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Die Top 7 der Uran Aktien 2026: So profitieren Sie vom Rohstoff für die Kernenergie
Beste Uran Aktien 2026-2030: Jetzt passende Einstiegschancen sichern!
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Ajder Veliev
- | Letzte Aktualisierung am
Die steigende Nachfrage nach emissionsarmer Energie, getrieben durch die explodierende Nachfrage aus dem KI-Sektor, Engpässe bei fossilen Rohstoffen infolge geopolitischer Spannungen und politische Kurswechsel – wie zuletzt in den USA – führt zu einer regelrechten Renaissance der Atomkraft. Die explodierenden Strombedarfe der KI-Rechenzentren eröffnen neue, vielversprechende Perspektiven für Uran-Aktien. Während Solar- und Windenergie Schwankungen unterliegen, Gas zu schmutzig und Wasserkraft ortsgebunden ist, setzen Technologieunternehmen zunehmend auf Atomstrom aus Mini-Reaktoren.
Uran-Aktien gelten neuerdings als „grün“. Zahlreiche Länder setzen auf Kernkraft, weil diese bei der Energieerzeugung weniger Kohlendioxid als etwa die Verstromung von Braunkohle verursacht. Die Europäische Union beurteilt diese daher in ihrer aktuellen Taxonomie als nachhaltig. Dies wiederum könnte das Interesse von Fonds an Uran-Aktien steigern, die sich an ESG (Environment, Social & Governance)-Kriterien orientieren.
Zudem sorgt die angespannte Versorgungslage für Interesse der Anleger. Engpässe in Sachen Angebot wirken sich auf die Notierungen bei Uran aus. In diesem Artikel finden Sie alle wichtigen Informationen rund um das Thema Uran und unsere Top 7 der Uran-Aktien für 2026 und darüber hinaus.
Uran als Energierohstoff: Pro & Contra
Uran-Aktien befanden sich ein ganzes Jahrzehnt lang in einem Abwärtstrend und führten an der Börse ein Schattendasein. Eine im Atomkraftwerk Fukushima in Japan durch einen Tsunami ausgelöste Serie von Reaktorunfällen vom 11. bis 16. März 2011 war mit einer Kernschmelze und einer extremen Strahlenexposition verbunden. Bis Dezember 2020 wurden im Kontext der Katastrophe insgesamt knapp 16.000 Todesfälle erfasst, wobei die allermeisten Menschen durch den Tsunami und dessen Auswirkungen starben. Es gibt zwar Meldungen über sich häufende Krebserkrankungen, allerdings sind diese sehr widersprüchlich.
Der langfristige Wochenchart des Global X Uranium ETF (URA) zeigt den Absturz im März 2011 und den darauffolgenden weiteren Abverkauf der Uran-Aktien. Inzwischen hat jedoch eine Bodenbildung stattgefunden. Der anschließende Anstieg stößt aktuell bei 60 USD auf einen Widerstand. Oberhalb dieser Marke könnte der Kurs zusätzliche Dynamik entwickeln.
Die deutsche Bundesregierung fasste bereits drei Monate nach dem Reaktorunfall in Fukushima im Jahr 2011 den Beschluss, bis 2022 aus der Kernkraft auszusteigen. Ähnlich reagierten auch die Regierungen von Belgien, der Schweiz, Spanien und Taiwan – allerdings mit späteren Ausstiegsdaten. In Italien war der Ausstieg bereits ein Jahr nach dem Unfall in Tschernobyl per Volksabstimmung beschlossen worden. 2011 scheiterte dort der Wiedereinstieg in die Kernkraft an einem Bürgerentscheid. Schweden hat den geplanten Ausstieg mittlerweile aufgegeben und will nun doch wieder neue Meiler bauen. In den meisten anderen Ländern wird weiterhin an der Kernkraft festgehalten, was auch den Bau neuer Kraftwerke einschließt.
