SAP Aktie Prognose 2026: Unternehmen, Kurs und Quartalszahlen

SAP Aktie News – Einbindung von AWS verspricht Kundenwachstum

Die deutsche SAP gilt mit einer Marktkapitalisierung von über 250 Milliarden Euro als das größte europäische Software-Unternehmen. Im deutschen Leitindex DAX sind die SAP SE Aktien (WKN: 716460, ISIN: DE0007164600) mit knapp 15 Prozent gewichtet. Besitzer eines DAX-ETFs sind somit zu einem wesentlichen Anteil an der SAP SE beteiligt, wenn auch nur indirekt. 

SAP Aktie News: SAP Quartalszahlen: Ausblick verschreckt Anleger 

Ob die SAP SE Aktie als Einzelkauf infrage kommt, wodurch sich SAP einen internationalen Namen machen konnte, welche SAP Aktie News derzeit die Runde machen und wie eine SAP Aktie Prognose 2026 aussehen könnte, verraten die folgenden Zeilen.

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SAP SE-Vorstandsmitglied Thomas Saueressig bei SAP Sapphire, Florida / SAPSE

SAP Aktie: Kennziffern und Symbol

WKN: 716460, ISIN: DE0007164600, Ticker-Symbol: SAP

SAP Aktienkurs (Xetra)

Das Unternehmen im Schnellcheck

Die Geschichte von SAP reicht bis in die frühen 1970er-Jahre. Gegründet als Systemanalyse Programmentwicklung GbR in Weinheim setzte man Maßstäbe in der Digitalisierungsbranche: Die Newcomer griffen nicht mehr auf Lochkarten oder Stechuhren zurück, sondern nutzten (voll-)elektrische Zeiterkennungssysteme.

Die Bereiche Lohnabrechnung und Buchhaltung standen zunächst im Vordergrund, und mittels Standortsoftware sollten Firmen sowohl ihre Effizienz als auch ihre Kosten senken. Revolutionär für damalige Verhältnisse: Daten wurden nicht nur elektronisch, sondern sogar online, also in Echtzeit, erfasst sowie gespeichert. Auf Grundlage firmeninterner Netzwerke (Intranet) wurden somit riesige Datenpools geschaffen, die dann über das hauseigene Realtime-System verwaltet wurden. Mit der Anwendung SAP R/1 gelang dem Unternehmen der Durchbruch.

SAP portfolio Gründer, klaus tschira, hasso plattner, dpa afx dietmar hopp und hans werner
SAP Gründer: Klaus Tschira, Hasso Plattner, Dietmar Hopp und Hans Werner / SAP AG

Stück für Stück erweiterte man den Kassenschlager, beispielsweise um Funktionen zur Implementierung von Auftragseingängen und Materialbedarfsplanung. Mit SAP SR2 setzte sich SAP auch erstmals auf dem internationalen Markt durch. Das nötige Kapital für die Expansion beschaffte man sich durch die Ausgabe neuer SAP Aktien. Die Nachfrage nach den Unternehmensanteilen war jedoch verhalten und der Gang an die Börse erhielt wenig Aufmerksamkeit.

Erst Berichte wie solche aus der Computerwoche (1990), demzufolge sich die SAP AG „nahezu unbemerkt … mit ihrem modularen Standardsoftware-Paket R/2 eine Quasi-Monopol-Position auf dem Gebiet der kommerziellen Standardsoftware für S/370-Rechner in der Bundesrepublik geschaffen“ habe, bescherten dem Konzern Beachtung. Inklusive der SAP Aktie!

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SAP Office, 1989 / SAP AG

Mit der Wiedervereinigung erhielt SAP einen weiteren Wachstumsschub und profitierte insbesondere von der Kooperation mit dem deutschen Industrieriesen Siemens. Die SAP AG wandelte sich in die SAP SE und agierte nun als europaweiter, später als globaler Anbieter für Unternehmenssoftware.

