Allianz Aktie Prognose 2024: Eine Dividenden-Aktie für jedes Depot?

Allianz Aktie: Zuverlässige Gewinne oder doch zu hohe interne Herausforderungen?

Sie sind auf der Suche nach einer Dividenden-Aktie, die ihre Ausschüttung an die Aktionäre in den letzten 10 Jahren um durchschnittlich 10 Prozent erhöht hat und in den letzten 5 Jahren auch noch eigene Aktien im Wert von 11,5 Milliarden Euro zurückgekauft hat? 

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Dann sollten Sie sich die Allianz-Aktie (WKN: 840400; ISIN: DE0008404005, Ticker-Symbol: ALV) näher anschauen. Die Allianz zählt zu den Versicherungs-Aktien und gilt als solides Investment, das bei einem Aktienkurs von 266 EUR mit einer Dividendenrendite von 5,7 Prozent überzeugt. Zudem läuft bereits ein weiteres Aktienrückkaufprogramm.

Investoren und Anleger fragen sich nun: Ist jetzt der richtige Einstieg, um in Dividenden-Aktien, wie die Allianz SE an der Börse zu investieren? Ob eine Allianz Aktie einen Mehrwert für Ihr Portfolio bietet, erfahren Sie in dieser Aktienanalyse.

Allianz Aktie: Kennziffern und Symbol

WKN: 840400; ISIN: DE0008404005, Ticker-Symbol: ALV, Index: DAX

Allianz Aktienkurs

Verstehen Sie Ihr Investment: Das Geschäftsmodell der Allianz

Unternehmensprofil: Wer oder was ist Allianz?

Die Allianz Gruppe: Ein Name, der in der Welt der Finanzdienstleistungen herausragt. Sie ist nicht nur die Nummer eins unter den Versicherungsmarken weltweit, sondern auch ein Symbol für solide Finanzstärke und Vertrauen. Im Jahr 1890 in Berlin gegründet und seit 1949 mit Firmensitz in München hat sich die Allianz als ein global führender Anbieter von Versicherungen etabliert und dient als sicherer Hafen für über 122 Millionen Kunden in mehr als 70 Ländern. Über 159.000 engagierte Mitarbeiter bilden das Rückgrat dieser Institution. Sie leben die Firmenphilosophie: „We secure your future“.

Allianz weg durch historie garten Hauptgebäude in München
Allianz Hauptgebäude München / Allianz

Wie verdient die Allianz Geld?

Das Geschäftsmodell der Allianz basiert auf dem Prinzip der kollektiven Risikoübernahme. Dies bedeutet, dass alle Versicherungsnehmer regelmäßig Prämien zahlen, die in einen zentralen Topf fließen. Diese Einnahmen dienen als stabile und vorhersehbare Einkommensquelle für das Unternehmen. Im Falle eines Schadens wird die entsprechende Summe aus diesem Topf an den betroffenen Versicherungsnehmer ausgezahlt. Dieses System bietet nicht nur Schutz für die Versicherten, sondern stellt auch sicher, dass die Allianz die Mittel hat, um Schadensansprüche und Betriebskosten zu decken.

Ein weiterer wichtiger Aspekt im Einnahmemodell der Allianz sind die Kapitalerträge. Die eingenommenen Prämien werden nicht nur als Sicherheitspuffer gehalten, sondern auch in verschiedene Finanzinstrumente wie Anleihen, Aktien und Immobilien investiert. Diese Investitionen generieren zusätzliche Einnahmen durch Zinsen, Dividenden und Kapitalgewinne, was die Rentabilität des Unternehmens steigert.

Schließlich sind die versicherungstechnischen Erträge ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Allianz. Diese Erträge entstehen aus der Differenz zwischen den eingenommenen Prämien und den ausgezahlten Schadensfällen. Durch effektive Risikobewertung und Preisgestaltung zielt Allianz darauf ab, Policen so zu gestalten, dass sie einen positiven Versicherungsgewinn erzielen. Dies bietet ein zusätzliches Gewinnpotenzial, das bereits vor den Kapitalerträgen realisiert wird.

