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Oracle Aktie Prognose 2027: Turnaround oder Stillstand?
Oracle Aktie News: Oracle liefert das stärkste Quartal seiner Geschichte und hebt die Jahresprognose an. Die Aktie eröffnete am Tag darauf 7,5 % höher, stieg zwischenzeitlich um bis zu 10,3 % – und schloss trotzdem 1,7 % im Minus bei 150,28 USD. Wie passt das zusammen?
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Ajder Veliev
- | Letzte Aktualisierung am
Die Antwort steckt in einer einzigen Bilanzzeile und in einer Entscheidung, die der Firmengründer binnen 24 Stunden wieder zurücknahm. Wenige Tage später verstärkte eine sektorweite KI-Korrektur den Druck und führte genau diese Frage fort. Zuerst die Zahlen.
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Begleiten Sie uns durch diese aktualisierte Analyse. Wir entschlüsseln, warum ein Rekordquartal an der Börse abgestraft wurde, was die Oracle Aktie Prognose für Ende 2026, 2027 und 2030 wirklich hergibt – und wo die Schaufel zur Goldgrube wird oder zur teuren Last.
Oracle Aktie: Aktienkurs, Kennziffern und Symbol
WKN: 871460; ISIN: US68389X1054; Ticker-Symbol: ORCL, Börse: NYSE
Oracle Aktienkurs
Oracle Aktienanalyse: Das Geschäftsmodell im KI-Umbruch
Um die aktuellen Quartalszahlen einzuordnen, lohnt der Blick auf das Fundament. Oracle hat sich vom klassischen Datenbank-Riesen zum KI-Infrastruktur-Player gewandelt – und genau dieser Umbau prägt jede Kennzahl im aktuellen Bericht.
Wer oder was ist Oracle?
Sektor und Unternehmen: Oracle Corporation, mit Sitz in Austin, Texas, ist ein weltweit führender Anbieter von Enterprise-Software, Cloud-Lösungen und Datenbanktechnologie. Das Unternehmen, gegründet im Jahr 1977, beschäftigt etwa 141.000 Mitarbeiter, wobei Oracle 2026 im Zuge der KI-Investitionsoffensive einen erheblichen Stellenabbau einleitete und somit bereits 21.000 Stellen gestrichen wurden. Oracle bietet Produkte und Dienstleistungen an, die in verschiedensten flexiblen und interoperablen IT-Bereitstellungsmodellen verfügbar sind. Mit einer beeindruckenden Marktkapitalisierung von knapp 450 Milliarden USD zeigt Oracle eine starke globale Präsenz und ist in Schlüsselmärkten der Technologiebranche aktiv (Tech-Aktien).
Marktpositionierung: Oracle konkurriert direkt mit anderen Technologiegiganten wie Microsoft und Amazon Web Services. Die Differenzierung gelingt über die Tiefe des Stacks – von der Infrastruktur über die Datenbank bis zur fertigen Anwendung. Die neue Finanzchefin Hilary Maxson, seit zwei Monaten an Bord, brachte es im Earnings Call auf den Punkt: Nur wenige Unternehmen können Kunden über den gesamten Technologie-Stack hinweg begleiten – Oracle könne genau das.
Führungswechsel: Oracle wird inzwischen von zwei Co-CEOs geführt – Clay Magouyrk (OCI-Architekt) und Mike Sicilia (Anwendungen). Safra Catz wechselte in die Rolle der Executive Vice Chair, Larry Ellison bleibt Chairman und CTO. Mit Hilary Maxson (zuvor Schneider Electric) sitzt seit April 2026 eine neue CFO am Steuer der Kapitalallokation – ausgerechnet in der investitionsintensivsten Phase der Firmengeschichte.
Wie verdient Oracle sein Geld?
Oracle steht auf drei Säulen, deren Gewichte sich rasant verschieben.
Erstens die Cloud-Infrastruktur OCI: Rechenleistung aus dem Rechenzentrum, vermietet an KI-Kunden wie OpenAI, xAI, Meta, Nvidia und AMD.
Zweitens Cloud-Anwendungen (SaaS): fertige Business-Software wie Fusion (+14 %) und NetSuite; das SaaS-Geschäft wuchs um 10 %.
Drittens das klassische Datenbank- und Lizenzgeschäft, das durch Multi-Cloud-Kooperationen mit AWS, Azure und Google neues Leben erhält.
