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Beste ETFs 2026: Die Top-Indexfonds für Depot, Sparplan & Megatrends
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Adrian Schmid
- | Letzte Aktualisierung am
Das Wichtigste in Kürze :
Die Strategie: 70 bis 80 Prozent Weltmarkt, 20 bis 30 Prozent Megatrends. Das ist Core-Satellite.
Der Kern: SPDR MSCI ACWI IMI (IE00B3YLTY66). Industrieländer, Schwellenländer und Small Caps in einem Produkt. 0,17 Prozent im Jahr.
Die vier Trends: Künstliche Intelligenz, Stromnetz, Verteidigung, Dividenden. Jeder mit eigenem ETF. Einer ist neu im Depot.
Die echte Rechnung: Auf jedem ETF steht eine Gebühr. Was er wirklich kostet, steht dort nicht. Wir rechnen es nach.
Hand aufs Herz: Lange war Geldverdienen an der Börse fast zu einfach. Ein Sparplan auf den MSCI World, zurücklehnen, fertig.
Doch 2026 hat die Spielregeln verändert. Und zwar messbar.
Sieben Monate des Jahres liegen hinter uns. Sie zeigen: „Standard“ reicht nicht mehr überall. Wer ausschließlich den Weltindex bespart, hat die stärksten Bewegungen dieses Jahres nicht mitgenommen. Drei Entwicklungen stechen heraus:
KI-Realität: BlackRock warnte Ende 2025, KI werde „physisch“. Es brauche mehr als Chips, nämlich Energie und Infrastruktur. Genau so kam es.
Verteidigung: Die NATO-Staaten haben ihre Budgets weiter erhöht, mehrere Länder liegen inzwischen über zwei Prozent ihrer Wirtschaftsleistung (NATO, Juni 2026). Solche Beschaffungen laufen über Jahre, nicht über Quartale.
Wachablösung: Der Internationale Währungsfonds sieht Indien beim Wachstum weiter vor China (IWF, Juli 2026). In Ihrem Welt-ETF fehlt Indien trotzdem fast komplett.
Das Problem: Wer sein Depot seit 2025 nicht angefasst hat, bildet diese Verschiebungen bis heute nicht ab.
Unser Versprechen: Sie müssen kein Börsen-Profi sein, um das zu ändern. In diesem Leitfaden filtern wir für Sie den Lärm heraus. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit einfachen ETFs das Fundament der Profis nachbauen, stressfrei und kostengünstig.
Egal ob Sie einmalig 5.000 Euro anlegen oder einen monatlichen Sparplan starten wollen. Hier ist Ihr Fahrplan für die zweite Hälfte des Börsenjahres 2026.
Länder-Strategie: Welches Welt-Portfolio ist 2026 für Anleger das beste?
Das beste Welt-Portfolio besteht 2026 aus zwei Teilen: einem breit gestreuten Welt-ETF, der auch Schwellenländer und Small Caps enthält, und einer bewussten Beimischung von Schwellenländern.
Viele Anleger machen nämlich einen Fehler. Sie setzen „Welt-ETF“ mit „MSCI World“ gleich. Doch während die Weltwirtschaft lange im Gleichschritt lief, sehen wir jetzt eine massive Divergenz.
Die Weltkarte für Ihr Depot: Wir teilen das Welt-Portfolio deshalb in zwei Aufgaben auf.
1. MSCI World vs. MSCI All Country World: Welcher Index ist besser?
Für die meisten Privatanleger ist der MSCI All Country World der bessere Index. Er enthält Schwellenländer, der MSCI World nicht.
Der MSCI World Index ist trotzdem der Klassiker in deutschen Sparplänen. Er deckt über 1.400 Unternehmen aus 23 Industrieländern ab. Doch Anleger müssen ein Risiko kennen: Der Index ist zu rund 70 Prozent USA-lastig.
Der Vorteil: Sie investieren automatisch in die Qualität der amerikanischen Tech-Aktien (Nvidia, Microsoft). Die Nettogewinnmarge im S&P 500 lag im ersten Quartal 2026 bei 14,8 Prozent. Das ist laut FactSet (Earnings Insight, 21. Mai 2026) der höchste Wert seit Beginn der Erhebung im Jahr 2009.
Das Problem: Mit einem erwarteten KGV von 21,1 ist der US-Markt teuer. Der Fünfjahresschnitt liegt bei 19,9, der Zehnjahresschnitt bei 18,9.
Fairerweise: Dieser Aufschlag hat einen Grund. Rekordmargen rechtfertigen eine höhere Bewertung. Nur lässt ein KGV von 21,1 wenig Spielraum für Enttäuschungen. Sie kaufen „teure Qualität“, verpassen aber das „günstige Wachstum“.
Aus unserer Sicht spricht viel dafür, den MSCI World als Basis zu betrachten – als Komplettlösung greift er zu kurz. Das moderne Upgrade ist der MSCI ACWI IMI, der Schwellenländer und Small Caps bereits integriert hat.
Welche 3 Welt-ETFs sind die besten?
Drei Produkte kommen für die Kernrolle infrage. Alle drei sind UCITS ETFs und in Deutschland handelbar.