Das Produktportfolio der Allianz ist beeindruckend vielfältig und deckt nahezu jede Facette des Versicherungsbereichs ab. Sie bietet ihren Kunden ein umfassendes Sicherheitsnetz, von der lebenswichtigen Kranken- und Lebensversicherung, über Auto-Schaden- und Unfallversicherung bis hin zu speziellen Policen wie Reise- und Kreditversicherung. Besonders hervorzuheben ist, dass die Allianz nicht nur im Bereich der direkten Versicherungsleistungen brilliert, sondern auch als eines der globalen Schwergewichte im Vermögensmanagement gilt. Mit einem beeindruckenden verwalteten Vermögen von über 1,6 Billionen Euro positioniert sie sich in den Top fünf der weltweiten Vermögensverwalter. Dieser Status wird durch ihre renommierten Tochtergesellschaften wie PIMCO, ein Spezialist für Anleiheninvestitionen, und Allianz Global Investors, fokussiert auf Aktienmärkte, unterstrichen.

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Allianz Pforte Hauptsitz in München / Allianz

Nicht zu vergessen ist Allianz Trade (ehemals Euler Hermes), ein führender Anbieter im Bereich der Warenkreditversicherungen und Kautionsbürgschaften. Entsprechend hat sich die Allianz in drei Hauptbereiche organisiert: Schaden- und Unfallversicherungen, Leben- und Krankenversicherungen und das Assetmanagement.

Geschäftsbereich: Schaden- und Unfallversicherungen (47 Prozent Umsatzanteil)

Im Jahr 2023 erzielte die Allianz einen Umsatz von knapp 161,7 Milliarden Euro. Der Bereich Schaden- und Unfallversicherungen machte davon 47 Prozent aus. Insgesamt wuchs der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr in diesem Segment um 8,4 Prozent auf 76,5 Milliarden Euro. Wachstumstreiber waren höhere Prämien sowie ein gestiegenes Volumen. Das operative Ergebnis konnte im gleichen Zeitraum um 1,2 Prozent auf 6,91 Milliarden Euro gesteigert werden.

Geschäftsbereich: Leben- und Krankenversicherung (48 Prozent Umsatzanteil)

Der Geschäftsbereich Leben- und Krankenversicherungen erzielte 2023 bei der Allianz mit 48 Prozent knapp den größten Umsatzanteil. Während der Umsatz nur um knapp 3,5 Prozent auf 77,9 Mrd. Euro gesteigert werden konnte, stieg das operative Ergebnis um starke 23,1 Prozent auf 5,19 Mrd. Euro.

Geschäftsbereich: Asset Management (5 Prozent Umsatzanteil)

Während der Beitrag zum Umsatz in dem Segment „Assetmanagement“ mit 5 Prozent verhältnismäßig klein war, ist der Anteil am operativen Ergebnis mit 21 Prozent deutlich größer. Generell war der Beitrag aus diesem Bereich 2023 jedoch rückläufig. Die Umsätze fielen um 1,8 Prozent auf 8,1 Milliarden Euro und der operative Gewinn sank um 2,2 Prozent auf 3,12 Milliarden Euro. Nachdem das verwaltete Vermögen des Unternehmens 2022 stark um 16,8 Prozent zurückfiel, gelang es dem Unternehmen bis zum 31.12.2023 das verwaltete Vermögen wieder um 4,7 Prozent auf 1,712 Billionen Euro zu steigern.

Strategie und Ziele der Allianz

In den vergangenen 15 Jahren ist die Versicherungsbranche in Deutschland um durchschnittlich 2,6 Prozent pro Jahr gewachsen. In diesem Umfeld stehen die Unternehmen vor der Herausforderung, ihr Wachstum allein durch die Eroberung neuer Marktanteile überproportional zu steigern. Der Markt ist jedoch von wenigen großen Marktteilnehmern besetzt, sodass auch hier die Wachstumschancen begrenzt sind. Trotz dieser Herausforderungen hat sich die Allianz für den Zeitraum 2021 bis 2024 ehrgeizige Finanzziele gesetzt, die ihr Engagement für ein stetiges, wenn auch nicht bahnbrechendes Wachstum verdeutlichen. Diese Ziele, die auf dem Kapitalmarkttag Ende 2021 vorgestellt wurden, umfassen ein jährliches Wachstum des Ergebnisses je Aktie (EPS) von 5 bis 7 Prozent, eine Eigenkapitalrendite (ROE) von mehr als 13 Prozent und eine Solvenzquote von mehr als 180 Prozent. Diese Ziele stehen im Einklang mit den Zielen der Strategieüberprüfung 2018 und verdeutlichen, wie schwierig es für große Versicherer ist, ihr Geschäft kurzfristig deutlich auszuweiten.

