Aktien für Anfänger: Die besten Tipps für einen erfolgreichen Start im Börsenhandel
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Aktien für Anfänger: Die besten Tipps für einen erfolgreichen Start im Börsenhandel

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Noch nie war es so einfach – und erfolgversprechend – sein Geld an der Börse zu investieren. Aktien haben an den Börsen und auch bei den Anlegern Konjunktur.

Trotz Corona entwickelten sich im vergangenen Jahr und aktuell die Börsenkurse ausgesprochen positiv.

Ein wichtiger Treiber für diesen Trend ist der Zinsverfall für konventionelle Anlageprodukte. Unter anderem aus diesem Grund haben sich zwischen 2019 und 2020 allein in Deutschland rund 1,5 Millionen Menschen erstmals dafür entschieden, ihr Geld in Aktien anzulegen. In der absehbaren Zukunft können sie mit enormen Anlage-Chancen rechnen, wenn sie ihr Vermögen intelligent investieren.

Für Börsenanfänger stellt sich damit jedoch auch die Frage, wie sie am besten starten. In unserem Beitrag „Aktien für Anfänger“ erklären wir, wie Sie Ihr Geld in Aktien anlegen und dabei von Anfang an erfolgreich sind.

Was Sie in diesem Ratgeber erfahren:

Wenn Sie die Grundlagen zu Aktien und zum Aktienhandel verinnerlicht haben, verfügen Sie über alle Informationen, die Sie brauchen, um die nächsten Schritte in Angriff zu nehmen:

Zu beiden Themen gibt Ihnen unter anderem der kostenlose FinMent Online-Workshop „Die besten Kauf- und Verkaufszeitpunkte und starke Wertpapiere finden“ professionellen Input.

Aktien für Anfänger - was sind Aktien überhaupt?

Aktien sind Anteile an einem börsennotierten Unternehmen. Firmen erhalten durch die Emission von Aktien Kapital, um damit neue Investitionen zu finanzieren, vor der Börsenzulassung müssen sie umfangreiche gesetzliche Auflagen erfüllen. Personen, die ihr Geld in Aktien anlegen, werden hierdurch zu Miteigentümern des Unternehmens, an dem sie durch den Aktienerwerb finanziell beteiligt sind.

Finanziell profitieren Aktionäre von einer positiven Kursentwicklung ihrer Wertpapiere an der Börse und von der Beteiligung am finanziellen Erfolg des Unternehmens über Dividenden. Allerdings schütten nicht alle börsennotierten Unternehmen Dividenden aus. Gründe dafür liegen in fehlenden Gewinnen, häufig jedoch auch in den Kapitalstrategien der Unternehmen.

Negativ muss der Verzicht auf Dividendenausschüttungen daher nicht in jedem Fall bewertet werden – wenn ein Unternehmen mit diesen Geldern stattdessen seine Investitionen und seine Marktperformance stärkt, schlägt sich dies oft auch in einer langfristig positiven Entwicklung seiner Aktienkurse nieder.

Außerdem dürfen Aktionäre – beispielsweise im Rahmen der jährlichen Aktionärsversammlung – über Firmenentscheidungen mitbestimmen.

Wie kommt der Aktienkurs zustande?

Im Hinblick auf den Wert von Aktien ist zwischen ihrem Nennwert und ihren Börsenkursen zu unterscheiden. Der Nennwert bezeichnet den Anteil der einzelnen Aktien am Grundkapital des emittierenden Unternehmens – dabei handelt es sich um eine fixe Größe. Der Mindestnennwert für Aktien liegt in Deutschland derzeit bei einem Euro.

Relevant für Investoren, die ihr Geld in Aktien anlegen, ist jedoch vor allem deren Börsenkurs – also der Preis, zu dem Aktien an der Börse gehandelt werden. Der Börsen- oder Aktienkurs wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Wenn die Zahl der Anleger, die die Aktien eines bestimmten Unternehmens kaufen wollen, die Zahl der Verkäufer übersteigt, befindet sich der Kurs dieses Wertpapiers im Aufwind. Fehlende Nachfrage führt zu einem Kursverfall.

Hierbei spielt nicht nur die aktuelle Performance der Aktie und des Unternehmens, sondern auch mittel- und längerfristige Trenderwartungen eine Rolle. Der Wert aller Aktie eines Unternehmens ist dessen Börsenwert, der somit direkt von der Kursentwicklung abhängt. Um eine erfolgreiche Strategie für den Handel mit Aktien zu entwickeln, benötigen Sie einen guten Überblick über die Entwicklung von Einzelaktien, relevanter Branchen und des gesamten Marktes.