Auf dem Preisschild steht die Gesamtkostenquote, kurz TER. Sie sagt Ihnen aber nicht, was der ETF Sie am Ende gekostet hat. Dafür vergleicht man, wie er gegenüber seinem Index abgeschnitten hat.
| ETF-Name | ISIN (WKN) | Kosten (TER) | Echte Rechnung p.a | FinMent-Urteil |
|---|---|---|---|---|
| SPDR MSCI ACWI IMI | IE00B3YLTY66 | 17 Euro pro Jahr | 6 Euro besser als der Index | 🏆 Der Alleskönner: Deckt 99% der Welt ab (inkl. Small Caps). Preis-Leistungs-Sieger. |
| Vanguard FTSE All-World | IE00BK5BQT80 | 19 Euro pro Jahr | 2 Euro schlechter als der Index | 🥈 Der Solide: Extrem beliebt, deckt aber keine Small Caps ab. |
| iShares Core MSCI World | IE00B4L5Y983 | 20 Euro pro Jahr | 8 Euro besser als der Index | 🥉 Der Klassiker: Maximale Liquidität, aber ohne Schwellenländer. |
Je 10.000 Euro Anlage und Jahr. Echte Rechnung nach der durchschnittlichen Abweichung vom Index 2021 bis 2025, Quelle trackingdifferences.com, Stand August 2026.
Lesen Sie die beiden Spalten (Kosten/Echte Rechnung) nebeneinander. Der ETF mit dem höchsten Preisschild hat am besten abgeschnitten.
Wie kann ein ETF besser laufen als sein Index, obwohl er Gebühren kostet?
Weil die Gebühr nicht der einzige Posten ist. Der Fonds verleiht Aktien und verdient daran. Und weil alle drei in Irland sitzen, holen sie bei US-Dividenden mehr Quellensteuer zurück als Fonds aus anderen Ländern.
Deshalb entscheiden wir die Auswahl nicht über die Gebühr, sondern über den Index dahinter. Zwischen diesen drei liegen wenige Euro im Jahr. Der Unterschied zwischen „mit Schwellenländern“ und „ohne“ ist deutlich größer.
2. Emerging Markets: Warum Indien China im Depot ablösen muss
Indien löst China als Wachstumsmarkt ab, weil die Demografie auf Indiens Seite steht. Während China mit strukturellen Problemen kämpft, haben sich Indische Aktien zum Liebling der Profi-Investoren entwickelt.
Laut dem Report „Long-Term Capital Market Assumptions 2026″ von J.P. Morgan Asset Management bietet Indien das attraktivste demografische Profil der Welt, mit einem Durchschnittsalter von 28 Jahren.
Im klassischen MSCI World ist Indien zu 0 Prozent enthalten. Selbst im breiteren MSCI ACWI macht es nur knapp 2 Prozent aus. Wer davon profitieren will, muss den Baustein aktiv hinzufügen.
Der Top-Pick: der Franklin FTSE India UCITS ETF (IE00BHZRQZ17). Mit 0,19 Prozent ist er deutlich günstiger als vergleichbare Produkte.
Ja, aber: Ein guter Markt ist nicht automatisch ein gutes Jahr. Der indische Aktienmarkt hat 2026 bisher nachgegeben. Die Wertentwicklung dieses ETFs liegt im laufenden Jahr bei minus 6 Prozent (Stand 04.08.2026). Das demografische Argument wirkt über Jahrzehnte, nicht über Quartale. Wer Indien beimischt, braucht Geduld und eine kleine Position.
Megatrends 2026: In welche Sektoren und Branchen fließt das Geld?
Das Geld fließt 2026 in vier Sektoren: künstliche Intelligenz (KI-Aktien), Energie-Infrastruktur, Verteidigung (Rüstungsaktien) und Dividendenwerte (Dividenden Aktien). Alle vier haben in diesem Artikel einen konkreten ETF.
Ein Welt-Portfolio sorgt für die Basis. Zusatzrendite entsteht dort, wo das Wachstum am stärksten ist.
Die 4 Gewinner-Themen für 2026 auf einen Blick
| Trend-Thema | Der Treiber (Warum jetzt?) | Das Ziel im Depot |
|---|---|---|
| 🤖 KI & Big Data | Die KI-Welle erfasst jetzt Software & Daten (nicht mehr nur Chips). | Wachstum: Partizipation an der gesamten Wertschöpfung. |
| ⚡ Energie-Infrastruktur | Rechenzentren verdoppeln den Strombedarf bis 2026. | Substanz: Investition in das physische Fundament (Netze). |
| 🛡️ Rüstung & Sicherheit | NATO-Staaten erhöhen Budgets dauerhaft auf > 2 % BIP. | Hedge: Absicherung gegen geopolitische Krisen. |
| 💰 Dividenden-Strategie | Qualitätsunternehmen mit Preissetzungsmacht. | Cashflow: Stabilität und laufende Erträge. |
1. Künstliche Intelligenz und Robotik: Welcher ETF profitiert vom Tech-Boom?
Ein breiter KI-ETF, der Hardware, Software und Cybersecurity zusammen abbildet. Wer nur auf Chip-Hersteller setzt, erwischt einen Ausschnitt.
