Commerzbank Aktie Prognose 2025: Deutsche Mittelstandsbank auf der Überholspur

Commerzbank Aktie News: Die Commerzbank setzt die neue „Strategie Momentum” um – hohe Gewinnsteigerungen bis 2028?

Der Bankensektor, einst oft als Sorgenkind der europäischen Wirtschaft betrachtet, zeigt ein bemerkenswertes Comeback. Ein altbekannter Akteur in Deutschland scheint dabei eine Führungsrolle einzunehmen: die Commerzbank. Nach Jahren der Ungewissheit hat sich das Frankfurter Kreditinstitut neu positioniert und schickt sich an, wieder eine zentrale Rolle zu spielen. Doch was bedeutet diese dynamische Entwicklung für Anleger, die entweder bereits investiert sind oder über einen Einstieg nachdenken?

Die Commerzbank Aktie (WKN: CBK100; ISIN: DE000CBK1001) hat seit ihrem Tiefstwert während der Coronakrise 2020 bei etwa 2,80 Euro eine spektakuläre Kursentwicklung hingelegt. Innerhalb von nur fünf Jahren konnte der Wert um über 900 Prozent auf einen neuen Höchstwert von etwa 29 Euro (Stand Juli 2025) ansteigen. Seit dem 27. Februar 2023 ist die Commerzbank Aktie zudem wieder im renommierten DAX gelistet. Derzeit sorgt insbesondere die neue „Strategie Momentum“ für Aufsehen, die hohe Gewinnsteigerungen bis 2028 verspricht.

Was all dies für das Gewinnwachstum in den kommenden Jahren bedeutet und ob sich ein Investment heute noch lohnt, untersuchen wir in unserer umfassenden Commerzbank Aktie Prognose 2025.

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Commerzbank Filiale Fürstenhof in Frankfurt / Commerzbank AG

Commerzbank Aktie: Kennziffern und Symbole

Commerzbank WKN: CBK100; ISIN: DE000CBK1001; Symbol: CBK

Commerzbank Aktienkurs

Die Papiere der Commerzbank AG werden an der Börse in Frankfurt gehandelt. Seit dem 27. Februar 2023 ist die Commerzbank Aktie wieder als DAX-Aktie notiert.

Unternehmensprofil & Geschäftsmodell der Commerzbank: Ein Blick hinter die Kulissen

Die Commerzbank, ein traditionsreicher Name im deutschen Bankenwesen, ist weit mehr als nur eine weitere Bank. Sie ist ein zentraler Akteur für den deutschen Mittelstand und ein wichtiger Partner für Millionen von Privat- und Unternehmerkunden. Ihre Geschichte, die bis ins Jahr 1870 zurückreicht, ist geprägt von kontinuierlicher Entwicklung, aber auch von tiefgreifenden Umwälzungen.

Nach einer turbulenten Phase, die die Fusion mit der Dresdner Bank im Jahr 2009 und das Scheitern eines Zusammenschlusses mit der Deutschen Bank zehn Jahre später umfasste, hat sich die Commerzbank neu positioniert. Seit dem 27. Februar 2023 ist sie sogar wieder Teil des renommierten DAX-Index, ein klares Zeichen ihrer wiedergewonnenen Stärke und Relevanz im deutschen Wirtschaftsgefüge.

Die Säulen des Geschäftsmodells: Privatkunden, Mittelstand und Kapitalmärkte

Das Geschäftsmodell der Commerzbank fußt im Wesentlichen auf drei Hauptsäulen, die eng miteinander verknüpft sind und die Ertragsströme des Instituts speisen.

Privat- und Unternehmerkunden

In diesem Segment verfolgt die Commerzbank eine clevere 2-Marken-Strategie, um den unterschiedlichen Bedürfnissen ihrer knapp 11 Millionen Kunden in Deutschland gerecht zu werden. Die Marke comdirect agiert als leistungsstarke Direktbank und spricht vor allem digitalaffine Kunden mit geringem Beratungsbedarf an. Hier steht die einfache und schnelle Abwicklung von Standardgeschäften wie Kontoführung, Karten und Ratenkrediten im Vordergrund, unterstützt durch innovative digitale Angebote.