Die Zahl der Aktien, die von einem Unternehmen ausgegeben werden dürfen, ist begrenzt und richtet sich nach der Höhe seines Grundkapitals. Erhöht werden darf sie nur dann, wenn zuvor eine Kapitalerhöhung vorgenommen wurde. Diese Vorgaben sind ein Bestandteil des gesetzlich vorgeschriebenen börsenbezogenen Risikomanagements.

Aktien kaufen und verkaufen

Wenn Sie Ihr Geld in Aktien anlegen wollen, sollten Sie am besten direkt an der Börse handeln. Wenn Sie intelligent investieren, sind dabei sehr hohe Renditechancen möglich, da Sie direkt am Erfolg der jeweiligen Unternehmen partizipieren.

Für den Kauf und Verkauf von Aktien dient die Börse als ein großer, aber auch gesetzlich regulierter Marktplatz. In der digitalen Ära brauchen Sie dafür an der Börse nicht persönlich präsent zu sein – Aktien können Sie am PC oder auf dem Smartphone mit wenigen Klicks kaufen und verkaufen.

Empfehlenswert ist es aus unserer Sicht, als Aktien für Anfänger vor allem Wertpapiere auszuwählen, die mittel- und langfristig eine stabile positive Kursentwicklung zeigen, so dass Sie sie zu einem späteren Zeitpunkt mit Gewinn verkaufen können.

Warum Aktien langfristig die beste Möglichkeit der Kapitalanlage sind

Aufgrund der langfristig geringen Zinsen sind konventionelle Geldanlagen für einen erfolgreichen und nachhaltigen Vermögensaufbau kaum noch von Bedeutung. Bei einigen konventionellen Geldanlagen müssen Anleger inzwischen sogar mit Negativrenditen rechnen.

Auch Fondsanlagen erwirtschaften im Vergleich zu gut performenden Aktien geringere Gewinne. Im Folgenden geben wir zunächst einen Überblick über Investments, die aus unserer Sicht nicht oder nur in begrenztem Umfang zu empfehlen sind.

Private Anleger, die sich für Aktien für Anfänger interessieren, sollten auch die mit diesen Anlagemodellen verbundenen Vor- und Nachteile kennen.

Girokonten, Sparbücher, Tagesgeld und Festgeld

Wenn Sie Vermögen auf Ihrem Girokonto oder dem traditionellen Sparbuch parken, sind damit heute keinerlei Vorteile mehr verbunden. Im Gegenteil werden Sie dabei langfristig Geld verlieren. Zinsen erwirtschaften solche Geldanlagen schon längst nicht mehr, durch die Inflation wird im Zeitverlauf auch das Sparvermögen aufgezehrt.

Tagesgeld und Festgeld

Für Tagesgeld und Festgeld – als Einmaleinlage oder als Festgeldsparplan – gilt zumindest tendenziell das Gleiche. Die Verzinsung ist bei beiden Anlagemodellen niedrig, durch die aktuell wieder steigende Inflation fällt sie selbst als geringer Gewinnfaktor nicht mehr ins Gewicht.

Anhand der Daten, die von den Banken an die Europäische Zentralbank gemeldet werden, gibt das Verbraucherportal Finanztip an, dass derzeit nur noch zwei Prozent der Sparvermögen in Deutschland überhaupt verzinst werden. Auch viele ältere Tagesgeldkonten sind inzwischen völlig zinsfrei. Bei höheren Geldanlagen auf einem Tages- oder Festgeldkonto kann seit Ende 2020 außerdem eine Negativverzinsung greifen.

Der einzige Vorteil, der mit diesen Geldanlagen heute noch verbunden ist, besteht in einer gewissen Sicherheit.

Kapitalbildende Versicherungen

Kapitalbildende Lebens- und Rentenversicherungen galten für Privatanleger neben dem Erwerb von Immobilen lange als der Königsweg der Geldanlage.

Heute sind Versicherungen im besten Fall ein Nullsummenspiel – die meisten Versicherungsnehmer müssen jedoch langfristig mit Verlusten rechnen.

Der Verband der deutschen Versicherungswirtschaft gibt als Durchschnittsrenditen für Lebensversicherungen maximal zwei bis drei Prozent per annum an. Bei einer angenommenen Inflationsrate von zwei Prozent und einem Steuersatz von 0,75 Prozent ist es nicht möglich, damit Gewinne zu erzielen.