Im Laufe der Zeit wuchs der Geschäftsbereich deutlich und wurde zum Beispiel um Lösungen zum Klimaschutz erweitert. Kooperationen mit Bluechips wie der Alphabet Inc. (Ex-Google) sicherten dem Konzern auch in Übersee ein festes Standbein. Berichte um einen Patentstreit mit dem Konkurrenten Oracle schadeten weder der Reputation noch dem SAP Aktienkurs.

eine wolke schwebt über den geld brief tisch an dem 4 leute arbeiten, cloud als dokumenten symbol
Cloud-Computing- und Technologiekonzept / shutterstock

Geschäftsmodell der SAP SE

Auch ein halbes Jahrhundert nach ihrer Gründung ist die SAP SE als Software-Unternehmen tätig. Auch die Ziele sind dieselben: Prozessoptimierungen und Ressourcenersparnisse. Allerdings: Mittlerweile haben sich die Produkte der Baden-Württemberger enorm verändert, werden auf internationaler Ebene und nicht mehr ausschließlich durch den Konzern genutzt.

So existiert ein breites Netz aus Partnern in nahezu sämtlichen Branchen und Ländern, was es dem Global Player ermöglicht, einen Großteil seiner Beratungsleistungen „outzusourcen“ und somit Kosteneffizienzsteigerungen zu bewerkstelligen. Denn die ERP-Systeme werden sowohl von Großkunden wie Volkswagen, Porsche, Adidas und McDonald’s, welche eine direkte Betreuung durch die SAP SE erhalten, als auch von Kunden aus dem Mittelstand (KMU) genutzt. Letztere erfahren durch mehr als 800 offizielle Partner der Walldorfer eine Beratung, Einführung sowie Support-Dienste.

Außerhalb des B2B-Bereichs ist SAP nach wie vor nicht tätig. Sprich: Die Software wird einzig und allein von Geschäftskunden und nicht von Privatpersonen genutzt.

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Business, Working, Software / shutterstock

Ein deutlicher Umschwung im Geschäftsmodell ist im Rahmen der „Transformation“ zu erkennen, die man vor gut vier Jahren ausgerufen hat. Die Baden-Württemberger wollen – und müssen – mit der Zeit gehen und haben sich ähnlich wie Microsoft & Co. für ein Geschäftsmodell auf ABO-Basis entschieden. Kunden erwerben die Software nicht mehr als „Komplettpaket“, sondern greifen auf monatlich/jährlich ausgelegte Lizenzmodelle zurück.

So setzt auch SAP seit 2020 auf das Modell SaaS (Software as a Service). Eng verknüpft mit diesem Strategiewechsel ist der Ausbau des Cloud-Business. Kunden verlagern ihre Dateien/Anwendungen in die „Datenwolke“, sprich auf die Server von SAP.

Vorteil für die Unternehmen: Sämtliche Daten können zügig dupliziert und geteilt, auf Fehler untersucht und automatisch gesichert werden. Auch dem Schutz vor Cyberangriffen kommt dieser Wechsel zugute.

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SAP-Data-Center Walldorf / SAP AG

SAP Aktie im Umbruch: Altlasten und KI-Hoffnung

Mitte 2022 mussten SAP-Aktionäre herbe (Buch-)Verluste erleiden. Zumindest kurzfristig. Nach Bekanntgabe der SAP Quartalszahlen vom 21. Juli 2022 gaben die Anteilsscheine der SAP SE um rund 5 Prozent nach.

Grund für den Abschlag waren die Umsatz- sowie Gewinnerlöse aus dem zweiten Quartal, ebenso wie ein mauer Ausblick auf das gesamte Geschäftsjahr 2022. So meldete man einen drastischen Nettogewinnrückgang auf 200 Millionen Euro – ein Abschwung von 86 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal! 