Die Befürworter sehen in der Atomkraft eine Möglichkeit, den Energiebedarf der Welt weitgehend ohne CO₂ Emissionen zu stillen und damit auch Klimaziele zu erreichen. Sie kritisieren den Ausstieg Deutschlands als Kurzschlussreaktion, zumal aufgrund der CO₂-Problematik gleichzeitig auch der Ausstieg aus der Kohleverstromung bewältigt werden muss. Da hierzulande sowohl Kernkraft als auch Kohle bislang die Grundlast bei der Stromversorgung tragen und sich nur bedingt durch erneuerbare Energieträger ersetzen lassen, seien Versorgungslücken zu erwarten.
Mit dem Beginn des Ukraine-Kriegs und den daraus resultierenden Sanktionen wie dem Embargo gegen fossile Energieträger aus Russland wurde die Diskussion um die Kernenergie in Deutschland neu entfacht. Die akute Energieknappheit veranlasste die Bundesregierung dazu, die Laufzeit der drei letzten deutschen Atomkraftwerke bis zum 15. April 2023 zu verlängern. Befürworter der Kernenergie plädieren aber weiterhin für einen dauerhaften Wiedereinstieg, auch weil diese Energieform CO₂-frei sei und den Umbau der Energiewirtschaft erleichtern würde.
Kritiker halten dagegen, dass mögliche Reaktorunglücke wie in Tschernobyl oder Fukushima nicht die einzigen Bedrohungen sind, die Atomkraft mit sich bringt. Beim Uranabbau und seiner Verwendung entstehen radioaktive Abfallstoffe, die für lange Zeit Gefahren für Gesundheit und Umwelt darstellen. Weiterhin nicht geklärt ist auch die sogenannte Endlagerung atomarer Abfälle.
Trump entfacht neue Uran-Rally – Atomenergie zurück im Fokus
Am 23. Mai 2025 hat Donald Trump vier weitreichende Dekrete unterzeichnet, die den Weg für einen starken Ausbau der Atomkraft in den USA ebnen. Das Ziel besteht darin, die nukleare Stromproduktion bis 2050 zu vervierfachen und die Abhängigkeit von Uran-Importen – vor allem aus Russland – zu verringern.
Kernpunkt ist der Einsatz des „Defense Production Act“, um die heimische Uranförderung zu fördern und den Bau neuer Reaktoren – insbesondere kleiner modularer Reaktoren (SMRs) – zu beschleunigen. Die Aktien von Uran-Unternehmen wie Cameco, Centrus Energy und Oklo reagierten prompt mit Kurssprüngen.
Diese politische Kehrtwende könnte Uran als Rohstoff strategisch aufwerten und Anlegern spannende Chancen im Sektor bieten.
USA wollen Uranreserven aufstocken
Uran-Aktien konnten zuletzt wieder deutliche Kursgewinne einfahren. Grund dafür ist, dass die USA ihre strategischen Uranreserven weiter ausbauen, während die weltweite Nachfrage nach Kernenergie steigt. Laut dem US Geological Survey Mineral Commodity Summaries 2025 verfügen die Vereinigten Staaten über umfangreiche, teils unerschlossene Uranvorkommen, die bei höheren Preisen zunehmend wirtschaftlich werden. Im vierten Quartal 2025 lag die Inlandsproduktion bei mehr als 1 Mio. Pfund U₃O₈, wie die Energy Information Administration berichtet. Da die US-Regierung zugleich Programme zur Versorgungssicherheit und zum Ausbau der Kernenergie forciert, spiegeln sich diese Perspektiven bereits in steigenden Kursen wider: Aktien von Produzenten wie Cameco, Uranium Energy oder Energy Fuels sowie Uran-ETFs konnten in den vergangenen Jahren deutlich zulegen.
Was ist Uran?
Nachfrage und Angebot bei Uran
Derzeit stellt die Kernenergie einen Anteil von rund 9 Prozent der globalen Stromerzeugung. Die Anzahl der weltweit in Betrieb befindlichen Kraftwerke beträgt derzeit 438 (Stand: Mitte 2026 – World Nuclear Association). Im Rückblick der vergangenen Jahre bleibt festzuhalten, dass die Gesamtzahl der Kernkraftwerke, deren installierte Leistung und auch ihre Stromerzeugung stagnieren. Der Anteil an der globalen Stromerzeugung ist seit dem Peak im Jahr 1996 noch rückläufig, aber dies könnte sich mittelfristig wieder ändern.