Fondsanlagen

Das Anlagevermögen von Aktienfonds enthält Aktien verschiedener Unternehmen. Sie haben die Wahl zwischen aktiv verwalteten oder passiven Fondsmodellen. Aktiv verwaltete Fonds verfolgen das Ziel, den Markt zu schlagen – indem die Fondsmanager intelligent investieren, wollen sie höhere Renditen als die jeweils relevanten Börsenindizes erzielen. Kurzfristig sind solche Strategien oft erfolgreich, langfristig erweist sich jedoch fast immer der Markt als stärker. Zudem fallen bei diesen Fonds hohe Verwaltungskosten an, die zwangsläufig die Renditen der Geldanlage reduzieren.

Nicht aktiv verwaltet werden ETFs (Exchange Trading Funds, Indexfonds), durch deren Zusammensetzung ein Aktienindex (DAX, Euro-STOXX etc.) nachgebildet wird. Unter Privatanlegern haben sich in den letzten Jahren vor allem ETFs zu einem attraktiven Anlagemodell entwickelt.

Ein wesentlicher Vorteil von Fondsanlagen bestehen darin, dass Anleger, die nicht aktiv an der Börse handeln wollen, trotzdem von den Entwicklungen an den Aktienmärkten profitieren können. Zudem ermöglicht diese Anlageform eine breite Risikostreuung. Die Renditen von Fondsanlagen bewegen sich im mittleren Bereich, bleiben hinter den Renditechancen erfolgreicher Aktien jedoch weit zurück.

Wie die Deutschen tatsächlich investieren

Eine Umfrage des Verbandes der Privaten Bausparkassen aus dem Frühjahr 2021 zeigt, wie die Deutschen tatsächlich investieren:

  • 47 Prozent sparen auf dem Girokonto, 43 Prozent nutzen dafür das traditionelle Sparbuch.

  • Renten- und Kapitallebensversicherungen, Bausparverträge und Immobilien folgen mit 30 Prozent, 28 Prozent und 26 Prozent auf den nächsten Rängen.

  • 23 Prozent investieren in Fondsanlagen.

  • Riester-Sparverträge und kurzfristige Geldanlagen erreichen jeweils einen Wert von 21 Prozent.

  • In Aktien legen lediglich 17 Prozent der Befragten ihr Vermögen an.

  • Schlechter als Aktieninvestitionen schneiden mit sieben Prozent nur festverzinsliche Wertpapiere ab.


In einem internationalen Vergleich unter wichtigen Industrieländern (Niederlande, Japan, USA, Großbritannien, Schweiz, Schweden, Frankreich) belegt Deutschland im Hinblick auf Aktieninvestitionen den letzten Platz – nur 5,6 Prozent der Gesamtbevölkerung verfügen über Aktienbesitz. Zum Vergleich: Die Niederlande belegen mit einem Aktionärsanteil von 30 Prozent den ersten Platz in diesem Ranking.

Geld in Aktien anlegen - die beste Strategie für nachhaltigen Vermögensaufbau

Mit diesen Anlagepräferenzen verschenken Anleger und Sparer bares Geld. Intelligent investieren heißt im ersten Schritt, eine Anlageklasse zu wählen, die einen deutlich höheren Wertzuwachs als ein konventionelles Sparkonto unterstützen.

Studien zufolge sind Aktien die bei weitem stärkste Anlageklasse – auch im Vergleich zu Aktienfonds und den oft auf den ersten Blick besonders lukrativen ETFs. Als ein Beispiel: ETFs auf der Basis des MSCI World Index gelten international als besonders leistungsstark. Ihre durchschnittlichen jährlichen Renditen liegen bei etwa sechs Prozent.

Wenn Sie beim Aktienkauf nur in die besten Werte investieren, sind Sie dagegen in der Lage, ein Vielfaches dieser Gewinne zu erzielen. Als ein Beispiel: Wer im Oktober 2020 Aktien des Biotech-Startups BioNTech erworben hat, zahlte pro Wertpapier rund 80 Euro. Der aktuelle Kurs liegt – nach einem Allzeithoch von knapp 380 Euro im Sommer 2021 – derzeit bei rund 220 Euro. Bei einem Verkauf im August 2021 hätte die Wertsteigerung der ursprünglichen Investition bei 475 Prozent gelegen, im Oktober 2021 waren es immerhin noch 275 Prozent.

