SAP Aktie Prognose 2022: Unternehmen, Kurs und Quartalszahlen

SAP Aktie Prognose 2022: Unternehmen, Kurs und Quartalszahlen

Die deutsche SAP gilt mit einer Marktkapitalisierung von über 110 Milliarden Euro als eines der größten europäischen Software Unternehmen. Im deutschen Leitindex DAX sind die SAP SE Aktien (WKN: 716460, ISIN: DE0007164600) mit 8,2 Prozent gewichtet und somit zumindest indirekt über einen DAX-ETF in vielen Depots heimischer Anleger vertreten. Ob und für wen die SAP SE Aktie auch ein Einzelkauf wert ist, wodurch sich SAP überhaupt einen internationalen Namen machen konnte und was für News in jüngster Zeit rund um SAP kursieren, verraten die folgenden Zeilen.

SAP Aktie

WKN: BASF11, ISIN: DE000BASF111, Ticker-Symbol: BASF

SAP Aktienkurs

Das Unternehmen im Schnellcheck

Die Geschichte der SAP reicht bis in die frühen 1970er-Jahre. Gegründet als „Systemanalyse Programmentwicklung GbRin Weinheim setzte man neue Maßstäbe in der Digitalisierungsbranche: Man griff nicht mehr auf Lochkarten oder Stechuhren zurück, sondern nutzte (voll-)elektrische Zeiterkennungssysteme. Die Bereiche Lohnabrechnung und Buchhaltung standen zunächst im Vordergrund und mittels Standortsoftware sollten Firmen sowohl ihre Effizienz als auch ihre Kosten senken. Revolutionär für damalige Verhältnisse: Daten wurden nicht nur elektronisch, sondern sogar online, also in Echtzeit, erfasst sowie gespeichert. Auf Grundlage firmeninterner Netzwerke (Intranet) wurden somit riesige Datenpole geschaffen, die dann über das hauseigene Realtime-System verwaltet wurden. Mit der Anwendung SAP SR1 gelang dem Unternehmen der Durchbruch.

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SAP Gründer: Klaus Tschira, Hasso Plattner, Dietmar Hopp, Hans-Werner Hector (von links nach rechts) / SAP AG

Stück für Stück wurde der Kassenschlager erweitert, beispielsweise um Funktionen zur Implementierung von Auftragseingängen und Materialbedarfsplanung. Mit SAP SR2 setzte man sich auch erstmals auf dem internationalen Markt durch. Das nötige Kapital für die Expansion beschaffte man sich durch die Ausgabe von Aktien. Die Nachfrage nach den Unternehmensanteilen war jedoch verhalten und der Gang an die Börse erhielt wenig Aufmerksamkeit. Erst Berichte wie solche aus der Computerwoche (1990), demzufolge sich die SAP AG „nahezu unbemerkt… mit ihrem modularen Standardsoftware-Paket R/2 eine Quasi-Monopol-Position auf dem Gebiet der kommerziellen Standardsoftware für S/370-Rechner in der Bundesrepublik geschaffen“ habe, bescherten dem Konzern Beachtung.

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SAP Office, 1989 / SAP AG

Mit der Wiedervereinigung erhielt SAP einen weiteren Wachstumsschub und profitierte insbesondere von der Kooperation mit dem deutschen Industrieriesen Siemens. Die SAP AG wandelte sich in die SAP SE und agierte zunächst als europaweiter, später als globaler Anbieter für Unternehmenssoftware. Im Laufe der Zeit wuchs der Geschäftsbereich deutlich und wurde zum Beispiel um Lösungen zum Klimaschutz erweitert. Kooperationen mit Bluechips wie der Alphabet Inc. (Ex-Google) verliehen dem Konzern auch in Übersee ein festes Standbein. Berichte um einen Patentstreit mit dem Konkurrenten Oracle konnten hier ebenso wie in Europa weder die Reputation der SAP SE noch den Kurs der Aktien belasten.

