Carnival Aktie Prognose 2022: Unternehmen, Dividende und Kursziel

Carnival Aktie Prognose 2022: Unternehmen, Dividende und Kursziel

Reiseboom 2022: Traumwetter, Traumstrand, Traum-Aktie? Carnival Aktie in der Prognose

Rund zwei Jahre lang mussten Menschen weltweit auf Kreuzfahrten verzichten. Nicht nur für die Touristen selbst, sondern vor allem für die Reedereien war das ein regelrechtes Fiasko. Kaum ein Unternehmen der Branche steckte diese Zeit ohne Weiteres weg. Selbst die Platzhirsche wie etwa Carnival (CVC1; PA1436583006) hatten schwer zu kämpfen. Immerhin liefen die Kosten zu großen Teilen weiter, während die Einnahmeseite versiegte.

Ein Blick auf den Chart des Titels offenbart schnell die negative Grundstimmung der Investoren, die den Kreuzfahrtriesen unmittelbar nach Ausbruch der Pandemie sprichwörtlich zum Kentern brachte. Viele Anleger fragen sich inzwischen allerdings, ob ein Investment zum jetzigen Zeitpunkt möglicherweise wieder lukrativ sein könnte. In dieser Analyse der Carnival Aktie liefert FinMent die wichtigsten Antworten.

Carnival Aktie

WKN: 120100, ISIN: PA1436583006, Ticker-Symbol: CVC1

Carnival Aktienkurs

Carnival - Überblick über die Geschäftstätigkeit

Erst im Jahre 1994 entstand der heute bekannte Name der Carnival Corporation, gleichwohl der Grundstein des Unternehmens bereits mehr als zwei Jahrzehnte zuvor gelegt wurde. Damals gründete Ted Arison, zweifelsohne einer der Pioniere der Kreuzfahrtgeschichte, die Carnival Cruise Lines, die noch heute als Flaggschiffmarke der gesamten Unternehmensgruppe gelten. Nachdem man sich relativ schnell den Ruf der “World’s Most Popular Cruise Line” erarbeitet hatte, folgte im schicksalshaften Jahr 1987 der Börsengang. Der damit einhergehende Kapitalzufluss ermöglichte die Finanzierung der weiteren Expansion.

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Carnival Conquest / © shutterstock

Heute gilt die Carnival Corporation als der weltweit größte Konzern für Freizeitreisen und bietet seinen Urlaubern nach eigener Aussage “außergewöhnliche Ferien zu einem außergewöhnlichen Preis-Leistungs-Verhältnis”. Das Mutterunternehmen unterteilt sich derzeit in neun Tochtergesellschaften. Diese sind die Carnival Cruise Line, die Princess Cruises, die Holland America Line, Seabourn, P&O Cruises mit Sitz in Australien, Costa Cruises, die hierzulande den meisten bekannte AIDA Cruises, P&O Cruises mit Sitz in Großbritannien sowie Cunard. Daneben zählt das führende Reiseunternehmen in Alaska, das sogenannte Holland America Princess Alaska Tours, zum Portfolio des Konzerns.

Gegenwärtig umfasst die Flotte der Carnival Corporation 92 Schiffe, die weltweit mehr als 700 Häfen ansteuern. In den kommenden drei Jahren sollen insgesamt acht weitere Schiffe an die Marke ausgeliefert werden. Mit aktuell 25 Dampfern gilt die Carnival Cruise Lines unangefochten als die stärkste Marke innerhalb des Unternehmensverbandes. Dagegen führt Cunard mit gerade einmal drei Schiffen eher ein Nischendasein. Die nachfolgende Tabelle gibt Aufschluss über die genaue Verteilung nach der jeweiligen Tochtergesellschaft.

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Tochtergesellschaften Carnival, Überblick, / © Statista

Die Belegschaft aus knapp 100.000 Personen des gesamten Konzerns stammt aus rund 150 Nationen, die sich um täglich etwa 225.000 Passagiere kümmern. Vor Corona erreichte der Touristikriese damit fast 85 Millionen Passagierkreuzfahrttage jährlich.