Aktuell sind immerhin rund 80 weitere Meiler im Bau. Über 100 weitere Atomkraftwerke werden gerade geplant und zu mehr als 300 Projekten gibt es Machbarkeits- und Entscheidungsprozesse. Das größte Wachstum ist in der Volksrepublik China und in Indien zu erwarten, wo eine hohe zweistellige Zahl von Anlagen gebaut werden soll. Grundsätzlich ist zu erwarten, dass künftige Anlagen wesentlich sicherer und effizienter arbeiten, sodass das Gefahrenpotenzial abnimmt und je Energieeinheit weniger nukleares Material benötigt wird. Die Internationale Energieagentur IEA schätzt, dass sich der Uranverbrauch bis 2040 verdoppeln wird. Mögliche Anstiege beim Uranpreis würden sich auf die Prognosen kaum auswirken, da die Brennstoffkosten beim Betrieb eines Kernkraftwerks nur rund drei Prozent der Gesamtkosten ausmachen.
Ein innovativer, in China erprobter Ansatz ist der Einsatz von Thorium-232 als Ausgangsstoff, das sich unter Neutronenbeschuss in Uran-233 verwandelt und in Flüssigsalzreaktoren, die keine Wasserkühlung benötigen, zur Stromerzeugung dient. Ein weiterer Vorteil ist dabei die geringere Halbwertszeit der radioaktiven Abfälle.
Uran-Angebot
Derzeit entfällt etwa ein Viertel der weltweiten Urangewinnung auf Kanada, weitere große Förderländer sind Australien und Russland. Die größten Vorkommen befinden sich in Australien. Die weltweiten Ressourcen reichen nach aktuellen Schätzungen noch mindestens 50 bis 200 Jahre. Da es als Folge der Abrüstung der Atomwaffenbestände lange Zeit ein Überangebot gab, fielen die Preise für Uran in den Keller.
In weiterer Folge verknappte sich das Angebot in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Schließungen unrentabel gewordener Minenbetriebe. In den Jahren 2021 und 2022 sorgten coronabedingte Lockdowns für einen weiteren Rückgang der Abbaumengen.
Mit dem höheren Preisniveau in den Jahren 2023 und 2024 begannen die Bergbauunternehmen damit, erste stillgelegte Minen wieder zu reaktivieren. Es könnte jedoch mehrere Jahre dauern, bis frühere Produktionsmengen wieder erreicht werden.
Uran-Anreicherung und Brennelemente-Fertigung
Die Urananreicherung bildet einen zentralen Schritt im nuklearen Brennstoffkreislauf. Natürliches Uran enthält nur etwa 0,7 Prozent des spaltbaren Isotops U-235, das für Kernreaktoren auf 3 bis 5 Prozent angereichert werden muss. Derzeit dominiert die Gaszentrifugentechnologie den Markt, bei der Uranhexafluorid (UF₆) in schnell rotierenden Zylindern zentrifugiert wird, wodurch sich die leichteren U-235-haltigen Moleküle von den schwereren U-238-haltigen trennen lassen.
Dieses Verfahren hat die energieintensive Gasdiffusion weitgehend abgelöst. Alternative Methoden wie die Laserisotopentrennung versprechen zwar höhere Effizienz, sind aber noch nicht kommerziell etabliert. In der Brennelementfertigung wird das angereicherte UF₆ zunächst zu Uranoxid (UO₂) konvertiert und zu zylindrischen Pellets gepresst und gesintert. Diese Pellets werden dann in Hüllrohre aus Zirkoniumlegierungen gestapelt, die anschließend verschweißt werden. Die so entstandenen Brennstäbe werden zu Brennelementen zusammengefügt, deren Geometrie reaktorspezifisch gestaltet ist. Führende Unternehmen in diesem Sektor sind
Urenco (Deutschland/Niederlande/UK),
Orano (Frankreich)
Rosatom (Russland)
China National Nuclear Corporation – CNNC (China)
Centrus Energy (USA)
Cameco-Beteiligung Westinghouse (USA),
Diese Unternehmen bieten sowohl Anreicherungsdienste als auch die Brennelementfertigung an. Die Wirtschaftlichkeit wird maßgeblich durch Energiekosten, Anlagenauslastung und Skaleneffekte bestimmt. Während die Zentrifugentechnologie vergleichsweise energieeffizient ist, erfordert sie hohe Anfangsinvestitionen.