Wichtig für die Einordnung: Nicht alles wächst. Das Software-Lizenzgeschäft schrumpfte im Quartal um 3 % auf 5,5 Mrd. USD, Services legten um 5 % auf 1,4 Mrd. USD zu, Hardware um 15 % auf 0,8 Mrd. USD. Der Konzern wächst also fast ausschließlich über die Cloud – das Altgeschäft erodiert weiter.
Der USP ist die Abdeckung des gesamten Technologie-Stacks – von der Datenbank bis zum GPU-Cluster aus einer Hand. Über den Oracle-Marktplatz laufen inzwischen KI-Modelle von OpenAI, Google und xAI; in Fusion wurden im Quartal rund 900 Milliarden Tokens verarbeitet.
Wer nutzt Oracle? Einblick in Kundensegmente
Um zu verstehen, wie Oracle seine Einnahmen generiert, ist es wichtig, einen Blick auf die Kundenbasis zu werfen. Welche Branchen und Unternehmen nutzen die Dienstleistungen von Oracle?
Großunternehmen: Oracle unterstützt Großunternehmen mit komplexen IT-Systemen, die unternehmenskritische Anwendungen für globale Operationen benötigen. Oracles Angebot umfasst skalierbare Lösungen wie ERP, CRM und Supply-Chain-Management, die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Performance gewährleisten.
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU): Für KMU bietet Oracle cloudbasierte SaaS-Anwendungen, die einfach zu bedienen und zu integrieren sind, ohne dass hohe Anfangsinvestitionen nötig sind. Diese Lösungen helfen KMU, effizienter zu operieren und ihre IT-Infrastruktur leicht zu skalieren.
Branchenspezifische Unternehmen: Oracle liefert maßgeschneiderte Technologielösungen für spezifische Branchen wie das Gesundheitswesen, Einzelhandel oder Gastgewerbe. Dazu zählen branchenspezifische Anwendungen wie elektronische Patientenakten für Gesundheitsdienstleister.
Entwickler: Entwickler profitieren von Oracles breiter Palette an Entwicklungstools und Ressourcen, die das Erstellen und Bereitstellen von Anwendungen auf Plattformen wie Oracle Cloud Infrastructure und Oracle Database erleichtern.
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Branche, Markt & Wettbewerb: Warum Oracle im KI-Goldrausch mitspielt
Oracle ist im Cloud-Infrastrukturmarkt weiter ein Herausforderer, kein Marktführer. Der weltweite Markt erreichte im zweiten Kalenderquartal 2026 rund 143,4 Mrd. USD und wuchs damit um etwa 43 % zum Vorjahr – das schnellste Tempo seit acht Jahren, angetrieben von der KI-Nachfrage. AWS hielt 28 %, Microsoft Azure 20 %, Google Cloud 15 %. Oracle rangiert mit einem einstelligen Anteil dahinter.
Der entscheidende Hebel ist die Auslastung: Die GPU-Auslastung lag im Quartal bei 97,9 %. Zur Verlängerung anstehende Kapazität wurde im Schnitt mit 20 % Aufschlag neu vermietet – ein Zeichen, dass die Nachfrage das Angebot übersteigt.
Kurz gesagt: Oracle ist klein im Gesamtmarkt, aber genau dort positioniert, wo das Geld gerade hinfließt – in KI-Trainingskapazität.
Wie liefen die Oracle Quartalszahlen im Q1 2027?
Es war das stärkste Quartal der Firmengeschichte. Der Umsatz stieg um 30 % auf 19,3 Mrd. USD und übertraf den Analystenkonsens von rund 19,1 Mrd. USD. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis je Aktie (Non-GAAP-EPS) kletterte um 30 % auf 1,92 USD. Nach den offiziellen US-Bilanzregeln (GAAP) lag der Gewinn je Aktie bei 1,56 USD – ein Plus von 55 % in US-Dollar (währungsbereinigt +54 %) gegenüber 1,01 USD im Vorjahr.
Die Differenz zwischen beiden Kennzahlen beträgt 0,36 USD je Aktie und geht überwiegend auf aktienbasierte Vergütung zurück, die Oracle aus der bereinigten Rechnung herausnimmt. Hinzu kommt eine Vorzugsdividende von 81 Mio. USD aus der im Februar 2026 begebenen Pflichtwandelanleihe über 5 Mrd. USD, die vom GAAP-Ergebnis abgeht, bevor es auf die Stammaktien verteilt wird. Wer Oracle bewertet, sollte beide Zahlen kennen – die bereinigte Kennzahl allein zeichnet ein zu freundliches Bild.