Carnival - Das ist besonders nennenswert

Die oben aufgelisteten neun Tochtergesellschaften bieten den Touristen eine breite Palette an Urlaubsmöglichkeiten für jeden Anlass und setzen dabei vor allem auf spezielle Angebote, die die konkurrierenden Urlaubsoptionen an Land übertreffen sollen. Die auf den Schiffen offerierten Freizeitbeschäftigungen zielen auf Menschen mit unterschiedlichsten Hintergründen, Sprachen und Kulturen ab. Ziel der Carnival Corporation ist es, eine Art Wohlfühlatmosphäre für jeden einzelnen Passagier zu schaffen.

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Carnival Liberty / © Andrew Ramit, Pixabay

Dass die Geschäftsstrategie funktioniert, beweisen die regelmäßigen Aufzählungen auf den renommierten Forbes-Listen. Im Jahr 2019 beispielsweise befand sich der Kreuzfahrtkonzern auf Platz 312 der weltweit größten börsennotierten Gesellschaften und schaffte es sogar in die Top 100 der bedeutendsten US-amerikanischen Konzerne. Erwähnenswert ist sicherlich auch die rasante und kontinuierliche Umsatzentwicklung seit dem Jahr 2015, die vorerst in einem Rekordergebnis 2019 gipfelte. Damals setzte die Carnival Corporation rund 20,8 Milliarden US-Dollar um.

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Umsatz Carnival bis 2021, Carnival Liberty / © Statista

Das Unternehmen hat seinen globalen Hauptsitz in Miami und unterhält darüber hinaus weltweit regionale Stammplätze. Unter dem Symbol CCL ist die Carnival Aktie sowohl an der New York Stock Exchange als auch an der London Stock Exchange gelistet. Einzigartig ist, dass die Gesellschaft als einzige Gruppe überhaupt im S&P 500 und im FTSE 250-Index enthalten ist.

Carnival – Genaueres zu den Tochtergesellschaften

Von den insgesamt neun Subunternehmen des Mutterkonzerns dürfte hierzulande AIDA Cruises mit Abstand am bekanntesten sein. Immerhin ist es die am schnellsten wachsende und kommerziell erfolgreichste Touristikfirma in Deutschland. An Land und an Bord werden mittlerweile 9000 Mitarbeitende aus 40 Nationen beschäftigt. Die Popularität der Schiffe ist nicht zu verkennen. So stieg der Marktanteil der AIDA Cruises nach Umsatz zwischen den Jahren 2018 und 2021 von 4,6% auf nunmehr 5,8% an. Interessant ist dieser Umstand insofern, als dass der Großteil der übrigen relevanten Linien in diesem Zeitraum einen Ertragsrückgang verkraften mussten.

Eine ähnliche Entwicklung, die die zunehmende Beliebtheit der Marke gut widerspiegelt, zeigt sich beim Umsatz der größten Reiseveranstalter im deutschsprachigen Raum. Als Referenzzeitraum werden hierbei die Jahre von 2017 bis 2019 herangezogen. Die AIDA Cruises schaffte es dabei, die Einnahmen konstant von 1,7 Milliarden Euro auf schließlich knapp 2,11 Milliarden Euro zu steigern, was einem Plus von fast 7,5% pro anno entspricht.

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Umsatz AIDA bis 2019 / © Statista

Ihre wahre Überlegenheit spielt die Tochtergesellschaft aber erst bei der Betrachtung der hierzulande agierenden Kreuzfahrtanbieter aus. In der Saison 2017/2018 lag das Unternehmen dabei weit vor dem Zweitplatzierten TUI Cruises und setzte ungefähr das Fünffache von Phoenix Reisen, die in dieser Statistik auf Platz drei rangieren, um. Nicht auszuschließen ist diese Pole Position aufgrund des offenbar besonders guten Services. So gaben im Jahr 2021 etwa 74,8% der Befragten an, in dieser Hinsicht mit den Leistungen der AIDA Cruises zufrieden gewesen zu sein. Im Vergleich dazu sagten das lediglich 62,3% bei Hurtigruten oder 60,1% bei der Norwegian Cruise Line. Auch mit Blick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis konnte man sich gegen die Wettbewerber in Form der TUI Cruises sowie Hurtigruten durchsetzen.