Der Uranmarkt unterliegt starken regulatorischen Einflüssen und geopolitischen Faktoren, da Nukleartechnologien auch militärisch genutzt werden können. Aktuelle Entwicklungen zeigen eine zunehmende vertikale Integration der Unternehmen über die gesamte Wertschöpfungskette und den Einsatz fortschrittlicher Fertigungstechnologien für optimierte Brennelemente mit höherer Leistungsfähigkeit und verlängerten Einsatzzeiten.
In Uran-Aktien investieren: Das sollten Sie beachten
Aufgrund der erheblichen Risiken, die im Umgang mit Uran entstehen, sind die Markteintrittsbarrieren für Bergbauunternehmen relativ hoch. Anleger sollten wissen, dass es sich beim Uranmarkt um ein Oligopol handelt. Etwa zehn Minen bedienen circa 70 Prozent des Marktes. Neben börsennotierten Unternehmen gibt es auch komplett staatliche Unternehmen wie die China National Nuclear Corporation und Orano aus Frankreich.
Die Kurse von Uran-Aktien korrelieren naturgemäß stark mit dem Preis des Rohstoffs. Aufgrund des relativ kleinen Uranmarktes sind auch bei Uran-Aktien starke Kursausschläge keine Seltenheit. Anleger sollten neben unternehmensspezifischen Risiken auch Politik- und Währungsrisiken beachten, die den Kurschancen gegenüberstehen.
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Die besten Uran-ETFs und ein Uran-ETC
Eine bessere Risikostreuung im Vergleich zu einzelnen Uran-Aktien bieten Uran-ETFs.
Der Global X Uranium ETF (US37954Y8710) hat mit rund 7,6 Milliarden USD die größte Marktkapitalisierung unter den Exchange Traded Funds für Uran-Aktien. 2025 lag die Wertentwicklung bei 59 Prozent. Stärkste Positionen des ETFs sind Cameco, Oklo und NexGen Energy.
Der Sprott Uranium Miners Fund (US85208P3038) ist mit einer Marktkapitalisierung von 2,5 Milliarden USD die Nr. 2 unter den Uran-ETFs. Hier sind die Cameco-Aktie, die NexGen-Aktie und der Sprott Physical Uranium ETF am stärksten gewichtet. Für das Jahr 2025 war ein Kurszuwachs um 34 Prozent zu beobachten.
Der VanEck Uranium + Nuclear Energy ETF (US92189F6016) hält ebenfalls Uranaktien, an der Spitze Cameco. Die weiteren Positionen des ETFs sind aber Wertpapiere der Kernkraftwerksbetreiber Constellation Energy und BWX Technologies, wodurch der Einfluss des Uranpreises geringer ist. Im Verlauf des Jahres 2025 gab es unterm Strich ein Kursplus von über 49 Prozent.
Im Gegensatz zu ETFs, die Aktien halten, investiert ein ETC direkt in den Rohstoff. ETC steht dabei für Exchange Traded Commodity. Der Sprott Physical Uranium ETF (CA85210A1049) wurde vom kanadischen Milliardär Eric Sprott geschaffen, der einen möglichen Engpass auf dem Uran-Markt erkannte. Dessen Firma Sprott Asset Management übernahm im Juli 2021 die börsennotierte Gesellschaft Uranium Participation und wandelte diese in einen Uran-ETC um. Das Wertpapier ermöglicht privaten und institutionellen Anlegern direkte Investments in Uran und verbessert so auch die Liquidität des Marktes. Das Wertpapier verzeichnete im vergangenen Jahr 2025 ein Plus von knapp 10 Prozent.
| Uran ETFs / Uran-ETC | ISIN | Börse |
|---|---|---|
| Global X Uranium ETF | US37954Y8710 | NYSE Arca |
| Sprott Uranium Miners Fund | US85208P3038 | NYSE Arca |
| VanEck Uranium + Nuclear Energy ETF | US92189F6016 | NYSE Arca |
| Sprott Physical Uranium Trust (vormals Uranium Participation) | CA85210A1049 | OTC |
Welche Uran-Aktien kaufen?
