Varta AG Aktie: Prognose 2021, Kurs, Unternehmen und Entwicklungen
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Varta AG Aktie: Prognose 2021, Kurs, Unternehmen und Entwicklungen

Elektromobilität und Erneuerbare Energien gehören zu DEN Trendthemen der Stunde. Ganz gleich, ob NASDAQ, NIKKEI oder eben DAX: Aktien aus den Branchen nachhaltiger Ressourcengewinnung beziehungsweise Fortbewegung werden rund um den Globus gehandelt. Mitten drin: Die VARTA AG Aktie (WKN: A0TGJ5, ISIN: DE000A0TGJ55). Der deutsche Traditionskonzern deckt sowohl das Thema Green Energy als auch E-Mobility ab, denn die Akkus aus dem Hause VARTA dienen schließlich (auch) der Speicherung von Solarenergie. Zudem verfügt VARTA über das Know-how, Batterien für E-Autos zu fabrizieren.

Kein Wunder also, dass die VARTA AG Aktie hierzulande zu den beliebtesten Wertpapieren gehört! Der VARTA Kurs macht’s deutlich. Fragen Sie sich nun, ob ein Investment in den MDAX-Titel aussichtsreich ist? Ist der VARTA Kurs bereits heißgelaufen? Wie steht es um die Konkurrenz? Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund zum Thema VARTA AG Aktie liefert die VARTA AG Aktie Prognose.

VARTA Aktie: Kürzel und Symbole

Varta Aktie WKN: A0TGJ5, ISIN: DE000A0TGJ55, Ticker-Symbol: VAR1

VARTA Aktie Kurse

Ein Jahrhundertkonzern

VARTA darf sich ohne Wenn und Aber als ein Traditionsunternehmen bezeichnen. Gegründet wurde die Firma für „Vertrieb, Aufladung und Reparatur Transportabler Akkumulatoren“ bereits 1887, konkret im schwäbischen in Ellwangen. In seinen Anfängen fabrizierte VARTA noch unter der Bezeichnung „Accumulatoren Fabrik Aktiengesellschaft“, kurz AFA. Nach diversen Umstrukturierungen, Übernahmen und einer Neuausrichtung nach dem 2. Weltkrieg konzentrierten sich die Schwaben vermehrt auf die Produktion von Knopf- und Kleinstbatteriezellen. Erst 1962 wurde die Namensänderung beschlossen. Zu den größten Abnehmern von VARTA gehörte zwar weiterhin die heimische Marine, doch das Geschäft für Industrie- und Kleinstbatterien wuchs kräftig.

Überraschend: Das neu entstandene Kerngeschäft wurde wenig später verkauft. Alsdann schrieb VARTA ausschließlich Verluste. Immerhin legte man zeitgleich den Grundstein für die Produktion von Autobatterien (1993). Das Joint Venture mit der Robert Bosch GmbH konnte den Konzern allerdings nicht vor weiteren Ausverkäufen und der letztendlichen Zerschlagung Anfang der 2000er bewahren. Nach dem Delisting der VARTA AG Aktie, einer erneuten Aufspaltung und umfangreichen Sanierung erfolgte 2016 der zweite Börsengang.

Mit dem Fokus auf Lithium-Ionen-Batterien gelang VARTA mitsamt der VARTA AG Aktie der Durchbruch: Steigende Absatzzahlen trieben den VARTA Kurs vom Emissionspreis bei 17,5 Euro kontinuierlich in die Höhe. Zuletzt notierte die VARTA AG Aktie bei rund 130 Euro. Eine Rendite von mehr als 700 Prozent!

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Kerngeschäft und Absatzzahlen

Die VARTA AG ist grundsätzlich in zwei Geschäftsbereiche aufgeteilt:

1.) VARTA Microbattery (Microbatteries & Solutions)

Der Bereich Microbattery beziehungsweise Microbatteries & Solutions trägt zu 62 Prozent des Umsatzes bei und macht somit das Kerngeschäft aus. Die Herstellung von Mikrobatterien wie zum Beispiel für Hörgeräte sowie kabellose Kopfhörer nimmt in diesem Segment den größten Raum ein. Insbesondere die wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Zellen für Hearables (Premium-Kopfhörer) stärkt VARTAs Position in diesem Markt und gilt mit Wachstumsraten von 30 bis 40 Prozent p. a. als zuverlässige Einnahmequelle.