Insbesondere der Krieg in der Ukraine, genauer gesagt der Rückzug aus dem Russlandgeschäft, habe zu diesem Einbruch geführt. Rund 360 Millionen Euro Umsatz seien durch die fehlende Ost-Kundschaft ausgeblieben.

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Doch wo Schatten, da auch Licht. Stolz verkündete CEO Christian Klein: „Die Clouderlöse sind nun zum größten Umsatzstrom geworden“ und betonte, wie sehr sich die Investitionen in die Cloud-Sparte gelohnt hätten.

Tatsächlich: Der Umsatz mit der Datenwolke wuchs von 2,3 auf 3 Milliarden Euro! Zusammen mit der SAP Aktie Prognose 2026 des Unternehmens, den Gesamtjahresumsatz aus dem Cloud-Business auf über 22 Milliarden Euro zu steigern und der Bekanntgabe über ein weiteres Aktienrückkaufprogramm (500 Millionen Euro) konnte die SAP Aktie News den SAP Kurs wieder gen Norden heben.

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Christian Klein, CEO von SAP SE / SAP AG

Für erneute Furore sorgten die Quartalszahlen, die Ende Oktober 2022 veröffentlicht wurden. Zwar sackte der Nettogewinn um erstaunliche 61 Prozent auf 547 Millionen Euro ab. Langfristige negative Folgen befürchteten die Anleger jedoch offensichtlich nicht.

Der Umsatz konnte unerwartet stark gesteigert werden (+15 Prozent). 7,84 Milliarden Euro nahm die Software-Schmiede ein und betonte, dass in erster Linie Währungseffekte das Ergebnis belasteten. Die SAP Aktie reagierte zunächst verhalten, setzte dann jedoch zum Turnaround an: Bis zum Jahresende legte der SAP Aktienkurs um über 20 Prozent zu!

SAP Aktie News zum Geschäftsmodell beziehungsweise zu den Produkten der Walldorfer hingegen fanden in den letzten Jahren selten Beachtung. Ebenso wie die Deutsche Telekom Aktie konnten sich die Papiere des „Schlafenden Riesen“ dennoch zu einem Top-Performer entwickeln und letzten Endes durch eine Nachricht aus Übersee nochmals Schwung holen. Die von Microsoft unterstützte Künstliche Intelligenz alias ChatGPT soll alsbald auch in SAP Produkten integriert werden.

Apropos Künstliche Intelligenz, kurz KI: Mit Qualtrics XM führt SAP ebenfalls eine KI-Abteilung. Besser gesagt führte! Die auf Datenerhebung und -Analyse ausgerichtete Software bietet zwar weniger Dialogfunktionen als der Chatroboter der OpenAI-Gruppe, könnte für Unternehmen jedoch umso mehr Erkenntnisse in den Bereichen Marktforschung und Nachfrage erbringen.

Am 13. März 2023 verkündete SAP jedoch, ebendiese Sparte verkaufen zu wollen. Ein kluger Schachzug? Das Potenzial der Plattform ist groß, doch zum Zeitpunkt der Verkaufsgespräche mit der Investmentgesellschaft Silver Lake herrschte ein regelrechter KI-Wahn, der selbst unprofitablen Unternehmen wie etwa C3.AI enormen Aufschwung an der Börse verlieh.

Die Qualtrics Aktie reagierte auf die SAP News mit einem ordentlichen Kurssprung: 62 Prozent schnellten die Papiere der amerikanischen Tochtergesellschaft in die Höhe. Mission erfolgreich! Im Juni 2023 gab SAP den Abschluss der Ausgliederung bekannt. Rund 12,5 Milliarden Euro flossen durch den Verkauf nach Walldorf. Unterm Strich konnte die SAP SE durch den Deal mit Silver Lake ihre Bilanz einmalig stärken, sodass auch die SAP Dividende abgesichert zu sein scheint.

