Deutsche Telekom Aktie Prognose 2023: Krisensichere Anlage?

Kaum zu glauben! Die träge Deutsche Telekom Aktie (WKN: 555750; ISIN: DE0005557508) konnte in den letzten Monaten sogar wachstumsstarke High-Tech-Werte in den Schatten stellen. Wenn auch nicht mit großen Sprüngen, kämpfte sich der Telekom Kurs Stück für Stück Richtung Norden und legte seit Jahresbeginn rund 25 Prozent zu. Überragende Telekom Aktie News gab es keine! Vielmehr scheint sich die jahrelange Unterbewertung der Aktie „auszuzahlen“ und der Telekommunikationssektor ein Revival zu erleben. Das Geschäft mit Fest- und Mobilfunknetz gilt als ein defensives Anlagespektrum und fand in den letzten Jahren kaum Beachtung. Warum sich das Blatt für die T-Aktie wenden könnte und was von dem Wert in den kommenden Monaten zu erwarten ist, verrät der Telekom Aktie Check! Wir werfen einen Blick auf mögliche Kursziele und wagen eine Telekom Aktie Prognose für 2023.

Telekom Aktie: Kennziffern und Symbol

WKN: 555750; ISIN: DE0005557508, Ticker-Symbol: DTEGF

Telekom Aktienkurs

Geschäftsmodell unter der Lupe

Das Geschäftsmodell der Telekom mit Hauptsitz in Bonn ist allgemein bekannt: Die Bereitstellung von Telefon- und Internetanschlüssen beschert dem Konzern den Großteil seiner Einnahmen. 95,2 Prozent der Umsätze entfallen auf den Bereich Telekommunikationsdienste. Es lohnt jedoch ein Blick auf die einzelnen Serviceleistungen, denn die Ertragschancen durch die Bereitstellung von Telefon- und Internetanschlüssen sind aufgrund der Anzahl an Haushalten schlichtweg limitiert. Der Konkurrenzkampf unter den Anbietern ist zudem hart.

zentrale der deutschen telekom in bonn
Konzernzentrale der Telekom in Bonn / Telekom AG

Mit den Magenta-Angeboten hat sich die Deutsche Telekom jedoch wesentlich breiter aufgestellt, als Analysten vor Jahren ahnen konnten. Streaming-Modelle für den Smart-TV, Komplettpakete fürs Smartphone samt Geräteschutz und nicht zuletzt exklusive High-Speed-Verbindungen für die heimische Internetverbindung wurden in kaum einer Deutsche Telekom Aktie Prognose 2023 berücksichtigt. Ein Fehler, wie die jüngsten Telekom Quartalszahlen belegen.

Kundenangebote der Deutschen Telekom in der Übersicht

  • Mobilfunk
  • Internet
  • TV
  • Kombipakete
  • Glasfaser

Mit rund 4,4 Prozent und 0,4 Prozent fallen die Geschäftsbereiche T-Systems und Sonstige kaum ins Gewicht. Der Bereich T-Systems könnte in Zukunft jedoch für Überraschungen auf der Ertragsseite sorgen. Denn derzeit verdient man mit der Entwicklung von Informations- und Kommunikationssystemen kaum nennenswerte Summen, doch die Infrastrukturpläne der Bundesregierung, der Europäischen Union sowie der USA könnten dem Telekommunikationsriesen deutliche Wachstumsraten bescheren. Schließlich müssen auch institutionelle beziehungsweise staatliche Einrichtungen wie etwa Schulen, Universitäten, Ämter & Co. auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden. Das Beispiel Nokia zeigt, dass das Thema Telekommunikation weit mehr als Telefonate und Internetausflüge bedeutet. Die Finnen sollen für die NASA das Datennetz für die baldigen Infrastruktursysteme auf dem Mond errichten!

Apropos USA: Durch die Beteiligung an der T-Mobile US ist man auch in den USA vertreten. Und dies nicht zu knapp! Satte 53,3 Prozent hält die Deutsche Telekom AG an der amerikanischen Tochter. In Übersee gehört man damit – wenn auch nur indirekt – zum Platzhirsch, denn hier gilt die T-Mobile US als besonders kundenorientiert und folglich sehr beliebt. Den Wettbewerbern AT&T sowie Verizon beispielsweise konnte T-Mobile US entscheidende Marktanteile abgewinnen und insbesondere im Geschäftsjahr 2022 mit hervorragenden Wachstumsraten (+ 16 Prozent) die Analystenerwartungen deutlich übertreffen. Sollte die T-Mobile US ihre Vormachtstellung weiter ausbauen können, dürfte dies den Deutsche Telekom Aktienkurs ebenfalls antreiben.