2.) VARTA Consumer Batteries

In die Sparte Consumer Batteries fallen die Produktionen „klassischer“ Haushaltsbatterien sowie Hochleistungs-Energiespeicher-Systeme (VARTA Storage). 38 Prozent der Produktverkaufseinnahmen werden demnach mit typischen Batterien (AAA bis 9V), mobilen Akkus (Powerbanks) und Solarspeichermodulen erwirtschaftet.

Separiert betrachtet bescherten der VARTA AG beide Bereiche erkennbar steigende Umsätze von einst 242,16 Millionen Euro (2017) auf zuletzt 870 Millionen Euro. Den größten Zuwachs verzeichnete man in den letzten zwei Jahren: Betrug der Umsatz 2018 noch 272 Millionen Euro, kletterte er ein Jahr später auf 364 Millionen und konnte sich dann 2020 mehr als verdoppeln. Für 2021 werden Einnahmen von 967 Millionen Euro erwartet. Doch nicht nur den Umsatz, sondern auch die Profitabilität steigern die Baden-Württemberger kontinuierlich. 2018 etwa betrug die Nettomarge 9,3 Prozent. Für das Geschäftsjahr 2020 konnte man bereits eine Nettomarge von 11 Prozent verkünden und sollte diese bis 2023 auf 16,4 Prozent ausbauen können.

Der Absatzmarkt von VARTA teilt sich in zwei große Regionen auf. Mit einem Anteil von 38,1 Prozent macht Asien eines der Schwergewichte aus. Die Regularien für ausländische Konzerne sowie Investoren in der VR China sind unbedingt zu berücksichtigen! Die Tendenz geht jedoch Richtung Europa: Mittlerweile erzielt die VARTA AG 31,8 Prozent ihrer Umsätze in Europa (2019: 20,8 Prozent), angeführt vom heimischen Mark, auf den ein gutes Fünftel der Einnahmen entfällt. In den USA werden lediglich 5 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet.

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Partnerschaften & Kunden

Sowohl Anleger als auch Analysten schätzen es, wenn Unternehmen feste Partner beziehungsweise Kunden vorweisen. Die VARTA AG versteht sich offensichtlich zunächst als ein Traditionskonzern, der Kunden überzeugen und dem VARTA Kurs nur sekundär Beachtung schenken möchte. Anderweitig lässt sich die Informationspolitik kaum erklären, denn die PR-Abteilung hüllt sich in puncto Partnerschaften für gewöhnlich in Schweigen.

Unternehmenskommunikation hin, Unternehmenskommunikation her: Zu den größten Abnehmern der Knopfzellen von VARTA gehören Samsung, Sony und Apple. Die Global Player bescherten den Schwaben einen Großteil ihrer Einnahmen, doch Gerüchte, denen zufolge Apple die Fertigung der Energiespeicher alsbald selbst übernehmen möchte, kratzten zuletzt an der VARTA AG Aktie. Der Absatz von Knopfzellen und Kleinstbatterien unterliegt allerdings grundsätzlich Schwankungen und wechselnde Großkunden gehörten bei der VARTA AG jeher zum Geschäft. Ganz anders im Bereich der E-Mobility!

Kurstreiber Elektromobilität

Das Thema Elektromobilität markiert auch bei VARTA einen überaus aussichtsreichen Wachstumsmarkt und prägt derweil maßgeblich die Entwicklung der VARTA AG Aktie. Entgegen diverser E-Mobility-Start-ups und angeblicher Wasserstoff-Revolutionäre verdient der Konzern mit dem Trend zur Elektrifizierung jedoch auf alle Fälle Geld. Die ersten Verträge sind bereits unterzeichnet! Doch der Reihe nach …

Zu den größten Hoffnungsträgern gehört die mit Volkswagen geschaffene Forschungsgesellschaft alias VW-VM mbH & Co. KG. Ausschließliches Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung von Pkw-Batterien der nächsten Generation. Die Fertigung der Batterien übernimmt die Tochtergesellschaft Clarios Germany GmbH & Co KgaA! Hier erfolgt unter anderem bereits die Produktion der V4Drive. Die Kraftzelle soll zwar ausschließlich als Booster-Zelle zum Einsatz kommen und nicht als Primärantrieb dienen, ebnet jedoch für allerlei Sportwagen den Weg in die E-Mobility. Dank der revolutionären Turbo-Ladefunktion ist die V4Drive in nur sechs Minuten aufgeladen und ermöglicht teilweise höhere Beschleunigungsraten als baugleiche Verbrenner.

