Cannabis-Aktien 2021: Die Top 7 Wertpapiere mit denen Sie vom Marihuana Hype profitieren
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Cannabis-Aktien 2021: Die Top 7 Wertpapiere mit denen Sie vom Marihuana Hype profitieren

Höhenflug bei Marihuana und Cannabis-Aktien: Comeback einer alten Kulturpflanze

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Woher kommt der neue Hype um Cannabis / Marihuana?

Cannabis fand seit den späten 1960er-Jahren über Reggae und Hip-Hop Eingang in die Jugendkulturen in Nordamerika und Westeuropa. Viele Jugendliche finden es seitdem cool, sich über die prohibitive Law-and-order-Politik hinwegzusetzen. Cannabis-Konsum muss generell nicht schädlicher sein als der Genuss der in der westlichen Welt gesellschaftlich akzeptierten Alltagsdrogen Alkohol und Nikotin. Diese Tatsache hat in den letzten Jahren einigen Ländern zu Legalisierungen – etwa beim privaten Konsum – geführt. Cannabis-Aktien könnten davon profitieren, wenn der Vertrieb – wie in Kanada – über staatlich lizenzierte Hersteller und Verkaufsstellen erfolgt. Denn dann werden große Mengen Marihuana benötigt, die aus kontrolliertem Anbau stammen. Dem illegalen Straßenhandel mit minderwertiger Ware soll so der Boden entzogen werden.

Hinzu kommen medizinische Anwendungen, die zwar in Lehrbüchern zur Heilkunst des alten China bereits vor circa 4.700 Jahren beschrieben wurden, jedoch von der Forschung lange unberücksichtigt blieben. Generell wird Cannabis eine beruhigende, muskelentspannende und den Brechreiz unterdrückende Wirkung zugeschrieben. Insbesondere folgende Krankheiten und Anwendungsgebiete eigenen sich nach Expertenmeinung für eine Cannabis-Therapie:

  • Appetitanregung bei HIV/AIDS
  • chronische Schmerzen, auch in der Palliativmedizin
  • Verkrampfungen bei Multipler Sklerose und Paraplegie
  • Epilepsie
  • Übelkeit und Erbrechen nach Chemotherapie

Auf den Cannabis-Hype aufgesprungen sind die Hersteller von Lebensmitteln und Kosmetika mit dem nicht berauschenden Wirkstoff Cannabidiol (CBD). Sie profitieren von der Neugier der Verbraucher. Die Inhaltsstoffe dieser frei verkäuflichen Produkte sind aber – zumindest in der Europäischen Union – streng limitiert. Ob sie den Konsumenten einen objektiven Nutzen bieten, darf angezweifelt werden.

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Was ist Cannabis?

Hanf (Cannabis) ist eine Pflanze, die zumindest seit der Jungsteinzeit kultiviert wurde. „Gras“ oder im Englischen „Weed“ sind die umgangssprachlichen Bezeichnungen für getrocknete Blätter und Blüten der Pflanze. Marihuana ist der entsprechende Begriff aus der Sprache mexikanischer Einwanderer in den USA. Gepresstes Harz wird Haschisch genannt. Im deutschen Sprachraum waren die Bezeichnungen „starker Tobak“ oder „Knaster“ für die Verwendung als Tabakersatz gängig. Die Verarbeitung der Samen zu Speiseöl, der Blüten zu ätherischen Ölen und der Stängel zu Seilen ist in vielen Kulturen üblich. Daneben gibt es Anwendungen als Genussmittel und in der Pharmazie. Auf Grund der berauschenden Wirkung, der Gesundheitsgefahren inklusive des Suchtpotentials erfolgte in vielen Ländern ein weitgehendes Verbot. Die medizinischen Effekte beruhen auf den Inhaltsstoffen Cannabidiol (CBD) und Delta-9-Tetra¬hydro¬cannabinol (THC), wobei letzterem die berauschenden Effekte zugeschrieben werden. Auf Grund der erheblichen Nebenwirkungen wie Problemen mit den Atemwegen, dem Nervensystem und dem Verdauungstrakt dürfen medizinische Cannabis-Produkte hierzulande nur bei schwerwiegenden Erkrankungen verschrieben werden, und zwar nur dann, wenn es keine alternative Medikation gibt.

Wie werden sich Nachfrage und Angebot bei Cannabis-Produkten entwickeln?

