Meta Platforms Aktie Prognose 2022: Unternehmen, Quartalszahlen und Kursziel

Meta Platforms Aktie Prognose 2022: Unternehmen, Quartalszahlen und Kursziel

Für den Facebook-Gründer Mark Zuckerberg ist das Metaverse „the next big thing“. Doch wird die Meta Platforms Aktie als Branchen-Gewinner hervorgehen?

Die Meta Platforms, Inc. ist einer der weltgrößten Social-Media-Konzerne. Das ehemals als Facebook Inc. bekannte Unternehmen firmiert seit Ende 2021 unter dem neuen Namen und verfügt über ein reichhaltiges Angebot an sozialen Plattformen und Medien. Dazu gehören Facebook, Facebook Messenger, Instagram, WhatsApp sowie Oculus. Die Umsätze des Unternehmens werden nahezu ausschließlich aus Werbeeinnahmen erzielt, während Endkunden keine weiteren Kosten tragen. Meta Platforms arbeitet mit einer großen Fülle an personenbezogenen Daten (Big Data), die es Werbekunden ermöglicht, personalisierte Anzeigen zu schalten. Mit einem Börsenwert von etwa 470 Milliarden US-Dollar handelt es sich bei Meta Platforms Inc. um das weltweit achtgrößte Unternehmen (nach Markenwert) an der Börsen.

Die Meta Platforms Aktie (WKN: A1JWVX, ISIN: US30303M1027) zeigte seit dem Börsengang 2012 bis September 2021 langfristig betrachtet einen Aufwärtstrend. Die jüngeren Entwicklungen seit der Umbenennung waren bisher verhalten. Gegenwärtig ist das Papier etwa 55 Prozent weniger wert als im September 2021. Doch ist die Aktie jetzt auch ein Kauf?

Meta Aktie

WKN: A1JWVX, ISIN: US30303M1027, Ticker-Symbol: FB

Meta Platforms Aktienkurs

Meta Platforms, Inc. im Überblick

Meta Platforms (ex Facebook Inc.) tritt in der Öffentlichkeit als Meta auf. Daher ist die Meta Platforms Aktie umgangssprachlich auch als Meta Aktie bekannt. Das US-amerikanische Tech-Unternehmen hat seinen Sitz im kalifornischen Menlo Park. Zu dem Großkonzern gehören unter anderem Facebook, Instagram, WhatsApp sowie der Virtual-Reality-Anbieter Oculus VR.

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MPK 21: Menlo Park, California / Meta Platforms

Das Unternehmen verzeichnete seit seiner Gründung einen enormen Zuwachs an Umsätzen und Mitarbeitern. Im Jahr 2010 zählte Facebook 2127 Mitarbeiter bei einem Jahresumsatz von 1,97 Milliarden US-Dollar. Im Jahr 2020 konnte die Anzahl der Mitarbeiter bereits auf knapp 60.000 gesteigert werden, während ein Umsatz von über 85 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet wurde. Stand Juni 2022 beschäftigt Meta bereits rund 83.500 Arbeitnehmer. Der Börsenwert betrug zwischenzeitlich in der Spitze über eine Billion US-Dollar, bis er sich in 2022 fast halbiert hat.

Geleitet wird das Unternehmen vom Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (Vorstand und CEO), Chris Cox (Vice President), Sheryl Sandberg (Chief Operating Officer) sowie Donald E. Graham (Chairman).

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Sheryl Sandberg, COO Meta Platforms ex Facebook / Meta Platforms

Es ist allerdings bereits bekannt, dass Änderungen in der Konzernleitung vorgesehen sind. So verlässt im September 2022 Sheryl Sandberg, die seit 2008 bei Facebook das operative Geschäft leitet, ihren Posten. Javier Olivan soll zukünftig die Funktionen des Chief Operating Officer übernehmen.

Grundlegend ändert sich damit eine Sache: Olivan, der bereits seit 2007 als Leiter des internationalen Wachstums bei Facebook arbeitet, soll sich laut Zuckerberg aus dem Rampenlicht heraus halten und eine traditionellere Rolle des COO erfüllen. Damit ist gemeint, dass er sich allein auf die internen Belange konzentrieren soll. Das steht im Kontrast zu Sandbergs Rolle als COO, die einen Best-Seller über Frauen am Arbeitsplatz schrieb, vor dem Kongress aufgetreten ist und Facebook allgemein nach außen hin repräsentiert hat. Der Aktienkurs reagierte auf diese Neuigkeit etwas negativ.

