI), softwaredefinierte Infrastrukturleistungen (SDI), High Performance Computing (HPC) und eine eigens entwickelte Hybrid-Cloud. Angesichts des ungebremsten Datenhungers vieler Unternehmen birgt das Data Center Business durchaus Potenzial und sollte in jeder Intel Prognose berücksichtigt werden.

Die übrigen Segmente fallen bei einer Intel Aktie Analyse kaum ins Gewicht. Eine Ausnahme stellt die Sparte Mobileye dar, die als der vielleicht größte Wachstumstreiber angesehen werden darf.

Mobileye

Nicht nur in der Halbleiterbranche ist Intel tätig! Mit der Übernahme des damals 750 Mitarbeiter starken Software-Pioniers Mobileye im Jahre 2017 haben sich die Kalifornier auch im Bereich Autonomes Fahren positioniert. Bei Mobileye handelt es sich um einen israelischen Konzern, der seinen Kunden die Möglichkeit bietet, dem aktuellen Pkw ein Upgrade zu verpassen und diesem das autonome Fahren „beizubringen“. Konkret gelingt dies mithilfe einer unscheinbaren Kamera, die hinter die Windschutzscheibe geklemmt wird. Im Gegensatz zu den Self Fully Driving (SEF) Projekten von Tesla & Co. handelt es sich bei Mobileye also nicht um ein integriertes System, sondern um ein variables Add-on (Nachrüstbausatz). Seit der Übernahme von Intel hat sich die Zahl der Beschäftigten auf 2.500 mehr als verdreifacht.

auto mit dem logo von mobileye vor dem standort von mobileye
Self Driving Vehicle von Mobileye / Mobileye

Strategische Verschiebungen: IDM 2.0 und KI-Fokus

Die Strategie IDM 2.0 (Integrated Device Manufacturer) von Intel markiert einen wichtigen Wendepunkt. Mit dem Ziel, die Produktionsführerschaft zurückzugewinnen, baut das Unternehmen seine US-Werke aus und erhöht die Kapazitäten. Auch in Europa sollen Werke errichtet werden. Ein wichtiger Aspekt dieser Strategie ist die Anschaffung von EUV-Anlagen (Extreme Ultraviolet Lithography) der nächsten Generation, die bis 2025 einsatzbereit sein sollen. Im Erfolgsfall könnte Intel damit den technologischen Vorsprung von Konkurrenten wie Samsung und TSMC aufholen.

Übrigens: Das Niederländische Unternehmen ASML Holdings N.V. (ASML) hält ein weltweites Monopol auf die Herstellung von Extrem-Ultraviolett (EUV)-Lithografiemaschinen. Nur mithilfe dieser Anlagen sind Unternehmen wie TSMC überhaupt in der Lage 5 und 3 Nanometer Chips herzustellen. Dieser Fakt verdeutlicht noch einmal, wie zentralisiert einzelne Bestandteile der Lieferkette in der Halbleiterbranche sind.

foto von einem asml lithografiesystem womit Intel arbeit als schätzungen
ASML Lithografiesystem / ASML

Im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) hat Intel seine „AI Everywhere“-Strategie vorangetrieben, mit bemerkenswerten Fortschritten bei KI-Anwendungen für PCs und Automobile. Die Einführung des Intel Core-Prozessors der 14. Generation, der als der weltweit schnellste Desktop-Prozessor angepriesen wird, ist ein Beispiel für diesen Schwerpunkt. Darüber hinaus unterstreicht die Übernahme von Silicon Mobility durch Intel die Ambitionen des Unternehmens im Bereich der KI-Anwendungen für Automobile.

