Die Top 7 der Lithium-Aktien 2021: so profitieren Sie von der Nachfrage nach dem wichtigsten Batterierohstoff
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Die Top 7 der Lithium-Aktien 2021: so profitieren Sie von der Nachfrage nach dem wichtigsten Batterierohstoff

Die besten Lithium Aktien im Batterie-Sektor: Smartphones, Akku-Werkzeuge & E-Autos

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Lithium-Aktien wie Albemarle, SQM oder Orocobre erfreuen sich bei Anlegern seit etlichen Jahren hoher Beliebtheit. Das liegt daran, dass der Bedarf an Lithium-Ionen-Akkus rasant steigt, was vor allem an dem Siegeszug der Elektromobilität liegt. In diesem Artikel finden Sie alle wichtigen Artikel rund um das Thema Lithium und unsere Top 7 der Lithium Aktien für 2021.

Was ist Lithium?

Lithium ist ein chemisches Element mit dem Symbol Li. Es ist ein silberweißes, leichtes Alkalimetall. Dieses kommt wegen seiner Instabilität in der Natur nicht elementar vor und auch im Rohstoffhandel sind ausschließlich Lithiumverbindungen wie Lithiumhydroxid (LiOH) und Lithiumcarbonat (Li2CO3) verfügbar. Es gibt industrielle Anwendungen im Bereich Schmiermittel, in der Glas- und Keramikindustrie sowie in der Pharmazie. Vor allem aber kommt Lithium als Elektrodenmaterial bei (wiederaufladbaren) Batterien zum Einsatz. Neben der Verbreitung von Smartphones und Akkuwerkzeugen verspricht insbesondere der Trend zur Elektromobilität ein starkes Wachstum. Je nach Technologie und Batteriekapazität werden zwischen 10 und 20 kg Lithium je PKW-Batterie benötigt. Beim Tesla Model S kommt ein 85-kWh-Akku-Pack zum Einsatz, für den rund 12 kg Lithium benötigt werden. Eine ganz andere Hausnummer sind Batteriespeicher mit mehreren Hundert MWh, die dazu dienen sollen, lastbedingte Angebots- und Nachfragedifferenzen im Stromnetz abzufedern.

Wie werden sich Nachfrage und Angebot bei Lithium entwickeln?

Die Nachfrage nach Lithium wird vorrangig durch die Umstellung des Automobilsektors auf batteriebetriebene Fahrzeuge angetrieben. Diese wird unterstützt durch staatliche Subventionen auf verschiedenen Ebenen wie Unterstützung im Bereich Forschung und Entwicklung, Förderung von Ladestationen und Kaufprämien für Elektroautos. Alternativen wie Natriumionen-, Magnesiumionen, Zink-Luft- und Feststoffbatterien werden zwar erforscht, aber bis auf weiteres wird Lithium ein elementarer Bestandteil der Batterietechnologie bleiben. Auch die Wasserstoff-/Brennstoffzellentechnologie wird nach gegenwärtigem Stand im PKW-Segment aufgrund des niedrigen Wirkungsgrads auf Dauer nicht wettbewerbsfähig sein. Demnach schätzen Experten, dass ausgehend von einer weltweiten Nachfrage von 215 GWh Lithium-Ionen-Batterien im Jahr 2020, ein enormes Wachstum auf 680 GWh in 2025 und auf 1.525 GWh in 2030 erfolgen wird.

Große Lithium-Vorkommen vor allem in Südamerika

Die derzeit größten bekannten Lithium-Vorkommen befinden sich im südamerikanischen Lithium-Dreieck der Anden-Staaten Chile (Nr. 1 mit 9,2 Mio t, Stand 2020), Argentinien und Bolivien. Auch Australien, die Volksrepublik China und Simbabwe besitzen große Reserven. Die weltweit bekannten Reserven werden derzeit mit 14 Millionen Tonnen angegeben. Aus verschiedenen Szenarien zum künftigen Lithiumbedarf erscheinen die gegenwärtigen Reserven schätzungsweise für die nächsten 100 Jahre ausreichend.