Die Analysen des Deutschen Aktieninstituts und anderer Experten zeigen, dass die Renditevorteile von Aktien vor allem bei langfristigen Anlagestrategien zum Tragen kommen, zudem hier bei Aktien mit insgesamt guter Performance auch ein geringeres Anlagerisiko zum Tragen kommt. Kurzfristige Kursschwankungen werden bei solchen Papieren in der längerfristigen Perspektive mindestens ausgeglichen und in der Regel deutlich überkompensiert. Kurzfristige Aktieninvestitionen können demgegenüber zwar ebenfalls sehr attraktive Gewinne, jedoch auch hohe Verluste nach sich ziehen, da es sich bei den dafür in Frage kommenden Papieren oft um hochspekulative Werte handelt. Als Aktien für Anfänger sind sie in der Regel nicht geeignet.

Intelligent investieren bedeutet jedoch auch bei den Aktien für Anfänger, dass Sie für Ihr Portfolio ein sinnvolles Risikomanagement betreiben sollten. Einzelwerte unterliegen immer höheren Schwankungen, so dass es wichtig ist, bei Aktieninvestitionen das sogenannte Klumpenrisiko in Betracht zu ziehen. Wichtig ist, dass Sie Ihr Depot von Anfang an diversifizieren und dafür eine sinnvolle Aktienstrategie entwickeln. Steuern lässt sich das Risiko für Ihre Geldanlage beispielsweise über die Positionsgröße von Einzeltransaktionen und über die Anzahl der Aktien einzelner Unternehmen.

Aktien gewinnen auch bei Privatanlegern an Bedeutung

Jedoch gewinnen Aktien in Deutschland vor allem in den letzten beiden Jahren auch bei Privatanlegern an Bedeutung. Der Bundesverband deutscher Banken weist im Hinblick zur vorhergehend genannten Studie etwas andere Zahlen aus.

Zwar haben konventionelle Geldanlagen auch in der Niedrigzinsperiode ihre Bedeutung nicht verloren – jedoch nannten in dieser Studie immerhin 35 Prozent der Befragten im Jahr 2020 Aktien als bevorzugte Geldanlage. Auf dem ersten Platz dieser Erhebung lagen allerdings Fondsanlagen mit 45 Prozent sowie Sparkonten- oder Pläne mit 42 Prozent. Interessant ist hier im Übrigen auch, dass mit zwei Prozent nur sehr wenige Anleger Kryptowährungen präferieren – trotz des generellen Hypes um das virtuelle Geld.

Das Deutsche Aktieninstitut gibt an, dass sich der Anteil der Aktienbesitzer in Deutschland im Jahr 2020 auf 17,5 Prozent belaufen hat – gegenüber 15,2 Prozent im Vorjahr und trotz der wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie. Einer Allensbach-Umfrage zufolge planten im Jahr 2019 in Deutschland 3,65 Millionen Menschen Aktieninvestitionen, 2020 waren es bereits 3,93 und ein Jahr später 4,41 Millionen Menschen.

Sehr wahrscheinlich kommt der Trend zu Aktien auch in der Zufriedenheit der Anleger mit ihren Anlageentscheidungen zum Ausdruck – der Verband deutscher Banken liefert auch hierzu Daten. Ende 2019 waren lediglich 41 Prozent der Studienteilnehmer mit der Wertentwicklung ihrer Geldanlagen zufrieden, ein Jahr später war dieser Anteil auf 57 Prozent gestiegen.

Aktien für Anfänger - Vor- und Nachteile von Aktienanlagen

Insgesamt gesehen weisen die vorgestellten Daten aus, dass sich Aktieninvestments in Deutschland auch bei Privatanlegern wachsender Beliebtheit erfreuen. Aktien für Anfänger zu diskutieren, bedeutet jedoch auch die Vor- und Nachteile dieser Anlageoption im Blick zu haben.

Pro´s für Aktieninvestments

Vorteile von Aktienanlagen liegen insbesondere in den folgenden Punkten:

  • Sie entscheiden selbst, in welche Wertpapiere Sie investieren und hängen dabei nicht von den Expertisen anderer Personen ab, die Sie – wenn überhaupt – nur unzulänglich kennen. Wenn Sie intelligent investieren und dabei möglichst nur die besten Werte wählen, können Sie ein Vielfaches Ihrer Anfangsinvestition erzielen.