Die anstehende Aktualisierung der Unternehmensstrategie im Dezember 2024 dürfte die aktuelle Ausrichtung der Allianz im Wesentlichen beibehalten, was das Image des Unternehmens als stabile Größe im Finanzsektor weiter festigen wird. Versicherungsunternehmen wie die Allianz gelten im Gegensatz zu Banken, die stärker von konjunkturellen Schwankungen betroffen sind, als Anbieter eines stabilen und wiederkehrenden Geschäftsmodells. Diese konstante Verlässlichkeit und nicht das schnelle Wachstum macht die Allianz für Investoren besonders attraktiv und etabliert sie als verlässliche Säule der Finanzwelt.

Einfluss des Klimawandels

Der Klimawandel hat spürbare Auswirkungen auf die Versicherungsbranche. Naturkatastrophen, wie die Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 oder die Winterstürme im Februar 2022, werden durch den Klimawandel wahrscheinlicher und häufiger. Dies führt zu erheblichen finanziellen Belastungen für Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen. Die zunehmenden und intensiveren Wetterextreme resultieren in höheren Schadensfällen und damit verbundenen Auszahlungen.

Interessanterweise sind diese Schadensereignisse nicht nur negativ für die Versicherungsbranche. Obwohl sie kurzfristig die Gewinne belasten, führen sie oft zu einem Anstieg im Neugeschäft. Nach Jahren mit hohen Schäden steigt üblicherweise die Nachfrage nach Versicherungen, und die Unternehmen können höhere Prämien verlangen. Dies kann zu einer langfristigen Steigerung der Einnahmen und einer Stärkung der Marktposition führen.

Davon könnten Versicherungs-Aktien wie Allianz profitieren. Entsprechend lohnt es sich, die Zahlen des DAX-Unternehmens näher anzuschauen.

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Ergebnisse aus dem Jahresabschluss 2023

Die Allianz hat am 23. Februar 2024 ihre Finanzergebnisse für das vierte Quartal und das gesamte Geschäftsjahr 2023 vorgelegt. Die Ergebnisse entsprachen weitgehend den Erwartungen der Marktanalysten. Der Versicherer steigerte seinen Jahresumsatz um 5,5 Prozent von 153,3 Milliarden Euro im Jahr 2022 auf 161,7 Milliarden Euro im Jahr 2023. Das operative Ergebnis wuchs im mittleren einstelligen Prozentsatz von 6,7 Prozent von 13,814 Milliarden Euro im Vorjahr auf 14,746 Milliarden Euro in 2023. Auch das bereinigte Ergebnis je Aktie machte einen deutlichen Sprung: Es stieg um 33,3 Prozent von 16,96 EUR im Jahr 2022 auf 22,61 EUR im Jahr 2023.

Ein genauerer Blick auf das Geschäft der Allianz zeigt, dass sich die drei Hauptsegmente unterschiedlich entwickelt haben. Die Versicherungssparten trugen beide maßgeblich zur Steigerung von Umsatz und operativem Ergebnis bei. Das Asset Management hingegen hatte mit einigen Herausforderungen zu kämpfen, so viel der Umsatz hier im Jahresvergleich um 1,8 Prozent zurück.

Start ins Jahr 2024 - Ergebnisse aus dem ersten Quartal

Die Allianz SE hat das erste Quartal 2024 mit einem beeindruckenden operativen Gewinn von knapp 4 Mrd. Euro abgeschlossen – ein Plus von fast 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Versicherungsriese verzeichnete einen bemerkenswerten Anstieg des Geschäftsvolumens um 5,3 Prozent auf 48,4 Mrd. Euro, getragen von starken Ergebnissen in allen Geschäftsbereichen, insbesondere in der Schaden- und Unfallversicherung. Dieses Segment profitierte von höheren Prämien bei gleichzeitig geringeren Schäden aus Naturkatastrophen, so dass der operative Gewinn auf 1,9 Mrd. Euro stieg.

Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg um 18,2 Prozent auf 6,42 EUR. Dies ist eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahreszeitraum, der durch einen Anlageskandal bei der Fondstochter Allianz Global Investors in den USA belastet war. Vor zwölf Monaten konnten die Aktionäre hier lediglich einen Gewinn von 5,43 EUR verbuchen.