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Angesichts der erhöhten Nachfrage werden rund um den Globus abbauwürdige Ressourcen erkundet. Große Vorkommen, die aber noch weitgehend unerforscht sind, soll es in Afghanistan geben,  chinesische Investoren haben bereits Interesse signalisiert. Auch in Österreich und Deutschland ist man fündig geworden. Hierkönnte in einigen nächsten Jahren mit dem Abbau gestartet werden. Es gibt Lagerstätten im Gestein und solche in Salzseen. Je nach Lage der Rohstoffe und der Abbaumethoden ist jedoch mit größeren Beeinträchtigungen für die Umwelt zu rechnen. Hier wäre insbesondere die Absenkung des Grundwasserspiegels sowie der Eintrag von Schwermetallen und Chemikalien zu nennen. Beim Abbau an unterirdischen Lagerstätten kann es zu Bergschäden kommen. Generell gibt es Konflikte hinsichtlich der Landnutzung, etwa mit der indigenen Bevölkerung in Südamerika.

Australien (Nr. 1 im Jahr 2018 mit 51.000 t) und Chile sind momentan die beiden Länder mit der größten Lithium-Förderung. Auf Unternehmensebene ist der Abbau eng mit der Weiterverarbeitung in sogenannten Lithium-Raffinerien und dem Rohstoffhandel verknüpft. Je nach Art der Ausgangsprodukte unterscheidet sich der Energieaufwand, der für die Weiterverarbeitung zu batteriefähigen Materialien erforderlich ist. Die meisten solcher Anlagen befinden sich in der Volksrepublik China. In Deutschland ist im Chemiepark Bitterfeld Wolfen für ein entsprechendes Projekt der niederländischen AMG Lithium GmbH und der kanadischen Rock Tech Lithium der Spatenstich erfolgt. Generell ist zu erwarten, dass für künftige Batteriegenerationen chemisch-technisch anspruchsvollere Ausgangsprodukte erforderlich sein werden, so dass die Nähe einer Raffinerie zu den Batterieherstellern ein Standortvorteil sein könnte.

Abzuwarten ist, wie sich der Markt für Sekundärrohstoffe entwickelt. Das Recycling der Batterien der E-Autos steckt noch in den Kinderschuhen. Mit der wachsenden Bedeutung der E-Mobilität steigt auch der Rücklauf gebrauchter Akkumulatoren. Die Aufbereitung ist zwar technisch möglich, aber einen nachhaltigen Kreislauf gibt es derzeit nicht.

In Lithium-Aktien investieren: Das sollten Sie beachten

Im Markt gibt es nur wenige Big Player. Das sind Förderunternehmen und Raffinerien auf der einen und Batteriehersteller sowie große Abnehmer aus der Automobil- und Elektroindustrie auf der anderen Seite. Die Preisbildung in dieser oligopolartigen Struktur erfolgte lange Zeit über direkte Verhandlungen der beteiligten Firmen mit langfristigen Abnahmevereinbarungen und war somit weitgehend intransparent. Erst seit Mai 2021 gibt es an der US-Terminbörse CME in Chicago einen Lithium Future, über den sich die Marktteilnehmer gegen Preisschwankungen absichern können. Die London Metal Exchange folgte kurz darauf mit einem vergleichbaren Angebot. Als Basiswert dient der Preis für 56,5%-iges batteriefähiges Lithiumhydroxid. Wenn es allerdings wie etwa während der Corona-Krise zu kurzfristigen Nachfrageausfällen kommt, entstehen schnell Überkapazitäten, die auch den Lithium-Preis drücken. Infolgedessen sinkt auch der Preis bei Aktien der Lithium-Explorer und -Produzenten. Der Preisverfall im Zuge der Corona-Krise führte bei einigen Unternehmen zu Stilllegungen von Förderstätten beziehungsweise zum Rückzug aus dem Markt. Mit dem Anspringen der Konjunktur haben sowohl der Rohstoff als auch einzelne Lithium-Aktien wieder Potential für neue Kursanstiege.