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Javier Oliva, zukünftiger COO Meta Platforms / Meta Platforms

Umbenennung: von der Facebook-Aktie zur Meta-Aktie

Ende Oktober 2021 verkündete Mark Zuckerberg die Umbenennung seines Unternehmens in Meta Platforms Inc. Dieses Rebranding steht symbolisch für den Vorstoß des Unternehmens in eine neue Ausrichtung: Virtual Reality und Metaverse sollen eine größere Rolle spielen, während der Fokus zuvor auf Social Media und Online-Marketing lag. Zu den neuen Metaverse-Technologien, denen sich Meta Platforms verstärkt widmet, gehört auch die Erschaffung virtueller Fantasiewelten.

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Mark Zuckerberg stellt seine Vision vom Metaversum vor / © Meta Platforms

Meta Platforms: Pläne und Visionen

Die Meta-Aktie und ihre Prognose ist auch vor dem Hintergrund des Ausbaus des Metaverse-Geschäfts zu betrachten.

Die wesentliche Mission von Meta Platforms ist nach dem Selbstverständnis Mark Zuckerbergs, zum wichtigsten Metaverse-Konzern zu werden. Demnach liegt der unternehmerische Fokus nun nicht mehr auf der reinen Weiterentwicklung der Social Media Angebote, sondern im Ausbau des Metaversums, bzw. Metaverse.

Dieses lässt sich als eine Art Fortentwicklung des Internets verstehen. Im Zentrum stehen insbesondere Technologien aus den Bereichen Virtual Reality (VR) sowie Augmented Reality (AR). Basierend auf diesen und anderen immersiven Technologien erschaffen Meta-Entwickler, digitale Parallel- und Fantasiewelten.

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Virtuelle Welt / © Meta Platforms

Neue Funktionen braucht die (digitale) Welt

Der ehemalige Umsatztreiber „Werbung“ war 2022 erstmalig seit dem Börsengang rückläufig. So befindet sich das Technologieunternehmen unter Zugzwang möglichst schnell weitere Einnahmequellen zu erschließen. Neue Funktionen auf Instagram, Facebook und Messenger sollen neue Nutzer auf die Plattformen locken und bestehende länger binden:

  • Meta monetarisiert Musiklizenzen auf Facebook. Ersteller von Videoinhalten erhalten die Option lizenzpflichtige Musik beliebter Künstler in ihren Clips zu nutzen, um so an den In-Stream-Einnahmen beteiligt zu werden.
  • Im August 2022 startet die Einführung von Meta-VR-Konten. Diese Funktion ermöglicht den Nutzern Facebook-, bzw. Instagram-Konten mit dem Meta-Konto zu verbinden und somit die neuen virtuellen Erlebnisse der VR-Geräte freizuschalten. Interessant daran ist, dass die Freunde zu Follower werden, ähnlich wie bei Instagram. Ob diese Funktion auch in Deutschland zugänglich sein wird, hängt von der Entscheidung der Kartellbehörden ab.
  • Einführung von AMBER Alerts (Instagram) – diese Funktion ermöglicht den Nutzern bei der Suche nach vermissten Kinder zu helfen.
  • Die Eltern-Teenager Funktion ermöglicht es den Erziehungsberechtigten im Instagram-Familienbereich eine bessere Übersicht der Kinder-Konten zu erhalten. Mit dieser Funktion können die Konten der Minderjährigen besser beaufsichtigt, Zeitlimits oder Pausen festlegt und wöchentlich über neue Accounts / Follower*innen informiert werden.
  • Vereinfachtes Business Messaging ermöglicht den Unternehmen und den Kunden sich über WhatsApp, Messenger und Instagram Direct zu verbinden.

