Lufthansa Aktie Prognose 2022: Unternehmen, Quartalszahlen und Kursziel

Lufthansa Aktie Prognose 2022: Unternehmen, Quartalszahlen und Kursziel

Die Lufthansa Group beziehungsweise Deutsche Lufthansa AG ist ein in Köln ansässiges Luftfahrtunternehmen, das zu den weltweit führenden Fluggesellschaften zählt. Der Konzern beherbergt über 550 Lufthansa-Tochterunternehmen und Beteiligungen, darunter die Bereiche Airlines, Luftfrachtunternehmen, Technik, Catering sowie Schulungszentren für Piloten und Flugbegleiter.

Der Kurs der Lufthansa-Aktie (WKN: 823212, ISIN: DE0008232125) hat pandemiebedingt, wie auch vor dem Hintergrund des Ukraine-Russland-Konflikts stark mit Problemen zu kämpfen. Der ver.di-Streik Ende Juli sorgte für zusätzliche Unsicherheiten bei den Anlegern und drückte das Wertpapier der Kranich-Airline unter 6 Euro.

Die positiven Quartalszahlen schieben den Kurs jedoch langsam in Richtung Süden. Wie schätzen Analysten die aktuelle Situation ein und welche Kursziele werden für die Prognose 2022 erwartet?

Lufthansa Aktie

WKN: 823212, ISIN: DE0008232125, Ticker-Symbol: LHA

Lufthansa Aktienkurs

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Airbus Lufthansa © Pit Karges, pixabay

Ver.di Bodenpersonal Warnstreik

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat Ende Juli (von 27.07.2022 bis 28.07.2022) rund 20.000 Mitarbeiter, die in am Boden stationierten Einrichtungen der Flughäfen: Frankfurt, Düsseldorf, Köln, Hamburg, München, Berlin und Hannover etc., beschäftigt sind, zu einem Warnstreik aufgerufen. Infolge mussten mehr als 1.000 Flüge gestrichen werden und insgesamt mehr als 130.000 Passagiere wurden dadurch betroffen.

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Flughafen, Flugausfall / © Jan Vašek, pixabay

Das Bodenpersonal, dazu gehören Schalterpersonal, Flugzeugtechniker, Logistiker usw., forderten vom Luftfahrt-Konzern eine spürbare Lohnerhöhung von bis zu 26 Prozent. Die steigende Inflationsrate und hohe Belastung sind die größten Treiber des Streiks.

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Bodenpersonal, Baggage / © Bonnie Henderson, pixabay

Anfang August vereinbarten Lufthansa und die ver.di Gewerkschaft eine deutliche Gehaltserhöhung für rund 20.000 Mitarbeiter des Bodenpersonals. Bis zum Juli 2023 sollen alle betroffene Mitarbeiter eine Lohnerhöhung von mindestens 377 Euro bis zu 498 Euro monatlich bekommen und der Mindestlohn für die unteren Gehaltsgruppen soll 13 Euro betragen.

Dem Beispiel des Bodenpersonals folgend plant auch die für Piloten und Kabinenpersonal zuständige Gewerkschaft, Vereinigung Cockpit (VC), einen unbefristeten Streik. Das bedeutet, das der Streik erst nach Erfüllung der Bedingungen zum erliegen kommen würde. VC fordert von dem Luftfahrt-Konzern 5,5 Prozent mehr Gehalt für das Jahr 2022 und einen Inflationsausgleich ab dem Jahr 2023. Zum letzten Punkt hat sich der Konzern noch nicht geäußert. Sind sich die beide Parteien nicht einig, so ist ein weiterer Streik jederzeit und unbefristet möglich.

Deutsche Lufthansa AG: eine Fluggesellschaft im Überblick

Die wesentliche Geschäftstätigkeit der Lufthansa AG ist die Durchführung internationaler und nationaler Passagier- und Frachtlinienflüge. Dazu gehören auch Geschäftsfelder wie Technik, Instandhaltung, IT-Service (Lufthansa Systems GmbH & Co. KG), Logistik sowie Catering.