Parallel dazu richtet sich die Marke Commerzbank selbst mit ihrem persönlichen Betreuungsangebot künftig verstärkt an vermögende Kunden sowie solche mit höherem Beratungsbedarf. Hier geht es um umfassende, individuelle Lösungen rund um Vermögensaufbau, Finanzierungen und komplexere Anliegen. Diese Strategie ermöglicht es der Bank, sowohl die breite Masse als auch spezialisierte Kundengruppen optimal zu bedienen und gleichzeitig Effizienz durch Digitalisierung und persönliche Nähe durch gezielte Beratung zu verbinden.

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Eine Beraterin und ein Kunde / Commerzbank AG

Firmenkunden

Das Segment Firmenkunden ist das Herzstück der Commerzbank und ihr traditionell stärkstes Standbein. Sie gilt als die führende Bank für den deutschen Mittelstand, der als Rückgrat der deutschen Wirtschaft dient. Die Bank wickelt rund 30 Prozent des deutschen Außenhandels ab und beweist damit ihre tiefgehende Expertise und Vernetzung in diesem Bereich. Das Angebot reicht von klassischen Finanzierungslösungen über Cash-Management-Dienstleistungen bis hin zu komplexen Absicherungsstrategien.

International ist die Commerzbank im Firmenkundengeschäft in circa 40 Ländern vertreten. Hierbei liegt der Fokus auf Kunden mit einem klaren Geschäftsbezug zu Deutschland sowie auf Unternehmen aus ausgewählten Zukunftsbranchen. Dazu zählen beispielsweise Sektoren wie Mobilität, Nachhaltigkeit, Kommunikation, Life Sciences und Investitionsgüter.

Mit der „Mittelstandsbank Direkt“ hat die Commerzbank zudem ein innovatives Direktbankangebot für Unternehmen im deutschen Markt etabliert, das auf schlanke und digitalisierte Produktpaletten setzt. Diese Kombination aus tiefer lokaler Verwurzelung und gezielter internationaler Präsenz macht die Commerzbank zu einem starken Partner für Unternehmen jeder Größe.

mBank S.A.: Der digitale Impulsgeber aus Polen

Ein weiterer wichtiger Pfeiler des Geschäftsmodells ist die polnische Tochtergesellschaft mBank S.A.. Sie ist eine innovative Digitalbank, die rund 5,6 Millionen Privat- und Firmenkunden betreut, vorwiegend in Polen, aber auch in der Tschechischen Republik und der Slowakei. Die mBank gilt als Vorreiter in der digitalen Bankenlandschaft und trägt maßgeblich zur Diversifizierung der Ertragsströme der Commerzbank bei. Trotz der Belastungen durch die Rechtsstreitigkeiten um Schweizer-Franken-Kredite, die in den letzten Jahren das Ergebnis beeinträchtigt haben, bleibt die mBank ein wichtiger Wachstumstreiber und ein Schaufenster für die digitale Innovationskraft der Gruppe.

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Aktuelle Finanzielle Entwicklung & Kennzahlen: Ein Blick auf die jüngsten Ergebnisse

Die Commerzbank hat in den letzten Geschäftsjahren und insbesondere zu Beginn des Jahres 2025 eine bemerkenswerte finanzielle Dynamik entwickelt, die für jeden interessierten Anleger von größter Relevanz ist. Ein tieferer Blick in die jüngsten Zahlen offenbart, wie sich die operative Leistungsfähigkeit, die Effizienz und die robuste Kapitalstärke des Instituts weiter festigen.

Die Finanzperformance in 2023 und 2024: Eine robuste Erholung

Für die Commerzbank markierten die Geschäftsjahre 2023 und 2024 eine Phase der deutlichen finanziellen Erholung und Stabilisierung. Die Bank profitierte spürbar von der Zinswende und konnte ihre Ertragskraft signifikant steigern. Analysten sahen im Jahr 2023 eine erhebliche Steigerung des Konzernergebnisses und erwarteten für 2024 eine Fortsetzung dieses positiven Trends. Diese positive Entwicklung ist auf die konsequente Umsetzung interner Effizienzprogramme und eine verbesserte Ertragslage im Kerngeschäft zurückzuführen, die durch die „Strategie 2024” vorangetrieben wurden.