Verteilung des Nettoumsatzes nach Geschäftstätigkeiten:

  • Personalisierte Werbung – 97,5 %
  • Verkauf von Virtual- und Augmented-Reality-Produkten – 1,9 %
  • Sonstiges – 0,6 %
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Oculus Quest 2 / © Meta Paltforms

Meta Platforms und seine Tochterunternehmen

Meta Platforms betreibt mehrere Tochtergesellschaften. In Irland hat Meta Platforms aus steuerlichen Gründen eine Tochtergesellschaft namens Meta Platforms Ireland Limited. Grundsätzlich haben sämtliche Nutzer eines oder mehrerer Meta-Netzwerke außerhalb der USA und Kanada einen Vertrag mit diesem Tochterunternehmen. Nutzer innerhalb der USA und Kanadas haben hingegen einen Vertrag mit Meta Platforms, Inc.

Facebook fällt außerhalb Amerikas damit unter irisches und somit auch EU-Recht. Ebenso ist die deutsche Domain (facebook.de) auf die irische Gesellschaft registriert.

Auch in Deutschland besitzt das Unternehmen eine Tochtergesellschaft. Diese besteht seit Oktober 2009 in Hamburg und ist unter dem Namen Facebook Germany GmbH im Bundesanzeiger vertreten.

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Tochterunternehmen-Meta-Dublin / © Meta Platforms

Nationale Meta-Tochtergesellschaften sind in erster Linie im Sinne der Vermarktung von Werbung gegründet worden und tätig. Bisherige Gerichtsverfahren gegen das Unternehmen liefen stets darauf hinaus, dass der Konzern die Verantwortung für die Plattform selbst zurückwies. Ging es etwa um inhaltliche Beanstandungen, so verwies die Facebook Germany GmbH stets auf die Tochtergesellschaft Facebook Ireland Ltd. (heute Meta Platforms Ireland Ltd.).

Das Unternehmen betreibt in Berlin ein Public Policy Office. Dessen Aufgabe ist die politische Kommunikation Facebooks in den Ländern Deutschland, Österreich und Schweiz.

Auch in der Schweiz ist eine eigene Meta-Tochtergesellschaft ansässig. Seit Juli 2013 gibt es hier die Facebook Switzerland SARL. Diese hat ihren Hauptsitz in Vernier und findet sich im Handelsregister des Kantons Genf. Eine Niederlassung befindet sich in Zürich und ist im Jahr 2016 in Betrieb genommen worden.

Meta Platforms im Kontext des Metaverse

Meta Platforms wird im Auf- und Ausbau des Metaverse eine wesentliche Rolle spielen. Begrifflich ist das Metaverse bereits seit den 1990er Jahren bekannt, doch ist das Wort besonders durch die Umbenennung des Facebook-Konzerns wieder in das öffentliche Bewusstsein gerückt. Da nun eines der einflussreichsten Unternehmen der Internetwelt seine Geschäftstätigkeit stärker auf das Metaverse ausrichtet, wird es umso wahrscheinlicher, dass sich diese Entwicklung durchsetzt. Marktbeobachter gehen davon aus, dass sich Umsätze der Unternehmen im Bereich des Metaverse bis zum Jahr 2024 bereits vervielfachen können.

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Oculus, META, Metaverse / pixabay

Metaverse-Coin: Metaverse in der Blockchain-Welt

Auch die Blockchain-Szene hat das Metaverse erkannt und setzt auf Produkte wie Metaverse-Coins. Ein Beispiel ist The Sandbox, das als Online-Game im Krypto-Sektor eine eigene Metaverse-Coin herausgibt. Auch die MANA-Coin von Decentraland ist eine Metaverse-Coin. Diese hat sich speziell nach der Facebook-Umbenennung explosionsartig entwickelt. Eine weitere Metaverse Coin findet sich in Axie Infinity, die auf einem der aktuell populärsten Blockchain-Spiele basiert.

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Metaverse-Coin Metaverse in der Blockchain-Welt / © Sandbox

Skandale rund um Meta und potenzielle Auswirkungen auf die Meta Aktie

Bei der Meta Aktie sind bei der Prognose auch die Skandale und Enthüllungen rund um das Unternehmen zu berücksichtigen. Es hat im Verlauf der Konzerngeschichte mehrere Ereignisse gegeben, die sich immer wieder negativ auf das Unternehmens-Image sowie die Aktie auswirkten. Schwer wog etwa der Vorwurf der Beeinflussung der US-amerikanischen Präsidentschaftswahl 2016 durch Cambridge Analytica, an welche Daten-Sätze von 87 Millionen Facebook-Nutzern ohne deren Einwilligung herausgegeben wurde.