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Kreuzfahrtanbieter mit dem besten Service / © Statista

Es überrascht daher nicht wirklich, dass gemäß all dieser positiv ausgefallenen Erhebungen auch die Unternehmenskassen ordentlich profitieren. Die Zahl der im Jahr 2005 gemessenen 233 Tausend Passagiere hat sich bis 2019 auf 1,3 Millionen deutlich mehr als verfünffacht. Der Ertrag schaffte in derselben Zeitspanne sogar eine noch höhere Vervielfachung, was darauf schließen lässt, dass es AIDA Cruises gelang, pro Tourist mehr Geld einzunehmen.

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Anzahll der Passagieren von AIDA bis 2019 / © Statista

Carnival – damit überzeugen die restlichen Acht

Auch die bislang nicht näher genannten Unternehmenstöchter haben einiges im Repertoire, das die Herzen der Urlauber höherschlagen lässt. Jede einzelne Marke setzt dabei individuelle Schwerpunkte, was es der Carnival Corporation als Gesamtkonstrukt ermöglicht, eine ziemlich breite Palette an Kundenbedürfnissen und Zielgruppen abzudecken. FinMent hat die Besonderheiten der restlichen Acht untenstehend kurz zusammengefasst.

Seabourn

Hier findet man vor allem eines – Luxus. Mit Seabourn bedient die Carnival Corporation vornehmlich ihr gehobenes und besonders zahlungskräftige Klientel. Man setzt auf verhältnismäßig kleine Schiffstypen mit All-Suite-Unterkünften, hervorragender Küche sowie individuellem Service für die Gäste.

Princess

Als weltweit drittgrößte Kreuzfahrtlinie – basierend auf der Kapazität der Passagiere – sind die Schiffe der Princess Cruises vor allem für ihr innovatives Design sowie die große Auswahl an Restaurants, Unterhaltung und sonstiger Annehmlichkeiten bekannt.

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Princess Cruise / © Hans Toom, Pixabay

P&O Australia

Wie der Name bereits erahnen lässt, bedient diese Tochtergesellschaft in erster Linie Gäste aus Neuseeland sowie Australien. Als gewisse Besonderheit können die angefahrenen Reiseziele gesehen werden. Hier geht es nämlich zu einer der am schwerst zugänglichen, aber idyllischsten Orte Asiens sowie des Südpazifiks.

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Sydney Schiffe / © Arvida Saubermann, Pixabay

P&O Cruises

Das ausgegebene Ziel der P&O Cruises mit Sitz in Großbritannien ist es, den Passagieren jedes Mal den “Urlaub ihres Lebens” zu schenken. Erreicht wird dieses Ziel mit einer Flotte aus aktuell fünf Schiffen, auf denen jeweils die Liebe zum Detail im Vordergrund steht. Erst 2020 lief der neueste Dampfer namens “Iona” vom Stapel.

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P&O Cruise / © WillB27, Pixabay

Holland America Line

Auch diese Marke zielt prinzipiell auf anspruchsvolle Gäste ab und versucht diese mit interessanten Reiserouten, vor allem aber mit luxuriösen Fünf-Sterne-Restaurants sowie einem umfangreichen Unterhaltungsprogramm zu überzeugen. Die Flotte besteht gegenwärtig aus zehn mittelgroßen Schiffen, die geräumig und elegant erscheinen sollen.