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Cloud-Computing- und Technologiekonzept / shutterstock

Geschäftsmodell der SAP SE

Auch ein halbes Jahrhundert nach ihrer Gründung ist die SAP SE als Software-Unternehmen tätig. Auch die Ziele sind dieselben: Prozessoptimierungen und Ressourcenersparnisse. Allerdings: Mittlerweile haben sich die Produkte der Baden-Württemberger enorm verändert, werden auf internationaler Ebene genutzt und nicht mehr ausschließlich durch den Konzern, sondern zusätzlich über Partner vertrieben. Dies ermöglicht dem Global Player, einen Großteil seiner Beratungsleistungen „outzusourcen“. Die ERP-Systeme werden schließlich sowohl von Großkunden wie Volkswagen, Porsche, Adidas und McDonalds, welche eine direkte Betreuung durch die SAP SE erhalten, als auch von Kunden aus dem Mittelstand (KMU) genutzt. Letztere erhalten durch mehr als 800 offizielle Partner der Walldorfer eine Beratung, Einführung und sowie Support-Dienste. Außerhalb des B2B-Bereichs ist SAP nach wie vor nicht tätig. Sprich: Die Software wird einzig und allein von Geschäftskunden und nicht von Privatpersonen genutzt.

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Business, Working, Software / shutterstock

Einen deutlichen Umschwung im Geschäftsmodell ist im Rahmen der „Transformation“ zu erkennen, die man im Hause SAP vor gut zwei Jahren ausgerufen hat.

Die Baden-Württemberger wollen – und müssen – mit der Zeit gehen und haben sich ähnlich wie Microsoft & Co. für ein Geschäftsmodell auf ABO-Basis entschieden. Kunden erwerben die Software nicht mehr als „Komplettpaket“, sondern greifen auf monatlich/jährlich ausgelegte Lizenzmodelle zurück. So setzt auch SAP seit 2020 auf das Modell SaaS (Software as a Service). Eng verknüpft mit diesem Strategiewechsel ist der Ausbau des Cloud-Business. Kunden verlagern ihre Dateien/Anwendungen in die digitale „Datenwolke“, sprich auf die Server von SAP. Dies ermöglicht es dem Global Player, einen Großteil seiner Beratungsleistungen outzusourcen und Kosten zu sparen.
Vorteil: Die jeweiligen Daten können zügig dupliziert und geteilt, auf Fehler untersucht und (automatisch) gesichert werden. Auch dem Schutz vor Cyberangriffen kommt dieser Wechsel zugute.

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SAP-Data-Center Walldorf / SAP AG

Aktuelle Nachrichten und News zur SAP Aktie

Mitte 2022 erregten die Quartalszahlen der SAP SE Aufmerksamkeit – und schickten die SAP SE Aktie auf Talfahrt. Satte 4,8 Prozent gaben die Papiere des Software-Riesen am Tag der Bekanntgabe (21. Juli 2022) nach. Grund für den Abschlag waren die Umsatz- sowie Gewinnerlöse aus dem zweiten Quartal, ebenso wie der maue Ausblick. So meldete man einen drastischen Nettogewinnrückgang auf 200 Millionen Euro – ein Abschwung von 86 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal! Und: Für das gesamte Geschäftsjahr werden nicht mehr 7,8 bis 8,3 Milliarden Euro Bruttogewinn, sondern lediglich 7,6 bis 7,9 Milliarden Euro erwartet.

Insbesondere hätte der Krieg in der Ukraine beziehungsweise der Rückzug aus dem Russlandgeschäft zu dieser Entwicklung geführt. Summa summarum beziffert man den zu erwartenden Umsatzrückgang durch die fehlende Ost-Kundschaft auf rund 360 Millionen Euro, ausgehend vom bisherigen Rückgang von 120 Millionen Euro.

Die Überraschung folgte auf dem Fuße, denn wo Schatten, da auch Licht. Stolz verkündete der CEO Christian Klein: „Die Clouderlöse sind nun zum größten Umsatzstrom geworden“ und betonte, wie sehr sich die Investitionen in die Cloud-Sparte gelohnt hätten. Hier wuchs der Umsatz von 2,3 auf drei Milliarden Euro. Bis 2025 plant der Konzern, den Gesamtjahresumsatz aus dem Cloud-Business auf über 22 Milliarden Euro zu steigern. Überdies meldete man ein erfolgreich durchgeführtes Aktienrückkaufprogramm und kündigte alsgleich ein weiteres an: Neben den bereits zurückgekauften Aktien im Wert von 1,5 Milliarden Euro sollen weitere Anteilsteile im Umfang von 500 Millionen Euro erworben werden.