Kurstreiber für die SAP Aktie: Deutsche Börse hebt Kappungsgrenze an

Aktienkurse können unendlich steigen, so die Theorie. Für die SAP Aktie galt dieser Grundsatz eine lange Zeit nicht! Denn als Schwergewicht des deutschen Leitindex DAX wurde die Aktie der SAP SE regelmäßig in ihrer Kursentwicklung beschränkt, da bis Ende 2023 eine Kappungsgrenze von 10 Prozent pro Aktiengattung herrschte. Überstieg der Aktienkurs ebendiese Grenze, erfolgte automatisch eine Kappung.

Aus diesem Grund entschied sich übrigens die Linde PLC, ihre Notierung an der Börse Frankfurt aufzugeben! Die Börsenaufsicht scheint aus ihren Fehlern gelernt zu haben: Am 27. November 2023 wurde die Kappungsgrenze von 10 auf 15 Prozent angehoben.

Auf die News reagierte die SAP Aktie prompt und kletterte innerhalb von zwei Wochen auf ein neues Hoch bei 148 Euro (+ 5,71 Prozent). Im April 2024 erklomm die SAP Aktie gar ein neues Allzeithoch und notierte zeitweise über 182 Euro!

SAP Dividende 2026

Die SAP SE hätte durchaus Chancen, in den Kreis der sogenannten Dividenden-Aristokraten aufzusteigen. Gemeint sind hiermit Unternehmen, die nicht nur jedes Jahr eine Dividende zahlen, sondern diese kontinuierlich anheben. Und dies bereits seit über 25 Jahren! Mit Ausnahme des Krisenjahres 2007 trifft dies nämlich auf die Walldorfer zu: In den letzten zehn Jahren steigerte der Konzern seine Dividende um knapp 8,6 Prozent pro Jahr.

Prozentual betrachtet fällt die Ausschüttung, also die Dividendenrendite, bei einem Kurs von 242,00 EUR mit 1,04 Prozent gering aus. Zumindest, wenn man diese in Relation zu typischen Hochdividenden-Werten à la Volkswagen & Co. setzt. Im Falle der SAP Aktie ist es jedoch nicht die Höhe der Dividende, sondern deren Kontinuität, gepaart mit einem steigenden SAP Aktienkurs. Ein Paradebeispiel für die sogenannte Dividendenwachstumsstrategie.

Zuletzt lag die SAP Dividende bei 2,35 EUR und wurde am 16. Mai 2025 (Ex-Tag: 14. Mai) rückwirkend für das Geschäftsjahr 2024 gezahlt. Die SAP Dividende 2025 betrug demnach 2,35 EUR. Auch hier zeigt sich: Gegenüber der Dividende aus dem Vorjahr, gezahlt am 16. Mai 2024, wurde die Dividende um 6,82 Prozent angehoben. Besonders deutlich zeigt sich dieser Effekt im Vergleich zur ersten Dividende von 0,01 EUR, die im Jahr 1989 gezahlt wurde. Käufer der SAP Aktie zum damaligen Zeitpunkt dürfen sich über ein Dividendenwachstum von rund 23.400 Prozent freuen. Plus Kursgewinne!

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Dividendenentwicklung von SAP / FinMent

Wann zahlt SAP Dividende aus?

Für das Geschäftsjahr 2025, dies wäre dann die SAP Dividende 2026, prognostizieren Analysten eine Ausschüttung von 2,38 EUR. Sofern sich der zuletzt vermeldete Wachstumstrend fortsetzt, könnte diese Prognose eintreffen. Mit einer Kürzung der Dividende ist angesichts der soliden Finanzen nicht zu rechnen.

Analyse der SAP SE Aktie nach Fundamentaldaten

Gemäß den Bewertungsrichtlinien des Piotroski-F-Score-Modells bringt es die SAP SE auf sieben von neun Punkten und gilt somit als sehr solide finanziert. Die Profitabilität liegt zwar hinter den Werten großer Tech Aktien, doch angesichts der positiven Entwicklung der Nettomarge von 5,55 Prozent (2022) auf zuletzt 9,14 Prozent sowie erkennbar steigenden Umsätzen sollte allein die Margenschwäche keinen Grund gegen einen SAP Aktien Kauf darstellen.