Nachfrage

Der Streit um die Legalisierung bleibt ein politischer Zankapfel. In Deutschland erfolgte die Freigabe zu medizinischen Zwecken unter den zuvor beschriebenen Bedingungen erst im Jahre 2017. Ein sprunghafter Anstieg der Patientenzahlen von 1.000 auf etwa 40.000 war die Folge. Dennoch ist der Markt im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung doch recht beschränkt. Deutliche Zuwächse wären allerdings in der Tiermedizin denkbar. In den Bereichen Lebensmittel und Kosmetika sind keine überzeugenden Nutzen erkennbar, die eine hohe Konsumenten-Nachfrage erwarten ließen. Die Eigenschaften von Hautpflegeprodukten auf Cannabis-Basis sind beispielsweise auch mit anderen Inhaltsstoffen darstellbar. Dennoch sind im Kosmetik- und Lebensmittelbereich Lifestyle-Nischen denkbar.

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Der Übergang von Lebensmitteln über (alkoholische) cannabishaltige Getränke zu Cannabis als Freizeitdroge ist relativ fließend. Einen deutlichen Nachfrageschub könnte vor allem das wachsende Interesse der heute 18- bis 25-Jährigen an Cannabis als Ersatzdroge für Nikotin und Alkohol bewirken. In Deutschland sind rund 1 Million Menschen regelmäßige Cannabis Konsumenten. Der Grad der Legalisierung ist international sehr unterschiedlich. In der westlichen Welt ist die Freigabe in Kanada am weitesten fortgeschritten, daher stammen auch die meisten der Cannabis-Aktien von dort. In den USA ist der Umgang mit der „weichen Droge“ je nach Bundesstaat unterschiedlich geregelt. Nach dem Wahlsieg der Demokraten gibt es Bestrebungen, die Entkriminalisierung auch auf Bundesebene voranzutreiben. Da die Republikaner aber den Senat dominieren, wird es wahrscheinlich bis auf weiteres beim Status Quo bleiben. In Europa tendieren linke und liberale Parteien zur Legalisierung, während konservative Kreise am Status quo d.h. vor allem am Verbot des Freizeitkonsums festhalten möchten.

Die Kritiker der Legalisierung argumentieren, dass die gesundheitlichen Schäden der in unserem Kulturkreis gesellschaftlich akzeptierten Drogen Alkohol und Nikotin nicht noch durch weitere Substanzen gesteigert werden sollten. Dennoch ist im Falle einer Legalisierung ein enormes Wachstum zu erwarten. Auf Grund der Unsicherheiten ist eine quantitative Abschätzung schwierig, ein Vergleich mit dem Marktvolumen der anderen Alltagsdrogen scheint aber naheliegend. Das globale Marktvolumen für alkoholische Getränke wird für 2021 auf 1,2 Milliarden EUR geschätzt, bei Tabakwaren sind es rund 645 Milliarden EUR. Dies zeigt, dass das Wachstum tatsächlich enorm sein könnte, falls sich der Konsum von den beiden Alltagsdrogen auf globaler Ebene in Richtung Cannabisverlagern sollte. Die Befürworter argumentieren darüber hinaus, dass sich aus Steuereinnahmen auf Cannabis-Konsum und reduzierten Kosten für Polizei und Justiz als Folge der Entkriminalisierung ein positiver Beitrag für den Staatshaushalt ergeben könnte.

Angebot

Der weltweite Markt für den erlaubten Cannabisanbau wurde 2019 auf 123,9 Milliarden USD zu Erzeugerpreisen geschätzt und wird von 2020 bis 2027 voraussichtlich durchschnittlich um ca. 14 Prozent per anno wachsen. Die zunehmende Legalisierung und die Einführung von Cannabis zur Behandlung chronischer Krankheiten sind auf der Angebotsseite die Schlüsselfaktoren des Wachstums. Aufgrund der weltweiten Legalisierungstendenzen gibt es in vielen Ländern Bestrebungen die Restriktionen für den Cannabis-Anbau zu lockern. Die führenden Unternehmen aus Kanada nutzen meist Gewächshäuser für die Aufzucht der Pflanzen. Es wäre aber möglich, dass sie ihre Aktivitäten in südamerikanische Länder verlagern, wo Freilandplantagen möglich und die Lohnkosten niedriger sind.