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Christian Klein, CEO and Member of the Executive Board of SAP SE / SAP AG

Die fünf größten Aktionäre der SAP Aktie:

  • Plattner Hasso Family – 6,60 %
  • Hopp Dietmar Family – 5,09%
  • SAP SE – 3,98%
  • The Vanguard Group, Inc. – 2,43%
  • Norges Bank Investment Management – 1,92%

SAP Dividende

Hätte die SAP SE ihren Börsengang in den USA durchgeführt, so bestünden gute Chancen, in den Kreis der sogenannten Dividenden-Aristokraten aufzusteigen. Gemeint sind hiermit Unternehmen, die ihre Dividende nicht nur jedes Jahr ohne Kürzung ausgezahlt, sondern sogar erhört haben. Seit über 25 Jahren! Prozentual betrachtet liegt die Dividende des Software-Riesen bei „mageren“ 2 Punkten – also deutlich unter der Dividendenrendite von typischen Dividendentiteln à la Realty Income oder Main Street Capital. Doch die Dividendenhistorie zeigt eindeutig, dass die Ausschüttung in Summe kontinuierlich angehoben wurde: Abgesehen vom Krisenjahr 2007 beziehungsweise 2008 steigerten die Walldorfer Jahr für Jahr ihre Aktionärsvergütung.

Zuletzt lag die SAP Dividende bei 1,95 Euro und wurde am 23. Mai (Ex-Tag: 13. Mai) rückwirkend für das Geschäftsjahr 2021 gezahlt. Hinzu kam eine Sonderdividende in Höhe von 0,5 Euro. Ein enormer Anstieg im Vergleich zur Gesamtdividende von 0,5 Euro für 2008! Bezogen auf das Geschäftsjahr 2022 gehen Analysten von einer Steigerung der Grund-Dividende auf 2,45 Euro aus. Inwieweit erneut eine Zusatz-Ausschüttung erfolgt, bleibt abzuwarten.

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Businessman / shutterstock

Analyse der SAP SE

Die SAP Aktie gehört, wenn auch nur indirekt via DAX-ETF, zu einer der Lieblingsaktien vieler deutscher Anleger. Doch erfreut sich die Aktie zu Recht solch einer hohen Beliebtheit? Gemäß den Bewertungsrichtlinien des Piotroski-F-Score-Modell bringt es die SAP SE auf sieben von neun Punkten und gilt somit als überdurchschnittlich solide finanziert. Auch die Profitabilität darf sich sehen lassen: Eine Nettomarge von 12,8 Prozent bei einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von 4,6 Prozent (5-Jahres-Durchschnitt) fällt ebenso positiv auf wie der minimale Verschuldungsgrad von 0,58. Nachrichten über Zinsanhebungen oder News von EZB und FED dürften somit kaum die Kurse der SAP Aktie belasten.

Allerdings: Die Aktien von SAP sind mit einem KGV von 40, bezogen auf einen Kurs von 98 Euro, alles andere als günstig. Sollten also Analysten ihre Meinung zur SAP SE ändern oder sollten negative Nachrichten (etwa enttäuschende SAP Quartalszahlen) die Runde machen, könnte der Kurs schnell unter Druck geraten. Den vielleicht größten Kritikpunkt sehen einige Beobachter in dem hohen Goodwill. Denn durch Übernahmen vieler kleinerer Unternehmen hat sich die Bilanz der SAP SE massivst verfälscht! Hat man etwa eine Gesellschaft mit einer Marktkapitalisierung von 1,2 Milliarden vor einem Jahr für 1,5 Milliarden Euro übernommen, so steht nun in den Büchern ein „Guter Wille“ von 300 Mio. Euro.

Weitere Belastungsfaktoren sind in der erstarkenden Konkurrenz zu erkennen. Zwar mag das Geschäft beim ewigen Gegenspieler Oracle stagnieren, doch die stark wachsende und – einigen Analysten zufolge innovativer aufgestellte – Salesforce Inc. droht den Deutschen insbesondere im Cloud-Business den Rang abzulaufen.

Chart der SAP Aktie

Betrachtet man den Chart der SAP Aktie seit Handelsstart, so fällt nach einem raschen Anstieg eine Konsolidierung bis in die Finanzkrise (2008) auf. Im Vergleich zu vielen anderen Werten hielten sich die Baden-Württemberger jedoch erstaunlich gut – die Aktien zumindest erlitten einen Rücksetzer von „nur“ knapp 35 Prozent und notierten im Oktober 2018 bei rund 25 Euro. Nach einer zweijährigen Erholungsphase standen Konzern und Aktie wieder auf Vorkrisenniveau. Ungeachtet gelegentlicher Rücksetzer entwickelten sich die SAP Aktien dann überdurchschnittlich und knackten Mitte 2018 die 100-Euro-Marke. Bis in den Herbst konnten sich die Papiere noch etwas steigern, doch im Zuge der Gesamtkorrektur an den weltweiten Märkten musste auch die SAP Aktie Federn lassen.