Die wichtigsten Herausforderungen der IDM 2.0 Strategie

Hohe Investitionen und Verschuldung:

Der Ausbau der Fabriken in den USA soll insgesamt rund 100 Mrd. USD kosten, bzw. 25 Mrd. USD jährlich. Hinzu kommen einige neue Werke, unter anderem eine Intel Niederlassung in Magdeburg. Dies drückt auf die Bilanz. Intel ist diesbezüglich besonders stark auf die Unterstützung seitens der Regierung angewiesen. Hier dürfte der von der Biden Regierung beschlossene Chips Act (Creating Helpful Incentives to Produce Semiconductors) Intel zumindest bei seinen heimischen Expansionsplänen unterstützen. Neu hinzugekommen ist der bewilligte Chips-Act von dem EU-Parlament. Demnach wird die Intel Chipfabrik in Magdeburg mit fast 10 Milliarden EUR subventioniert.

foto von einer zukünftigen intel fabrik in magdeburg im verlauf
Planung der neuen Intel Fabrik in Magdeburg / Intel Corporation

Ein wichtiger Indikator dafür, ob Intel dieses Vorhaben finanziell stemmen kann, ist der Verschuldungsgrad. Dieser lag Ende 2022 noch bei 0,36, ist aber bis heute auf 0,43 gestiegen. In einem Umfeld steigender Zinsen könnte dies den Aktienkurs belasten. Ein Wert von über 0,5 wird allgemein als sehr kritisch angesehen. Derzeit sieht es so aus, als ob Intel genau auf diesen Wert zusteuert. Dies erkennen wir insbesondere an der Entwicklung des Free Cashflow: Derzeit übersteigen die getätigten Investitionen, aber auch die Ausgaben für die Dividende der Intel-Aktie zunehmend die operativen Erträge.

Für das Jahr 2022 liegt der Free Cash Flow mit rund 4 Mrd. USD im negativen Bereich und auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 wurden weitere Milliarden verbrannt. Diesmal allerdings mit -11,85 Mrd. USD fast dreimal so viel. Die liquiden Mittel sanken von rund 11 Mrd. USD auf nur noch 7 Mrd. USD. Dem stehen immer weiter steigende Gesamtschulden gegenüber, die mittlerweile eine Höhe von 46,98 Mrd. USD erreicht haben.

Wie unterscheiden sich CPUs von GPUs?

Die Zentraleinheit (CPU) und der Grafikprozessor (GPU) unterscheiden sich vornehmlich in ihrer Funktion. Der Betrieb eines Servers ist ohne eine Zentraleinheit (CPU) nicht möglich. Die CPU führt alle Aufgaben aus, die notwendig sind, damit die gesamte Software auf dem Server korrekt ausgeführt werden kann. Im Gegensatz dazu unterstützt ein Grafikprozessor (GPU) die CPU bei der gleichzeitigen Ausführung von Berechnungen. Eine GPU ist in der Lage, einfache und sich wiederholende Aufgaben viel schneller zu erledigen, da sie in der Lage ist, die Aufgabe in kleinere Teile zu zerlegen und diese parallel auszuführen.

Wettbewerbslandschaft - Krieg an allen Fronten

Intels KI- und PC-Strategie steht im harten Wettbewerb insbesondere mit NVIDIA, das kürzlich seine GeForce RTX-GPUs verbessert hat. Diese für KI-Workloads optimierten GPUs stellen eine direkte Herausforderung für Intels Core Ultra dar. NVIDIAs umfangreiches Ökosystem mit mehr als 500 PC-Anwendungen, die für seine GPUs optimiert sind, übertrifft das derzeitige Angebot von Intel.

Der zunehmende Einsatz von KI-Prozessoren in Rechenzentren ist ein Trend, der nicht ignoriert werden kann. Die Bemerkung des CEO von TSMC, dass KI-Prozessoren herkömmliche CPUs ersetzen könnten, unterstreicht den potenziellen Gegenwind für Intel. Die kurzfristigen Aussichten für die Nachfrage nach Server-CPUs scheinen schwierig zu sein, da sich Rechenzentren aufgrund ihrer Effizienz und ihrer speziellen Fähigkeiten zunehmend auf KI-Prozessoren verlassen. Die starke Leistung der NVIDIA Corporation auf dem Markt für KI-Prozessoren unterstreicht das Tempo dieses Wandels und deutet auf eine potenzielle Kannibalisierung auf dem CPU-Markt hin.