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Sollte es den Süddeutschen gelingen, auch größere Batterieversionen nach stromeffizienten Formfaktoren wie etwa dem 21700er der V4Drive zu gestalten, sollten die Umsätze/Gewinne der VARTA AG kräftig anziehen – und die VARTA AG Aktie zum Höhenflug ansetzen. Zugegeben: Der Abnehmer für die V4Drive, die Porsche SE, überrascht nicht. Schließlich befindet sich die Volkswagen AG de facto im Besitz der Porsche Automobile Holding und hat demnach durch die Kooperation mit VARTA doppelt profitiert. Die Erträge von knapp 210 Millionen Euro für die erste Marge machen zudem noch nicht deutlich, wie viel Potenzial in dem Bereich Elektromobilität steckt. Das Researchhaus Polaris beispielsweise gibt an, dass das Umsatzvolumen im E-Mobility-Markt von zuletzt rund 170 Milliarden Euro (2020) in fünf Jahren auf über 780 Milliarden Euro anwachsen wird. Sollte die VARTA AG auch nur ein halbes Prozent dieser Umsätze für sich beanspruchen können, stünde ein Jahresumsatz von 3,9 Milliarden Euro in den Büchern!

In der VARTA AG Aktie sind solche Skalierungen bereits eingepreist: Mit einem KGV von 51 (basierend auf den Geschäftszahlen für das Jahr 2020) gehört die VARTA AG Aktie zu den „teuersten“ Wertpapieren der deutschen Leitindizes. Gänzlich ungerechtfertigt ist die Bewertung allerdings nicht. Die Schwaben sind nahezu schuldenfrei (Verschuldungsgrad: 0,06) und angesichts des Eigenkapitals von 420 Millionen Euro sowie einer festen Aktionärsstruktur (Freefloat: 44 Prozent) vor größeren Verwerfungen am Gesamtmarkt weitgehend abgesichert.

Chancen und Risiken

Klar ist: Sollte sich der Trend der Elektromobilität fortsetzen oder gar verstärken, dürfte der VARTA Kurs weiter zulegen. Investoren sollten allerdings auch das Kerngeschäft verfolgen. Bei Batterien für Hörgeräte beispielsweise ist man führend! Hier will VARTA seinen Marktanteil noch weiter ausbauen und produkttechnisch mit einer Leistungssteigerung von bis zu 40 Prozent pro Ladezyklus überzeugen. Des Weiteren locken Wachstumsraten im Bereich der stationären Energiespeicher. Der Bundesverband Solarwirtschaft etwa forderte in jüngster Vergangenheit massive Subventionen, die VARTAs Verkaufserlöse von Industrie-Stromspeichern ankurbeln sollten.

Gegenwind droht aus dem Rohstoffsektor. Allein die Chartverläufe der unzähligen Lithium Aktien machen klar, in welchem Ausmaß sich die Lithiumpreise in den letzten Monaten entwickelt haben. Auch die Preise für Kobalt, Nickel und Kupfer sind zuletzt kräftig gestiegen. Ganz zu schweigen vom Rohstoff Nummer ein: Strom! Zwar hat VARTA Mehrjahresverträge abgeschlossen, die den Konzern vor Preissteigerungen kurzfristig schützen. Sollten die Energiepreise jedoch langfristig anziehen, würden auch bei VARTA die Produktionskosten steigen und die Margen sinken. Ein weiterer Risikofaktor lauert in der Logistik. Galoppierende Transportkosten belasten bereits jetzt das Geschäft von VARTA, schließlich müssen 38,1 Prozent der Waren nach Asien verschifft werden! Ein absolutes Horrorszenario mag zudem im Segment der E-Auto-Batterien drohen. Denn obgleich Experten versichern, dass von Batteriezellen keine größere Brandgefahr als von Verbrennern sowie Hybriden ausgeht, machten die „explodierenden“ Handyakkus von Samsung im Jahr 2016 deutlich, dass fehlerhaft konstruierte Energiespeichersysteme Ernst zu nehmende chemische Reaktionen hervorrufen. Zu guter Letzt könnten die hiesigen Mitbewerber den VARTA Kurs ins Straucheln bringen.

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Die Konkurrenz schläft nicht

Ganz gleich, ob Knopfzelle oder Auto-Batterie: Konkurrenten für VARTA gibt es genüge. Derweil gilt zum Beispiel der südkoreanische Batterie-Experte SAMSUNG SDI als ein heißer Kontrahent. Das Wertpapier der Asiaten ist mit einem KGV von 73 deutlich „teurer“ als das der VARTA AG Aktie, doch die Marktstellung und die günstig gelegenen Vertriebswege zu Abnehmern in benachbarten asiatischen Ländern dürften die Anleger auf absehbare Zeit weiterhin honorieren. Aus Asien stammt auch BYD. Die Chinesen verstehen sich als ein All-Around-Talent und fahren sowohl mit ihren E-Limousinen als auch Solarzellen, Chips und Stromspeicher stetig wachsende Gewinne ein. Bisweilen noch ein Gerücht: Die Blade Battery von BYD soll bald auch in den Modellen von TESLA Verwendung finden.