Cunard

Mit nur drei Schiffen bildet Cunard die flottenmäßig kleinste Marke der Carnival Corporation. Angeboten werden transatlantische Reisen. Bekannt ist vor allem der sogenannte White Star Service.

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Cunard, BazzaBoy, / © Pixabay

Costa

Vor allem Italienfreunde werden hier auf ihre Kosten kommen. Europas größte Flotte mit dem einzigartigen südländischen Flair in Form von Kulinarik und Gastfreundschaft bietet Traumurlaub mit höchstem Maß an Spaß und Entspannung.

Carnival – wie es weitergeht

Nach den Herausforderungen, die die Corona-Pandemie mit sich brachte, konzentrierte sich der Konzern im Jahr 2021 darauf, möglichst schnell zum Normalbetrieb zurückzukehren. Das gelang in weiten Teilen recht gut. So wurden mehrere vom Management ausgegebene Milestones erreicht. Darunter fallen unter anderem die Rückkehr der insgesamt 65.000 Besatzungsmitglieder sowie die Beförderung von mehr als 1,2 Millionen Passagieren, was nicht zuletzt auf eine sich erholende Nachfrage nach Kreuzfahrtreisen hinweist.

Das zurückliegende Geschäftsjahr 2021 schloss man mit einer Liquidität in Höhe von rund 9,4 Milliarden US-Dollar. Bis heute schaffte es die Carnival Corporation mittels ihres Schuldenmanagements etwa neun Milliarden US-Dollar an Verbindlichkeiten zu tilgen und in diesem Zuge die jährlichen Zinsbelastungen um 400 Millionen US-Dollar zu senken.

Am 13.Januar hatte der Konzern schätzungsweise 67% der Kapazität des Kreuzfahrtbetriebes wieder aufgenommen. Dieser Wert soll in den Sommermonaten, in denen traditionell der größte Umsatzanteil erwirtschaftet wird, sukzessive auf 100% erhöht werden.

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Schiffe, Meer, Berge / © ELG21, Pixabay

Die Entscheidung des Unternehmens, die Ausmusterung von 19 wenig effizienten Schiffen im Rahmen der Flotten-Optimierungsstrategie zu beschleunigen, führte zu einem Rückgang des geplanten Kapazitätswachstums auf nunmehr 2,5% pro anno, brachte der Carnival Corporation gleichzeitig jedoch einen Stückkostenvorteil ein.

Derzeit unterhält der Kreuzfahrtriese die einzigen sechs Passagierschiffe weltweit, die mit LNG betrieben werden und 20% kohlenstoffärmer als herkömmliche Dampfer sind. Diese angestrebte Energieeffizient dürfte bei vollem Flottenbetrieb zu einer Senkung des Treibstoffverbrauches von 10% pro Einheit im Vergleich zu 2019 führen und leistet damit einen wichtigen Beitrag auf dem Weg des Unternehmens zur Dekarbonisierung.

Darüber hinaus hat sich die Carnival Corporation verpflichtet, den zunehmenden Wünschen der Gäste, aber auch der Aktionäre, nach mehr Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit im Allgemeinen entgegenzukommen. So strebt man zum Beispiel bis 2050 an, einen vollständig kohlenstoffneutralen Schiffsbetrieb garantieren zu können. Um dieses ambitionierte Ziel rechtzeitig zu erreichen, geht das Unternehmen schon heute Partnerschaften mit Organisationen ein, um gemeinsam Technologien zu entwickeln.

Carnival – die konkreten Zahlen

Zum Stichtag 30.November.2021 wies der Konzern einen Umsatz von nur noch rund 1,908 Milliarden US-Dollar aus. Damit sank der Ertrag zum zweiten Mal in Folge signifikant. Hatte er sich zwischen 2019 und 2020 um fast drei Viertel reduziert, ging er jüngst nochmals um fast 65% zurück. Somit musste Carnival seine Anleger erneut mit einem herben Verlust von diesmal über 9,5 Milliarden US-Dollar enttäuschen. Pro Aktie bedeutete dies ein Minus von 8,46 US-Dollar.