Erfreulich ist auch die negative Nettoverschuldung! Seit 2023 ist die SAP SE schuldenfrei. Angesichts eines Free Cashflows von voraussichtlich 8 Milliarden Euro befindet sich die SAP SE in einer mehr als vorteilhaften Positionierung auf dem internationalen Software-Sektor. Übernahmen beziehungsweise Investitionen scheinen denkbar und dürften die Marktstellung deutlich stärken.

Allerdings: Die Aktien von SAP sind mit einem KGV von 39,7 alles andere als günstig. Sollten Analysten ihre Meinung ändern oder sollten negative Nachrichten auftauchen, könnte der SAP Kurs schnell unter Druck geraten. Einen großen Kritikpunkt sehen Skeptiker auch in dem hohen Goodwill: Durch zahlreiche Übernahmen vieler kleinerer Unternehmen ist die Bilanz der SAP SE beziehungsweise der faire Wert des Gesamtkonzerns schwierig zu evaluieren.

Weitere Belastungsfaktoren sind in der erstarkenden Konkurrenz zu erkennen. Beispiel Salesforce. Die Amerikaner drohen den Deutschen im Cloud-Business den Rang abzulaufen und haben bereits zahlreiche innovative Produkte entwickelt. Die Bewertung der Salesforce Aktie (KGV: 33,4) ist ebenfalls alles andere als günstig. Doch angesichts einer wesentlich stabileren und schnelleren Margenentwicklung sowie einer Umsatzsteigerung von über 25 Prozent (5-Jahres-Schnitt) weist der US-Konkurrent auch ein deutlich stärkeres Wachstum auf. Zum Vergleich: Die Umsatzsteigerung der SAP SE Aktie lag in den letzten fünf Jahren bei 4,4 Prozent.

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Vorstandsmitglied Muhammad Alam bei SAP Sapphire / SAP SE

SAP Aktie Quartalszahlen zum Q3 2025

Am 22. Oktober öffnete die SAP SE ihre Bücher zum dritten Quartal 2025. Die SAP Aktie gehörte ungeachtet der geopolitischen Unsicherheiten, geprägt durch Zoll-Debatten rund um Exportbeschränkungen Seltener Erden, und überraschend schwachen Zahlen vom Streaming-Riesen Netflix zu den stärkeren DAX-Titeln und konnte sich von ihrem Tief Mitte September kräftig erholen (+15 Prozent). Mit Vorlage der Zahlen verlor die SAP Aktie dann jedoch deutlich. Um rund 6 Prozent ging es für den Software-Riesen bergab. 

Grund war die weiterhin skeptische Prognose der Walldorfer. Ähnlich wie bei der Vorlage der Q2 Zahlen zeigte man sich skeptisch und verwies auf eine anhaltende Zurückhaltung aufseiten vieler Großkunden. Insbesondere der wichtigste Markt, die USA, trage weniger stark als erhofft zum Umsatz bei – hervorgerufen durch politische Unsicherheiten und unvorteilhaften Währungskursen. Vor allem aber sorgte die Prognosesenkung im stark beachteten Cloudgeschäft für Ernüchterung.

Zu den Zahlen:

Konkret meldete SAP einen Umsatz von 9,07 Milliarden Euro (Q3 2024: 8,47 Milliarden Euro) und einen Gewinn von 2,05 Milliarden Euro (Q3 2024: 1,46 Milliarden Euro). Analysten hatten beim Umsatz etwas mehr erwartet, doch zumindest beim Gewinn konnte man die Erwartungen übertreffen.