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Cambridge Analytica / © shutterstock

Weiterhin sah sich Facebook immer wieder Vorwürfen aufgrund eines zu unentschlossenen Vorgehens gegen Fake-News ausgesetzt. Diese Vorwürfe wurden insbesondere im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie seit Ende 2019 laut.

Weitere Skandale gab es rund um die so genannten Facebook-Papers, die durch die Whistleblowerin und ehemalige Produktmanagerin des Konzerns, Frances Haugen, im Oktober 2021 bekannt wurden. Diese warf dem Konzern vor, gesellschaftliche Verantwortung (beispielsweise hinsichtlich der Berichterstattung) zugunsten eigener Gewinninteressen zu vernachlässigen. Ein Fernseh-Interview mit ihr ließ die Aktien der damaligen Facebook, Inc. innerhalb von 24 Stunden um 5 Prozent fallen.

Überdies gab es zahlreiche Daten-Leaks, Daten-Pannen und teils selbstverschuldete Server-Ausfälle. Beispielhaft sei an den größeren Ausfall am 04.10.2021 erinnert.

Neuer Name - neues Image?

Die Namensänderung dient einigen Kritikern zufolge in erster Linie dazu, die öffentliche Aufmerksamkeit von den Skandalen rund um den Namen Facebook abzulenken. Der Name des neuen Mutterkonzerns wird nicht mehr mit dem gesamten Unternehmen in Verbindung gebracht. Vergleichbar war die Umbenennung des IT-Konzerns Google, der seit 2015 unter dem Mutterkonzern Alphabet firmiert.

Meta Platforms und seine Dienste: Übernahmen sozialer Netzwerke

Seit dem Facebook-Start im Jahr 2004 hat Mark Zuckerberg sein Unternehmen immer weiter ausgebaut und durch Übernahmen erweitert.

Bereits im September 2012 erfolgte die Übernahme des Netzwerks Instagram. Diese Plattform übernahm Facebook für eine Summe von etwa einer Milliarde US-Dollar. Dies geschah unmittelbar nach dem Börsengang Facebooks am 18. Mai 2012 (Ausgabepreis: 38 US-Dollar pro Facebook-Aktie).

Im Februar 2014 erfolgte die Übernahme des Messenger-Dienstes WhatsApp zu einem Preis von etwa 19 Milliarden US-Dollar. Kurz darauf erfolgte die Übernahme des Virtual-Reality-Anbieters Oculus VR zu einem Übernahmepreis von zirka 2 Milliarden US-Dollar.

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Zu Meta Platforms Inc gehören Facebook, Instagram, Messenger, Whatsapp und Oculus / ©

Kartellrecht: Debatte um mögliche Zerschlagung von Meta Platforms

Die US-Kartellbehörde geht juristisch gegen Meta vor und möchte einen Verkauf der Dienste Instagram, WhatsApp und Giphy erwirken. Im für Meta Platforms schlechtesten Szenario stünde entsprechend eine Zerschlagung des Konzerns. Die US-Regierung sieht in Meta Platforms einen Monopolisten, der mit dieser Stellung gegen das Wettbewerbsrecht verstößt. Es gab bereits mehrere Klagen, während die jüngste nun von einem Bundesgericht in Washington angenommen wurde.

Die erste Klage wurde zunächst im Sommer 2021 unter Verweis auf eine nicht hinreichende Argumentation abgewiesen. Die nun nachgebesserte Klage begründet den unfairen Wettbewerb besser. Der zuständige Richter wies die Forderung Meta (ex Facebooks) ab, die Wettbewerbs-Klage zurückzuweisen.

Die FTC wirft dem Unternehmen vor, WhatsApp, Giphy und Instagram in erster Linie übernommen zu haben, um das eigene Monopol auf unlautere Art auszubauen und zu schützen. Aus diesem Grund seien die Übernahmen aufzulösen

Zudem versuchen die Kartellbehörden (FTC) den Kauf der Within – VR-Fitness-App „Supernatural“- für ca. 400 Mio. US-Dollar durch Meta zu verhindern.