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Umsatzentwicklung der Commerzbank AG p.a. / FinMent

Q1 2025: Starkes Signal für die Fortsetzung des Aufwärtstrends

Der Start in das Geschäftsjahr 2025 unterstreicht die solide Position der Commerzbank und liefert eindrucksvolle Zahlen zur aktuellen Verfassung des Instituts. Das Operative Ergebnis des Konzerns konnte im ersten Quartal 2025 deutlich auf 1,23 Milliarden Euro gesteigert werden, ein bemerkenswerter Zuwachs gegenüber den 1,08 Milliarden Euro im gleichen Vorjahreszeitraum. Diese Verbesserung spiegelt sich auch im Konzernergebnis wider, das den Commerzbank-Aktionären zugerechnet wird und sich auf 834 Millionen Euro belief, nachdem es im Vorjahresquartal noch 747 Millionen Euro betragen hatte.

Entsprechend stieg das Ergebnis je Aktie auf 0,73 Euro im Vergleich zu 0,62 Euro im ersten Quartal 2024. Das operative Ergebnis je Aktie verbesserte sich ebenfalls von 0,90 Euro auf 1,07 Euro. Die Commerzbank erzielte damit in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres den höchsten Quartalsgewinn seit 2011.

Umsatzentwicklung der commerzbank aktie
Umsatzentwicklung der Commerzbank AG / FinMent

Geschäftserfolge trotz fallendem Leitzins

Bei den Ertragsströmen zeigte sich zwar ein gemischtes, aber insgesamt positives Bild: Der Zinsüberschuss verzeichnete im ersten Quartal 2025 einen leichten Rückgang von 2,13 Milliarden Euro auf 2,07 Milliarden Euro. Dieser Rückgang im Inland war im Wesentlichen auf ein rückläufiges Zinsniveau im Einlagengeschäft zurückzuführen, insbesondere im Segment Privat- und Unternehmerkunden.

Demgegenüber stand ein erfreulicher Anstieg des Provisionsüberschusses um 6,4 Prozent auf 1,01 Milliarden Euro, verglichen mit 951 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Dieser Zuwachs wurde maßgeblich durch ein erfreulich gestiegenes bestands- und umsatzabhängiges Wertpapiergeschäft im Inland sowie positive Effekte aus dem Asset Management und dem Geschäft mit Vorsorgeprodukten getragen. Auch die polnische Tochtergesellschaft mBank trug durch verstärkte Kundenaktivitäten und positive Wechselkurseffekte deutlich zum Wachstum des Provisionsüberschusses bei.

Ein Blick auf das Kostenmanagement

Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich um 8,2 Prozent auf 1.618 Millionen Euro. Haupttreiber dieses Kostenanstiegs waren erhöhte Personalaufwendungen, bedingt durch allgemeine Gehaltserhöhungen und höhere Abgrenzungen für aktienbasierte variable Vergütung, sowie Wachstumsinvestitionen und Wechselkurseffekte bei der mBank.

Trotz dieser gestiegenen Kosten gelang es der Bank, ihre Effizienz weiter zu steigern: Die Cost-Income-Ratio (CIR) ohne Pflichtbeiträge lag bei 52,7 Prozent, eine Verbesserung von den 54,5 Prozent im Vorjahr. Diese Kennzahl zeugt von der anhaltenden Disziplin im Kostenmanagement.

Die Finanzstabilität ist gegeben

Ein zentraler Pfeiler der Bank ist ihre Kapitalausstattung. Die harte Kernkapitalquote (CET-1-Quote) lag zum 31. März 2025 stabil bei 15,1 Prozent, unverändert gegenüber dem Jahresende 2024. Dieser Wert demonstriert eine robuste Kapitalbasis, die komfortabel über den regulatorischen Mindestanforderungen liegt.

Die Bilanzsumme des Commerzbank-Konzerns wuchs zum 31. März 2025 auf 573,7 Milliarden Euro, ein Anstieg um 19,0 Milliarden Euro oder 3,4 Prozent gegenüber dem 31. Dezember 2024. Dieser Zuwachs resultierte insbesondere aus einem Anstieg des Kreditgeschäfts mit mittelständischen und internationalen Kunden sowie Baufinanzierungen und Individualkrediten im Privatkundensegment. Die Verschuldungsquote lag zum 31. März 2025 bei 4,6 Prozent, gegenüber 4,8 Prozent zum Jahresende 2024.