Zu differenzieren ist zwischen etablierten Unternehmen wie Albemarle und der Livent Corp., die auf mehreren Stufen der Wertschöpfungskette tätig sind und jungen Rohstoff-Startups, die eigens für die Exploration potenzieller Förderstätten gegründet wurden. Diese, wie etwa die Standard Lithium-Aktie, Piedmont Lithium-Aktie, die European Lithium-Aktie oder die Millenial Lithium-Aktie sind deutlich volatiler und hochspekulativ.  Es gibt unbestritten hohe Kurschancen, wobei unterm Strich nur sehr wenige dieser Projekte letztendlich zum Erfolg führen. Auch der laufende Betrieb ist mit erheblichen Risiken verbunden.  Vielfach werden kleinere aussichtsreiche Rohstoff-Unternehmen auch von größeren Playern übernommen, meist noch bevor es zur Produktion kommt. Wir sollten außerdem wissen, dass gerade die Big Player wie Albemarle und Sociedad Quimica Minera nicht nur im Lithium-Geschäft tätig sind, so dass der Lithium-Preis hat nicht der einzige Einflussfaktor auf Umsätze und Gewinne ist. Der gelegentliche Hype um Lithium-Akten kann diesen Wertpapieren dennoch ein gewaltiges Momentum verschaffen.

Die besten Lithium-ETFs

Wer aufgrund der genannten Risiken nicht direkt in Lithium-Aktien investieren möchte, könnte sein Geld auch in Lithium-ETFs anlegen. Aus der Namensgebung der ETFs wird schon die enge Verknüpfung zur Batterietechnologie deutlich. Die Streuung in Lithium-Explorer und -Produzenten sowie Batteriehersteller ist insbesondere bei einem langfristigen Anlagehorizontsinnvoll, da zwar mittel- und langfristig mit einer verstärkten Nachfrage nach Lithium-Ionen-Akkus und auch nach dem zugrundeliegenden Rohstoff zu rechnen ist, mit Blick auf kürzere Zeiteinheiten aber auch gegenläufige Entwicklungen aufgrund von Kapazitätsschwankungen von Förderstätten und Raffinieren und des daraus resultierenden Lithiumpreises entstehen können. Die Anlage in den USD-basierten ETFs ist puncto Währungsrisiken transparenter, da manche der Big Player an ihren Heimatbörsen in australischen Dollar oder chinesischen Renminbi notieren.

Im Global X Lithium & Battery Tech ETF (US37954Y8553) sind auf Basis des Solactive Global Lithium Index Firmen vertreten, die sich mit Lithium-Abbau- und der -veredelung sowie mit der Produktion von Batterien beschäftigen. Die Marktkapitalisierung beträgt 4,8 Milliarden USD und im Jahr 2020 war ein Kurszuwachs von rund 124 Prozent zu verzeichnen. Wichtigste Positionen sind die US-amerikanische Albemarle-Aktie sowie aus der Volksrepublik China die Aktie des Rohstoffunternehmens Yunnan Energy und das Wertpapier des Tesla- und BMW-Partners (Jiangxi) Ganfeng Lithium.

Der Amplify Advanced Battery Metals and Materials ETF (US032108805) enthält nicht nur Lithium-Aktien, sondern ist ein breit gestreuter aktiv gemanagter ETF auf Batterierohstoffe, Speicherlösungen und Elektrofahrzeuge. Angesichts der Beschreibung überrascht es wenig, dass die Tesla-Aktie hier die Top-Position ist, gefolgt vom chinesischen Batteriehersteller Contemporary Amperex Technology Co. Limited (kurz CATL) und der australischen BHP Group. Die Marktkapitalisierung liegt bei 212 Millionen USD. Die Kursteigerung im Jahr 2020 lag bei etwa 44 Prozent.

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Für Anleger aus Deutschland womöglich interessant: Die Varta-Aktie ist in beiden ETFs als eines der wenigen europäischen Wertpapiere mit einem Anteil von rund einem Prozent vertreten.

Lithium ETFsISINBörse
Global X Lithium & Battery Tech ETFUS37954Y8553NYSE
Amplify Lithium & Battery Technology ETFUS0321088058NYSE

Welche Lithium-Aktien kaufen?