Viele Anleger denken bei KI zuerst an Nvidia. Doch der Schwerpunkt verschiebt sich von der reinen Hardware (Halbleiter Aktien) hin zur Software und zur Anwendung. KI wird zur Basistechnologie wie das Internet. Wer breit investiert, fängt die Gewinner von morgen ein, ohne auf eine einzelne KI Aktien wetten zu müssen.
Ein Realitätscheck: Die KI-Rally hat im Sommer 2026 deutlich korrigiert. Der Tech-Investor Dan Niles, Gründer von Niles Investment Management, hatte davor gewarnt und nannte den Rückschlag im Juli eine „Bremsschwelle“. Die Story selbst hält er für intakt. Sein Argument: Die neue Generation von KI-Anwendungen braucht ein Vielfaches an Rechenleistung. Ein echtes Ende sähe er erst bei einer Rezession oder wieder steigenden Leitzinsen.
2. Energie & Infrastruktur: Wie investiert man in den "Strom-Hunger"?
Über die Netzbetreiber und Ausrüster, nicht über die Rechenzentren selbst. KI braucht Rechenzentren. Rechenzentren brauchen Strom und Kühlung.
Laut der dem Electricity Report der International Energy Agency (IEA) wird sich der Strombedarf von Rechenzentren bis 2026 verdoppeln.
Die wahren Gewinner sind die „Schaufelverkäufer“. Hier trifft High-Tech auf klassische Industrie. Auch Deutsche Aktien wie Siemens Energy profitieren vom massiven Netzausbau.
3. Rüstungs-ETFs: Lohnt sich der Einstieg noch?
Wenn Sie den strukturellen Treiber meinen: ja. Wenn Sie auf ein starkes Jahr hoffen: derzeit nicht.
Die Auftragsbücher der Rüstungskonzerne sind auf Jahre gefüllt. NATO-Staaten haben ihre Verteidigungsbudgets erhöht, mehrere Länder liegen inzwischen über zwei Prozent ihrer Wirtschaftsleistung. Solche Beschaffungen werden über Jahre geplant und nicht über Quartale.
4. Dividenden-ETFs: Wie bekomme ich regelmäßige Erträge?
Über einen ausschüttenden ETF auf Unternehmen mit überdurchschnittlicher Dividendenrendite. Vier Ausschüttungen im Jahr sind bei solchen Produkten üblich.
Über einen ausschüttenden ETF auf Unternehmen mit überdurchschnittlicher Dividendenrendite.
Anders als ein thesaurierender ETF legt er die Dividenden nicht wieder an, sondern überweist sie Ihnen. Solche Werte schwanken erfahrungsgemäß weniger als Wachstumsaktien. Viele davon gelten als Aktien für die Ewigkeit.
ETF-Auswahl: Die 4 Qualitäts-Kriterien für Ihr Depot 2026
Vier Kriterien entscheiden über die Qualität eines ETFs: die tatsächlichen Kosten, Größe und Alter des Fonds, die Replikationsmethode und die Ertragsverwendung.
Das ETF-Angebot in Deutschland geht in die Tausende. Viele Vergleichsportale filtern stur nach Alter oder Größe und sortieren damit die Gewinner von morgen aus. Wir unterscheiden stattdessen strikt zwischen Ihrem Basis-Investment und Ihren Trend-Satelliten.
1. Die Kosten-Wahrheit: Was kostet ein ETF wirklich?
Mal weniger, mal mehr als auf dem Preisschild steht. Wie das zustande kommt, haben Sie oben gesehen. Hier ist das Ergebnis für alle sechs Produkte dieses Artikels.
| ETF | Preisschild (TER) | Ergebnis gegenüber dem Index |
|---|---|---|
| SPDR MSCI ACWI IMI | 0,17 Prozent | 0,06 Prozentpunkte besser (2021 bis 2025) |
| Vanguard High Dividend | 0,29 Prozent | 0,06 Prozentpunkte besser (mehrjährig) |
| Xtrackers AI & Big Data | 0,35 Prozent | 0,38 Prozentpunkte schlechter (seit 2020) |
| VanEck Defense | 0,55 Prozent | 0,68 Prozentpunkte schlechter (seit Auflegung) |
| Franklin FTSE India | 0,19 Prozent | keine mehrjährige Angabe verfügbar |
| First Trust Smart Grid | 0,63 Prozent | keine unabhängige Quelle verfügba |
0,06 Prozentpunkte entsprechen 6 Euro je 10.000 Euro Anlage. Quellen: trackingdifferences.com, Stand August 2026. VanEck weist die Differenz zum Index selbst aus, Stand 30.06.2026.
Zwei Zeilen verdienen Ihre Aufmerksamkeit.
Der VanEck Defense. Auf dem Preisschild stehen 0,55 Prozent, tatsächlich verloren hat er 0,68 Prozentpunkte pro Jahr. Bei 10.000 Euro sind das 68 statt 55 Euro. Er bleibt trotzdem in unserer Auswahl – nicht wegen eines starken Jahres, sondern trotz eines schwachen. Aber Sie sollen wissen, was er kostet.
Der First Trust Smart Grid. Für ihn veröffentlicht niemand eine Tracking Difference, auch der Anbieter nicht. Wir sagen das offen, statt eine Zahl zu behaupten.