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Frankfurter Skyline mit dem Commerzbank-Tower, Frankfurter Hauptsitz / Commerzbank AG

Ausblick auf Ende 2025: Klare Ziele für die Zukunft

Die Commerzbank hat ihre Prognosen für das Gesamtjahr 2025 bekräftigt, was Anlegern eine klare Orientierung bietet. Sie rechnet weiterhin mit einem Zinsüberschuss von rund 7,8 Milliarden Euro, abhängig von der Entwicklung der Terminzinsen. Der Provisionsüberschuss wird für das laufende Jahr weiterhin um 7 Prozent höher als im Vorjahr erwartet. Das Ziel für die Cost-Income-Ratio im Jahr 2025 bleibt unverändert bei rund 57 Prozent, gesteuert durch aktives Kostenmanagement.

Insgesamt geht die Commerzbank für das Geschäftsjahr 2025 unverändert von einem den Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis in Höhe von rund 2,4 Milliarden Euro aus. Diese Erwartungen sind jedoch weiterhin abhängig von der zukünftigen Entwicklung der Vorsorgen im Zusammenhang mit Baufinanzierungen in Fremdwährung bei der mBank sowie möglichen Belastungen in Russland. Die aufgezeigten Kennzahlen belegen eine solide und sich weiter verbessernde finanzielle Lage, die die Commerzbank für zukünftiges Wachstum positioniert.

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CEO Manfred Knof / Commerzbank AG

Strategie & Zukunftsausrichtung: Kurs auf nachhaltiges Wachstum

Die 2021 eingeleitete „Strategie 2024“ war ein umfassendes Transformationsprogramm mit dem klaren Ziel, die Ertragsfähigkeit der Bank nachhaltig zu verbessern und ihre Eigenständigkeit am deutschen Bankenmarkt zu sichern.

Wesentliche Teile dieser Restrukturierung sind inzwischen weitgehend abgeschlossen und haben bereits die erhoffte Wirkung gezeigt. Dies umfasste insbesondere einen signifikanten Stellenabbau sowie die Anpassung und Optimierung des heimischen Filialnetzes, das von ursprünglich 1.000 Filialen auf eine neue Zielgröße von 400 Filialen reduziert wurde. Auch die Entnahme von Komplexität aus der Organisation stand im Fokus dieser Strategie.

Die Fortschritte zeigten sich bereits deutlich in den positiven Geschäftszahlen der vergangenen Jahre und untermauerten die Fähigkeit der Bank, ihre Ziele zu erreichen und ihre Kostenbasis zu straffen.

Commerzbank Aktie Prognose 2030: "Strategie Momentum"

Mit der neuen „Strategie Momentum“, die bis zum Jahr 2028 ausgerichtet ist, setzt die Commerzbank ihren Kurs der Transformation fort und schlägt ein neues Kapitel auf. Diese weiterentwickelte Strategie zielt darauf ab, die Bank noch fitter für die Zukunft zu machen und die Profitabilität weiter zu steigern.

Ein Kernaspekt dieser Strategie ist die verstärkte Nutzung künstlicher Intelligenz (KI) in verschiedenen Geschäftsbereichen. So können sich beispielsweise erste Nutzer in der Commerzbank-Banking-App seit Kurzem von einem Avatar, der virtuellen Assistentin Ava, bei Bankgeschäften unterstützen lassen. Ava hilft bei Serviceanliegen, der Kontoverwaltung und beantwortet Fragen zu Commerzbank-Produkten.

Im Firmenkundenbereich hat die Bank die Umsetzung ihrer Digitalisierungsstrategie für Capital-Markets-Plattformen erfolgreich fortgesetzt, wobei KI-basierte Technologien bei Pricing und Beratung eine zunehmend bedeutende Rolle einnehmen. Ende März 2025 wurde zudem ein neues, selbstentwickeltes KI-basiertes Tool namens „Fraud AI“ eingeführt. Dieses Tool zielt darauf ab, betrügerische Aktivitäten automatisiert zu erkennen, schneller darauf zu reagieren und somit Verluste zu reduzieren. Durch automatisierte Betrugshinweise wird die Effektivität gesteigert, und das Tool trägt auch zur Erfüllung regulatorischer Anforderungen bei, indem es wegweisend für die Echtzeit-Betrugserkennung und -bekämpfung ist.