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Umsatzentwicklung von Allianz nach Quartalen / FinMent

In der Lebens- und Krankenversicherung blieb das operative Ergebnis mit 1,3 Milliarden Euro stabil. Hier konnte die Allianz den Wert des Neugeschäfts von 1 Milliarde Euro auf 1,3 Milliarden Euro steigern, was auf eine positive Vertriebsdynamik in den USA und Italien zurückzuführen ist. Der Geschäftsbereich Asset Management profitierte von starken Nettomittelzuflüssen und höheren erfolgsabhängigen Provisionen, die das verwaltete Vermögen und die Erträge in diesem Segment erhöhten.

Trotz der positiven Geschäftszahlen und der Bestätigung des Jahresziels für das operative Ergebnis von 13,2 bis 15,2 Milliarden Euro reagierte die Börse verhalten. Die Allianz Aktie schloss an diesem und den folgenden Handelstagen mit sehr geringen Kursveränderungen. Dies ist unter anderem auf eine enttäuschte Markterwartung hinsichtlich der Solvabilitätsquote zurückzuführen. Diese sank von 206 auf 203 Prozent, was einige Analysten enttäuschte.

Doch die Allianz versucht hier bereits nachzuhelfen: So startete die Allianz im ersten Quartal 2024 ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von einer Milliarde Euro, das bereits zur Hälfte abgeschlossen ist. Dieses Programm unterstreicht das Vertrauen des Vorstands in die finanzielle Stabilität und zukünftige Wachstumsfähigkeit des Unternehmens. Vorstandschef Oliver Bäte betonte, dass die Allianz trotz der Herausforderungen auf den globalen Märkten auf gutem Weg sei, ihre Jahresziele zu erreichen.

Die 3 größten Aktionäre der Allianz SE

  • Amundi Asset Management SA – 2,23%
  • Univeral-Investment-Gesellschaft mbH – 0,79%
  • Cominvest Asset Management GmbH – 0,57%

Allianz Aktie: Dividende und Aktienrückkäufe

Die Allianz beteiligt sich aktiv am Rückkauf eigener Aktien als Strategie der Kapitalallokation und zur potenziellen Steigerung des Shareholder Value. Erst kürzlich, nur einen Tag vor der Veröffentlichung ihres Gewinnberichts, kündigte die Allianz ein neues Aktienrückkaufprogramm mit einem Budget von bis zu 1 Milliarde Euro an. Angesichts der Marktkapitalisierung des Unternehmens von rund 100 Milliarden Euro dürfte sich ein solches Programm nur begrenzt auf das Ergebnis auswirken.

Allianz Dividende 2024

Wann zahlt Allianz Dividende aus?

Für Anleger der Allianz Aktie spielen Dividenden entsprechend eine zentrale Rolle. Der Konzern ist seit Jahrzehnten für seine hohen Dividendenrenditen bekannt. Für das Geschäftsjahr 2023 hat Allianz auf ihrer Hauptversammlung eine Dividende von 13,80 EUR je Aktie angekündigt, was einer deutlichen Steigerung von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr, dem Geschäftsjahr 2022, entspricht. Die Allianz zahlte ihre Dividende für das Geschäftsjahr 2023 am 13. Mai 2024 aus. 

Auf Basis des aktuellen Aktienkurses von 247 EUR können sich Anlegerinnen und Anleger über eine Dividendenrendite von 5,6 Prozent freuen, was für Dividendenanleger zweifellos attraktiv ist. Darüber hinaus hat sich die Allianz verpflichtet, die Rendite für ihre Aktionäre durch eine Erhöhung der Ausschüttungsquote zu steigern. Das Unternehmen plant, künftig rund 60 Prozent des Nettogewinns als Dividende auszuschütten, statt wie bisher 50 Prozent.

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Dividendenentwicklung von Allianz mit Prognose / FinMent

Allianz Aktie: SWOT-Analyse

Die Stärken der Allianz Aktie

  • Solide Finanzen und zeitloses Modell

Die Allianz glänzt mit einem super Bonitätsrating (AA von Standard & Poor‘s, Aa3 von Moody‘s) und einem robusten, zeitlosen Geschäftsmodell, gestärkt durch regelmäßige Einnahmen und eine starke Marktposition.