VARTA Aktie Prognose

Prognosen sind stets mit Vorsicht zu genießen. Da sich jedoch viele Anleger an den Meinungen von Analysten orientieren, lohnt es sich durchaus, die eine oder andere VARTA Aktie Prognose zu berücksichtigen. Das Problem: Prognosen fallen von Analyst zu Analyst unterschiedlich aus. So erachten die Experten aus dem Hause Warburg Research 90,6 Euro als einen fairen Preis für die VARTA AG Aktie. Demgegenüber steht die Beerenberg Bank, die zumindest einen Kurs von 125 Euro als gerechtfertigt sieht. Geht es allerdings nach den Meinungen etlicher Anleger und unabhängiger Analysten, sollte der Varta Kurs in absehbarer Zeit auf 200 Euro klettern. Nicht zuletzt stellt auch „Der Aktionär“ diese VARTA Aktie Prognose auf.

VARTA Aktie: Basisdaten (WKN: A0TGJ5, ISIN: DE000A0TGJ55, Ticker-Symbol: VAR1)

Fazit: VARTA Aktie Chartverlauf

Der Chart der VARTA AG Aktie lässt einen klaren Aufwärtstrend erkennen – bis ins Jahr 2020. In den letzten Monaten hingegen verhielt sich der VARTA Kurs überaus volatil. Ein Investment ist demnach langfristig zu betrachten: Auch wenn der VARTA Kurs schwanken und Anleger ins Minus geraten sollten, bedeutet dies nicht, dass sich die VARTA Aktie Prognose geändert hat. Kurzfristig agierende Anleger (Trader) können sich an Unterstützungs- beziehungsweise Widerstandszonen orientieren, sollten jedoch stets die Möglichkeit überproportionaler Ausschläge bei Good/Bad News bei der Order-Platzierung berücksichtigen!

VARTA Kurzprofil

Die VARTA AG als Mutterkonzern der Gruppe ist über ihre hauptsächlichen operativen Tochtergesellschaften VARTA Microbattery GmbH und VARTA Storage GmbH in den Geschäftssegmenten Microbatteries und Energy Storage Solutions tätig. Als einer der zwei weltweit größten Hersteller von Mikrobatterien für Hörgeräte (gemessen am Produktionsvolumen) ist die VARTA Microbattery GmbH ein Pionier im Mikrobatteriesektor. Die Mikrobatterien für Hörgeräte werden unter der Marke power one sowie als White Label-Produkte für führende Hörgerätehersteller und Batteriemarken produziert, verkauft und vermarktet. Daneben ist die VARTA Microbattery GmbH bestrebt, ihre Expertise im Bereich der Mikrobatterien für Hörgeräte auf den Wachstumsmarkt für wiederaufladbare Mikrobatterien für die Unterhaltungselektronik und eine Vielzahl an industriellen Anwendungen zu übertragen. Durch ihre Tochtergesellschaft VARTA Storage GmbH fokussiert sich die Gruppe auf das Design, die Systemintegration und die Montage von stationären Lithium-Ionen-Energiespeichersystemen für Haushalte und maßgeschneiderte Batteriespeichersysteme für OEM-Kunden. Mit vier Produktions- und Fertigungsstätten in Europa und Asien sowie Vertriebszentren in Asien, Europa und den USA sind die operativen Tochtergesellschaften der Gruppe derzeit in über 75 Ländern weltweit tätig.

Varta Aktien – Stammdaten

Ticker-Symbol der Aktie: VAR1
WKN: A0TGJ5
ISIN: DE000A0TGJ55
Anzahl der Varta Aktien: 40,422 Mio.
Streubesitz: 44%

Finanzdaten je Varta Aktie

Dividende: 0,64 EUR*
Gewinn: 3,39 EUR*
Cashflow: 2,64 EUR*

*Schätzung 2021

Kontakt: VARTA AG

Postadresse

VARTA-Platz 1
Ellwangen, Baden Wuerttemberg 73479

Phone : +49.7961.921.0
Fax : +49.7961.921.2553
Web : https://www.varta-ag.com/

Bildquelle(n): Varta AG, Shutterstock

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