Der Motor war die Cloud-Infrastruktur (OCI) mit +121 % auf 7,4 Mrd. USD. Das bereinigte operative Ergebnis wuchs um 31 % auf 8,2 Mrd. USD, die operative Marge blieb bei 42 %.
Zur Einordnung der Begriffe: Die Bruttomarge misst, was nach den direkten Kosten der Leistungserbringung übrig bleibt; die operative Marge zieht zusätzlich Vertrieb, Verwaltung und Forschung ab. Die Bruttomarge geriet unter Druck, weil der Hochlauf neuer Rechenzentren zunächst Kosten verursacht, bevor er Umsatz bringt.
Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick laut Oracles offizieller Pressmitteilung:
| Kennzahl (Q1 2027) | Wert | Veränderung Y/Y |
|---|---|---|
| Umsatz | 19,3 Mrd. USD | +30 % |
| OCI-Umsatz | 7,4 Mrd. USD | +121 % |
| Cloud gesamt | 11,6 Mrd. USD | +62 % |
| SaaS-Anwendungen | 4,2 Mrd. USD | +10 % |
| Software-Lizenzen | 5,5 Mrd. USD | −3 % |
| Non-GAAP-EPS | 1,92 USD | +30 % |
| GAAP-EPS (verwässert) | 1,56 USD | +55 % |
| Operativer Cashflow | 23,1 Mrd. USD | +184 % |
Das Management hob die Jahresprognose an: mindestens 90 Mrd. USD Umsatz (+34 %) und 8,10 USD Non-GAAP-EPS für FY2027. Für Q2 stellt Oracle 30–34 % Umsatzwachstum und 65–71 % Cloud-Wachstum in Aussicht.
Merken Sie sich vor allem eine Zahl: 30 % Umsatzplus – und die Aktie fiel trotzdem. Der Streitpunkt ist also nicht der Umsatz.
Segment-Deep-Dive: Was steckt wirklich im 664-Milliarden-Auftragsberg?
Die wichtigste Kennzahl bei Oracle heißt RPO – Remaining Performance Obligations. Das sind vertraglich zugesagte, aber noch nicht in Umsatz umgewandelte Aufträge. Man kann sich die RPO wie einen Stausee vorstellen: Das Wasser ist da und vertraglich gebunden, aber erst wenn es kontrolliert durch die Turbinen läuft, wird daraus Strom – also Umsatz.
Dieser Stausee ist zum 31. August 2026 auf 664 Mrd. USD angeschwollen, ein Plus von 209 Mrd. USD (+46 %) zum Vorjahr und 26 Mrd. USD mehr als im Vorquartal. Über 30 Mrd. USD neue KI-Verträge kamen allein in Q1 hinzu. Das Management betonte, die überwiegende Mehrheit der neuen Verträge sei über Vorauszahlungen oder mitgebrachte Kunden-Hardware strukturiert und erfordere damit kein zusätzliches Kapital von Oracle; wirksam würden diese Aufträge erst ab FY2028. Rund die Hälfte des gesamten RPO soll sich über die nächsten 36 Monate in Umsatz wandeln.
Operativ liefert Oracle beim Bau in Rekordtempo: 850 Megawatt KI-Kapazität mit über 300.000 GPUs seit Ende Q4 – fast das Dreifache des Vorquartals. Der Campus in Abilene (Texas), der OpenAI bedient, erhielt allein 131.000 GPUs.
Für Anleger heißt das konkret: Die Aufträge sind da. Ob sie profitabel abgearbeitet werden, hängt am Geld – und genau dort liegt der wunde Punkt.
Bilanz, Cashflow und CapEx: Kann sich Oracle diesen Boom leisten?
Hier liegt die Bilanzzeile, die alles erklärt. Trotz eines operativen Cashflows von 23,1 Mrd. USD war der freie Cashflow – also das, was nach Investitionen übrig bleibt – im Quartal negativ: −5,4 Mrd. USD. Der Grund sind CapEx (Investitionen in Sachanlagen wie Rechenzentren und Chips) von 28,5 Mrd. USD. Rechnet man Kundenvorauszahlungen mit Finanzierungscharakter heraus, verbleibt ein Netto-Cash-CapEx von 18,0 Mrd. USD.
Für das Gesamtjahr plant Oracle 90–95 Mrd. USD CapEx, davon maximal 70 Mrd. USD als Netto-Barmittelabfluss. FY2027 und FY2028 nennt das Management ausdrücklich Spitzenjahre der Investitionen; einen Zeitpunkt für die Rückkehr zu positivem freien Cashflow nannte es nicht.