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Umsatzentwicklung von SAP / FinMent

Der Free Cashflow hingegen lag unter den Prognosen und sorgte mit 7,1 Milliarden Euro zunächst für Ernüchterung, wohingegen der Ausblick überzeugte: Nicht mehr rund 8 Milliarden Euro, sondern bis zu 8,2 Milliarden Euro wollen die Walldorfer im laufenden Geschäftsjahr erwirtschaften. Ein deutlicher Belastungsfaktor sei das aktuelle Wechselkursverhältnis: Laut SAP koste jeder Cent eines schwachen US-Dollars rund 30 Millionen Euro Umsatz. Dennoch betonte CFO Dominik Asam: „Die starke Leistung von Q3 unterstreicht die Stärke und Agilität unseres Modells … Wir gehen in das vierte Quartal zuversichtlich in unsere Fähigkeit, unsere Verpflichtungen einzuhalten, was sich in einem verbesserten Ausblick auf das Betriebsergebnis und den freien Cashflow widerspiegelt.“

Die Worte des Finanzvorstands konnten die Anleger jedoch nicht besänftigen, die sich von der Entwicklung im Cloud-Geschäft enttäuscht zeigten: Im abgelaufenen Quartal verzeichnete der Software-Riese zwar ein solides Wachstum von 22 Prozent auf 5,29 Milliarden Euro, verfehlte damit jedoch den Erwartungen. Auch beim Geschäft mit der Datenwolke machte sich der Wechselkurs negativ bemerkbar, denn das US-Dollar-Euro-Verhältnis kostete den Konzern in diesem Bereich 5 Prozentpunkte Umsatzwachstum.

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CFO Dominik Asam / SAP SE

Aufgrund des Gegenwindes auf der Währungsseite und der politischen Unsicherheit konkretisierte SAP dann auch den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr: Der Cloudumsatz soll 2025 lediglich das untere Ende der prognostizierten Spanne erreichen, also zwischen 21,6 und 21,9 Milliarden Euro taxiert. Zuvor standen Erlöse von bis zu 26 Milliarden Euro im Raum.

Immerhin: Insgesamt rechnet der Konzern nicht damit, dass die aktuelle Schwäche nachhaltige Auswirkungen auf das Geschäft und die Zahlen hat. So versicherte CEO Klein, dass sich das Umsatzwachstum bis 2027 wieder beschleunigen werde. „Wir gewinnen Marktanteile, da unsere Kunden Lösungen in der gesamten Business-Suite einführen, einschließlich Business Data Cloud und KI in beschleunigtem Tempo. Für Q4 setzen wir auf eine starke Pipeline – was uns Vertrauen in unsere beschleunigten Gesamtumsatzwachstumsambitionen für 2026 gibt.“, so Klein.

Eine interessante Entwicklung zeigte sich auf der Kundenseite. Denn ungeachtet der Zahlen entpuppt sich der Softwarehersteller den Beobachtern aus dem Hause Morgan Stanley zufolge als einer der größten Profiteure im Upgrade-Zyklus von ERP-Systemen. Laut des Investmenthauses gäbe es quasi keine Alternativen. Im dritten Quartal unterschrieb sogar der Konkurrent Alphabet sowie der schwedische Netzwerkspezialist Ericsson bei den Walldorfern.

Investitionen ins Cloud-Business zahlen sich aus

Der Transformationsprozess, den die SAP SE durchläuft, bietet Chancen, kostete den Konzern jedoch zunächst Kapital und Ressourcen. Neben den Investitionen in die Cloud-Sparte standen zahlreiche Entlassungen auf dem Restrukturierungsplan! 2022 warnte Klein vor den Auswirkungen der Restrukturierung, unterstrich jedoch die langfristigen Perspektiven.

Der Plan scheint aufzugehen: Nach einem Wachstum von über 40 Prozent in der Cloud-Sparte steht auch für 2025 im Online-Daten-Segment alles auf Wachstum. Die Fokussierung auf die S/4Hana-Produkte scheint ebenso Früchte zu tragen und spiegelt erste Effekte auf Seiten der Kosteneinsparung wider.