Intels positiver Ausblick für Server-CPUs ist zwar ermutigend, kann aber die Gefahr einer Erosion des Marktanteils aufgrund der Kannibalisierung durch KI-CPUs nicht vollständig ausräumen. Das Unternehmen befindet sich in einer heiklen Lage, da es versucht, seine Vormachtstellung auf dem Markt für herkömmliche CPUs zu behaupten und sich gleichzeitig auf KI und spezialisierte Hardware zu konzentrieren. Dieser doppelte Fokus erfordert ein Gleichgewicht zwischen Investitionen in Innovation und Marketing für traditionelle Produkte und der Entwicklung neuer KI-orientierter Technologien.

Die Herausforderung wird durch die Wettbewerbssituation noch verschärft. AMD, einer der Hauptkonkurrenten, stellt mit seiner Zen-4-Architektur eine erhebliche Bedrohung dar, da diese angeblich leistungsfähiger und effizienter ist als die aktuellen Angebote von Intel. Dieser Effizienz- und Leistungsvorsprung könnte bedeuten, dass AMD im Vergleich zu Intel einem geringeren Kannibalisierungsrisiko ausgesetzt ist. Für Intel, das bereits mit konkurrierenden CPUs von AMD zu kämpfen hat, könnte diese Dynamik zu einer größeren Verwundbarkeit in Bezug auf Marktanteile und Branchenposition führen.

Einige Investoren sehen einen Hoffnungsschimmer in der Diversifizierung von Intel in den Automobilsektor. Die Initiativen von Intel in diesem Bereich, darunter die Übernahme des Kameraspezialisten Mobileye, die Partnerschaft mit Zeekr von Geely Automobile und die Einführung von softwaredefinierten System-on-Chips für Fahrzeuge, sind ehrgeizig. Sie treffen jedoch auf ein komplexes Marktumfeld, das durch eine sich verändernde Nachfragedynamik und regulatorische Herausforderungen gekennzeichnet ist, insbesondere in Schlüsselmärkten wie China.

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Ein Blick auf die Intel Quartalszahlen

Die jüngsten Finanzergebnisse von Intel haben die Erwartungen bei weitem übertroffen und zeigen eine deutliche Verbesserung gegenüber dem vierten Quartal 2022. Dieses außergewöhnliche Ergebnis ist gekennzeichnet durch einen Umsatzanstieg von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 15,4 Milliarden US-Dollar. Die Schätzungen der Analysten wurden hier um 1,63 Prozent geschlagen.

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Die bereinigte Bruttomarge stieg von 43,8 Prozent im Vorjahr auf 48,8 Prozent – ein bemerkenswerter Anstieg. Dieses Wachstum wurde durch einen Anstieg der operativen Margen auf 16,7 Prozent ergänzt. Die Auswirkungen dieser Margenverbesserung zeigen sich deutlich im Nettogewinn, der im Vergleich zum Vorjahr um 263 Prozent gestiegen ist. Diese beeindruckende Leistung ist ein Beweis für die robuste finanzielle Gesundheit von Intel.

Das Unternehmen befindet sich nun in einer Phase der Verlagerung hin zu günstigeren Bewertungskennzahlen, was weitgehend auf diese positiven Ergebnisse zurückzuführen ist. Der operative Cashflow von Intel ist mit 4,6 Mrd. USD nach wie vor stark, und das Unternehmen zahlt weiterhin eine bescheidene Dividende von 0,5 Mrd. USD. Es ist jedoch wichtig festzuhalten, dass das Wachstum nicht in allen Segmenten gleich war. Während in einigen Bereichen ein Rückgang zu verzeichnen war, erwies sich das Foundry-Segment von Intel als sehr erfolgreich.

Der Bereich Client Computing verzeichnete mit einem Umsatzplus von 33 Prozent auf 8,8 Mrd. USD ein starkes Wachstum. Auch Mobileye konnte seinen Umsatz um 13 Prozent steigern. Besonders stark war der Bereich Foundry Services mit einem Wachstum von 63 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Gegensatz dazu schnitt das Segment Rechenzentren und KI mit einem Rückgang von 10 Prozent nicht so gut ab, obwohl die Nachfrage im Bereich KI stark anstieg. Dies könnte auf den Wettbewerbsdruck in diesem Bereich hindeuten. Darüber hinaus verzeichnete das Segment Network and Edge einen Umsatzrückgang von 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese uneinheitliche Leistung in den verschiedenen Sektoren verdeutlicht die komplexe Dynamik, die in der gesamten Geschäftsstrategie von Intel zum Tragen kommt.