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Airport, Flugzeug, Lufthansa / © Mr_Worker, pixabay

Zu den zahlreichen Tochtergesellschaften beziehungsweise Marken der Lufthansa gehören die Fluglinien Lufthansa, Eurowings, SWISS und Austrian Airlines. Die Lufthansa AG hält Beteiligungen an Unternehmen wie Brussels Airlines, JetBlue und SunExpress. Im internationalen Frachtlinienverkehr ist die Lufthansa AG führend.

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Tochtergesellschaften der Lufthansa Group / © Lufthansa Group

Wesentliche Beteiligungen der Lufthansa Group (nach Kapitalanteil)

  • Air Dolomiti S.p.A. Linee Aeree Regionali Europee, Italien – 100%
  • AirTrust AG, Zug, Schweiz – 100%
  • Austrian Asset Holding GP S.à r.l., Luxemburg – 100%
  • Brussels Airlines SA/NV, Brüssel, Belgien – 100%
  • Edelweiss Air AG, Zürich, Schweiz – 100%
  • Global Brand Management AG, Basel, Schweiz – 100%
  • Swiss International Air Lines AG, Basel, Schweiz – 100%

Geschichte und Entwicklung der Lufthansa als Unternehmen

Die heutige Lufthansa ist im Jahr 1953 gegründet worden. Die Historie des Unternehmens lässt sich jedoch zurückverfolgen bis ins Jahr 1924, als der Name (damals noch Luft Hansa) erstmals verwendet wurde. Der Name wurde gebraucht für eine geplante neue Fluggesellschaft im Zuge der Einweihung der Flugstrecke von Dresden nach München durch die Vorgänger-Gesellschaft Junkers.

Die Junkers Luftverkehrs AG und die Deutscher Aero Lloyd AG schlossen sich 1926 zur Luft Hansa AG (alte Schreibweise) mit Hauptsitz in Berlin zusammen. Zum Ende des zweiten Weltkriegs wurde der Flugverkehr eingestellt, bevor das Unternehmen 1951 endgültig liquidiert wurde.

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Die gegenwärtige Deutsche Lufthansa AG wurde 1953 als LUFTAG (Aktiengesellschaft für Luftverkehrsbedarf) ins Leben gerufen und nach dem Rechte-Erwerb am Namen 1954 in Deutsche Lufthansa AG umbenannt. Nach Wiedererlangung der Lufthoheit durch die Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1955 nahm dieses Lufthansa-Unternehmen den Linienflugverkehr auf. Bis 1963 verblieb das Unternehmen fast vollständig in Staatsbesitz. Seit dem Jahr 1997 ist die Lufthansa vollumfänglich privatisiert.

Im Verlauf der 1990er Jahre baute die Lufthansa ihre Geschäftsbereiche stark aus und führt zahlreiche Geschäftsfelder als eigenständige Tochtergesellschaften. Heute ist die Deutsche Lufthansa AG ein global führender Anbieter im Luftverkehr sowie in luftverkehrsnahen Dienstleistungen.

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Lufthansa Station Frankfurt / © Lufthansa Group

Umsatz der Lufthansa AG nach der Geschäftsfelder

Der Umsatz des Unternehmens entfällt zu etwa 45,8 Prozent auf die Netzwerk-Airlines, 4,9 Prozent entfallen auf Eurowings, 22,4 Prozent des Umsatzes werden mit Logistik-Leistungen erzielt, 18,5 Prozent entfallen auf den Geschäftsbereich Technik. Das Catering trägt zu etwa 6,5 Prozent zum Umsatz bei. Etwa 2 (1,9) Prozent des Umsatzes lassen sich unter Sonstiges subsumieren.