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In Cannabis-Aktien investieren: Das sollten Sie beachten

Die Branche ist noch sehr jung. Einerseits winken lukrative Gewinne, andererseits ist die Entwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen kaum vorhersehbar. Etablierte Unternehmen aus der Alkohol- und Tabakbranche haben die Chancen erkannt und wollen in diesem Geschäft mitmischen. Bei Übernahmen oder größeren Beteiligungen, beispielsweise als der Tabakriese Altria 45 Prozent der Cronos-Aktien übernahm, kann es zu erheblichen Kursausschlägen kommen. Weitere Großkonzerne, die sich in diesem Markt bereits engagieren, sind das Pharmaunternehmen AbbVie sowie die Getränkehersteller Anheuser-Busch und Coca-Cola. Beachtet werden sollte auch, dass der Hype um Cannabis-Aktien in sozialen Medien angeheizt wurde.

All dies führt zu einer erhöhten Volatilität und der Tatsache, dass sich die Kursverläufe deutlich von Rationalität fundamentaler Kennzahlen entfernten. Überhaupt sind diese nur bedingt aussagekräftig, denn momentan schreiben die meisten Cannabis-Firmen meist noch rote Zahlen. Da die Unternehmen größtenteils noch im Aufbau sind, ist dies aber auch nicht weiter ungewöhnlich. Anleger sollten statt der fundamentalen Bewertung vor allem die charttechnische Entwicklung beachten und sich mittels Stopp Loss absichern. Viele der Marihuana Aktien schossen im 1. Quartal 2021 nach oben, verloren dann aber deutlich. Im weiteren Jahresverlauf könnte es eine Bodenbildung geben, die sich als günstige Einstiegsgelegenheit bei Cannabis-Aktien erweisen könnte.

Der Hype um Cannabis-Aktien war Anfang 2021 vorerst zu Ende. Als Ursache hier nur den Corona-Lockdown zu nennen, greift zu kurz. Zum Beispiel waren in Kanada viele Einzelhandelsgeschäfte lange Zeit geschlossen. Außerdem waren Gesundheitsbehörden und Politiker weltweit anderweitig eingebunden, so dass die Legalisierungsbewegung allgemein etwas ins Stocken kam. Wer jedoch weiter zurückblickt, erkennt, dass die beiden marktführenden Unternehmen Canopy Growth und Tilray im Jahr 2018 ihre Allzeithochs weit vor der Pandemie erreicht hatten.

Zu beachten ist auch, dass die Marktkapitalisierung vieler Cannabis-Unternehmen sehr gering ist und dass etliche der Aktien auf Penny-Stock-Niveau notieren. So notiert beispielsweise die Aktie des kanadischen Unternehmens Halo Collective trotz eines Reverse Splits von 100:1 aktuell nurmehr bei einem Kurswert von 1,56 EUR.

Die besten Cannabis-ETFs

Wer aufgrund der genannten Risiken nicht direkt in Cannabis-Aktien investieren möchte, kann sein Geld auch in Cannabis-ETFs anlegen. Die Streuung in verschiedene Unternehmen kann auf Grund der Unsicherheiten des Marktes sinnvoll sein. Allerdings sollte man aufgrund der vorhandenen Risiken keinesfalls das gesamte Vermögen in dieses Segment stecken. Die Anlage in Cannabis-ETFs ist deutlich riskanter als ein Direkt-Investment in etablierte Blue-Chip-Unternehmen aus anderen Branchen. Dafür sind bei Cannabis-ETFs die Gewinnpotentiale deutlich größer. Die folgenden ETFs sind relativ neu auf dem Markt, so dass für 2020 in einigen Fällen noch keine Gesamtjahresperformance verfügbar ist. Die Marktkapitalisierung und die Liquidität der ETFs ist vergleichsweise gering, was die Volatilität noch einmal verstärkt.

Der HANetf The Medical Cannabis and Wellness UCITS ETF (IE00BG5J1M21) besitzt ein Fondsvolumen von 34 Millionen EUR. Wichtigste Positionen sind die Innovative Industrial Properties-Aktie, die Jazz Pharmaceuticals-Aktie und die Aktie von Scotts Miracle-Gro, einem Hersteller von Gartenzubehör, das auch beim Hanfanbau zum Einsatz kommt.