Aktienempfehlungen: Die Top Seven Uran-Aktien
Die hier genannten Unternehmen haben ihren Schwerpunkt im Uran-Geschäft. Es gibt aber auch breiter aufgestellte Rohstoff-Konzerne wie die BHP Group und Rio Tinto, bei denen Uran eine untergeordnete Rolle spielt. Trotzdem mischen die großen Bergbaukonzerne aufgrund ihrer Kapitalstärke im Markt mit und haben jederzeit das Potenzial, kleinere Unternehmen zu schlucken.
Im Bereich der neuartigen Mini-AKWs wären noch zu nennen: Das Joint Venture von GE Vernova und Hitachi baut SMRs, während Siemens Energy und Rolls-Royce exklusiv bei der Entwicklung kleiner modularer Kernkraftwerke zusammenarbeiten.
7. Oklo-Aktie
Oklo Inc. (ISIN: US02156V1098, WKN: A3CUTU), das 2013 von Jacob DeWitte und Caroline Cochran gegründete Unternehmen und von OpenAI-CEO Sam Altman als Investor gefördert wurde, auf Platz 7 unseres Rankings, hat seinen Sitz im kalifornischen Santa Clara und befasst sich mit dem Bau kleiner, modularer Atomkraftwerke. Im Gegensatz zum üblichen Verkauf von Reaktoranlagen verfolgt das Unternehmen einen ganzheitlichen Ansatz: Es entwickelt, errichtet und betreibt seine eigenen Kraftwerke, um dann die erzeugte Energie über langfristige Abnahmeverträge direkt an Endkunden zu liefern. Diese Strategie bietet mehrere Vorteile – die regulatorischen Hürden werden vereinfacht, während gleichzeitig stabile, kontinuierliche Einnahmen gesichert werden. Dadurch entsteht eine Win-win-Situation mit reduzierten finanziellen Risiken sowohl für Oklo selbst als auch für dessen Stromkunden.
Es gibt eine erste NSDA (Nuclear Safety Design Agreement) für eine Anlage in Texas zur Produktion von Radioisotopen, allerdings noch keine Genehmigungen für den Bau und Betrieb kompletter Reaktoren zur Stromerzeugung und demnach auch keine Umsätze. Gewinne stehen in weiter Ferne. Das Kursplus im Jahr 2025 lag bei rund 419 Prozent, dem im neuen Jahr ein weiterer volatiler Verlauf folgte. Nach Abverkäufen im März gab es im April wieder positives Momentum. Trader können Ausschau nach attraktiven Setups halten, sollten aber mit engen Stopp-Absicherungen arbeiten.
Die Kursentwicklung ist allein von Erwartungen auf die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit getrieben, die jedoch noch nicht gesichert ist.
6. Die Energy Fuels Aktie
Unsere Nummer 6, Energy Fuels (ISIN: CA2926717083, WKN: A1W757) aus Lakewood im US-Bundesstaat Colorado, beschäftigt sich mit dem Abbau von Uran, Seltenen Erden und Vanadium. Das Wertpapier steigerte 2025 seinen Kurswert um rund 186 Prozent. Nach dem Jahreswechsel ging es weiter aufwärts. Bei positivem Momentum ist die Aktie ein Kandidat für die Watchlist. Die Gewinnzone soll aber nach aktuellen Prognosen erst im Jahr 2027 erreicht werden. Der aktuelle Wechsel in der Chefetage könnte dafür die notwendigen Impulse liefern.
Die Uran-Förderung erfolgt sowohl mittels konventioneller Abbaumethoden als auch mit dem In-Situ-Verfahren, bei dem das Uran mittels chemischer Reaktion aus dem Gestein gelöst wird. Mit der geplanten Übernahme der Australian Strategic Materials erfolgt eine Diversifizierung in den Bereich der Seltenen Erden, womit sich die Abhängigkeit vom Urangeschäft reduziert.