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Within VR Supernatural / © Meta Platforms / Within / Oculus

Beobachter und Experten erwarten, dass dieses Verfahren mehrere Jahre in Anspruch nehmen dürfte. Der Fortgang des Verfahrens ist für die Meta-Aktie angesichts einer Prognose von Bedeutung und sollte im Auge behalten werden.

Meta Platforms Aktie und ihre langfristige Entwicklung

Seit dem Börsengang Facebooks im Mai 2012 entwickelte sich das Wertpapier bis August 2021 insgesamt in einem Aufwärtstrend. Dieser wurde im Verlauf der Jahre immer wieder von kleineren bis größeren Kurskorrekturen gebremst, doch verzeichnete der Kurs insgesamt einen Anstieg um mehr als 700 Prozent. Im gleichen Zeitraum konnte der US-Technologie-Index Nasdaq 100 lediglich um etwa 500 Prozent zulegen. Der Ausgabepreis der Aktien betrug einst 38 US-Dollar, gegenwärtig notieren die Aktien bei etwa 168 – 180 US-Dollar. Das Rekordhoch von Ende August 2021 lag bei etwa 380 US-Dollar.

Jüngere Entwicklung der Meta Platforms Aktie nach der Umbenennung

Hinsichtlich des Kurses der Meta Platforms Aktie war die Umbenennung bislang nicht von Erfolg gekennzeichnet. Zuletzt lag der Kurs des Wertpapiers nur unwesentlich über dem Niveau vor der Umbenennung. Das Rekord-Niveau von Ende August und Anfang September 2021 liegt gegenwärtig in weiter Ferne. Aktuell notiert der Aktienkurs etwa 55 Prozent unter dem September 2021-Niveau. Zu diesem Zeitpunkt handelte es sich um einen Börsenwert von mehr als einer Billion US-Dollar, während die Marktkapitalisierung aktuell fast die Hälfte an Wert verloren hat.

Die 5 größten Aktionäre der Meta Aktie:

  • The Vanguard Group, Inc. – 7,46 %
  • Fidelity Management & Research Co. LLC – 4,32 %
  • SSgA Funds Management, Inc. – 4,04 %
  • T. Rowe Price Associates, Inc. (Investment Management) – 3,26 %
  • Capital Research & Management Co. (International Investors) – 2,36 %

 

Quartalszahlen

Ende Juli veröffentlichte Meta mit den Quartalszahlen den ersten Umsatz-Rückgang seit dem Börsengang. So ging der Umsatz um 1 Prozent zurück und beeinflusste den Nettogewinn ebenfalls negativ. Der Gewinnrückgang betrug 36 Prozent. Das Ergebnis je Aktie fiel von 3,61 auf 2,46 US-Dollar. Die Aktie reagierte entsprechend mit einem Minus von ca. 8 Prozent.

Welche Gründe können dafür verantwortlich sein? An erster Stelle seien die Werbe-Einschränkungen bedingt durch neue Datenschutzvorgaben seitens Apple zu nennen, welche das Werbegeschäft negativ beeinträchtigt hat.

Hinzu kommt die stark wachsende Konkurrenz des chinesischen Unternehmens ByteDance, mit ihrer Plattform „TikTok„. Laut des Marktforschungsunternehmen „Sensor Tower“ verzeichnete die TikTok App dieses Jahr mehr als 310 Millionen Downloads, während sich diese Zahl bei Facebook auf etwa 265 Mio. und bei Instagram auf 271 Mio. belief. Offensichtlich gewinnt TikTok an Dynamik in der Video-Tech-Branche.

Ebenfalls wichtig sind die Auswirkungen der zunehmenden US-Dollar Stärke. So stieg der US-Dollar Index seit Anfang 2022 um ca. 15 Prozentan. Da Meta ein internationales Unternehmen ist und 59 Prozent seiner Erträge im Ausland erwirtschaftet, fallen die Erträge in den jeweiligen Fremdwährungen allein aufgrund der Wechselkurseffekte geringer aus. Vor etwa einem Jahr entsprach bspw. jeder Euro Umsatz noch 1,20 US-Dollar, während Meta heute für jeden Euro nur noch 1,02 US-Dollar bekommt. Das entspricht einem Umsatzrückgang von 15 Prozent.