Neubewertung durch „Letzte Meile“-Gesetz?

Zusätzliches Kurspotenzial für die Deutsche Telekom Aktie sehen Beobachter in einer möglichen Regulierung der „Letzten Meile“. Gemeint sind hiermit nicht mehr die einstigen Bestrebungen, die letzten Meter an Telefon- und Internetleitungen zwischen Straßenverteiler und Zugangspunkt unter mehreren Anbietern aufzuteilen. Das Monopol der Telekom wird mittlerweile gar als Vorteil gesehen, da somit ein „Flickenteppich“, wie er einst im Mobilfunknetz bestand, verhindert werden kann.

Gemeint mit einer Reform der Letzten Meile sind vielmehr Pläne, den Straßenverkehr auf die Mobilitätswende vorzubereiten. Denn die Trends Elektromobilität sowie Autonomes Fahren erfordern neben ausgeklügelten On-Board-Systemen und Nahfunksensoren auch hochmoderne Datennetze. Nur durch minimale Latenzen wie sie beispielsweise das 5G-Netz bereithält, lässt sich die angekündigte Mobilitätswende realisieren. Die Deutsche Telekom sitzt mit ihrem nahezu deutschlandweiten Mobilfunknetz quasi an der Quelle des kommenden Netz-Ausbaus.

lachende kinder auf dem rücksitz eines Autos schauen auf bildschirme
Vernetztes Fahrzeug von der Telekom / Telekom AG

Ferner mehren sich mittlerweile Stimmen, Anbieter von Telekommunikationslösungen am Erfolg der hiesigen Internetkonzerne wie Alphabet, Facebook (Meta Platforms) etc. teilhaben zu lassen. Die Telekom stellt schließlich – kostenlos – die Infrastruktur für Alphabet & Co. parat. Diese Unternehmen wiederum generieren allein durch die Übertragung von Werbeanzeigen via Telekom-Leitung Umsätze in Millionenhöhe. Im Minutentakt! Sollte die Europäische Union beschließen, „Big Tech“ zu entsprechenden Entschädigungen beziehungsweise Teilvergütungen zu verpflichten, würde sich jede Telekom Aktie Prognose 2025 schlagartig ändern.

Vor 2025 dürften Telekommunikationskonzerne von einer Letzte-Meile-Verordnung übrigens nicht profitieren, da die entsprechenden Konzerne vermutlich in Berufung gehen würden. So legte der Internetkonzern Alphabet bereits 2020 Widerspruch gegen ein Bußgeld aufgrund angeblicher Verstöße im Kartellrecht ein. Die Verhandlungen zogen sich zwei Jahre in die Länge! Ende 2022 bestätigte dann eine Kommission die Strafe gegen den Google-Konzern. Die Höhe wurde zwar minimal reduziert, von 4,3 Milliarden Euro auf 4,1 Milliarden Euro, doch Beobachter werten die Strafzahlung bereits als einen richtungsweisenden Präzedenzfall.

Gut zu wissen: Die Deutsche Telekom gilt als federführend beim Ausbau von Glasfaserleitungen. Sowohl Privat- als auch Geschäftskunden greifen gerne auf die Highspeed-Verbindung zurück. Ein Ende ist nicht in Sicht. Anfang 2023 verfügen nur knapp 10 Prozent aller Haushalte in Deutschland über einen Glasfaserkabelanschluss.

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T-Aktie als Hemmschwelle?

An den Börsengang der Telekom dürften sich nur die wenigsten Leser erinnern. Noch weniger dürften live dabei gewesen sein. Der eine oder andere könnte jedoch von den Auswirkungen des bis heute größten IPO Europas gehört haben. Die Telekom Aktie, damals auch als T-Aktie oder als Volksaktie bezeichnet, ging während einem der vielleicht stärksten Bullenmärkte der Börsengeschichte an den Markt. Der IPO erfolgte während der sogenannten Dotcom-Blase. Unternehmensbewertungen spielten keine Rolle und der „Neue Markt“ bescherte manch einem Anleger Tagesgewinne von mehreren Hundert Prozent!