  • Zuverlässige Gewinne und finanzielle Stärke

Trotz Marktvolatilität zeigt die Allianz seit einem Jahrzehnt konstante Gewinne, unterstützt durch starken Cashflow und eine qualifizierte Belegschaft.

  • Markenstärke und Zukunftsorientierung

Die Allianz zeichnet sich als weltweit führender Schaden-/Unfallversicherer und einer der Top-5-Anbieter in der Lebens- und Krankenversicherung aus. Darüber hinaus ist sie ein führender Vermögensverwalter, Kreditversicherer, Anbieter von Assistance-Dienstleistungen und einer der führenden Industrieversicherer.

Die Schwächen der Allianz Aktie

  • Interne Herausforderungen und Skaleneffekte

Die Allianz steht vor internen Effizienzproblemen und erreicht nicht die erhofften Skaleneffekte. Ihre Transformation, insbesondere die Digitalisierung, ist zeit- und kostenintensiv. Hinzu kommt, dass die Versicherungsbranche, insbesondere die Allianz, mit einem Fachkräftemangel zu kämpfen hat. Gerade in dieser Branche sind hoch qualifizierte Mitarbeiter entscheidend für den langfristigen Geschäftserfolg. Immerhin: Die Allianz ist laut einiger Rankings der beliebteste Arbeitgeber Deutschlands im Finanzbereich.

  • Finanzplanung und Integration von Unternehmen

Die Allianz hat Schwierigkeiten mit der Finanzplanung und der effizienten Nutzung des Kapitals. Zudem hat das Unternehmen Probleme bei der Integration von Unternehmen mit unterschiedlichen Arbeitskulturen. So musste die Allianz Anfang 2024 rund 200 Millionen Euro auf ihr Geschäft im Libanon abschreiben, von dem sie sich nun wegen mangelnden Erfolgs trennen will.

  • Produktpalette und Technologieinvestitionen

Die begrenzte Produktpalette der Allianz könnte Wettbewerbern Marktchancen bieten. Zudem benötigt das Unternehmen mehr Investitionen in Technologien, um seine globalen Prozesse zu verbessern und mit der Konkurrenz Schritt zu halten.

Die Chancen der Allianz Aktie

  • Zinsanstieg als Chance

Höhere Zinsen verbessern die Rentabilität der Allianz Produkte und machen die Aktie für Anleger attraktiv. Schließlich ist der Großteil des verwalteten Vermögens in zinssensitiven Festgeldprodukten angelegt.

Digitale Transformation

Trotz Herausforderungen bietet die Digitalisierung und Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz der Allianz Möglichkeiten für Effizienzsteigerung und Kostensenkung, was die Gewinne steigern könnte.

  • Marktchancen in unsicheren Zeiten

Die Branche hat neue Chancen, weil weltweit die Risiken in verschiedenen Bereichen wie Naturkatastrophen, Cyberangriffen, Problemen in Lieferketten sowie sozialen und politischen Unruhen zunehmen.

Die Risiken für die Allianz Aktie

  • Reputations- und Vertrauensrisiken

Die Allianz ist stark abhängig von ihrem Ruf und dem Vertrauen der Kunden, wobei größere Skandale, wie das Verfahren von 2022 (Anlageskandal der Fondstochter Allianz Global Investors in den USA), langfristige Schäden am Image verursachen können.

  • Marktdynamik und Wettbewerbsrisiken

Globale Währungsschwankungen, saisonale Nachfrageschwankungen und unterschiedliche Haftungsgesetze stellen stets Herausforderungen in der Versicherungsbranche dar. Zudem erhöhen technologische Entwicklungen von Wettbewerbern und der Eintritt neuer Marktteilnehmer den Konkurrenzdruck.

Analystenschätzungen: Kursziele und Prognose der Allianz Aktie 2024

Allianz Aktie Prognose 2024-2025

16 Experten haben ihre Schätzungen & Empfehlungen zum Kursziel der Allianz Aktie abgegeben und prognostizieren im Durchschnitt ein Kursplus von +7.66 % auf 284,1 EUR pro Aktie. Während die Optimisten einen Höchstkurs von 310 EUR (+17.47 %) erwarten, sehen die Konservativen Abwärtspotenzial auf rund 239 EUR je Aktie (-9.44 %).