Auch du bist als Anleger vom Wechselkursrisiko betroffen, wenn du Wertpapiere kaufst und verkaufst, die an ausländischen Börsen (außerhalb des Euro-Raums) notieren. Dabei spielt es keine Rolle ob du diese Wertpapiere in Euro kaufst oder nicht. Wenn du dein Depot dem Währungsrisiko nicht aussetzen möchtest, bzw. keine indirekten Verluste im zweistelligen Bereich realisieren möchtest, dann solltest du dich mit dem Thema Währungsabsicherung auseinandersetzen.

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Meta Platforms ex Facebook / © shutterstock

Aktie Meta Platforms: Basisdaten

Richtig in Tech Aktien wie Meta investieren: So geht’s …

Meta Platforms Aktie Prognose 2022

Trotzt der Änderungen in Leitpositionen und Schwierigkeiten im operativen Bereich schaffte es Meta mehrere neue Produkte und Funktionen zu entwickeln. Und abgesehen von der Kartellrechtsklage und der eher verhaltenen Wertentwicklung der Meta Aktien seit der Umbenennung sind Analysten mehrheitlich positiv gestimmt.

So haben die Experten der US-Investmentbank Goldman Sachs Group Inc. nach den Veröffentlichung des zweiten Quartals das durchschnittliche Kursziel zwar von 290 auf 255 US-Dollar gesenkt. Die Einstufung der Meta Aktie allerdings auf „Buy“ belassen. Dieses Kursziel entspricht einem Potenzial in der Wertentwicklung von etwa 95 US-Dollar, ausgehend vom aktuellen Kurs (Kurs heute schwankt zwischen 155 und 180 US-Dollar).

JPMorgan ist weniger optimistisch und senkt das Kursziel von 225 auf 200 US-Dollar, belässt jedoch die Aktien-Einstufung auf „Neutral“. Diese Einschätzung argumentiert der JPMorgan-Analyst Douglas Anmuth durch zunehmende Konkurrenz TikToks gegenüber Meta und der allgemeinen Konjunkturlage.

Die Schweizer Bank Credit Suisse Group bewertet die Meta Aktie mit dem Prädikat Outperform, senkte jedoch das Kursziel von 245 auf 214 US-Dollar. (Link)

Insgesamt deckte das Kursziel in den verschiedenen Analysen eine breite Spanne von 150 bis 466 US-Dollar ab.

Das Kerngeschäft der Meta wird systematisch auf das Metaverse ausgerichtet. Die Aktie der Meta Platforms ex Facebook werden dabei zur vielleicht wichtigsten Metaverse Aktie. Im Bereich VR sehen Experten großes Potenzial und sind gegenüber der Aktie weiterhin sehr positiv eingestellt.

Die Komplikationen rund um die Meta-Umsätze sollten nur vorübergehend sein. Wie auch Mark Zuckerberg angekündigt hat, befindet sich der VR-Bereich noch in einer frühen Entwicklungsphase und lässt daher seine positiven Auswirkungen auf die Geschäftszahlen erst in den nächsten Jahren erwarten. Es ist davon auszugehen, dass Meta weitere Investitionen im Bereich Metaverse und VR-Entwicklungen und Spiele tätigen wird, während das aktuelle Hauptgeschäft weiterhin unter Druck gerät.

Sollten sich die aktuellen Investitionen und die Umgestaltung des Konzerns in Richtung des Metaverse als lohnend im Sinne steigender Nutzerzahlen und Erträge erweisen, so stellt die Meta Aktie schon heute eine attraktive Investitionsmöglichkeit dar. Schließlich zählt die Aktie hinsichtlich ihres aktuellen Umsatz- und Gewinns sowie dessen Wachstum definitiv zu den günstigeren Kandidaten unter den großen US-Techwerten.

Es gilt aber zu bedenken, dass es extrem schwierig ist das zukünftige Potential sowie die Wachstumsraten der nächsten Quartale und Jahre abzuschätzen. Aus diesem Grund stellt der Kauf von Meta Aktien mehrheitlich eine Wette auf die zukünftige Entwicklung des Unternehmens und nicht eine Kaufchance unterbewerteter Aktien dar.

Bildquelle(n): Shutterstock, Meta Platforms, Inc, The Sandbox

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Nebenberuflicher Vermögensaufbau mit 4- und 5-stelligem Börseneinkommen

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