Die Folge steht in der Bilanz. Zum 31. August 2026 lagen die verzinslichen Finanzverbindlichkeiten bei rund 125 Mrd. USD (7,6 Mrd. kurzfristig, 117,7 Mrd. langfristig); inklusive Leasing- und sonstiger langfristiger Verpflichtungen summieren sich die Verbindlichkeiten auf rund 156 Mrd. USD. Dem stehen 37 Mrd. USD an Zahlungsmitteln und Wertpapieren gegenüber – die Nettofinanzverschuldung beträgt damit rund 88 Mrd. USD, bei weiter Definition rund 120 Mrd. USD. Allein der Zinsaufwand liegt bei etwa 1,4 Mrd. USD je Quartal.
Am 9. Juli 2026 senkte S&P Global die Bonität von BBB auf BBB− und nannte die Abhängigkeit von OpenAI als zentrales Kreditrisiko sowie ein für FY2027 prognostiziertes Free-Cashflow-Defizit von rund 42 Mrd. USD. Der Höhepunkt des Defizits wird in FY2027 erwartet, ein wieder positiver freier Cashflow erst 2029. BBB− ist die letzte Stufe vor dem spekulativen Bereich („Junk“). Moody’s führt Oracle mit Baa2 und negativem Ausblick ebenfalls am unteren Rand des Investment Grade und verweist auf das Gegenparteirisiko einzelner Großkunden.
Und dann ist da die Verwässerung. Oracle schloss im Quartal ein ATM-Programm ab – ein „At-the-Market“-Programm, bei dem laufend neue Aktien zu Börsenkursen verkauft werden. Volumen: 20 Mrd. USD, vollständig in Q1 platziert. Die verwässerte Aktienzahl stieg dadurch von 2.909 Mio. auf 3.000 Mio. (+3,1 %). Bestehende Aktionäre finanzieren den Ausbau also mit.
Kurz gesagt: Oracle wächst schneller, als es sich selbst finanzieren kann – die Lücke schließen Schulden und neue Aktien.
Bewertung und Kennzahlen: Ist die Oracle Aktie jetzt günstig?
Gemessen an den eigenen Wachstumsraten ist Oracle nicht teuer. Das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis, also Aktienkurs geteilt durch Gewinn je Aktie) auf Basis der FY2027-Prognose liegt bei rund 18,5 (150 USD ÷ 8,10 USD). Auf die FY2028-Konsensschätzung von rund 11 USD je Aktie fällt es auf etwa 13,7. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) liegt bei rund 6,0, das EV/EBITDA bei etwa 14,7, das wachstumsbereinigte PEG bei rund 0,6.
| Unternehmen | Forward-KGV (grob) |
|---|---|
| Oracle (FY2027) | ~18 |
| Oracle (FY2028) | ~13 |
| Microsoft | ~25 |
| Amazon | ~23 |
| Alphabet | ~23 |
| Nvidia | ~24 |
| CoreWeave | negativ / n. a. |
Gegenüber Microsoft, Amazon, Alphabet und Nvidia ist Oracle auf Basis der erwarteten Gewinne günstiger bewertet; CoreWeave schreibt Verluste und hat kein aussagekräftiges KGV. Der Abschlag ist aber kein Geschenk – er ist der Preis für das Bilanzrisiko und die Kundenkonzentration.
Für Anleger heißt das konkret: Die niedrige Bewertung spiegelt reale Risiken wider, nicht bloß Pessimismus.
Investor Quick-Take
Bullish: OCI +121 %, GPU-Auslastung 97,9 %, angehobene Jahresprognose, günstigeres KGV als die Hyperscaler.
Bearish: Negativer freier Cashflow, rund 125 Mrd. USD Finanzverbindlichkeiten, Bonität BBB−/Baa2, hohe OpenAI-Abhängigkeit.
Katalysator: Investor Day / AI World im Oktober 2026; Q2-Zahlen am 14. Dezember 2026.
Risiko-Level: Hoch.
Oracle Dividende 2026
Oracle zahlt seine Dividende vierteljährlich. Im abgelaufenen Quartal wurde erneut $0,50 je Aktie ausgeschüttet (Konzern hält die vierteljährliche Oracle-Aktie Dividende stabil), was beim aktuellen Kurs einer Dividendenrendite von rund 1,3 % entspricht. (Für Dividendenjäger bleibt Oracle damit eher ein Wachstums- als ein Income-Titel.)