Wie kann es sein, dass auf der einen Seite die Ergebnisse von Intel so positiv ausfallen und auf der anderen Seite die Anleger in Scharen ihre Aktien abstoßen? Um das zu verstehen, müssen wir uns den kürzlich veröffentlichten Ausblick des Managements für das aktuell laufende Quartal und das Geschäftsjahr 2024 anschauen.

Schätzungen für Q1 2024: Die große Enttäuschung

Die Prognose von Intel für das erste Quartal 2024 hat sich nach der jüngsten Veröffentlichung der Ergebnisse als kritischer Punkt erwiesen. Das Unternehmen prognostizierte einen Umsatz von 12,2 bis 13,2 Milliarden USD, was deutlich unter den erwarteten 14,25 Milliarden USD liegt. Diese besonders konservative Prognose spiegelt eine vorsichtige Haltung gegenüber der kurzfristigen Performance des Unternehmens wider. Auch das bereinigte Ergebnis je Aktie wird mit 0,13 USD im Vergleich zu den optimistischeren Markterwartungen eher verhalten erwartet. Diese Prognose, insbesondere nach einer Phase der Leistungssteigerung, hat zu einer Neubewertung des unmittelbaren Wachstumskurses von Intel geführt.

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Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024: Vorsichtiger Ansatz

Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2024 scheint der Ausblick von Intel eine Mischung aus vorsichtigem Optimismus und strategischem Realismus zu sein. Das Unternehmen erwartet ein gewisses Wachstum, obwohl es sich der Herausforderungen in Schlüsselsegmenten wie Rechenzentren und KI bewusst ist. Die Prognose deutet darauf hin, dass Intel zwar eine Erholung und Wachstum in seinen Kerngeschäften erwartet, sich aber auch des Wettbewerbs- und Marktdrucks bewusst ist, der dieses Wachstum bremsen könnte. Dieser pragmatische Ausblick wird von Faktoren wie den laufenden Veränderungen in der Branche, der Wettbewerbsintensität und den makroökonomischen Bedingungen beeinflusst.

Analysteneinschätzungen: Kursziele der Intel Aktie

Intel Aktie Prognose Übersicht

43 Experten haben ihre Einschätzung zum Kursziel der Intel Aktie abgegeben und prognostizieren im Durchschnitt ein Kursplus von  +2.80% auf 44,87 USD pro Aktie. Während die Optimisten einen Höchstkurs von 68,00 USD (+55.78%) erwarten, sehen die Konservativen Abwärtspotenzial auf rund 17,00 USD je Aktie (-61.05%).

Von den 43 Analysten raten 9 zum Kauf der Intel Aktie, 27 plädieren fürs Halten, und 7 empfehlen zum Verkauf.

Intel Aktie Prognose

Prognosen für die Intel Aktie gibt es zuhauf. Kein Wunder, schließlich bringt Intel über 186 Milliarden US-Dollar auf die Börsen-Waage. Wie immer gilt jedoch, dass sich Anleger nicht auf die Meinungen Anderer verlassen sollten und stets eigenes Research betreiben sowie eine eigene Entscheidung fällen sollten.

Wir haben uns drei unterschiedliche Intel Aktie Prognosen für 2023 herausgesucht und gehen auf die unterschiedlichen Kursziele ein. Im Hause Bernstein Research traute man zuletzt der Geschäftsleitung um Pat Gelsinger nicht den erhofften Turnaround zu. Hier lautete das Intel Aktie Kursziel 23 US-Dollar. Dieses wurde im laufe des letzten Jahres auf 42 USD angehoben. Auch nach der Veröffentlichung der Zahlen hält Bernstein Research an diesem Ziel fest und empfiehlt das Halten der Aktien.

Analysten von JP Morgan stufen den Wert in der Intel Aktie unverändert mit „Underweight“ ein. Bedeutet: Die Intel Aktie soll sich laut JP Morgan wesentlich schlechter als die Peer-Group entwickeln. Hier sieht man einen Intel Aktienkurs von 37 US-Dollar für nachhaltig.