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Entwicklung der Cloud Sparte / SAP AG

SAP Aktie: Transformations-Prozess im vollen Gange

Erstaunlich: Ungeachtet des stetigen Transformationsprozesses werden Nachrichten rund um die SAP SE nur selten auf Finanzportalen oder in den marktbreiten Mainstream-Medien diskutiert. Noch erstaunlicher: Die SAP Aktie gehört laut einer Umfrage der Börse.de-Abteilung zu den beliebtesten Aktien unter deutschen Anlegern und besetzt derweil den vierten Platz. 

Lediglich die Apple Aktie (1. Platz), Allianz Aktie (2. Platz) und die Amazon Aktie (3. Platz) rangieren auf der Beliebtheitsskala vor der SAP SE Aktie. Ob es die Nummer vier der beliebtesten Aktien den Deutschen auch in die Liste der aussichtsreichsten deutschen Aktien für 2025 geschafft hat, verraten wir in einem Sonderbeitrag zu den 7 besten DAX Aktien.

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SAP Aktie News – Einbindung von AWS verspricht Kundenwachstum und Infosys investiert in Düsseldorfer KI-Labor

Mitte Januar verkündete die SAP SE mehrere interessante Unternehmensmeldungen. Konkret gab der Konzern zum Beispiel eine Partnerschaft mit Amazon beziehungsweise der Cloudsparte AWS bekannt. Das System GROW, ein „strategischer Meilenstein“ im Rahmen der weiteren ERP-Professionalisierung, soll nun Kunden eine noch einfachere und reibungslosere Integration der SAP S/4HANA Cloud Public Edition ermöglichen. AWS gibt die genaue Anzahl der Kunden nicht bekannt. Schätzungen zufolge sollen jedoch 1,2 Millionen Kunden auf die Plattform der Amerikaner zugreifen!  

Mitte Juli meldete dann der indische Software-Riese Infosys, in enger Kooperation mit SAP ein Enterprise Innovation Lab in Düsseldorf zu errichten. Das „KI-Labor“ soll es Unternehmen ermöglichen, KI-, Daten- und Cloud-Lösungen für die Einbindung ins SAP-Ökosystem zu entwickeln und zu testen. Während SAP mit Business AI, Business Data Cloud und RISE die Kernelemente für die Cloud-Infrastruktur zur Verfügung stellt, steuert Infosys mit Topaz und Cobalt zwei recht junge, jedoch erprobte Tools für die Entwicklung generativer KI bei. Die Eröffnung der Niederlassung ist bereits für 2026 geplant. 

SAP Sapphire-Konferenz 2024: nach letzter schlusskurs gibts eine verkaufsempfehlung von SAP Aktie, cloud backlog, it services
SAP Sapphire 2024 - Orlando, Florida / SAP SE

Analystenschätzungen und Kursziele der SAP Aktie

Angesichts der Marktkapitalisierung der SAP SE überrascht es wenig, dass viele Analysten eine SAP Aktie Prognose 2026 herausgegeben haben. Derzeit covern 27 Analysten die SAP Aktie, wobei das durchschnittliche Kursziel bei 288,10 EUR und somit knapp +20 Prozent über dem aktuellen Niveau liegt. Dies lässt eine deutliche Entwicklung in Richtung Optimismus erkennen, denn Anfang des Jahres lag der Konsens noch bei knapp 150,00 EUR.

SAP Aktie Prognose Übersicht

27 Experten haben ihre Einschätzung zum Kursziel der SAP Aktie abgegeben und prognostizieren im Durchschnitt eine Kursentwicklung von +23,81% auf 288,91 EUR pro Aktie. Während die Optimisten allerdings einen Höchstkurs von 345,00 EUR (+47,85%) erwarten, sehen die Konservativen deutliches Abwärtspotenzial auf rund 192,00 EUR je Aktie (-17,72%).