Der Rize Med Cannabis UCITS ETF (IE00BJXRZ273) ist mit 37 Millionen EUR Marktkapitalisierung nur wenig größer. Top-Positionen sind hier die Growgeneration-Aktie, das bereits genannte Wertpapier von Scotts Miracle-Gro sowie die Amyris-Aktie.

Auf etwas mehr Volumen kommt der Global X Cannabis ETF (US37954Y4263) mit circa 130 Millionen USD. Die Kursentwicklung war mit einem Minus von etwa 48 Prozent im Jahr 2020 allerdings recht mau. Aurora Cannabis, OrganiGram und Sundial sind hier die Top Holdings des ETFs.

Noch eine Hausnummer größer ist der ETFMG Alternative Harvest (US26924G5080) mit einer Marktkapitalisierung von 1,06 Milliarden USD. Stärkste Positionen sind hier die Aktien von Aurora Cannabis, Growgeneration und OrganiGram. Der ETF verlor im Jahr 2020 rund 18 Prozent seines Kurswertes.

Cannabis ETFsISINBörse
HANetf The Medical Cannabis and Wellness UCITS ETFIE00BG5J1M21XETRA
Rize Med Cannabis UCITS ETFIE00BJXRZ273XETRA
Global X Cannabis ETFUS37954Y4263NASDAQ
ETFMG Alternative HarvestUS26924G5080NYSE Arca

Daneben gibt es auch Cannabis-Indizes wie den Foxberry Medical Cannabis & Life Sciences USD Index (DE000SLA99X8), die über diverse Zertifikate handelbar sind.

Welche Cannabis-Aktien kaufen?

Aktienempfehlungen: Die Top Seven Cannabis-Aktien

Die folgenden sieben Cannabis-Aktien sind unsere Favoriten auf Sicht von 12 bis 24 Monaten:

7. Aurora Cannabis-Aktie

Wir beginnen mit der Aurora Cannabis-Aktie, die im Jahr 2020 rund 69 Prozent ihres Kurswertes verlor. Ursache waren unter anderem mehrere Kapitalerhöhungen, die das Wachstum des Unternehmens finanzieren sollten. Der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr stieg um 12,5 Prozent, aber auch der Verlust pro Aktie legte zu. Das Unternehmen war gezwungen, die Reißleine zu ziehen, entließ rund 500 Mitarbeiter und schloss einige der Produktions- und Vertriebsstandorte. Aurora Cannabis mit Sitz im kanadischen Edmonton konzentriert sich inzwischen auf das Segment des medizinischen Cannabis für Indikationen wie Schmerzen, Depressionen und Angstzustände.

Ziel ist es, durch die eingeleiteten Umstrukturierungen in schwarze Zahlen zu kommen. Nach dem starken Kursverfall könnte es in Verbindung mit Fortschritten bei der Legalisierung bald attraktive Einstiegsmöglichkeiten geben. Beim Blick auf die Aktionärsstruktur fällt auf, dass mit ETF Managers Group LLC, ETFMG Alternative Harvest ETF und The Vanguard Group, Inc. die größten Anteilseigner institutionelle Anleger sind.

Aurora_Aktie_Chart_Cannabis-Aktie

6. Growgeneration-Aktie

Auf Platz 6 folgt die Growgeneration-Aktie. Die im Jahre 2014 gegründete Firma aus Greenwood Village im US-Bundesstaat Colorado ist ein Vertriebsunternehmen für landwirtschaftliche Produkte, darunter Pflanzennahrung, Anbauerde und fortschrittliche Beleuchtungstechnologie, die für den Cannabis-Anbau erforderlich ist. Der Kurswert der Aktie stieg im Jahr 2020 um stolze 1.033 Prozent. Umsatz und Gewinn wiesen zuletzt dreistellige Zuwachsraten auf. Nach dem Kursverfall der letzten Monate könnten sich gute Einstiegsmöglichkeiten ergeben sobald die Cannabis-Aktien insgesamt neues Momentum erfahren.

Beim Unternehmen GrowGeneration, das seine Produkte vorwiegend über seine 52 Filialen in den USA vertreibt, ist insbesondere zu beobachten, wie die Legalisierung in den USA voranschreitet. Eine freizügige Gesetzgebung auf Bundesebene wie sie die Demokraten anstreben, könnte hier sehr direkte Impulse auf den Aktienkurs liefern. Eine Schwäche des Konzerns könnte die fehlende internationale Positionierung sein. Falls sich der Cannabis-Anbau aus Kostengründen nach Südamerika oder Asien verlagert, dürfte sich die Marktposition verschlechtern. Der Vertrieb über das Internet startete erst mit der Übernahme von HeavyGarden.com – heute GrowGen.Pro –im Jahre 2018.