Aktienempfehlungen: Die Top Seven Lithium-Aktien

Die folgenden sieben Lithium-Aktien sind unsere Favoriten auf Sicht von 12 bis 24 Monaten:

7. Vulcan Energy Resources-Aktie

Wir beginnen mit der Vulcan Energy Resources-Aktie. Das australische Unternehmen ist ein Newcomer in der Branche und hat sich zum Ziel gesetzt, den rasant steigenden Lithiumbedarf in Europa über eine CO2-neutrale Rohstoffgewinnung und Weiterverarbeitung zu bedienen. Grundlage dazu sollen Thermalwässer in den Tiefen des Oberrheingrabens sein. Das dortige Lithiumvorkommen könnte das größte in Europa sein. Vorteilhaft ist, dass das Tiefenwasser gleichzeitig geothermisch genutzt werden kann. Die Idee ist, mit der gewonnenen Energie, die Förderung sowie die Umwandlung in batteriefähiges Material ohne Kohlendioxid-Emissionen zu ermöglichen. Vorteilhaft ist auch die Nähe zu den europäischen Automobilproduzenten, weil damit ressourcenaufwändige Transporte über die Weltmeere entfallen und die die Abhängigkeit von Importen aus Übersee reduziert werden könnte.

Erste Verträge mit LG Chem und Renault

Es gibt bereits vertragliche Vereinbarungen mit LG Chem und Renault, aber momentan ist das Projekt noch in der Testphase auf Basis der bestehenden Geothermieanlagen. Fraglich ist, ob es in absehbarer Zeit möglich ist, die erforderlichen behördlichen Genehmigungen für einen realen Betrieb einzuholen. Es gibt vor Ort außerdem vereinzelt Widerstand aus der Bevölkerung. Weiterhin müssten zunächst Fachkräfte eingestellt und die Anlagen gebaut werden. Es kann also noch eine längere Zeit dauern, bis es hier Fortschritte gibt. Für eine fundamentale Bewertung ist die Unternehmensgeschichte zu kurz.

vulcan_energy_resources_aktie_Chart_Lithium Aktien

6. Sociedad Quimica y Minera-Aktie

Nummer 6 unseres Rankings ist die Sociedad Quimic y Minera Aktie (kurz SQM-Aktie), die am einfachsten über die US-Börse NYSE zu handeln ist. Das chilenische Chemieunternehmen betätigt sich als Hersteller von Lithiumsalzen, Kaliumnitrat und Jodprodukten. Der Umsatz 2020 lag mit 1,8 Milliarden US-Dollar 6,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der Gewinn für 2020 lag um 37 Prozent unter dem des Vorjahres. Für die kommenden Jahre wird jedoch wieder ein deutliches Wachstum erwartet. Das Unternehmen ist mit Blick auf die Abbaumengen zusammen mit Albemarle Weltmarktführer.

Weitreichende Abbaurechte in Chile

SQM verfügt dank guter Kontakte zur chilenischen Regierung über weitreichende Abbaurechte, die in den kommenden Jahren noch ausgeweitet werden könnten. Allerdings sind die Umweltbelastung und die Konflikte mit indigenen Völkern schon jetzt problematisch. Auffällig ist, dass das Unternehmen in den vergangenen Jahren große Teile seiner Gewinne in Form von Dividenden ausgeschüttet hat. Einige Wettbewerber sind in puncto Weiterverarbeitung, dem anspruchsvolleren und wohl auch lukrativeren Teil der Wertschöpfungskette, besser positioniert. Die Fertigstellung eines in Australien geplanten Raffinerieprojekts ist beispielsweise erst für 2024 vorgesehen. Zu den Kunden der Sociedad Quimicay Minera gehört unter anderem der südkoreanische Batteriehersteller LG.