Zur Kostengrenze: Ein Welt-ETF als Kern sollte im Regelfall 0,20 Prozent nicht überschreiten. Bei Themen-ETFs nennen wir bewusst keine feste Obergrenze. Bei Welt-ETFs konkurrieren Dutzende austauschbare Produkte, da entscheidet der Preis. Bei einem Verteidigungs-ETF gibt es kaum Auswahl. Wer das Thema will, zahlt den Preis oder lässt es.
2. Warum sind Alter und Größe eines ETFs wichtig?
Weil beide über das Schließungsrisiko und über die Aussagekraft der Zahlen entscheiden. Ein zu kleiner Fonds rechnet sich für den Anbieter nicht. Ein zu junger hat keine Historie.
Für den Kern: über 500 Millionen Euro Fondsvolumen.
Für Satelliten: über 100 Millionen Euro.
Fondsalter: mindestens drei Jahre. Erst dann lässt sich die echte Rechnung überhaupt berechnen.
Diese Schwellen sind branchenübliche Erfahrungswerte und ausdrücklich unsere Einschätzung.
Eine Schließung wäre kein Totalverlust, weil ETFs Sondervermögen sind. Ärgerlich ist sie trotzdem: Der Fonds wird verkauft, Sie versteuern den Gewinn und müssen neu anlegen.
3. Physisch oder Swap: Was ist sicherer?
Beide sind gleich sicher, weil beide Sondervermögen sind. Der Unterschied liegt in der Transparenz.
Physisch replizierende ETFs kaufen die Aktien wirklich. Synthetische bilden den Index über ein Tauschgeschäft mit einer Bank ab, was bei Nischenmärkten steuerlich effizienter sein kann. Alle sechs ETFs in diesem Artikel replizieren physisch.
4. Thesaurierend oder ausschüttend: Was passt zu Ihnen?
Das ist keine Qualitätsfrage, sondern eine Frage Ihres Anlagehorizonts. Thesaurierend legt die Dividenden automatisch wieder an, der Zinseszins-Turbo für den Aufbau. Ausschüttend überweist sie Ihnen.
Fünf unserer sechs ETFs thesaurieren. Nur der Dividenden-ETF schüttet aus, viermal im Jahr.
Der Punkt, den fast niemand prüft: Wie hoch ist Ihr Währungsrisiko?
Ein verbreiteter Irrtum: Die Fondswährung ist nicht das Währungsrisiko. Das Risiko steckt in den Unternehmen, die der ETF hält. Ein Welt-ETF in Euro trägt dasselbe Dollar-Risiko wie einer in US-Dollar.
Für den langfristigen Sparer ist das verkraftbar. Wer bereits aus dem Depot entnimmt, trägt die Schwankung dagegen in voller Höhe und kann sie nicht aussitzen.
FinMent Fazit: Unsere ETF-Checkliste für 2026
Bevor Sie bei Ihrem Broker auf „Kaufen“ drücken, machen Sie den kurzen Check:
Was kostet er wirklich? Nicht nur die TER, sondern das Ergebnis gegenüber dem Index.
Ist er groß und alt genug? Über 100 Millionen Euro, mindestens drei Jahre.
Verstehe ich den Inhalt? Physische Replikation bevorzugt.
Passt die Ertragsverwendung? Thesaurierend zum Aufbauen, ausschüttend zum Entnehmen.
Kenne ich mein Währungsrisiko? Bei US-Dollar-ETFs tragen Sie es voll.
So investieren Sie auf institutionellem Niveau
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Die 5 besten ETFs für 2026 im Detail – auch Sparplan geeignet
Unsere fünf Favoriten für 2026 sind der SPDR MSCI ACWI IMI als Kern, der First Trust Smart Grid für die Energie-Infrastruktur, der VanEck Defense für Verteidigung, der Xtrackers AI & Big Data für künstliche Intelligenz und der Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield für laufende Erträge.
Sie kennen jetzt die Trends. Doch welches Produkt passt in Ihr Depot? Wir haben das in Deutschland handelbare Angebot durch unseren Qualitäts-Filter geschickt. Übrig geblieben sind fünf Produkte, die in ihrer Rolle das beste Verhältnis aus Kosten, Größe und Trennschärfe bieten.
Wenn Sie gerade anfangen: Sie brauchen von diesen fünf nur den ersten. Der Kern allein ist bereits ein vollständiges Weltdepot. Die anderen vier kommen dazu, wenn Ihr Depot wächst.
Unsere Favoriten für Ihr Depot:
| ETF-Name | ISIN | Strategie-Rolle | Preisschild (TER) | Vola 1 Jahr | FinMent-Rating |
|---|---|---|---|---|---|
| SPDR MSCI ACWI IMI | IE00B3YLTY66 | Core (Basis) | 0,17 Prozent | 10,5 Prozent | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
| First Trust Smart Grid | IE000J80JTL1 | Energie und Stromnetz | 0,63 Prozent | 19,4 Prozent | ⭐⭐⭐⭐ |
| VanEck Defense | IE000YYE6WK5 | Verteidigung | 0,55 Prozent | 24,6 Prozent | ⭐⭐⭐ |
| Xtrackers AI & Big Data | IE00BGV5VN51 | Künstliche Intelligenz | 0,35 Prozent | 21,3 Prozent | ⭐⭐⭐⭐ |
| Vanguard High Dividend | IE00B8GKDB10 | Cashflow | 0,29 Prozent | 8,3 Prozent | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Alle fünf sind UCITS-ETFs und an deutschen Börsen handelbar. Ob Ihr Broker einen Sparplan darauf anbietet, unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter. Prüfen Sie das vor dem Kauf in der Sparplan-Übersicht Ihres Depots.