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Längste Non-Stop-Flug der Lufthansa: Hamburg - Falklandinseln / @ Lufthansa Group

Stabilisierungsmaßnahmen, Kapitalerhöhungen und revolvierende Kreditlinie

Die Luftfahrt-Branche ist durch die Restriktionen und Reisebeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Epidemie massiv in Mitleidenschaft gezogen worden. Alleine im dritten Quartal 2020 musste die Lufthansa Group Verluste in Höhe von 1,3 Milliarden Euro feststellen.

Zur Abfederung der Auswirkungen sah sich die Lufthansa veranlasst, Staatshilfen in Anspruch zu nehmen. Dies geschah vorwiegend im Rahmen von Krediten und Stabilisierungsmaßnahmen. Die Lufthansa AG hatte im Juni 2021 mit dem WSF (Wirtschaftsstabilisierungsfonds) der BRD sowie den Regierungen von Belgien, Österreich und der Schweiz entsprechende Maßnahmen ausgehandelt, damit die Solvenz des Unternehmens erhalten bleibt. Somit war der Staat der größte Aktionär der Lufthansa Group.

Der WSF erklärte sich bereit, stille Beteiligungen von 5,5 Milliarden Euro zu leisten. Dabei werden 4,5 Milliarden Euro gemäß der HGB- und IFRS-Vorschriften als Eigenkapital bezeichnet (Stille Beteiligung I), während 1 Milliarde Euro als Fremdkapital eingestuft wird (Stille Beteiligung II).

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Deutsche Lufthansa AG, Hauptversammlung / © Lufthansa Group

Im Rahmen einer starken Kapitalerhöhung, beschlossen auf der Hauptversammlung 2021, hat die Lufthansa den in Anspruch genommenen Betrag der Stillen Beteiligung I in Höhe von 1,5 Milliarden Euro vollständig zurückgezahlt. Ebenso wurde die Stille Beteiligung II in Höhe von 1 Milliarde Euro vollständig zurückgezahlt. Der nicht beanspruchte Restbetrag der Stillen Beteiligung I in Höhe von 3 Milliarden Euro wurde im November 2021 gekündigt, nachdem weitere Fortschritte in der operativen Erholung erzielt werden konnten.

Somit zahlte Lufthansa im November 2021 alle Kredite und Stillen Beteiligungen im Rahmen der staatlichen Finanzhilfe vorzeitig zurück. Der daraus resultierende Verschuldungsgrad soll künftig auf ca. 13,6 Prozent zurückgehen.

Im April 2022 erhielt der Konzern die erste revolvierende Kreditlinie in Höhe von 2 Mrd. Euro, die die Liquidität der Fluggesellschaft erhöhen und ihre Bilanzstruktur weiter stärken soll.

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Flugzeug, deutsche Lufthansa / © Alexa, pixabay

Neue Partnerschaft mit Shell plc.

Lufthansa Group und Shell plc. planen eine strategische Kooperation: beide Konzerne beabsichtigen in den Jahren 2024 bis 2030 den nachhaltigen Flugkraftstoff SAF (Sustainable Aviation Fuel) einzusetzen. Die Gesamtliefermenge soll 1,8 Mio. Tonnen umfassen. Diese Partnerschaft wäre „eine der bedeutendsten kommerziellen SAF-Kooperationen im Luftverkehrssektor und zugleich das bisher größte SAF-Engagement beider Unternehmen.“, berichtete Lufthansa Anfang August.

Dem Luftfahrt-Konzern bringt das mehr Attraktivität und Nachhaltigkeit, obwohl Lufthansa nicht die erste Fluggesellschaft ist, die SAF nutzen wird. British Airways setzt bereits seit November 2021 zu 35 Prozent auf SAF-Anteil im Flugkraftstoff.

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Lufthansa AG und Shell plc. / © Lufthansa AG

Weitere Partner des Luftkonzerns:

  • Mietwagen Partner: Europcar, Hertz, SIXT
  • Unterkunft: Booking.com
  • Premium Road: Grüne Radler und Gelbe Radler, KOINÈ SpA (Logistik)
  • etc.