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5. Lithium Americas-Aktie

Die Lithium Americas-Aktie liegt auf Platz 5 unseres Rankings. Das im kanadischen Vancouver ansässige Unternehmen könnte 2022 mit dem Produktionsstart seines Caucharí-Olaroz-Projekts in Argentinien beginnen. Hier soll eine Kombination aus Sole-Verdampfungsbecken und chemischen Verarbeitungsanlagen verwendet werden, um 40.000 Tonnen pro Jahr zu produzieren. Zudem besitzt Lithium Americas, ehemals Western Lithium USA Corp., eine Genehmigung zum Abbau am Thacker Pass in Nevada, der möglicherweise größten Lithium-Ressource in den USA. Für Lieferungen an Abnehmer in Nordamerika könnte dies sehr interessant sein.

Gangfeng sichert sich 12,6 % der Unternehmensanteile

Die Aktie erreichte im Januar 2021 einen Höchststand von fast 29 USD. Seitdem korrogierte die Aktie und hat sich aktuell bei ca. 20US-Dollar eingependelt, was einer Marktkapitalisierung von knapp 2,5 Milliarden USD entspricht. Die 12,6-prozentige Beteiligung des chinesischen Mitbewerbers Ganfeng an Lithium Americas verspricht den Zugriff auf geologisches und batterietechnisches Knowhow sowie die Anbindung an internationale Wertschöpfungsketten. Solange die Produktion allerdings noch nicht gestartet ist, gibt es auch hier noch keine aussagekräftigen fundamentalen Kennzahlen.

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4. Livent Corp. Aktie

Werfen wir nun einen Blick auf die Livent-Aktie, die auf Rang 4 liegt. Die Wurzeln des Unternehmens mit Sitz in Philadelphia, das einst Lithium Corp. of America hieß, reichen bis in die 1940er-Jahre zurück. Die Firma wurde 1985 vom Chemiekonzerns FMC übernommen. Livent verfügt über langjährige Expertise in der Branche und belieferte bereits 1991 Sony mit Rohstoff für dessen Lithium-Ionen-Batterie. Livent bezeichnet sich als führend in der Technologie zur Lithiumextraktion und -reinigung und ist Partner bedeutender Batterieproduzenten.

Nachhaltiger Abbau von Lithium in Argentinien

Livent baut sein Lithium in einer Sole-Anlage im Norden Argentiniens mit Hilfe eines selbst entwickelten Verfahrens ab, das laut eigenen Angaben besonders nachhaltig sein soll. Um die Auswirkungen auf das umliegende Ökosystem auf ein Minimum zu reduzieren, wird der Großteil der verwendeten Sole nach der Lithiumextraktion wieder zurückgegeben und nicht verdunstet. BMW hat mit Livent als zweiten Lieferanten neben Ganfeng einen Liefervertrag abgeschlossen, um damit „technologisch, geografisch und geopolitisch unabhängiger von einzelnen Lieferanten“ zu werden. Bei Umsatz und Gewinn gab es in den letzten beiden Jahren leichte Einbußen, was der zwischenzeitlichen Corona-Konjunkturdelle in der Automobilbranche zuzuschreiben ist. Die Prognosen gehen jedoch von einem starken Wachstum aus.

livent_aktie_Chart_Lithium Aktien

3. Orocobre-Aktie

Auf Rang 3 finden wir die Orocobre-Aktie. Das Bergbauunternehmen hat seinen Sitz im australischen Brisbane und fördert neben Lithium auch Kupfer, Silber und Gold. Die Marktstellung wird durch die Lieferverträge mit dem japanischen Automobilbauer Toyota gestärkt, der auch rund 6 Prozent der Aktien besitzt. In Kooperation mit dem Automobilkonzern entsteht gerade eine 10.000 t/Jahr-Lithiumhydroxid-Anlage in japanischen Naraha. Es gibt Überlegungen, das Projekt um eine zweite Anlage zu erweitern.