  • Anders als bei Indexfonds, aber auch bei aktiv verwaltenden Aktienfonds fließen in Ihre Anlageentscheidungen Ihre persönlichen Präferenzen für bestimmte Unternehmen oder Branchen ein. Zum Portfolio von Aktienfonds gehören nicht selten auch ethisch fragwürdige Papiere – beispielsweise von Unternehmen aus der Waffenindustrie.

  • Sie haben die Chance, ihre persönliche Handelsstrategie zu entwickeln und zu verfeinern.

  • Fondsgebühren und Verwaltungsaufschläge spielen beim Kauf und Verkauf von Aktien keine Rolle und können folglich auch keinen negativen Effekt auf die Renditen haben.

Allerdings müssen Sie für erfolgreiche Aktieninvestitionen den Markt, die Börse und vor allem die Sie interessierenden Branchen und Einzelunternehmen kennen – mit anderen Worten: Um intelligent zu investieren brauchen Sie auch bei Aktien für Anfänger Informationen auf dem jeweils aktuellen Stand. Der bekannte US-amerikanische Großinvestor Warren Buffet fasste diese Grundvoraussetzung einmal in diesem Satz zusammen: „Kauf nur Unternehmen, die du auch verstehst.“.

Nachteile von Aktieninvestments

Diesen Vorteilen stehen allerdings auch einige relevante Nachteile gegenüber:

  • Aktienkurse sind fast immer stärkeren Schwankungen unterworfen. Börsenanfänger müssen zunächst lernen, wie sich der Markt und einzelne Aktien entwickeln.

  • Ebenso wichtig ist der Umgang mit Risiken. Generell gilt: Bei Aktieninvestitionen müssen Risiken stärker beachtet werden als bei anderen Anlageoptionen.

  • Der aktive Handel an der Börse kann im Vergleich zu Fondsanlagen mit größerem Aufwand verbunden sein. Allerdings werden Sie sehr schnell Ihre eigenen Erfahrungen im Börsenhandel sammeln – und dabei gegebenenfalls auch Expertenunterstützung und digitale Instrumente nutzen, so dass sich der Kauf und Verkauf von Aktien zunehmend einfacher gestaltet.

Aktien für Einsteiger - Warum steigen und fallen Aktien?

Im Folgenden gehen wir in unserem Ratgeber „Aktien für Anfänger“ auf einige grundlegende Fragestellungen ein – die Antworten darauf sind wichtig, um die Basics des Börsenhandels zu verstehen.

Warum steigen und fallen Aktien?

Dass der Kurs von Aktien an der Börse durch Angebot und Nachfrage nach den jeweiligen Wertpapieren bestimmt wird, haben wir vorhergehend bereits erwähnt. Ebenso spielt für die Kursentwicklung und die Schwankungen der Aktienkurse die jeweils aktuelle Unternehmensperformance eine Rolle.

Das Ziel jeden Unternehmens besteht darin, mit seinen Angeboten Gewinne zu erzielen. Realisiert wird es, indem der Verkaufspreis einer Ware über deren Herstellungskosten liegt. Einige Unternehmen sind in der Lage, ihre Produkte und Dienstleistungen im Vergleich zu anderen Firmen besser und lukrativer zu vermarkten. Andere erreichen lediglich ein mittleres Erfolgsniveau, wieder andere scheitern irgendwann in ihrem Markt. Für die jeweils aktuelle Performance von Einzelunternehmen spielen zahlreiche Faktoren eine Rolle.

In der Summe werfen börsennotierte Unternehmen jedoch Gewinne ab – wenn sie das nicht tun, können sie sich längerfristig nicht an der Börse halten. Aktionäre können daher über längere Zeiträume gesehen mit Börseninvestitionen deutlich mehr Geld verdienen, als wenn sie ihr Vermögen einfach nur auf einem Konto parken würden – allerdings nur dann, wenn sie in erfolgversprechende Aktien investieren.

Werden Aktien immer weiter steigen?

In sogenannten Hausse-Phasen – also Zeiträumen, in denen die Börsen eine grundsätzlich positive Entwicklung zeigen und viele Aktien überdurchschnittliche Kursgewinne für sich verbuchen können – gehen Privatanleger und häufig sogar professionelle Analysten davon aus, dass ein solcher Trend über einen langen Zeitraum anhält und keine Veränderungen zu erwarten sind. Eine völlig valide Aussage darüber kann jedoch niemand treffen – außer er hätte eine Glaskugel, die ihm die Entwicklungen an der Börse passgenau vorhersagt. Jedoch können aus der Analyse der Vergangenheit auch Muster für die Zukunft abgeleitet werden.