Auf die Euphorie folgte jedoch die Ernüchterung: Im März 2000 setzte die Talfahrt ein. Zu den größten Verlierern gehörte die Aktie der Deutschen Telekom. Immerhin konnte der Konzern die Verwerfungen überstehen und dessen Aktie notierte am Ende des Dotcom-Crashs „nur“ rund 90 Prozent unter ihrem Allzeithoch von 2000. Etliche Konkurrenten mussten neben dem Delisting ihrer Aktien auch Insolvenz anmelden.

Kurseinbrüche wie nach dem Platzen der Dotcom-Blase gehören zum generellen Risiko des Aktienmarktes und sollten allgemein bekannt sein. Der Absturz der T-Aktie stieß vielen Aktionären jedoch besonders sauer auf. Denn die Volksaktie wurde nicht nur vom Unternehmen, sondern auch von Schauspielern und sogar vom Staat angepriesen. „So sicher wie eine Zusatzrente“ – mit diesem Slogan schlugen etwa der damalige Telekom-Chef Ron Sommer sowie der Schauspieler Manfred Krug kräftig die Werbetrommel. Mit verheerenden Folgen! Der Absturz der T-Aktie schürt bei vielen deutschen Privatanlegern nach wie vor Ängste und gilt dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung zufolge sogar als einer der Hauptgründe für die Abneigung vieler deutscher Haushalte gegenüber Aktien.

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Gut zu wissen: Zum Börsengang der Deutsche Telekom AG, am 18. November 1996, wurden 713 Millionen Aktien zu 28,50 Deutsche Mark verkauft. Rund 20 Milliarden Deutsche Mark sammelte der Traditionskonzern aus Bonn ein. Bis zu ihrem All-Time-High konnte die T-Aktie 700 Prozent zulegen, ehe 2000 der Kursverfall einsetzte.

Vom hässlichen Entlein zum Überflieger!

Eine Telekom Aktie Prognose 2023 kann unterschiedliche Aspekte berücksichtigen, keine Frage. Kennzahlen in puncto Profitabilität und Finanzstabilität müssen jedoch bei jeder Aktienanalyse Beachtung finden. Das häufig beachtete KGV etwa dient zwar der groben Orientierung, sollte allerdings nicht unbeachtet bleiben, da dieser Wert – im Branchenvergleich – durchaus Rückschlüsse auf die Bewertung zulässt.

Gemessen am KGV von 15,8 ist die Telekom Aktie weder als „teuer“ noch als „günstig“ anzusehen. Der Konkurrent aus Belgien, die Proximus SE, wird derweil mit einem KGV von 6,27 gehandelt und fällt somit „günstiger“ aus. Jedoch offenbart die Bilanz der Belgier einen stetigen Umsatz- und Gewinnrückgang. Zwar konnte die Verschuldung zuletzt gesenkt werden, doch der Kursrückgang von rund 45 Prozent (auf Jahressicht) spiegelt die Skepsis der Anleger wider.

Tatsächlich weisen Telekommunikationskonzerne für gewöhnlich eine recht üppige Schuldenquote auf, da Ausbau sowie Wartung der Netze kapitalintensiv sind. Die Deutsche Telekom liegt mit einem Verschuldungsgrad von 3,1 (bezogen auf das EBITDA) auf einem vergleichbar hohen Niveau. Bei der Vodafone Group beispielsweise liegt die Schuldenquote mit 2,7 unter dem Niveau der Telekom! Erstaunlich, bedenkt man, dass Vodafone bereits seit Langem für diese Schuldenpolitik in der Kritik steht. Ähnlich sieht es bei den dividendenstarken US-Titeln AT&T sowie Verizon aus.

diagramm zur netto verschuldung der telekom
Die Netto-Finanzverbindlichkeiten der Telekom steigen an / Telekom AG

Hinsichtlich des Amerika-Geschäfts sollte in der Deutsche Telekom Aktie Prognose auch die Beteiligungsstruktur Beachtung finden. Etliche Jahre gehörte die Blackrock Inc. zu einem der bedeutsamsten Großaktionäre – zeitweise hielt der Vermögensversicherer aus New York über 5 Prozent der Telekom Aktien. Mittlerweile hat Blackrock seinen Anteil auf 0,5 Prozent reduziert. Dem Telekom Aktienkurs hat der Ausstieg allerdings nicht geschadet. Verständlich: Mit knapp 31 Prozent hält die Bundesrepublik Deutschland 1,52 Milliarden der ausstehenden Aktien! Ein solider Ankerinvestor, wie er im (Telefon-)Buche steht.