Growgeneration_Aktie_Chart_Cannabis-Aktie

5. Tilray-Aktie

Tilray mit Sitz in Nanaimo im kanadischen Bundesstaat British Columbia war zunächst fokussiert auf medizinischen Cannabis. Durch die Fusion mit Aphria im Mai 2021 kam das Segment der Cannabis-Lifestyle und Konsumgüter hinzu. Formal handelte es sich um eine Übernahme seitens Aphria mit Änderung des Firmennamens in Tilray. Die Fusion soll über Kostensenkungen auch dazu beitragen, aus den insgesamt roten Zahlen herauszukommen. Zudem ist geplant, über eine Produktionsstätte in Portugal den europäischen Markt zu erschließen. Für den Vertrieb in Deutschland wurde ein Vertrag mit AMP Alternative Medical Products abgeschlossen. AMP wurde damit zum exklusiven Marketingpartner für medizinisches Cannabis in Deutschland.

Der Kurswert der Tilray-Aktie (ex Aphria) halbierte sich im Verlauf des Jahres 2020, schoss dann im Februar 2021 auf mehr als das Sechsfache und fiel dann wieder deutlich ab. Wer hier mitspielen will, braucht gute Nerven! Bedingt durch die Fusion und die bisherigen Verluste sind die fundamentalen Kennzahlen noch nicht besonders aussagekräftig. Größte Anteilseigner sind Heights Capital Management, Inc., ETF Managers Group LLC sowie der Mitgründer Michael Blue.

Tilray_Aktie_Chart_Cannabis-Aktie

4. Cronos-Aktie

Werfen wir nun einen Blick auf die Cronos-Aktie, die auf Rang 4 unserer Aufstellung liegt und den Anlegern im Jahr 2020 „nur“ circa 11 Prozent brachte. Auch bei Cronos sahen wir im 1. Quartal noch einmal eine Vervielfachung des Kurses mit anschließendem starken Rücksetzer. Während der Verlust pro Aktie bedingt durch kostspielige Investitionen und hohe Abschreibungen deutlich zulegte, konnte der Umsatz um 97 Prozent zulegen. Auf Grund der hohen Eigenkapitalquote steht das Unternehmen bilanziell trotzdem solide da.

Das Unternehmen aus Toronto fungiert in erster Linie als Investmentfirma, die Beteiligungen im medizinischen Sektor aber auch im Freizeitmarkt hält. Wichtigste Assets sind der Hersteller von medizinischem Cannabis Peace Naturals, der „Recreational use“-Hersteller Original BC sowie die Whistler Medical Marijuana Company. Auf der Seite der Anteilseigener hält der Tabakriese Altria die mit 45 % die größte Position an Cronos, gefolgt von ETF Managers Group LLC und ETFMG Alternative Harvest ETF. Die Beteiligung von Altria soll genutzt werden, um im US-Hanf-CBD-Markt eine starke Marktstellung zu schaffen.

Cronos_Aktie_Chart_Cannabis-Aktie

3. Amyris-Aktie

Amyris beschäftigt sich mit synthetischer Biotechnologie und konzentriert sich auf die Märkte Gesundheit & Wellness, Hautpflege sowie Duft & Geschmack. Das Unternehmen aus dem kalifornischen Emeryville hat mit Cannabigerol (CBG), das mittels Fermentation gewonnen wird, eine Alternative zu CBD entwickelt. Das nicht-psychoaktive Cannabinoid bietet ein großes therapeutisches Potenzial als Antioxidans und bei Schmerzen, Entzündungen sowie Anti-Akne-Anwendungen. Die Vorteile könnten darin bestehen, dass CBG wirksamer und gleichzeitig günstiger herzustellen ist als CBD.