Der weitere Chartverlauf ist von einem stetigen Auf-und-Ab geprägt. Rückblickend ein Traum für jeden Trader! Zwischen 2019 und 2022 rangierte der Titel stets in einem Korridor zwischen 90 – 95 Euro beziehungsweise 124 – 137 Euro. Das Alltime-High liegt bei 139,7 Euro und wurde am 28. August 2020 erreicht. Erstaunlich: Den größten Einbruch erlitten Anleger nicht während des Corona-Crashs, sondern im Anschluss. Gründe für den dramatischen Absturz von über 30 Prozent waren das angekündigte Aus des Best-Sellers SR23, heruntergeschraubte Wachstumsaussichten und steigende Investitionsausgaben im Zuge des Transformationsprozesses.

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SAP SE Aktie / FinMent Chart

Ausgehend vom Boden bei rund 91 Euro konnte sich das Papier 2021 deutlich erholen und schloss sich der Tech-Rallye an. Mit dem Jahreswechsel legte allerdings auch die SAP Aktie den Rückwärtsgang ein – die galoppierende Inflation, die Folgen der Corona-Lockdowns und nicht zuletzt der Ukraine-Krieg führten zu einer Neubewertung der Aktie. Ausgehend vom November vollführte die SAP Aktie einen Salami-Crash par excellence und büßte 43 Euro an Wert beziehungsweise 33 Prozent Kursverlust ein.

Am 14. Juli markierte die Aktie ein erneutes Tief (84 Euro), ehe eine Erholungsrallye bis knapp über die 90-Euro-Marke startete, gefolgt vom Schock auf die SAP Quartalszahlen im Juli 2022. Investoren fanden jedoch schnell wieder Vertrauen und hoben die Aktie wieder bis zur damaligen Widerstandszone bei 93 Euro. Nur, um diese wenig später erneut auf Talfahrt zu schicken: Ende September notierten die Anteilsscheine bereits 12 Prozent tiefer! Zum Start in den Oktober, der bekanntlich beste Börsenmonat, starte die SAP Aktie wieder den Turbo und holte kräftig auf. Die Quartalszahlen zum Q3 verliehen zusätzlich Auftrieb und beförderten die Aktie bis zur magischen Zone von 100 Euro.

Mit dem Sprung über die Marke von 95 Euro befindet sich die SAP Aktie in einem Aufwärtstrend und hat ein frisches Kaufsignal generiert. Aus charttechnischer Sicht ergibt sich weiteres Potenzial, doch eine nächste Widerstandszone wartet im Bereich 102 Euro. In Anbetracht der relativen Stärke nach den enttäuschenden Ergebnissen der Alphabet Inc. am Abend nach den SAP Zahlen steigen die Chancen, diese Hürde überwinden zu können. Das derweil höchste ausgerufene SAP Aktie Kursziel von 140 Euro (Morgan Stanley) scheint jedoch noch in weiter Ferne.

SAP: Die jüngsten Quartalszahlen

Am 25. Oktober öffnete die SAP SE ihre Bücher. Anleger sowie Analysten zeigten sich positiv von den News überrascht: Trotz des schwierigen Marktumfelds lieferte das deutsche IT-Urgestein solide Zahlen. Insbesondere der Jahresausblick begeisterte. Am Tag der Präsentation konnte die SAP Aktie über sechs Prozent zulegen. Die Details zu den Nachrichten im Überblick.

Zahlen besser als erwartet

Beim EBIT (Earnings Before Interest and Taxes) überzeugte SAP, lag allerdings „nur“ auf Vorjahresniveau. So standen rund 2,1 Milliarden Euro auf der Ertragsseite. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern überraschte zunächst und sorgte bei der SAP Aktie in den ersten Minuten für einen kräftigen Kurssprung. Das Unternehmen aus Walldorf stellte dann jedoch klar, dass die Einnahmen lediglich aufgrund vorteilhafter Wechselkurse derart überzeugten. Denn Dank des schwachen Euros konnte man überdurchschnittlich vom Auslandsgeschäft profitieren. Währungsbereinigt seien die Einnahmen vermutlich um gut 8 Prozent geringer ausgefallen.