1. Der Alleskönner: Welcher Welt-ETF gehört als Kern ins Depot?
Für die meisten Anleger der SPDR MSCI ACWI IMI. Er beendet den Streit „MSCI World gegen Emerging Markets“, weil er beides enthält, dazu die Nebenwerte.
Der ETF-Steckbrief
ISIN / WKN / Ticker: IE00B3YLTY66 / A1JJTD / SPYI
Index: MSCI All Country World Investable Market (ACWI IMI)
Preisschild (TER): 0,17 Prozent pro Jahr
Echte Rechnung: 0,06 Prozentpunkte besser als der Index
Fondsvolumen: 7,74 Milliarden US-Dollar
Replikation: physisch, optimiertes Sampling
Ertragsverwendung: thesaurierend
Fondsdomizil: Irland
Auflagedatum: 13. Mai 2011
Warum dieser ETF 2026?
Er deckt praktisch den gesamten investierbaren Weltmarkt ab. Knapp 5.000 Unternehmen stecken in einem einzigen Produkt, von US-Konzernen bis zu Nebenwerten aus Schwellenländern.
Das ist 2026 wichtiger als in den Vorjahren. Die Marktbreite nimmt zu. Wer nur auf die großen US-Konzerne setzt, verpasst genau diese Entwicklung.
Ja, aber: „Welt“ heißt nicht „gleichmäßig verteilt“. Knapp 59 Prozent des Fonds stecken in den USA. Wer diesen ETF kauft, kauft überwiegend Amerika. Das ist kein Fehler des Produkts, sondern ein Abbild der Weltbörsen. Sie sollten es nur wissen.
Für wen: Für jeden, der einen Kern sucht und sich danach möglichst wenig kümmern will. Das Kernargument ist die Abdeckung, nicht der Preis.
2. Der Tech-Optimierer: Welcher KI-ETF geht über Nvidia Aktie hinaus?
Der Xtrackers AI & Big Data. Sein Index fasst künstliche Intelligenz, Big Data und Cybersecurity zusammen, statt nur auf Chip-Designer zu setzen.
Der ETF-Steckbrief
ISIN / WKN / Ticker: IE00BGV5VN51 / A2N6LC / XAIX
Index: Nasdaq Global Artificial Intelligence and Big Data
Preisschild (TER): 0,35 Prozent pro Jahr
Echte Rechnung: 0,38 Prozentpunkte schlechter als der Index
Fondsvolumen: 8,57 Milliarden US-Dollar
Replikation: physisch, vollständig
Ertragsverwendung: thesaurierend
Fondsdomizil: Irland
Auflagedatum: 29. Januar 2019
Er ist der größte und am längsten etablierte KI-ETF in unserer Auswahl. Sieben Jahre Historie erlauben eine Beurteilung, die bei den KI-Fonds der Jahrgänge 2024 und 2025 schlicht nicht möglich ist.
Ja, aber: Dieser Fonds ist weniger ein KI-ETF, als der Name vermuten lässt. Micron, Samsung und SK hynix wiegen zusammen gut 25 Prozent. NVIDIA steht erst auf Platz 9. Ein Viertel Ihres Einsatzes hängt am Preiszyklus für Speicherchips.
Kurzfristig ist das ein Vorteil, denn jede neue Chip-Generation braucht mehr Speicher. Genau darauf setzt auch Dan Niles, den wir oben zitiert haben: Langfristig bleibt er für Speicherchip-Hersteller optimistisch, weil Nvidias Vera-Rubin-Plattform mehr als dreimal so viel Speicher benötigt wie die Vorgängergeneration. Den Juli-Ausverkauf der Speicherwerte erklärte er mit der Sorge, Apple könne künftig günstigeren Speicher aus China beziehen – ein kurzfristiger Dämpfer, keine Absage an den Trend. Ein Risiko bleibt die Konzentration trotzdem: Ein Viertel Ihres Einsatzes hängt am notorisch zyklischen Preiszyklus für Speicherchips.
Für wen: Für die Aufbauphase, für Anleger, die eine Speicherchip-Wette bewusst mitgehen. Das Kernargument ist die Historie, nicht die Reinheit des Exposures.
3. Der Energie-Spezialist: Wie investieren Sie in den Stromnetz-Ausbau?
Über die Hersteller der Netztechnik, nicht über die Rechenzentren. Der First Trust Nasdaq Clean Edge Smart Grid ist einer der wenigen Fonds, die genau darauf zielen.
Der ETF-Steckbrief
ISIN / WKN / Ticker: IE000J80JTL1 / A3DGK5 / GRDU
Index: Nasdaq OMX Clean Edge Smart Grid Infrastructure
Preisschild (TER): 0,63 Prozent pro Jahr
Echte Rechnung: keine unabhängige Quelle verfügbar
Fondsvolumen: 2,60 Milliarden US-Dollar
Replikation: physisch, vollständig
Ertragsverwendung: thesaurierend
Fondsdomizil: Irland
Auflagedatum: 21. April 2022
Er kauft die Hardware des Stromnetzes. In den größten Positionen stehen ABB, Eaton, Schneider Electric und Johnson Controls. Fast zwei Drittel entfallen auf Industriewerte. Das ist ein reines Exposure ohne Verwässerung durch Big Tech.