Neben dem verstärkten Einsatz von Technologie und KI liegt ein weiterer strategischer Schwerpunkt auf dem Ausbau des Plattformangebots, insbesondere für Firmenkunden sowie institutionelle Kunden. Diese Investitionen in digitale Lösungen und Plattformen sollen die Kundenbeziehungen vertiefen und neue Wachstumspotenziale erschließen.

Die Strategie Momentum wird auch in den Zielen für die Profitabilität sichtbar. Die Bank strebt weiterhin eine hohe operative Eigenkapitalrendite und eine effiziente Kosten-Ertrags-Struktur an, wie auch die in der Finanzentwicklung bereits gezeigten Verbesserungen in der Cost-Income-Ratio unterstreichen. Die kontinuierliche Optimierung der internen Prozesse und die Nutzung technologischer Innovationen sind dabei die zentralen Hebel, um diese Ziele zu erreichen.

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Dr. Bettina Orlopp and Dr. Manfred Knof posieren vor dem Bullen an der Frankfurter Börse / Commerzbank AG

Konjunkturelle Entwicklungen und Zinspolitik: Die externen Steuerungsgrößen

Die gesamtwirtschaftliche Situation, sowohl national als auch global, bleibt ein entscheidender Einflussfaktor für die Commerzbank. Die Aussichten für die Weltwirtschaft haben sich in den vergangenen Wochen eingetrübt, insbesondere aufgrund massiver Zollerhöhungen für Importe in die USA, die die Weltwirtschaft spürbar belasten dürften. Dies könnte die Erholung der Wirtschaft in Deutschland trotz zuletzt leichter Aufhellung der Unternehmensstimmung noch etwas verzögern.

Folglich wurde die Wachstumsprognose für Deutschland für 2025 von 0,2 auf 0,0 Prozent gesenkt. Auch die Wirtschaft in anderen Euroländern und in China dürfte unter diesen Entwicklungen leiden. Eine stärkere Teuerung in den USA könnte zudem den privaten Verbrauch belasten. Ein gravierender wirtschaftlicher Abschwung birgt stets das Risiko eines Rückgangs des Kreditvolumens und schlimmstenfalls von Kreditausfällen.

Die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) spielt ebenfalls eine zentrale Rolle. Aktuell profitieren die Renditen von der Aussicht auf weiter sinkende Leitzinsen, da die EZB angesichts einer weiterhin schwachen Konjunktur und einer sich ihrem Ziel annähernden Inflationsrate ihre Leitzinsen wohl noch weiter senken wird. Im weiteren Jahresverlauf dürfte sie aber angesichts der von den Handelskonflikten ausgehenden Inflationsgefahren eher wieder zulegen, wobei zum Jahresende 2025 eine Rendite von 2,6 Prozent erwartet wird. Veränderungen der Leitzinsen haben direkte Auswirkungen auf den Zinsüberschuss der Bank.

Kapitalmanagement & Aktionärsvergütung

Für Investoren ist das Kapitalmanagement und die Politik der Aktionärsvergütung einer Bank von zentraler Bedeutung, denn sie geben Aufschluss über die finanzielle Disziplin und die Bereitschaft, Aktionäre am Erfolg zu beteiligen. Die Commerzbank hat in den letzten Jahren eine klare Strategie in diesem Bereich verfolgt und wichtige Meilensteine erreicht, die Vertrauen schaffen sollen.

Die Rückkehr der Dividenden und Aktienrückkäufe: Ein starkes Signal

Nach einer längeren Phase, in der Dividendenzahlungen ausgesetzt oder stark eingeschränkt waren, hat die Commerzbank die Rückkehr zu einer aktiven Aktionärsvergütung eingeläutet. Dies ist ein entscheidender Indikator für die wiedererlangte finanzielle Stärke des Instituts.