Die Amyris Aktie verlor 2020 rund 20 Prozent ihres Kurswertes und versiebenfachte diesen dann bis Anfang März 2021. In den Folgemonaten fiel die Aktie im Gleichschritt mit anderen Cannabis-Aktien stark ab, konnte sich aber zur Jahresmitte hin deutlich über dem Niveau von 2020 stabilisieren. Auch Amyris schreibt rote Zahlen. Diese könnten sich allerdings relativ rasch ins Positive wenden, sobald sich neue Marktpotentiale durch weitere Legalisierungsmaßnahmen ergeben. Größte Amyris-Anteilseigner sind Foris Ventures LLC, Farallon Capital Management LLC und das niederländische Chemie-Unternehmen Koninklijke DSM.

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2. Jazz Pharmaceuticals-Aktie

Nummer 2 unseres Rankings ist die Jazz Pharmaceucticals-Aktie. Das Wertpapier konnte im Jahr 2020 fast 13 Prozent zulegen. Der Umsatz wurde im Vergleich zum Vorjahr um etwas über 9 Prozent gesteigert, während der Gewinn pro Aktie um circa 19 Prozent fiel. Das Unternehmen aus Dublin ist zuletzt durch diverse Übernahmen und die Fusion mit Azur Pharma deutlich gewachsen. Der Einstieg ins Cannabis-Business erfolgte im Mai 2021 mit der Akquisition von GW Pharmaceuticals zum Preis von 7,2 Milliarden USD. GW gilt als eines der Pionierunternehmen der Branche, das weltweit einige der ersten Zulassungen für Cannabis-Medikamente erhielt.

Zu diesen zählen unter anderem:

  • Nabiximole (besser bekannt als Sativex), ein Multiple-Sklerose-Medikament.
  • Epidiolex, das bei Epilepsie eingesetzt wird und in zahlreichen Ländern Zulassungen erhalten hat. Es gibt Bestrebungen, das Medikament auch gegen andere entzündungsbedingte Krankheiten zu erproben. So deuten Laborversuche daraufhin, dass es eine hemmende Wirkung bei Glioblastom, einem häufigen und bösartigen Hirntumor, geben könnte.
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1. Canopy Growth-Aktie

Auf Rang 1 liegt Canopy Growth aus dem kanadischen Smith Falls. Die Firma bezeichnet sich sowohl im medizinischen als auch im Freizeit-Sektor als Marktführer. Im Jahre 2020 war ein Kursgewinn von rund 26 Prozent zu verzeichnen. Der anschließenden Kursexplosion zum Jahreshoch im Februar 2021 folgte ein Abverkauf, dessen Ende noch nicht absehbar ist. Die fundamentalen Kennzahlen zeigen zwar Umsatzzuwächse, aber auch steigende Verluste, was einerseits an den Investitionen in den Aufbau des breit gestreuten Portfolios an Cannabis-Marken liegt, andererseits auch am Corona-bedingten Lockdown, der den Absatz nicht nur im Heimatmarkt Kanada lange ausbremste.

Das Unternehmen wurde 2014 unter dem Namen Tweed Marijuana gegründet. Größter Anteilseigner ist das bislang auf alkoholische Getränke spezialisierte Unternehmen Constellation Brands, das rund 39 Prozent der Aktien hält. Weitere gewichtige Positionen gehören der Vanguard Group, Inc. und ETFMG Alternative Harvest ETF. Mit Constellation Brands gibt es einen Ankerinvestor, der seine bestehenden Vertriebswege für den Vertrieb von Cannabis-Produkten nutzen möchte, um seine Fokussierung auf den Alkoholmarkt aufzulockern. Somit ist damit zu rechnen, dass Canopy Growth seine führende Stellung unter den Cannabis-Unternehmen zukünftig weiter ausbauen wird.

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Cannabis-Aktien-Liste: Sieben Top-Picks aus dem Marihuana-Sektor

In der folgenden Cannabis-Aktien-Tabelle finden Sie 7 Werte mit guten strategischen Positionierungen. Bei allen Wertpapieren ist es von Vorteil, direkt über die US-Technologiebörse Nasdaq zu handeln, da dort das größte Handelsvolumen zu finden ist.

Cannabis-AktienISINTicker
(Heimatbörse)
Börse
Jazz PharmaceuticalsIE00B4Q5ZN47JAZZNasdaq
GrowgenerationUS39986L1098GRWGNasdaq
TilrayUS88688T1007TLRYNasdaq
CronosCA22717L1013CRONNasdaq
AmyrisUS03236M2008AMRSNasdaq
Aurora CannabisCA05156X8843ACBNasdaq
Canopy GrowthCA1380351009CGCNasdaq

Titelbild: shutterstock

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