Auch die Empfehlung der Deutsche Bank, die sonst deutlich optimistischer für Intel ist, wurde auf Halten revidiert. Hier werden 38 USD als realistisch angesehen.

Intel Aktie: Basisdaten

Fazit

Intel befindet sich aktuell in einer Phase intensiver Transformation, einem Balanceakt zwischen Bewährtem und Neuerungen. Das Unternehmen strebt danach, sich in einer Vielzahl von Bereichen zu behaupten – von der Entwicklung fortschrittlicher GPUs und CPUs für Personal Computing und Rechenzentren bis hin zu Innovationen im Automobilsektor. Gleichzeitig verfolgt Intel ambitionierte Pläne zum Ausbau eigener Fertigungsanlagen. Diese Bestrebungen finden in einer Zeit statt, in der sich der Chipmarkt durch die Entwicklungen in der KI-Technologie rasant wandelt.

Im Grunde genommen versucht Intel, die operativen Geschäftsbereiche von Branchenriesen wie TSMC, Infineon sowie NVIDIA und AMD zu vereinen. Angesichts der Komplexität, die jedes dieser Unternehmen bereits für sich allein darstellt, ist dies eine wahre Herkulesaufgabe. Daraus lässt sich leicht ableiten, warum die Aktien der eher spezialisierten Wettbewerber in der Halbleiter-Branche deutlich bessere Performance zeigen. Als ein Unternehmen, das oft als „Old Technology“ betrachtet wird, steht Intel vor der Herausforderung, sich in diesen unruhigen und unbekannten Gewässern zu behaupten. Der einst so dominante Wettbewerbsvorteil schwindet, der Burggraben wird enger.

Die jüngste Erholung in den Quartalszahlen ist zweifelsohne erfreulich, allerdings startet Intel von einem relativ niedrigen Niveau. Noch immer ist das Unternehmen weit entfernt von seinen Spitzenleistungen während der Pandemie. Der vorsichtige Ausblick des Managements spiegelt diese Unsicherheit wider und überträgt sich nun auch auf die Investoren, deren Hoffnungen auf einen makellosen Turnaround und ein fulminantes Comeback so langsam schwinden.

Die derzeit hohe Nachfrage nach Hardware, angefacht durch den KI-Hype, hat Intel eine Atempause und die Möglichkeit zur Erholung gegeben. Doch angesichts des extrem zyklischen Charakters dieses Marktes und der Tatsache, dass Intel die Marktführerschaft eingebüßt hat – und damit auch die Preissetzungsmacht –, gepaart mit steigender Verschuldung, erscheint es unwahrscheinlich, dass die Aktie bis Ende 2024 neue Höchststände erreichen wird.

Anleger, die davon ausgehen, dass die Nachfrage nach Hardware auf dem aktuell hohen Niveau bleiben wird, können weiterhin in Intel Aktien investieren. Für sehr langfristig orientierte Anleger könnte die Inbetriebnahme der neuen Fabriken im Jahr 2025, wenn die IDM 2.0-Strategie Früchte trägt, ein Hoffnungsschimmer für einen fundamental gestützten Turnaround sein. Bis dahin ist jedoch mit erheblicher Volatilität zu rechnen. Risikoaverse Anleger könnten sich daher nach alternativen Anlagemöglichkeiten umsehen.

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Quellenangaben:

https://www.intc.com/news-events/
annual-stockholders-meeting

https://de.marketscreener.com/kurs/aktie/
INTEL-CORPORATION-4829/analystenerwartungen/

https://www.intc.com/news-events/press-releases/
detail/1637/intel-reports-second-quarter-2023-financial-results

https://investor.tsmc.com/english/encrypt/
files/encrypt_file/reports/2023-07/
7ec677062ca442e429b632ccd6d4f31ad53
b1ce7/TSMC%202Q23%20Transcript.pdf

Bildquelle(n): Intel, shutterstock, statista

Intel Aktie: Stammdaten

  • Ticker-Symbol: INTC
  • WKN: 855681
  • ISIN: US4581401001
  • Anzahl der Aktien: 4,22 Mrd.
  • Streubesitz: 99,7%

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