Ja, aber: Dieser ETF ist der teuerste unserer Auswahl, und wir können Ihnen nicht sagen, was er tatsächlich kostet. Weder der Anbieter noch eine unabhängige Quelle veröffentlicht eine Tracking Difference. Dazu bewegen wenige Unternehmen den Fonds, weil über die Hälfte in den Top 10 steckt.
Für wen: Für den Depot-Aufbau, wenn Sie ein enges Thema bewusst teurer bezahlen wollen. Das Kernargument ist die Reinheit, nicht der Preis.
4. Der Verteidigungs-Baustein: Welcher Rüstungs-ETF ist der richtige?
Für ein breit gestreutes Depot der VanEck Defense. Er ist der einzige Rüstungs-ETF, der lang genug am Markt ist, um beurteilt werden zu können.
Der ETF-Steckbrief
ISIN / WKN / Ticker: IE000YYE6WK5 / A3D9M1 / DFNS
Index: MarketVector Global Defense Industry
Preisschild (TER): 0,55 Prozent pro Jahr
Echte Rechnung: 0,68 Prozentpunkte schlechter als der Index
Fondsvolumen: 7,23 Milliarden US-Dollar
Positionen: 45
Replikation: physisch, vollständig
Ertragsverwendung: thesaurierend
Fondsdomizil: Irland
Auflagedatum: 31. März 2023
Nachhaltigkeit: SFDR Artikel 6, kontroverse Waffen ausgeschlossen
Alle Angaben laut Produktseite und Factsheet von VanEck, Stand 3. August 2026. Die Differenz zum Index weist VanEck selbst aus, Stand 30. Juni 2026.
Die Verteidigungsbudgets der NATO-Staaten sind über Jahre verplant. Der Fonds streut dabei weiter, als viele erwarten. Neben US-Konzernen wie RTX stehen Thales aus Frankreich, Leonardo aus Italien, Elbit aus Israel und Hanwha aus Südkorea in den größten Positionen.
Ja, aber: Dieser ETF hat das schwächste Jahr unserer gesamten Auswahl. Er liegt im laufenden Jahr bei plus 0,45 Prozent, sein Index hat im zweiten Quartal 2026 zweistellig verloren. Verteidigung ist eben doch zyklisch. Dazu kostet er real mehr als angekündigt und schwankt stärker als jeder andere hier.
Wir nehmen ihn trotzdem auf. Nicht wegen eines starken Jahres, sondern trotz eines schwachen. Wer nach einer Korrektur einsteigt, kauft günstiger als nach einer Rally.
Für wen: Ausschließlich für die Aufbauphase, mit langem Horizont und Toleranz für starke Ausschläge.
5. Der Cashflow-König: Welcher ETF zahlt regelmäßig aus?
Der Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield. Er überweist viermal im Jahr und schwankt dabei weniger als jeder andere Fonds in dieser Auswahl.
Der ETF-Steckbrief
ISIN / WKN / Ticker: IE00B8GKDB10 / A1T8FV / VGWD
Index: FTSE All-World High Dividend Yield
Preisschild (TER): 0,29 Prozent pro Jahr
Echte Rechnung: 0,06 Prozentpunkte besser als der Index
Fondsvolumen: 10,83 Milliarden US-Dollar in dieser Anteilsklasse
Positionen: 2.328
Replikation: physisch, optimiertes Sampling
Ertragsverwendung: ausschüttend, quartalsweise
Fondsdomizil: Irland
Auflagedatum: 21. Mai 2013
Struktur- und Volumendaten laut Factsheet von Vanguard, Stand 30. Juni 2026.
Er ist der am breitesten gestreute Fonds unserer Auswahl. Über 2.300 Unternehmen, und die zehn größten kommen zusammen auf gerade einmal elf Prozent. Beim Verteidigungs-ETF sind es fast sechzig.
Diese Breite zeigt sich im Verhalten. Er ist der ruhigste Fonds dieser Liste. Das macht ihn zum natürlichen Baustein, sobald der Vermögensaufbau in die Entnahme übergeht.
Ja, aber: Hohe Dividende heißt nicht automatisch hohe Qualität. Der Index filtert nach Ausschüttungsrendite, und das führt zu einem Übergewicht bei Finanzwerten. Gut ein Viertel steckt in Banken und Versicherern. Dazu versteuern Sie jede Ausschüttung sofort.
Für wen: Für alle, die auf den Ruhestand zugehen oder bereits entnehmen. Das Kernargument ist die geringe Schwankung, die Ausschüttung ist die Zugabe.
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Musterportfolios zum Nachbauen: Wie können Sie Ihr Depot 2026 gewichten?
Die meisten Depots wachsen nicht, sie sammeln sich an. Ein ETF aus einem Podcast, einer aus einem Newsletter, einer, weil er gerade gut lief. Nach drei Jahren liegen dort acht Fonds, die sich zur Hälfte überschneiden.