Die langfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich von ehemals 22,13 Milliarden US-Dollar auf mehr als 28,50 Milliarden US-Dollar zum vergangenen Bilanzstichtag, während die liquiden Mittel von circa 9,5 Milliarden US-Dollar auf 8,9 Milliarden US-Dollar abnahmen. Lediglich leichte Einbußen von 0,5% musste das Eigenkapital des Konzerns hinnehmen.

Als beunruhigend könnte auch die Aussetzung der Dividende seit dem zweiten Quartal 2020 bis einschließlich heute empfunden werden. Nicht selten deuten fehlende Ausschüttungen auf ernstzunehmende finanzielle Schwierigkeiten eines Unternehmens hin. Anleger sollten die Sache genau im Auge behalten.

Gerade vor dem Hintergrund der nun steigenden Zinsen im Euroraum sowie in den USA ist es für Investoren unerlässlich, sich regelmäßig über wichtige makroökonomische Kenngrößen zu informieren. Immerhin ist Carnival zu 80% fremdfinanziert. Werden nun höhere Kreditzinsen fällig, könnte der Konzern womöglich schnell in finanzielle Schieflage geraten, worauf der Aktienkurs selbstverständlich ebenfalls reagieren würde. Eine kleine Chance zur Kehrtwende besteht für den Titel in einem stärker werdenden Gesamtmarkt für die zweite Jahreshälfte.

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Carnival Aktie Chart der letzten 30 Jahre

Carnival – die Ergebnisse zum zweiten Quartal

Langsam scheint es für die Kreuzfahrtbranche wieder aufwärts zu gehen. Zwar weist Carnival mit den am Freitag, den 24.6.22, veröffentlichten Vierteljahresergebnissen nach wie vor einen kräftigen bereinigten Nettoverlust von 1,9 Milliarden US-Dollar aus, gleichzeitig drehte allerdings der operative Cashflow wieder in den positiven Bereich. Im Vergleich zum ersten Quartal 2022 stiegen auch die Umsätze um fast 50%, was als erstes Zeichen einer allgemeinen Verbesserung innerhalb der Branche zu werten ist. Mit 69% Auslastung waren zudem die Schiffe deutlich besser belegt als im Vorquartal, als diese Rate lediglich 54% betrug. Erwähnenswert ist auch, dass sich das Buchungsvolumen verglichen mit den ersten drei Monaten des Jahres nahezu verdoppelte.

Carnival Aktie: Basisdaten

Carnival Aktie Prognose 2022

Vertraut man auf die Experten in den global agierenden Investmentbanken, so sieht es für die Carnival Aktie aktuell eher suboptimal aus. Die Prognosen der Profis empfehlen derzeit mehrheitlich den Verkauf der Papiere. Morgan Stanley beispielsweise bekräftigte am Mittwoch, den 08.06, erneut ein Kursziel von 13$ je Anteil zu. Auch Truist Securities senkt den Zielpreis von 17$ auf 15$ und erneuert sein Verkaufsvotum. Die Citigroup bleibt neutral, verringert die Bewertung allerdings leicht von 23$ auf nunmehr 22$ pro Aktie.

Gerade vor dem Hintergrund der nun steigenden Zinsen im Euroraum sowie in den USA ist es für Investoren unerlässlich, sich regelmäßig über wichtige makroökonomische Kenngrößen zu informieren. Immerhin ist Carnival zu 80% fremdfinanziert. Werden nun höhere Kreditzinsen fällig, könnte der Konzern womöglich schnell in finanzielle Schieflage geraten, worauf der Aktienkurs selbstverständlich ebenfalls reagieren würde. Eine kleine Chance zur Kehrtwende besteht für den Titel in einem stärker werdenden Gesamtmarkt in der zweiten Jahreshälfte.

Bildquelle(n): shutterstock, carnival, pixabay, statista

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