Anleger sollten zudem einen Blick auf die bisherige Entwicklung des Konzerns sowie dessen Leitung werfen. So hilft es zum Beispiel zu wissen, dass die Deutsche Telekom auf eine lange Geschichte zurückblickt und aus Privatisierung der Deutschen Bundespost hervorging. Aus der „Grauen Post“ wuchs dann Stück für Stück der größte Telekommunikationskonzern Europas heran.

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Auch das Management ist zu betrachten, schließlich gilt der Vorstand als federführend für den Aktienkurs. Mit Timotheus Höttges und Frank Appel stehen in jeder Hinsicht zwei erfahrene Köpfe an der Spitze des Konzerns. Timotheus Höttges beispielsweise gehört bereits seit über 20 Jahren der Telekom an und bekleidete vor seiner Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender das Amt des Finanzvorstands. Appel ist seit 2002 an Board und leitete zuvor den weltweiten Expansionskurs der Deutsche Post AG sowie der Adidas AG.

Eine Besonderheit, die bei Anlegern mitunter für Verwirrung sorgt, ist die Tatsache, dass die Deutsche Telekom AG über eine Tochtergesellschaft, die Deutsche Telekom GmbH, verfügt. Die „Nebensparte“ ist nicht börsennotiert, trägt aber zur operativen Entwicklung des Dachkonzerns bei. In der Telekom GmbH werden unter anderem die Festnetzanschlüsse und/oder das Mobilfunknetz der Vodafone Group sowie der O2-Gruppe gebündelt.

Telekom Quartalszahlen

Die zuletzt vermeldeten Quartalszahlen (Februar 2023) konnten sowohl Anleger als auch Analysten überzeugen. Der Telekom Aktienkurs kletterte jedoch nur leicht um rund 0,45 Prozent. Am Mittag stand mit 21,40 Euro immerhin ein neues Allzeithoch auf dem Kurszettel (Schlusskurs: 21,0 Euro)! Das Zahlenwerk konnte insbesondere auf der Gewinnseite begeistern: Mit einem Gewinn von 1 Milliarde Euro lag man satte 115 Prozent über dem Vergleichsquartal aus dem Vorjahr 2021. Für das Gesamtjahr 2022 steht somit ein Gewinn von 8 Milliarden Euro in den Büchern (+ 95 Prozent). Auf der Umsatzseite wurden 28,9 Milliarden Euro (+ 4 Prozent gegenüber Q4 2021) gemeldet, was einen Jahresumsatz für 2022 von 114,2 Milliarden Euro ergibt. Interessant: Auf den heimischen Markt (Deutschland) entfiel knapp ein Fünftel der Umsätze. Der Löwenanteil (63 Prozent) wird mittlerweile in den USA erwirtschaftet. Die Peripheriemärkte (Europa) steuerten lediglich 9 Prozent der Umsätze bei. Ein klares Indiz für die – erfolgreiche – Fokussierung der Bonner auf die Dualmarktstrategie Deutschland-USA.

diagramm zur umsatzentwicklung der telekom ag
Umsatzentwicklung der Telekom AG / FinMent

Telekom Aktie Dividende

Die positive (Ertrags-)Entwicklung im Hause der Telekom gibt dem Unternehmen ausreichende Möglichkeiten für eine Dividende. So betont man in den Investor-Relations, eine „starke Dividendenrendite bei hoher Verlässlichkeit“ zu zahlen. Und tatsächlich: Seit 1997 erhalten Aktionäre eine Telekom Aktie Dividende! Die Höhe der Ausschüttung variiert jedoch stark.