5. Die NexGen Energy Aktie
NexGen Energy (ISIN: CA65340P1062, WKN: A1WZPW), auf Rang 5 unseres Rankings, ist ein kanadisches Unternehmen, das seine Explorations- und Weiterverarbeitungsaktivitäten ausschließlich im Heimatland betreibt.
Die Lagerstätten befinden sich im Athabasca-Becken in Saskatchewan, wo die geologischen Formationen vergleichsweise einfache Abbaumethoden erlauben. Die Canadian Nuclear Safety Commission (CNSC) erteilte im März 2026 die Genehmigung für das Uranprojekt Rook I im Norden von Saskatchewan, sodass der Projektstart bei einer Baufreigabe im besten Fall noch in diesem Jahr erfolgen kann.
2025 lag das Kursplus bei rund 40 Prozent. Im laufenden Jahr beschleunigte sich der Anstieg nochmals und zeigte bis ins zweite Quartal hinein positives Momentum. Anleger können hier nach Long-Setups Ausschau halten.
4. Die Uranium Energy Aktie
Auf Platz 4 folgt Uranium Energy Corp. (ISIN: US9168961038, WKN: A0JDRR) aus Corpus Christi in Texas mit einer aktuellen Marktkapitalisierung von ca. 7 Milliarden EUR. Das Unternehmen konnte lediglich 2022 schwarze Zahlen verzeichnen, rutschte aber in den Folgejahren wieder in die Verlustzone. Zuletzt gab es überraschend gute Quartalszahlen. Zudem gibt es für die Tochtergesellschaft United States Uranium Refining & Conversion Corp bei der Aufsichtsbehörde NRC das Genehmigungsverfahren für den Bau einer Uran-Konversionsanlage. Die Anlage soll einmal eine Jahreskapazität 10.000 Tonnen Uran für die Produktion von UF₆ haben, was rund der Hälfte des gesamten US-Bedarfs entspricht.
Der Anstieg des Uran-Preises unterstützte die positive fundamentale Entwicklung im Jahr 2025. Die Uranium Energy-Aktie verzeichnete im Jahresverlauf unter dem Strich ein Kursplus von circa 59 Prozent. Bis zum Anfang des zweiten Quartals 2026 setzte sich die positive Kursentwicklung fort, sodass Anleger dem Wertpapier weitere Zuwächse zutrauen könnten.
3. Die Centrus Energy Aktie
Die Centrus Energy-Aktie (ISIN: US15643U1043, WKN: A12CTC). Das US-Unternehmen aus Maryland reichert Uran an, liefert die daraus resultierenden Kernbrennstoffe und ist als Dienstleister für die Branche tätig. Es ist als United States Enrichment Corporation (USEC) aus dem US-Energieministerium hervorgegangen, erlebte 1998 seinen Börsengang und 2013 eine Insolvenz mit Restrukturierung nach Chapter 11. Diese war 2014 abgeschlossen, sodass mit einem neuen Firmennamen eine neue Ära in der Unternehmensgeschichte begonnen wurde. Die strategische Ausrichtung auf die Zulieferung für Small Modular Reaktors könnte sich als zukunftsweisend herausstellen. Diese kompakten Kraftwerkseinheiten gelten aufgrund ihrer Kosteneffizienz und Anpassungsfähigkeit als vielversprechende Technologie der Energiebranche (siehe Oklo).
Die Gewinne lagen in den vergangenen Jahren stets unter den Rekordwerten des Jahres 2021, jedoch weiterhin in der Gewinnzone. Das Chartbild zeigt für 2025 ein Plus von 256 Prozent bei teilweise großer Volatilität, fiel aber bis Mitte April 2026 deutlich zurück. Trader könnten bei positiver Entwicklung des Uran-Sektors durchaus passende Setups finden.