Wann zahlt Oracle Dividende?
Oracle zahlt seine Dividende vierteljährlich. Die nächste Zahlung erfolgt am 23. Oktober 2026 in Höhe von $0,50 pro Aktie. Um die Dividende zu erhalten, müssen Investoren die Aktie bis zum Ex-Dividend-Datum am 9. Oktober 2026 halten.
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Oracle Aktie Prognose: Wie hoch steigt die Oracle Aktie?
Oracle Aktie Prognose 2027 Übersicht
43 Experten haben ihre Einschätzung & Empfehlungen zum Oracle Kursziel 2027 abgegeben und prognostizieren im Durchschnitt ein Kursplus von +59,12% (239,12 USD pro Aktie). Das obere Kursziel sehen einzelne Analysten bei 400,00 USD (+166,17%), während die Konservativen Abwärtspotenzial auf rund 110,00 USD (-26,80 %) sehen.
Von den 43 Analysten raten 35 zum Kauf der Oracle Aktie, 7 plädieren fürs Halten, und einer empfiehlt den Verkauf.
Konkret:
Barclays-Analyst Raimo Lenschow hob sein Ziel am 13. September 2026 auf 252 USD an (Overweight) und verwies auf beschleunigtes Cloud-Wachstum und den größeren Auftragsbestand.
Guggenheim-Analyst John DiFucci hält mit 400 USD das Street-High (Buy). Deutlich vorsichtiger ist
Morgan-Stanley-Analyst Sanjit Singh mit 210 USD und einem neutralen „Equal Weight“, der Margen- und Finanzierungsrisiken im GPU-Geschäft betont.
Oracle Aktie Prognose 2027 und darüber hinaus
Eine seriöse Prognose braucht offengelegte Annahmen. Wir rechnen mit drei Szenarien, jeweils KGV multipliziert mit dem erwarteten Gewinn je Aktie:
| Szenario | Annahme | Kursziel |
|---|---|---|
| Bear | KGV 15 × 8,10 USD | ~122 USD |
| Basis | KGV 18 × 11 USD | ~198 USD |
| Bull | KGV 25 × 11 USD | ~275 USD |
Das durchschnittliche Analystenziel von rund 239 USD liegt zwischen Basis- und Bull-Szenario.
Oracle Aktie Prognose 2030
Für einen Zeithorizont bis 2030 verbietet sich eine Punktprognose – die Spannbreite der Annahmen ist schlicht zu groß. Entscheidend bleibt eine einzige Größe: wie schnell und wie profitabel Oracle den Auftragsberg in bezahlten Umsatz verwandelt.
Insider-Signal: Warum Larry Ellisons Kehrtwende die Anleger aufschreckte
Ellison hatte am 22. Juni 2026 einen sogenannten 10b5-1-Handelsplan aufgesetzt – ein vorab festgelegtes Verkaufsprogramm, das Insidern rechtssichere Aktienverkäufe erlaubt. Umfang: bis zu 50 Millionen Aktien, beim damaligen Kurs rund 7,5 Mrd. USD, mit Laufzeit bis zum 24. Oktober 2026.
Am 11. September wurde der Plan öffentlich. Einen Tag später, am Samstag, den 12. September, zog Oracle ihn zurück. Das Unternehmen teilte mit, es seien keine Aktien unter dem Plan verkauft worden und Ellison habe keine weiteren Verkaufsabsichten. Dass ein Konzern die Streichung eines Handelsplans überhaupt und dann noch an einem Samstag verkündet, zeigt, wie sehr die Meldung die Anleger verunsichert hatte. Ellison hält weiterhin rund 40 % an Oracle.
Risiken: Der Bear Case der Oracle Aktie
Man muss sich Oracle wie einen Bergsteiger vorstellen, der schwer bepackt und am kurzen Seil eine steile Wand hochklettert: Solange alles hält, geht es zügig nach oben – doch ein einziger Fehltritt trifft ihn mit vollem Gewicht.
Negativer freier Cashflow und Fremdfinanzierung. Der Bau wird über Schulden und neue Aktien finanziert; die Bonität steht bei BBB− beziehungsweise Baa2, eine Stufe vor Junk.