Die erstmalige Dividende betrug – umgerechnet – 0,31 Euro, wurde kurzzeitig auf 0,6 Euro angehoben, 2022 wieder auf 0,3 Euro gesenkt und anschließend komplett ausgesetzt. 2005 wurde das Dividendenprogramm retabliert und bis ins Jahr 2013 auf einem konstanten Level von gut 0,7 Euro gehalten. Aufgrund des stark gefallenen Aktienkurses wurden Anleger zeitweise mit einer Dividendenrendite von 8,14 Prozent beglückt! 2014 wurde die Ausschüttung auf 0,5 Euro (4,12 Prozent) deutlich heruntergefahren, bis ins Jahr 2018 wieder gesteigert (0,70 Euro) und im Anschluss leicht gesenkt. Zuletzt wurde die Deutsche Telekom Aktie Dividende zwar angehoben, unterm Strich rangiert die aktuelle Dividende jedoch lediglich im Durchschnitt (0,7 Euro/ 3,76 Prozent).

diagramm zur dividendenentwicklung der telekom ag
Dividendenentwicklung der Telekom AG / FinMent

Die zuletzt gezahlte Telekom Dividende lag bei 0,7 Euro, was einer Dividendenrendite von 3,76 Prozent entspricht. Die Deutsche Telekom schlug die Vergütung auf der Hauptversammlung (HV) am 5. April 2023 vor. Die Mehrheit der Aktionäre stimmte dem Vorschlag zu. Anleger müssen sich demzufolge gedulden: Erst im Frühjahr 2024 erfolgt die nächste Ausschüttung, rückwirkend für das Geschäftsjahr 2023. Analysten erwarten eine Telekom Aktie Dividende 2024 von 0,87 Euro.

Gut zu wissen:

Die Dividende der Deutsche Telekom AG wird „steuerfrei“ gezahlt. Dies bedeutet, dass die Ausschüttung nicht den Freibetrag der Kapitalerträge (1001 Euro) belastet und somit auch keine Kapitalertragssteuer anfällt. Jedoch: Beim Verkauf der Deutsche Telekom Aktie dürften Nachzahlungen fällig werden, sofern keine Neuregulierung stattfindet!

Telekom Aktie Chart

Der einstige Hype um die T-Aktie ist im kurzfristigen Telekom Aktie Chart nicht ersichtlich. Zwar lässt sich in den letzten 10 Jahren ein leichter Aufwärtstrend erkennen, doch seit Mitte 2015 rangierte die Aktie in einem Korridor zwischen 12 Euro und 17 Euro. Immerhin: Seit ihrem Allzeittief bei 7,73 Euro (2012) konnte sich die Deutsche Telekom Aktie deutlich erholen und ist von diesem Negativrekord weit entfernt. Dies gilt auch für das Allzeithoch: Zum Höhepunkt der Telekom-Manie notierte das Papier über der 100-Euro-Marke! Das absolute Allzeithoch erreichte die Aktie am 6. März 2000. Umgerechnet konnte die Aktie Anfang der 2000er bis auf 103,90 Euro klettern! Der darauffolgende Absturz mit einem Kursverfall von 91 Prozent dürfte tatsächlich die Risikobereitschaft vieler Aktionäre geprägt haben. Vom aktuellen Kurs (22,63 Euro) liegt das Spitzenniveau rund 78 Prozent entfernt!

telekom aktien chart von der börse xetra
Telekom Aktien Chart 2020 - 2023 / FinMent

Der jüngste Telekom Aktie Kursverlauf stimmt positiv: Auf Jahressicht konnten die Telekommunikations-Papiere um gut 30 Prozent zulegen. Sowohl den Leitindex für große deutsche Unternehmen (DAX) als auch den weltweit besonders beachteten S&P 500 Index konnte die Deutsche Telekom Aktie outperformen. Aktuell befindet sich die Aktie in einem intakten Aufwärtstrend und befindet sich deutlich über der 200-Tage-Linie. Anleger können diese Linie als eine Unterstützung ansehen. Sollte die Aktie diese nach unten durchbrechen, ist ein Rücksetzer auf rund 18 Euro zu befürchten. Von diesem Szenario ist der Deutsche Telekom Aktienkurs jedoch weit entfernt, zumal noch Unterstützungszonen bei 21,3 Euro sowie 20,1 Euro existieren. Zunächst sollte der Aktie der Ausbruch über das 52-W-Hoch bei 23 Euro gelingen, um dann in einem weiteren Anlauf auf neue Rekordstände zu klettern.

Telekom Aktie Prognose

Die Deutsche Telekom Aktie findet bei nahezu jedem größeren Analystenhaus Beachtung. Wir beschränken uns wie gewohnt auf drei Meinungen. Für erwähnenswert halten wir zum Beispiel die Telekom Aktie Prognose von Morgan Stanley, die zugleich die aktuellste Prognose ausmacht. Der zuständige Experte der US-Investmentgesellschaft sieht in der Aktie nach wie vor einen Kauf und stattet die Telekom Aktie gar mit dem Rating „Overweight“ aus. Dennoch senkte Emmet Kelly jüngst das Kursziel von 27 Euro auf 26,5 Euro! Grund für die Kurzielanpassung seien laut Kelly die jüngsten Telekom Quartalszahlen. Zugleich lobte der Analyst die starken Barmittelzuflüsse und betonte die Qualität der Funktürme.