Geplante Fusion mit Galaxy Resources

Im August 2021 gab Orocobre die Fusion mit dem Lithiumproduzenten Galaxy Resources bekannt, der seine Wurzeln ebenfalls in Australien hat. Mit dem Merger entsteht ein neuer Big Player, der voraussichtlich Allkem heißen und seinen Hauptsitz in Argentinien haben wird. Die Fusion würde zwei große, einander ergänzende Rohstoff-Assets zusammenführen. Orocobre meldete für das Geschäftsjahr 2020/21 einen Nettoverlust von ca. 90 Millionen USD, gegenüber 67 Millionen USD im Vorjahr. Der Netto-Verlust für das fusionierte Unternehmen Orocobre-Galaxy (Allkem) hätte pro forma bei 34,3 Mio. USD gelegen, denn Galaxy hätte einen Gewinn von 55 Mio. USD beigesteuert.

orocobre_aktie_Chart

2. (Jiangxi) Ganfeng Lithium-Aktie

Es folgt auf Platz 2 die (Jiangxi) Ganfeng Lithium-Aktie. Das Unternehmen aus dem Südosten Chinas ist weltweit der drittgrößte Lithium-Produzent mit Abbaurechten in den Regionen mit den bedeutendsten Rohstoffvorkommen. Das Unternehmen beschäftigt sich darüber hinaus mit der Herstellung und Vermarktung von Lithiumprodukten insbesondere für den Batteriesektor. Zudem gibt es auch Kompetenz in Sachen Recycling. Die im Jahr 2000 gegründete Firma ist auch mit Hilfe von Akquisitionen stark gewachsen. Genannt seien hier die Übernahmen von Bacanora Lithium sowie Beteiligungen an Lithium Americas und Pilbara Minerals. Beim Gewinn pro Aktie gibt es sein mehreren Jahre solide Steigerungen. Abgesehen vom Währungsrisiko lässt sich ein China-spezifisches Risiko nicht feststellen. Zum einen gibt es im Reich der Mitte einen hinreichend großen Binnenmarkt, zum anderen verfügt Ganfeng über langfristige Vereinbarungen mit westlichen Abnehmern wie Tesla und BMW. Darüber hinaus ist das Unternehmen mit Volkswagen im Gespräch.

ganfeng_lithium_aktie_Chart

1. Albemarle-Aktie

Platz 1 geht an die Albemarle-Aktie. Die Albemarle Corporation mit Hauptsitz in Charlotte, im US-Bundesstaat North Carolina, ist ein weltweit tätiges Spezialchemieunternehmen mit rund 5.400 Mitarbeitern und einer führenden Stellung bei Lithium und Lithiumderivaten sowie Brom- und Raffinationskatalysatoren. Albemarle verfügt über Lithiumressourcen mit einem ausreichendem Wachstumspotential in Chile, in den USA und in Australien, sowie über eigene Kapazitäten in der Batterieforschung und in der Weiterverarbeitung. In Deutschland ist man, seit der Übernahme von Rockwood Holdings im Jahre 2015 an den Standorten Frankfurt-Höchst und Langelsheim präsent. Das Unternehmen setzte im Jahr 2020 3,1 Milliarden USD um (ein Minus von 13 Prozent) und machte dabei unter dem Strich einen Gewinn von 376 Millionen USD. Für langfristige Investoren sind vor allem die stabilen Dividendenzahlungen des Unternehmens interessant. Albemarle plant bis zum Jahr 2050 treibhausgasneutral zu wirtschaften, was unter anderem durch die Rückgewinnung von Lithium aus Altbatterien und die verstärkte Nutzung von Solarstrom und grünem Wasserstoff gelingen soll. Auch der Wasserverbrauch soll reduziert werden. Die Albemarle-Aktie entwickelte sich zuletzt sehr positiv.

albemarle_aktie_Chart_Lithium Aktien

Lithium Aktien-Liste: Sieben Top-Picks aus dem Lithium-Sektor

In der folgenden Lithium-Aktien-Tabelle finden Sie die besprochenen 7 Lithium-Werte noch einmal übersichtlich aufgelistet.

Lithium-AktienISINBörse
Vulcan Resources EnergyAU0000066086ASX
Ganfeng Lithium CNE1000031W9SEHK
Lithium AmericasCA53680Q2071TSX
Livent CorporationUS53814L1089NYSE
OrocobreAU000000ORE0ASX
Sociedad Quimica y MineraUS8336351056NYSE
AlbemarleUS0126531013NYSE

Titelbild: shutterstock

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