Lufthansa-Aktie und ihre Besonderheiten

Die Lufthansa-Aktie wurde erstmals im Jahr 1966 an der Börse gehandelt. Dabei hielt der Staat die Mehrheit. Im Verlauf der 1990er wurde der Aktien-Anteil der öffentlichen Hand auf 34 Prozent reduziert. Die Lufthansa-Aktie ist in Frankfurt (Main) an der Börse notiert und kann ebenfalls über die Xetra Börse online gehandelt werden.

Seit Ende der 80er bis zum Juni 2020 befand sich der Konzern im DAX. Aufgrund der Corona-Krise geriet der Konzern in eine extrem unrentable Lage, sodass nach fast 32 Jahren die Lufthansa aus dem deutschen Aktien-Leitindex in den MDAX abrutschte.

Die größte Aktien-Anteil an der Lufthansa-Aktie entfiel auf die Bundesrepublik Deutschland, so dass der Staat der größte Aktionär der Lufthansa Group war. Nun im Juli 2022 hat sich die Aktionärsstruktur der Group geändert. Der Logistikunternehmer, Klaus-Michael Kühne, stockte seine Anteile an der Fluggesellschaft von 10 Prozent auf rund 15 Prozent auf und wurde somit der größte Aktionär der Lufthansa AG.

Die fünf größten Aktionäre der Lufthansa Aktie:

  • Klaus-Michael Kühne – 15%
  • BRD – 9,98%
  • Amundi Asset Management SA (Investment Management) – 2,81%
  • Estate of Heinz Hermann Thiele – 2,10%
  • Norges Bank Investment Management – 1,33%

Die Lufthansa-Aktien sind als vinkulierte Namens-Aktien im Umlauf. Dadurch ist eine Kontrolle des Kreises der Aktien-Inhaber möglich. Grundlage ist das seit 1997 Anwendung findende Luftverkehrsnachweissicherungsgesetz. Demnach darf der Anteil der Aktien-Inhaber, die keine EU-Bürger sind oder (als juristische Personen) keinen Sitz in der EU haben nicht 50 Prozent des Gesellschaftskapitals überschreiten.

Lufthansa-Aktie und ihre längerfristige Entwicklung

In der Vergangenheit war der Kurs der Lufthansa-Aktie von einem jahrelangen Aufwärtstrend geprägt, der in einem enormen Kursanstieg zwischen Ende 2016 und Ende 2017 gipfelte. Die Kursziele der gängigen Analysen wurden in diesem Zeitraum immer wieder übertroffen. In diesem Zeitabschnitt konnte der Kurs der Lufthansa-Aktie von unter 7 Euro auf über 22 Euro zulegen. Es folgte ein längerer Abwärtstrend, der Anfang Oktober 2020 seine Talsohle bei einem Kurs von nur noch knapp über 5 Euro fand, womit das Kursziel der meisten Analysten unterschritten wurde. Von dem Allzeithoch im Januar 2018 bis zum August 2022 betrug der Kursrückgang bittere 70 Prozent.

Seit Ende Dezember 2021 konnte der Kurs der Lufthansa-Aktie jedoch wieder merklich zulegen, was nach einigen Analysten-Meinungen wieder Grund für Optimismus und ein höheres Kursziel der Wertpapiere bietet.

Im Februar 2022 betrug der Kurs knapp 8 Euro je Aktie. Der Ukraine-Russland-Konflikt und die daraus folgenden Sanktionen des Luftraums schwächten den Aktienkurs um weitere 30 Prozent (So kostete die Aktie nur noch etwas mehr als 5 Euro). Die Kursentwicklung befindet sich in einem Seitwärtstrend und steht aktuell bei knapp 6 Euro je Aktie.