Von den 16 Analysten raten 12 zum Kauf der Allianz Aktie, 3 plädieren fürs Halten, und 1 empfiehlt zum Verkauf.

Nach der Veröffentlichung der Zahlen zum 4. Quartal 2023 bleibt das Stimmungsbild der Analysten durchwachsen.

Die DZ Bank bleibt bei ihrer positiven Einschätzung der Allianz-Aktie und empfiehlt weiterhin den Kauf. Interessanterweise hat die Bank ihr Kursziel von 280 auf 295 EUR erhöht. JP Morgan sieht hier noch mehr Potenzial und hob das Kursziel des Versicherungskonzerns von 275 auf 300 EUR. Dies entspricht somit dem vorherigen Kursziel des Analystenhaus Jeffries. Diese haben ihre Prognose nun aber auf 310 EUR erhöht.

Im Gegensatz dazu stehen die Analysten von UBS und Barclays. Hier wurde nach internen Analysen das Kursziel von 287 EUR bzw. 263 EUR bestätigt, was im Falle von Barclays sogar die Erwartung eines leichten Kursrückgangs impliziert.

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Allianz Aktie: Basisdaten

Fazit der Allianz Aktie Prognose 2024-2025

Die Versicherungsbranche profitiert von einem stetigen Wachstum. Risiken in verschiedenen Bereichen wie Naturkatastrophen, Cyber-Angriffen, Problemen in Lieferketten sowie sozialen und politischen Unruhen nehmen zu. Obwohl Naturkatastrophen kurzfristige Herausforderungen darstellen, führen sie oft zu einer erhöhten Nachfrage und ermöglichen Versicherern, höhere Prämien zu verlangen. Davon profitieren Versicherungs-Aktien wie die Allianz.

Die Allianz-Aktie präsentiert sich als eine aussichtsreiche Dividenden-Aktie für Anleger. Mit einer durchschnittlichen Dividendensteigerung von 10 Prozent in den vergangenen 10 Jahren und Aktienrückkäufen im Wert von 11,5 Milliarden Euro in den letzten 5 Jahren zeichnet sie sich durch finanzielle Stärke und Attraktivität für Dividendenjäger aus. Aktuell glänzt sie bei einem Kurs von 266 EUR mit einer Dividendenrendite von 5,7 Prozent.

Bei den zu erwartenden gesunden Wachstumsraten im einstelligen Prozentbereich steht auch einer langfristig soliden Entwicklung des Aktienkurses nichts im Wege.

Langfristig orientierte Anleger, die ein solides Investment mit attraktiver Dividendenrendite suchen, können eine Investition in die Aktie durchaus in Erwägung ziehen. Zu beachten ist jedoch, dass sich die Allianz Aktie nach der nun schon länger anhaltenden Aufwärtsdynamik weit am oberen Ende des langfristigen Wachstumstrends befindet und damit an dieser Stelle auch anfälliger für Korrekturen ist. Hier lohnt sich der Einsatz von Optionen, mit denen Anleger nicht nur ein passives Einkommen von 0,5 bis 1 Prozent pro Monat erzielen, sondern die Aktie auch zu einem günstigeren Preis ins Depot holen können.

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Bildquelle(n): Allianz, FinMent

Quellenangabe(n):

https://www.allianz.com/content
/dam/onemarketing/azcom/Allianz_com/
investor-relations/en/results/2024-1q/en-allianz-analyst-presentation-1Q-2024.pdf

https://www.allianz.com/content/dam
/onemarketing/azcom/Allianz_com/
investor-relations/en/results/2024-1q/de-allianz-ir-mitteilung-1Q-2024.pdf

https://www.deraktionaer.de/artikel
/aktien/allianz-ueberraschend-attraktiv-20358204.html

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Hinweis auf Interessenkonflikte: Bitte beachten Sie, dass die hier präsentierten Informationen keine Anlageberatung darstellen. Jegliche Investitionsentscheidungen, die auf diesen Informationen beruhen, geschehen auf eigenes Risiko. Der Autor empfiehlt, vor jeder Investition unabhängige Beratung einzuholen oder eigenverantwortlich zu handeln. Es besteht die Möglichkeit, dass der Autor in die besprochenen Wertpapiere investiert ist oder investieren möchte.

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