Unterm Strich sackte der Nettogewinn im zurückliegenden Quartal sogar ab, um erstaunliche 61 Prozent auf 547 Millionen Euro. Von einem Absturz ist dennoch nicht zu sprechen. Immerhin weist das Team rund um Christian Klein für das dritte Quartal 2022 einen Ertrag pro Aktie von 1,12 Euro aus. Der Umsatz konnte wiederum unerwartet stark gesteigert werden, nämlich um 15 Prozent. So flossen der Software-Schmiede ansehnliche 7,84 Milliarden Euro zu. Interessant: Der Verkauf der Lizenzen schwächelte, wohingegen das Cloud-Business zulegte. Dieser Bereich wurde besonders kritisch beäugt – die Zahlen bewegten Beobachter zu einer Anhebung ihrer SAP Aktie Analyse auf breiter Front.

Cloud-Business führt zu Neubewertung

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Cloud Speicher Illustration / Pixabay

Grund für den Ertragsabschlag seien die Investitionen in das Cloud-Business gewesen. Glaubt man den Aussagen von Klein, so machen sich diese nicht nur bereits bemerkbar, sondern sollen auch in Zukunft verlässliche Mehreinnahmen generieren. Durch das Geschäft mit der „Datenwolke“ seien dem Konzern bereits 38 Prozent zusätzliche Einnahmen zugeflossen. Hier habe das Programm S4 Hana den Löwenanteil beigesteuert. Die Börse interessiert sich jedoch bekanntermaßen für die Zukunft. Und der Ausblick des Unternehmens versetzte die SAP Aktie in einen klaren Aufwärtstrend: Zunächst stünde dem Konzern ein „starkes viertes Quartal“ bevor und für das Jahr 2023 hellte sich die Stimmung deutlich auf.

Eine finale SAP Aktie Analyse 2025 auszugeben, erscheint allerdings noch verfrüht. Zu viele Unsicherheiten lasten derweil auf Aktien im Allgemeinen. Auf die SAP Dividende kam der Vorstand übrigens nicht zu sprechen. Da die Ausschüttung jedoch erst Mitte nächsten Jahres ansteht und zuvor wie gewohnt auf der HV bestätigt werden muss, überrascht dies kaum. Aktuell stellen die meisten Aktien Prognosen eine SAP Dividende von 2,45 Euro in Aussicht.

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SAP Aktie: Basisdaten

SAP Aktie Prognose 2022

Im Falle SAP und im Falle einer SAP Aktie Prognose für 2022 sind viele kurzfristige Faktoren zu beachten, die ein mögliches Kursziel für die Aktie bis zum Jahresende kaum greifbar machen. Mittlerweile scheint sich die Situation im Hause SAP aufgehellt zu haben und der Ukraine-Krieg beispielsweise scheint verdaut zu sein. Im Juli urteilte die BNP Paribas noch: „Die Anlagestory des Software-Konzerns bleibt kompliziert.“ Mit Verkündung der Quartalszahlen zum dritten Quartal zeigen sich sowohl Unternehmen als auch Analysten wesentlich optimistischer.


Bereits wenige Stunden nach der Veröffentlichung des Zahlenwerks meldeten sich die ersten Experten zu Wort. Der Tenor war durch die Bank positiv und nahezu jede SAP Aktie Prognose läuft nun auf ein „Buy“ hinaus. Die SAP Quartalszahlen hätten besser ausfallen können, doch die Richtung stimme, so die einvernehmliche Meinung. Derweil rät lediglich ein Analyst zum Verkauf und neun sehen in der SAP SE Aktie eine Halte-Position. Demgegenüber stehen 18 Kauf-Empfehlungen (13 x Kaufen, 5 x Aufstocken).

Der Experte Toby Ogg von JP Morgan etwa rechnete bereits am selben Tag nicht nur mit einem steigenden Kurs der SAP Aktie, sondern auch mit einer nachträglichen Anhebung der Ertragsprognosen. Diese sollte das Unternehmen bald liefern. Laut Ogg seien Kurse von 115 Euro nahezu ausgemacht.

Etwas detaillierter äußerte sich am Folgetag die Investmentbank Stifel. Hier rechnet man mit noch höheren Notierungen: In Anbetracht der vermeldeten Quartalszahlen und des bewiesenen Wachstumspotenzials dürften sich Anleger laut Analyst Chandramouli Sriraman auf Kurse von 130 Euro freuen
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Hauptbildquelle: SAP AG

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