Hier drei Depots zum Nachbauen. Alle bestehen ausschließlich aus den ETFs, die wir oben geprüft haben. Bei jedem gängigen Broker lassen sie sich als Sparplan abbilden.
Welches passt zu Ihnen? Das hängt weniger von Ihrer Risikofreude ab, als die meisten denken. Es hängt davon ab, wo Sie im Leben stehen.
Der Schnell-Vergleich: Welcher Anleger-Typ sind Sie?
| Portfolio-Typ | Zielsetzung | Anzahl ETFs | Passt zu |
|---|---|---|---|
| 1. Das Sorglos-Depot | Weltmarkt mit minimalem Aufwand | 1 | Sparplan-Anfänger, Kinderdepot |
| 2. Das Chancen-Depot | Zusatzrendite über vier Megatrends | 5 | Depot-Aufbau |
| 3. Das Cashflow-Depot | Regelmäßige Ausschüttungen | 2 | Kurz vor und im Ruhestand |
1. Das Sorglos-Depot: die Ein-Fonds-Lösung
100 Prozent SPDR MSCI ACWI IMI (IE00B3YLTY66)
Das ist kein Kompromiss für Bequeme. Ein einziger ETF deckt Industrieländer, Schwellenländer und Nebenwerte ab. Mehr Streuung bekommen Sie mit fünf Fonds auch nicht.
Für Sparplan-Einsteiger ist das die einfachste denkbare Lösung Wer noch nie einen Rückgang im eigenen Depot erlebt hat, sollte ihn nicht mit einem Themen-ETF üben. Und im Kinderdepot, wo die Raten meist klein sind, bringt ein zweiter Fonds vor allem Gebühren.
Ab 50 Euro im Monat können bereits viele Sparpläne gestartet werden.
2. Das Chancen-Depot: Core-Satellite mit vier Trends
70 Prozent Kern: SPDR MSCI ACWI IMI (IE00B3YLTY66)
10 Prozent: Xtrackers AI & Big Data (IE00BGV5VN51)
8 Prozent: First Trust Smart Grid (IE000J80JTL1)
7 Prozent: VanEck Defense (IE000YYE6WK5)
5 Prozent: Franklin FTSE India (IE00BHZRQZ17)
Die Satelliten sind unterschiedlich gewichtet, und das ist Absicht. Künstliche Intelligenz bekommt am meisten, weil der Trend am breitesten belegt ist. Verteidigung bekommt weniger, weil dieser Fonds am stärksten schwankt und real mehr kostet, als sein Preisschild verspricht. Indien bleibt klein. Es ist ein einzelnes Land, kein Trend.
Dieses Depot gehört in die Aufbauphase, und nur dorthin. Nur dort ist der Anlagehorizont lang genug, um einen Rückgang von 25 bis 35 Prozent auszusitzen. Und nur dort ist das Depot groß genug, dass eine Position von 7 Prozent nicht über das Gesamtergebnis entscheidet.
3. Das Cashflow-Depot: wenn Geld herauskommen soll
60 Prozent: SPDR MSCI ACWI IMI (IE00B3YLTY66), die Substanz
40 Prozent: Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield (IE00B8GKDB10), die Auszahlung
Vier Ausschüttungen im Jahr, dazu der ruhigste Fonds unserer Auswahl. Der Kern bleibt liegen und wird bei Bedarf in kleinen Stücken verkauft.
Sie könnten den Dividendenanteil höher ansetzen, um mehr Ausschüttung zu bekommen. Dann steigt allerdings der Bankenanteil in Ihrem Depot, denn Dividendenindizes sind strukturell finanzlastig. Vierzig Prozent sind aus unserer Sicht die Grenze, ab der die Streuung spürbar leidet.
Praxis-Tipp: Wie funktioniert das Rebalancing?
Diese Frage stellt sich nur beim Chancen-Depot. Beim Sorglos-Depot gibt es nichts zu verschieben.
Angenommen, Ihr KI-ETF verdoppelt sich und der Kern läuft seitwärts. Aus 10 Prozent werden 18. Ihr Depot ist plötzlich eine Tech-Wette, ohne dass Sie etwas dafür getan hätten.
Die Lösung kostet einmal im Jahr zwanzig Minuten. Das Prinzip: Gewinner reduzieren, den Kern aufstocken – zurück zur Zielgewichtung.
Das zwingt Sie dazu, teuer zu verkaufen und billig zu kaufen. Genau das, was den meisten am schwersten fällt.
Fazit: Die besten ETFs 2026 für Ihr Portfolio
Fünf ETFs decken die vier Trends ab, die 2026 tatsächlich tragen. Der SPDR MSCI ACWI IMI bildet den Kern. Dazu kommen der Xtrackers AI & Big Data, der First Trust Smart Grid, der VanEck Defense und der Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield.
Sieben Monate des Jahres liegen hinter uns, und sie waren unruhiger als die Boom-Jahre davor. Ein reiner MSCI World bleibt eine solide Basis. Er lässt nur die Bereiche aus, in denen 2026 das Geld verdient wurde.
Genau dafür gibt es Core-Satellite. Ein breites Fundament, dazu vier Trends in kleinen Portionen.