Von den 27 Analysten raten 17 zum Kauf der SAP Aktie, 6 plädieren fürs Aufstocken, 1 plädiert fürs Halten und 1 Expert ratet zum Verkauf. Hinzu kommt ein Experte ohne Meinung (Neutral).

SAP Headquarters, Walldorf, Germany. SAP gehört zur tech aktien unternehmen, cloud umsatz
SAP Hauptsitz, Walldorf, Deutschland / SAP SE

SAP Aktie: Basisdaten

Fazit: SAP Aktie Prognose 2026

Mit der SAP Aktie sind Anleger im Cloud-Business grundsätzlich gut positioniert und haben die Chance auf solide Wachstumsraten sowie eine stetig steigende Dividende. Da die SAP Aktie Dividende allerdings nur einmal im Jahr ausgezahlt wird und abhängig von der Entwicklung des operativen Geschäfts ist, sollten Anleger die Ausschüttung nicht als alleiniges Kaufargument sehen.

Vielmehr sollte der Fokus auf dem Cloud-Business liegen. Traut man den Walldorfern kein weiteres Wachstum in der Datenwolke zu oder sieht man den Sektor grundsätzlich als überbewertet, so ergibt der Kauf der SAP Aktie wenig Sinn. Mittlerweile generiert SAP nahezu 60 Prozent der Umsätze im Cloud-Segment!

Gleichzeitig ist SAP als ein KI-Unternehmen zu betrachten. Zumindest CEO Klein sieht die Entwicklung rund um künstliche Intelligenz als maßgeblichen Wachstumstreiber. Die KI-Sparte Qualtrics wurde zwar verkauft, doch die Datenmengen, die man auf Servern weltweit hortet, bergen enormes Potenzial für Anwendungen auf Basis künstlicher Intelligenz. Beispielsweise im Bereich der Cybersecurity.

Das Thema Cloud wird demzufolge bereits jetzt und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch zukünftig in nahezu jeder SAP Aktie Prognose im Mittelpunkt stehen. Sollten Quartalszahlen einen Umsatzrückgang im Cloud-Geschäft signalisieren, könnte die Enttäuschung bei Investoren groß sein und die Aktie herbe Rücksetzer erleiden. 

Sollten Anleger nun die SAP Aktie kaufen oder nicht? Fest steht: Die langfristigen SAP Aktie Prognosen haben sich aufgehellt. Das einstige Fazit der BNP Paribas aus 2022, demzufolge „die Anlagestory des Software-Konzerns … kompliziert“ bleibe, ist offensichtlich überholt. Nichtsdestotrotz scheint die Aktie nahe ihren Bewertungs-Tops zu notieren und Marktteilnehmer könnten SAP gar als überwertet ansehen. Nicht wenige Analysten zumindest mahnen zur Vorsicht. Die Konkurrenz schläft nicht, und Global Player wie die Salesforce Inc. drohen dem Unternehmen den Rang abzulaufen.

Dennoch: In Verbindung mit dem anlaufenden zweiten Transformationsprozess könnte der Software-Riese nachhaltige Synergieeffekte heben, insbesondere, sobald sich die Schulungsprogramme in puncto KI auszahlen. Wer ein Investment im Cloud-Business tätigen möchte, darf sicher sein, einen führenden Anbieter in diesem Bereich gefunden zu haben, der vom KI-Boom voraussichtlich über mehrere Jahre hinweg profitiert. Angesichts der Bewertung sollte eine langfristige Beteiligung an dem „Blue Chip Made in Germany“ auf dem aktuellen Niveau in Tranchen erfolgen, wohingegen Trader auch von kurzfristigen Chart-Signalen profitieren können.

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Bildquellen(n): SAP AG, shutterstock, FinMent

Inhalte: FinMent

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