Für das Geschäftsjahr 2024 hat die Bank ein umfassendes Kapitalrückgabeprogramm erfolgreich abgeschlossen. So beendete die Commerzbank Aktiengesellschaft Ende März 2025 ihr drittes Aktienrückkaufprogramm, bei dem 18 Millionen eigene Aktien im Volumen von rund 400 Millionen Euro zurückgekauft wurden. Zusammen mit einem früheren Rückkauf erwarb die Bank im Rahmen der Kapitalrückgabe für das Geschäftsjahr 2024 eigene Aktien im Volumen von insgesamt rund 1 Milliarde Euro. Insgesamt werden rund 1,73 Milliarden Euro, was 71 Prozent des Nettoergebnisses entspricht, an die Aktionäre zurückgegeben. Ergänzend dazu wurde im Mai eine Commerzbank Dividende 2025 in Höhe von 65 Cent je Aktie ausgeschüttet, was fast einer Verdopplung der Dividende im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Wann zahlt Commerzbank Dividende 2026? Die nächste Dividende kann im Mai des nächsten Jahres wieder erwartet werden. Analysten prognostizieren hierfür eine Dividende von 0,85 Euro pro Aktie. Bei einem Aktienkurs von 28 Euro (Stand: Juli 2025) entspräche dies einer Dividendenrendite von etwa 3 Prozent. Angesichts möglicher weiterer Steigerungen in den Folgejahren könnte sich die Dividendenrendite bis ins Jahr 2027 sogar auf über 4 Prozent erhöhen, sofern die Aktie zum heutigen Kurs ins Portfolio aufgenommen wurde. Diese Entwicklung spielt für die Commerzbank Aktie Prognose langfristig eine wichtige Rolle.

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Bernhard Spalt, Christiane Vorspel, Michael Kotzbauer, Dr. Bettina Orlopp, Carsten Schmitt, Thomas Schaufler, Sabine Mlnarsky Hauptversammlung 2025 / Commerzbank AG

Commerzbank Aktie Bewertung

Im Bankensektor werden traditionell bestimmte Bewertungskennzahlen herangezogen, um die finanzielle Attraktivität eines Instituts zu beurteilen. Dazu gehören insbesondere das Kurs-Buchwert-Verhältnis (P/BV) und das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV). Historisch gesehen bewegte sich die Commerzbank-Aktie mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von etwa 0,44x. Aufgrund der zuletzt starken Kursentwicklung ist diese Kennzahl nun auf 1,09x gestiegen. Dies ist die höchste Bewertung, die die Commerzbank hier je erreicht hat. Einerseits spiegelt dies die positiven Erwartungen der Anleger wider, andererseits stellt es einen deutlichen Risikofaktor dar, sollte es zu unerwarteten ungünstigen wirtschaftlichen oder unternehmensinternen Entwicklungen kommen.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis, das die Erwartungen an zukünftige Gewinne im Verhältnis zum aktuellen Aktienkurs widerspiegelt, lag langfristig bei einem Mittelwert von etwa 10. Auf Basis des Jahresgewinns 2024 notiert die Aktie aktuell bei einem KGV von 12. Da Analysten für das Geschäftsjahr 2026 eine Gewinnsteigerung auf etwa 2,90 Euro je Aktie erwarten, liegt das zukünftige KGV bei etwa 9,6. Insgesamt deuten beide Bewertungskennzahlen auf einen hohen Preisaufschlag hin, den man für die Commerzbank-Aktie bezahlen muss.

Hier gilt es allerdings auch zu beachten, dass die Zukunftsaussichten aufgrund der Momentum-Strategie für Anleger aktuell besonders attraktiv aussehen und eine solche Bewertung durchaus rechtfertigen können – sollte diese, wie auch die vorherige Strategie, erfolgreich durchgeführt werden.

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Analystenmeinungen und Kursziele der Commerzbank Aktie

Commerzbank Aktie Prognose Übersicht

13 Analysten haben ein ihre Kursziele für die an der Xetra gelisteten Commerzbank Aktie (Ticker: CBK) herausgegeben. Dabei lag das durchschnittliche Commerzbank-Kursziel der Analysten bei 26,51 €. Damit liegt es -5,6% unter dem aktuellen Aktienkurs. Das oberste Kursziel sehen Analysten bei 32.00 € (+13,92% höher), das unterste bei 21 € (-25,24% niedriger).

7 Analysten empfehlen Commerzbank zum Kauf, 5 zum Halten und 1 Analyst zum Verkauf.

Die Daten zeigen bei den Großbanken nur geringe Schwankungen zwischen den Kurszielen und Empfehlungen. Zum Beispiel gibt die Deutsche Bank Research die Einstufung Kaufenfür die Commerzbank Aktie ab, mit einem Preis-Ziel von 29 Euro. Im Gegensatz dazu gab das Analysehaus Goldman Sachs eine neutrale Empfehlung zum Halten der Aktie mit einem Preis-Ziel von 27,30 Euro aus.