Die Telekom Aktie Prognose 2023 aus dem Hause Bernstein Research hingegen hat durchaus Update-Potenzial. Beziehungsweise Bedarf! Denn die letzte Analyse von Bernstein Research stammt aus dem Februar 2023. Analyst Stan Noel berief sich am 1. Februar vorwiegend auf die Resultate der Tochter T-Mobile US und sieht in dem nachlassenden Free-Cashflow einen Dämpfer für die Deutsche Telekom. Kursziel: 25 Euro. Deutlich positiver wertet JP Morgan Chase die Entwicklungen bei der Telekom. Analyst Akhil Dattani schrieb in einer Ende März veröffentlichten Studie, dass 2023 das „Jahr des Durchbruchs“ für die europäische Telekommunikationsbranche sei. Die Telekom Aktie stattete Dattani mit einem Kursziel von 30 Euro aus!

Telekom Kursziel

Telekom Aktie Prognose Übersicht

  • Anzahl der Analysten: 23
    • Positiv: 20 (13 x Kaufen, 7 x Aufstocken)
    • Neutral: 2 (2 x Halten)
    • Negativ: 1 (1 x Reduzieren, 0 x Verkaufen)
    • Ohne Meinung: 0
 
  • Durchschnittliches Kursziel: 25,38 Euro
  • Höchstes Kursziel: 35,00 Euro
  • Niedrigstes Kursziel: 29,00 Euro

23 Analysten geben derweil eine Deutsche Telekom Aktie Bewertung ab. Der zuletzt sehr positive Kursverlauf spiegelt sich eins zu eins in den Analystenmeinungen beziehungsweise Telekom Kurszielen wider. 20 Experten sehen in dem Urgestein einen Kauf und nur ein Analyst rät zum Verkauf (Reduzieren). Besonders erstaunlich: Bis zum höchsten Kursziel besteht ungeachtet der jüngsten Kurs-Rally ein Upside-Potenzial von 54 Prozent!

Telekom Aktie: Basisdaten

Fazit

In der Ruhe liegt die Kraft! Die Deutsche Telekom AG Aktie dürfte 2023 weitere Kursgewinne verbuchen. Auf eine Fortsetzung der sehr dynamischen Rallye wie seit Jahresbeginn sollten Anleger jedoch nicht setzen. Die positiven Aussichten dürften mittlerweile im Telekom Kurs eingepreist sein und der Aktienkurs nur noch gemächlich steigen. In dem aktuellen Umfeld sollte eine gemächliche Rendite jedoch nicht wenige Anleger überzeugen und zum Kauf der Telekom Aktie bewegen. Steigende Inflationsraten, Rezessionsängste, Zinssorgen und nicht zuletzt der schwelende Ukraine-Konflikt konnten der T-Aktie wenig anhaben!

Hinzu kommt eine ansehnliche Telekom Dividende in Höhe von rund 4 Prozent. Die Telekom Aktie Dividende für 2022 wurde zwar bereits ausgeschüttet, doch Prognosen zufolge ist in den kommenden Jahren mit einer sukzessiven Erhöhung zu rechnen. Lediglich die Verschuldung könnte die Stimmung trüben. Anleger sollten ungeachtet der steigenden Gewinne allerdings die Entwicklung beim Schuldenabbau im Auge behalten! Gelingt dieser nicht, könnten Zinssorgen den Telekom Kurs belasten. Vom Image der Telekom Aktie sollten sich Investoren hingegen nicht abschrecken lassen und den Kurseinbruch während des Dotcom-Crashs als einmaliges Ereignis werten. Die Stellung der Bonner im Rahmen der Mobilitätswende könnte ebenso wie die Aussicht auf eine Vergütung durch Big-Tech-Konzerne (Stichwort Letzte Meile) den Telekom Aktienkurs nachhaltig stärken. Ganz zu schweigen von der wachstumsstarken Tochter alias T-Mobile US.

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Bildquelle(n): Deutsche Telekom AG

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