2. Die NAC Kazatomprom Aktie
Weiter geht’s auf Platz 2 mit der NAC Kazatomprom-Aktie (ISIN: US63253R2013, WKN: A2N9D5). Das Wertpapier des weltweit größten Uran-Produzenten stieg im Jahr 2025 – gemessen in GBP – circa 48 Prozent. Das Unternehmen aus Kasachstan hat Zugang zu den größten Ressourcen weltweit. Es hat keine Beteiligungen im Ausland, bietet aber anderen Gesellschaften den Zugang zu kasachischen Förderstätten.
Zu den Kernaktivitäten gehören die Förderung radioaktiver Metalle und Seltener Erden sowie die Weiterverarbeitung. Die Umsatz- und Gewinnzahlen 2025 waren gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig. Während die Nachfrage nach Kernbrennstoff steigt, senkte der kasachische Staatskonzern seine Produktionsziele zum wiederholten Mal – für 2026 um 10 Prozent. Das Unternehmen meldete einen langfristigen Liefervertrag mit der indischen Atomenergiebehörde und sicherte sich damit Absatzmöglichkeiten abseits der westlichen Märkte.
Die positive Kursentwicklung von 48 Prozent im Jahr 2025 beschleunigte sich im neuen Jahr nochmals. Rücksetzer könnten hier gute Kaufgelegenheiten darstellen. Anleger sollten wissen, dass es bei Investitionen in NAC Kazatomprom neben Währungsschwankungen und allgemeinen ESG (Environmental, Social and Governance)-Themen noch spezielle Risiken gibt, die mit dem politischen System des Landes zusammenhängen.
Die Tatsache, dass die Führungsriege des Unternehmens im Jahre 2009 entmachtet und nach einem zweifelhaften Prozess zum Teil bis 2020 inhaftiert wurde, ist nur ein Beispiel für die autoritären Machtstrukturen in Kasachstan.
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1. Die Cameco Aktie
Auf Platz 1 landet Cameco Corporation (ISIN: CA13321L1085, WKN: 882017), das mit einer Marktkapitalisierung von 45 Milliarden USD größte börsennotierte Uranunternehmen der Welt. Der kanadische Konzern verfügt über Minen in seinem Heimatland Kanada, den USA sowie in Kasachstan, die zusammengenommen rund 10 Prozent der globalen abbaubaren Ressourcen darstellen. Darüber hinaus gehören auch Dienstleistungen für die Nuklearwirtschaft zum Angebot der Kanadier. Ende 2022 gab Cameco die etwa 4 Milliarden USD schwere Übernahme eines 49-Prozent-Anteils an der Westinghouse Electric Company bekannt. Das Service-Unternehmen betreut etwa die Hälfte der Kernkraftreaktoren in der Welt.
Im Jahr 2025 betrug der Kurszuwachs der Cameco-Aktie rund 77 Prozent. In der langen Phase des Uranpreisverfalls war das Unternehmen gezwungen, den Abbau in der weltgrößten Uranmine McArthur River vorläufig einzustellen. 2025 lag der Gewinnzuwachs bei 238 Prozent. Dank langfristiger Abnahmeverträge und starker Rohstoff-Assets ist zu erwarten, dass die Position als Weltmarktführer auf absehbare Zeit erhalten bleibt. Hinzu kommt die Abkehr zahlreicher Staaten vom russischen Staatsunternehmen Rosatom. Generell sollten Anleger die Risiken des Uranabbaus und die politische Gemengelage rund um die Kernkraft nicht aus den Augen verlieren.
Uran-Aktien-Liste: Sieben Top-Picks aus dem Bereich der Kernenergie
In der folgenden Uran-Aktien-Tabelle finden Sie sieben aussichtsreiche Werte als Übersicht.
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| Uran-Aktien | ISIN | Börse |
|---|---|---|
| Cameco | CA13321L1085 | TO |
| NAC Kazatomprom | US63253R2013 | NYSE |
| Centrus-Energy | US15643U1043 | Nasdaq |
| Uranium Energy Corp. | US9168961038 | NYSE Amex |
| Nexgen Energy | CA65340P1062 | TO |
| Energy Fuels | CA2926717083 | NYSE Amex |
| Oklo Inc. | US02156V1098 | Nasdaq |
Bildquelle(n): shutterstock, statista, DALL-E, FinMent
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