Commerzbank Aktie: Basisdaten

Fazit: Commerzbank Prognose 2025

Die Commerzbank AG hat in den letzten Jahren einen bemerkenswerten Transformationsprozess durchlaufen, der sie von einem tiefen Tal zu einer wiedererstarkten Kraft im deutschen Bankensektor geführt hat. Die erfolgreiche Rückkehr der Commerzbank in den DAX im Februar 2023 war nicht nur ein symbolträchtiger Moment, sondern auch das Ergebnis einer stringent umgesetzten „Strategie 2024“. Diese umfassende Restrukturierung, geprägt von Effizienzsteigerungen und einer Konzentration auf die Kernkompetenzen, hat die Bank operativ und finanziell stabilisiert.

Mit der nun initiierten „Strategie Momentum“ bis 2028 betritt die Commerzbank die nächste Stufe ihrer Transformation. Hier liegt der Fokus nicht nur auf dem fortgesetzten Effizienzstreben, sondern auch auf der intensiven Integration von Künstlicher Intelligenz in zentrale Geschäftsprozesse, vom Kundenservice bis zur Betrugserkennung. Solche Investitionen in zukunftsweisende Technologien sind entscheidend, um im Wettbewerb bestehen zu können und neue Ertragsquellen zu erschließen.

Für Anleger signalisiert dies eine Bank, die nicht in alten Mustern verharrt, sondern aktiv an ihrer zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit arbeitet. Der Erfolg dieser Strategie wird maßgeblich bestimmen, ob die Commerzbank ihre ehrgeizigen Gewinnziele von rund 2,4 Milliarden Euro für 2025 erreichen und die prognostizierten Steigerungen bis 2028 realisieren kann.

Commerzbank Aktien kaufen oder nicht?

Doch wie bei jedem Investment im Bankensektor sind auch bei der Commerzbank Einflussfaktoren und Risiken genau zu beleuchten. Die Bank ist weiterhin von makroökonomischen Entwicklungen und der Zinspolitik der EZB abhängig, deren jüngste Andeutungen von Zinssenkungen das Wachstumstempo des Zinsüberschusses zukünftig beeinflussen könnten. Zudem bleiben die rechtlichen Auseinandersetzungen rund um die Schweizer-Franken-Kredite der mBank sowie die Risiken aus den Russland-Engagements zwar durch Vorsorgen abgedeckt, stellen aber potenzielle Belastungsfaktoren dar, deren Entwicklung genau zu verfolgen ist.

Die Bewertung der Aktie, die mit einem KBV von 1,09x und einem KGV von 12 aktuell höher notiert als in ihrer historischen Bandbreite, spiegelt einerseits die gestiegenen Erwartungen wider, birgt andererseits aber auch das Risiko einer Korrektur, sollte die operative Umsetzung der Strategie hinter den Erwartungen zurückbleiben.

In Anbetracht dieser Tatsachen erscheint das Chancen-Risiko-Verhältnis für die Commerzbank-Aktie nicht besonders überzeugend. Aufgrund der dennoch vielversprechenden Strategie, Ausblicke und Prognosen können Rücksetzer hier jedoch als kaufenswerte Gelegenheiten erweisen.

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Quellenangaben:

https://investor-relations.commerzbank.com
/de/quartalsergebnisse

www.marketscreener.com/

www.reuters.com

www.bloomberg.com

www.bundesbank.de

Bildquelle(n): Commerzbank AG, shutterstock, FinMent

Inhalte: FinMent

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Hinweis auf Interessenkonflikte: Bitte beachten Sie, dass die hier präsentierten Informationen keine Anlageberatung darstellen. Jegliche Investitionsentscheidungen, die auf diesen Informationen beruhen, geschehen auf eigenes Risiko. Der Autor empfiehlt, vor jeder Investition unabhängige Beratung einzuholen oder eigenverantwortlich zu handeln. Es besteht die Möglichkeit, dass der Autor in die besprochenen Wertpapiere investiert ist oder investieren möchte.

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