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Fluggesellschaft Lufthansa / © Lufthansa AG

Lufthansa-Aktie und die Dividende

Grundsätzlich kommt es auf der jährlichen Aktionärs Hauptversammlung der Lufthansa zum Beschluss der Lufthansa-Dividende. Diese wird als Gewinnbeteiligung an die Aktionäre ausgeschüttet. Der Vorstand, Carsten Spohr, schlägt die Dividendenhöhe vor, bevor die Anleger in der Hauptversammlung typischerweise mit einfacher Mehrheit dem Dividendenbeschluss zustimmen. Sämtliche Anleger, die zu diesem Zeitpunkt investiert sind in die Lufthansa-Aktien erhalten in Abhängigkeit ihrer Stückzahl eine entsprechende Lufthansa-Dividende. Die Höhe der Lufthansa-Dividende ist erheblich von der jeweiligen Geschäftsentwicklung abhängig.

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Vorstandsvorsitzende Carsten Spohr bei digitaler Hauptversammlung / © Lufthansa Group

Grundsätzlich sah die Dividendenpolitik der Lufthansa seit 2019 vor, 20 bis 40 Prozent des Unternehmensgewinns (bereinigt) auszuschütten. In der Praxis zahlte die Lufthansa 2020 und 2021 keine Dividende. Dies hängt mit den Einbußen des Unternehmens im Zuge der Covid-19-Pandemie zusammen, die zahlreiche Fluggesellschaften hart traf.

Zur Gewährleistung seiner Solvenz nahm der Konzern Stabilisierungsmaßnahmen in Anspruch. Dies schließt eine Dividendenzahlung an Aktien-Inhaber aus. Da die finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber dem Staat nun erfüllt sind, dürfen sich die Anleger 2024 wieder an Dividendenzahlungen erfreuen.

Deutsche Lufthansa AG: Basisdaten

Lufthansa Aktie Prognose und Quartalszahlen 2022

Anfang August präsentierte die Lufthansa AG die positive Quartalszahlen. Der operative Gewinn im zweiten Quartal beträgt 393 Millionen Euro. Und das trotzt der Entschädigungszahlung von 158 Millionen Euro an die Lufthansa Kunden aufgrund von Streik bedingten Flugausfällen. Die Adjusted EBIT-Marge stieg von minus 25,8 Prozent im Vorjahr auf positive 4,6 Prozent.

Trotz der steigenden Inflationsrate ist die Nachfrage nach der Fluggesellschaftsdienstleistung enorm gestiegen und beträgt durchschnittliche 80 Prozent, fast wie vor der Corona-Pandemie (2019 – 83 Prozent).

Positive Entwicklungen im operativen Bereich und die revolvierende Kreditlinie bilden ein Liquiditätsniveau von 11,4 Milliarden Euro, was deutlich über dem Zielkorridor von 6 bis 8 Milliarden Euro liegt.

Positiv ist es auch, dass Lufthansa AG ihre Schulden vor dem BRD vorzeitig und vollständig abbezahlt hat und gleichzeitig gelang es der Gesellschaft die Adjusted Free Cash Flow bis zu 2,9 Milliarden Euro zu steigern. Somit sank die Nettoverschuldung von 9 Milliarden Euro auf ca. 6,4 Milliarden.

Die positiven Quartalsergebnisse hoben den Aktienkurs auf plus ca. 7 Prozent. Allerdings fallen die Analysten-Meinung durchmischt aus. Von 16 aktuellen Einschätzungen fallen nur 4 positiv aus, während die Mehrheit der Analysten (8) neutral eingestellt ist und weitere 4 den Verkauf der Wertpapiere empfehlen.

Deutsche Bank AG sieht das Kursziel bei nur 8 Euro und empfiehlt die Lufthansa Aktie zu halten, während Bernstein Research ein Kursziel von 4,75 Euro bei einer „Sell“-Einstufung angegeben hat. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 6,53 Euro je Aktie. Bei günstigem Einstieg ist jedoch eine mittelfristig lukrative Wertentwicklung der Wertpapiere möglich.

Hauptbildquelle: pixabay

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