Die FinMent-Checkliste für Ihren Start:
✅ Fundament prüfen: Deckt Ihr Kern-ETF den Weltmarkt breit genug ab?
✅ Akzente setzen. Satelliten kommen erst dazu, wenn das Fundament steht. Zusammen höchstens 30 Prozent, ein einzelnes Land wie Indien nicht über 10.
✅ Die echte Rechnung prüfen. Die Gebühr ist nur das Preisschild. Entscheidend ist, wie der ETF gegenüber seinem Index abgeschnitten hat. Beim Kern sollte das Preisschild trotzdem unter 0,20 Prozent bleiben.
Sie haben jetzt den Bauplan. Die Umsetzung liegt bei Ihnen. Lernen Sie, ETFs und Aktien selbst zu bewerten
Genau hier liegt der Unterschied zwischen Kaufen und Investieren: die echte Rechnung hinter dem Preisschild verstehen, Klumpenrisiken erkennen und ein Depot bauen, das zu Ihrer Lebensphase passt – statt zur letzten Schlagzeile. Diese Fähigkeit lässt sich lernen. In unserem kostenlosen Online-Workshop zeigen wir Ihnen ein klar strukturiertes System, mit dem Sie ETFs und Einzelaktien eigenständig analysieren und fundierte Anlageentscheidungen treffen – unabhängig von Kurstipps und Bauchgefühl.
Häufige Fragen zu ETFs und börsengehandelte Indexfonds
Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen, die sich jeder Anleger vor dem Start seines Portfolios stellt.
Einen kostengünstigen Indexfonds auf den S&P 500. In seinem Aktionärsbrief von 2013 wies Warren Buffett an, das Erbe für seine Frau zu 90 Prozent in einen günstigen S&P-500-Indexfonds zu legen und zu 10 Prozent in kurzlaufende Staatsanleihen.
Für Anleger im Euroraum ist das allerdings nur die halbe Antwort. Der S&P 500 ist ein reiner US-Index. Ein Welt-ETF folgt derselben Logik, also niedrige Kosten, breiter Index, keine Einzelwetten, streut aber über die USA hinaus.
Nein. Und wer Ihnen einen verspricht, sollte Sie misstrauisch machen.
Ein ETF bildet einen Index ab. Sobald ein Thema so klein ist, dass es als Geheimtipp durchgeht, fehlen dem Fonds meist Volumen und Handelbarkeit. Genau die beiden Dinge, die über das Schließungsrisiko entscheiden.
Der ehrliche Geheimtipp ist ein anderer, und er steht in keinem Werbeprospekt: die tatsächliche Rechnung gegenüber dem Index. Sie entscheidet über mehr Geld als jedes Modethema.
Die, deren Treiber sich in Haushaltsbeschlüssen und Investitionsplänen nachlesen lassen, nicht in Schlagzeilen.
Drei Merkmale machen einen ETF zukunftsfähig. Ein Index, der breit genug ist, damit Sie den späteren Gewinner nicht verpassen. Ein Auflagedatum vor dem Trend statt danach. Und genug Fondsvolumen, um eine Durststrecke zu überstehen.
Der dritte Punkt wird am häufigsten übersehen. Themen-ETFs kommen oft genau dann auf den Markt, wenn ein Trend bereits gelaufen ist. Ein Blick auf das Auflagedatum kostet zehn Sekunden.
Als Ergänzung ja, als vollständiger Ersatz selten.
Nachhaltigkeitsfilter verkleinern das Anlageuniversum. Ob das Rendite kostet oder bringt, hängt vom Jahr ab. Der Bewertungsaufschlag, den nachhaltige Titel um 2020 hatten, ist laut der europäischen Wertpapieraufsicht ESMA weitgehend abgebaut.
Ein Hinweis zu unserer Auswahl: Der VanEck Defense ist nach der EU-Offenlegungsverordnung als Artikel-6-Fonds eingestuft und verfolgt damit keine Nachhaltigkeitsziele. Kontroverse Waffen schließt er laut Anbieter aber aus. Wer Rüstung grundsätzlich ablehnt, lässt diesen Baustein einfach weg. Die übrigen vier funktionieren auch ohne ihn.
Beide werden wichtiger, je kürzer Ihr Anlagehorizont wird.
Geldmarkt-ETFs sind eine Alternative zum Tagesgeld für Geld, das Sie in den nächsten zwei bis drei Jahren brauchen. Anleihen-ETFs dämpfen die Schwankung, je näher die Entnahme rückt.
In dieser Auswahl kommen beide nicht vor, weil wir uns bewusst auf Aktien-ETFs konzentrieren. Für ein Depot, aus dem bereits Geld fließt, gehören sie aber in die Überlegung.
Wollen Sie dennoch gezielt den Markt schlagen? Dann lesen Sie hier unsere Analyse zu den Besten Aktien 2026.
Quellen:
https://am.jpmorgan.com/us/en/asset-management
/institutional/insights/portfolio-insights/ltcma/
https://iea.blob.core.windows.net/assets/
ddd078a8
-422b-44a9-a668-52355f24133b/Electricity2024-An
alysisandforecastto2026.pdf
https://www.statista.com/statistics/
584088/defense
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Bildquelle(n): DALL.E, statista, FinMent, pexels, TradingView
Inhalte: FinMent
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