Kundenkonzentration. OpenAI macht nach Marktschätzungen etwa die Hälfte des 664-Mrd.-USD-Auftragsbestands aus – inklusive eines Vertrags über rund 300 Mrd. USD zwischen beiden Unternehmen. Diese Aufteilung ist eine Schätzung, keine von Oracle offengelegte Kundenaufschlüsselung. Gerät dieser Kunde in Schieflage, wackelt ein erheblicher Teil des Auftragsbergs.
Margendruck. Der Infrastruktur-Mix drückt die Bruttomarge, solange die Rechenzentren hochlaufen. Parallel schrumpft das margenstarke Lizenzgeschäft.
Verwässerung. Das abgeschlossene 20-Mrd.-USD-ATM-Programm erhöhte die Aktienzahl um 3,1 %; weitere Kapitalmaßnahmen sind nicht ausgeschlossen.
Genehmigungs- und Stromrisiken. An Standorten wie New Mexico (Luftgenehmigung) und Wisconsin (Netzanschluss) kann es haken – laut Management ohne Effekt auf die FY27-Prognose.
Rechtliches. Seit Januar 2026 läuft eine Anleihegläubiger-Klage gegen Oracle vor einem New Yorker Gericht.
Bewertungsrisiko. Kühlt der KI-Zyklus ab, trifft es die zyklisch bewertete Aktie hart.
Kurz gesagt: Das operative Momentum ist stark, aber die Fallhöhe ist es auch.
Fazit: Rekord und Risiko in einer Aktie
Oracle verkauft im KI-Goldrausch die Schaufeln und verdient am Bau der Rechenzentren, gleichgültig welches KI-Modell am Ende gewinnt. Operativ ist das ein Rekordquartal, bewertungsseitig ist die Aktie nach dem Absturz kein teures Papier mehr. Doch dieselben Schaufeln muss Oracle vorfinanzieren, und die Rechnung dafür steht in der Cashflow-Zeile: negativ.
Der Rückzug von Ellisons Verkaufsplan und die moderate Bewertung sprechen für die Bullen. Kreditrisiko, Verwässerung und OpenAI-Abhängigkeit sprechen für die Bären. Entscheidend ist, wie schnell aus dem 664-Milliarden-Auftragsberg bezahlter, profitabler Umsatz wird. Wer investiert, sollte die Cashflow-Entwicklung und das nächste Rating-Update genauso aufmerksam verfolgen wie die Umsatzzahlen.
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Passend dazu auf finment.com/boerse-aktien:
- die Nvidia Aktie Prognose,
- die Microsoft Aktie Prognose,
- die Alphabet Aktie Prognose
- sowie ein Überblick über die Top-Halbleiter-Aktien.
FAQ: Häufige Fragen zur Oracle Aktie
Die Analysten sehen im Schnitt rund 61 % Aufwärtspotenzial auf etwa 242 USD. Ob das eintritt, hängt vor allem davon ab, wie schnell Oracle den Auftragsbestand in profitablen Umsatz umwandelt.
Das Konsens-Rating lautet „Buy“, die Bewertung ist mit einem Forward-KGV von rund 18,5 moderat. Dem stehen ein negativer freier Cashflow und die Bonität BBB− gegenüber.
Oracle zahlt 0,50 USD je Quartal, also 2,00 USD pro Jahr, was einer Rendite von rund 1,3 % entspricht. Stichtag für die nächste Ausschüttung ist der 9. Oktober 2026.
Die 12-Monats-Kursziele der Analysten reichen von 110 bis 400 USD bei einem Median von etwa 239 USD. Entscheidend ist, wie schnell Oracle den Auftragsbestand in bezahlten Umsatz und positiven Cashflow umsetzt.
Das höchste Analysten-Kursziel liegt bei 400 USD (Guggenheim). Oracles eigenes Langfristziel impliziert für 2030 einen Umsatz von 225 Mrd. USD und ein EPS von rund 21 USD.
OpenAI ist Oracles größter Cloud-Kunde und macht nach Schätzungen etwa die Hälfte des RPO-Auftragsbestands aus. Diese Konzentration gilt als zentrales Kreditrisiko.
Oracle Aktie: Basisdaten
Bildquelle(n): Oracle, FinMent, shutterstock
Inhalte: FinMent
Quellen:
Oracle Investor Relations – Pressemitteilung Q1 FY2027 (10.09.2026)
Oracle Form 10-Q (Einreichung 11.09.2026), SEC EDGAR
S&P Global Ratings – Downgrade auf BBB− (09.07.2026)
Reuters – Larry Ellison cancels plan to sell Oracle stock (12.09.2026)
Synergy Research Group – Cloud Infrastructure Market Q2 2026
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