Beispielsweise prognostizieren Analysten auch für 2022, dass sich die deutsche Wirtschaft positiv entwickeln wird. Steigende Unternehmensgewinne beflügeln selbstverständlich auch die Aktienmärkte. Eine anhaltende Rezession ist bis auf Weiteres nicht in Sicht. Die Nachfrage nach Aktien an der Börse wird zusätzlich durch den Mangel an lukrativen Anlagealternativen getrieben, was die Kurse der Aktien erfolgversprechender Unternehmen und insbesondere von erfolgreichen Firmen in diversen High-Performance-Branchen zusätzlich in die Höhe treiben kann.

Einer wichtiger Risikofaktor für die Börse ist daher ein starker Zinsanstieg, da sie sehr wahrscheinlich zu einer Verringerung der Börseninvestitionen und damit auch zu Kursverlusten führen würden.

Welche Faktoren beeinflussen den Aktienkurs?

Auf den Kurs von Aktien nehmen viele Faktoren Einfluss. Hierzu gehören insbesondere:

  • News.
  • Unternehmens- und Branchenanalysen.
  • Politische Entscheidungen und regulatorische Veränderungen. Geldpolitische Entscheidungen und regulatorische Einschränkungen für Unternehmen aus bestimmten Branchen spielen hier eine besonders große Rolle.
  • Der Strukturwandel in der Wirtschaft. Beispielsweise haben Unternehmen mit hohem Digitalisierungsgrad und den entsprechenden Geschäftsmodellen im Vergleich zu noch weitgehend analogen Unternehmen an den Börsen besonders gute Chancen. Das Gleiche gilt für Branchen wie Biotechnik oder alternative Energien, die aktuelle und voraussichtlich langfristig wirksame wirtschaftliche und gesellschaftliche Megatrends repräsentieren.
  • Das Risikoprofil von Einzelaktien oder Branchen und der Aktien der jeweiligen Unternehmen.
  • Blasenbildungen auf dem Kapitalmarkt, die zunächst zu immensen Kursanstiegen führen können, jedoch auch das Risiko für einen Börsen-Crash erhöhen. Die meisten Länder, Volkswirtschaften und Börsen erholen sich nach einem Crash, sobald auch die Konjunktur in der Realwirtschaft wieder anzieht – je nach den konkreten Rahmenbedingungen kann ein solcher Erholungsprozess jedoch auch Jahre dauern oder auf unüberwindliche Blockaden treffen. Deutlich wird dieser Umstand beispielsweise an der Entwicklung des italienischen Leitindex FTSE MIB Italien oder des spanischen Leitindex IBEX 35. Beide Indizes haben sich nach der Finanz- und Wirtschaftskrise sowie der darauf folgenden europäischen Schuldenkriste bis heute nicht nachhaltig erholt.

Aktien für Anfänger - Basics zu Aktieninvestments

Im letzten Teil unseres Ratgebers „Aktien für Anfänger“ finden Sie wichtige allgemeine Informationen über den Handel an der Börse. Hier geht es vor allem darum, wo und wie Sie Geld in Aktien anlegen können, welche Papiere sich als Aktien für Einsteiger eignen, welche Risiken mit Aktieninvestitionen verbunden sind und wie lange Sie Ihre Aktieninvestments halten sollten.

Wo kann ich mein Geld in Aktien anlegen?

Ihr Geld in Aktien anlegen können Sie sowohl an deutschen als auch an internationalen Börsen – sehr wahrscheinlich werden Sie Ihre ersten Erfahrungen an der Börse jedoch an deutschen Handelsplätzen machen.

Der wichtigste Börsenhandelsplatz in Deutschland ist die Frankfurter Börse. Daneben gibt es sogenannte Regionalbörsen in Berlin, Düsseldorf, Hamburg-Hannover, München und in Stuttgart, die jedoch zum Teil nur eine eingeschränkte Aktienauswahl bieten. Gehandelt wird an diesen Börsen ausschließlich wochentags – Samstag und Sonntag sind handelsfreie Tage.

Der größte Teil der Börsentransaktionen wird in Deutschland inzwischen über die digitale Handelsplattform Xetra abgewickelt. Dabei handelt es sich um den wichtigsten elektronischen Handelsplatz der Frankfurter Börse. Auf Xetra können beliebige Personen – also auch Privatanleger – mit Wertpapieren handeln. Um in den Xetra-Handel einzusteigen, benötigen Sie lediglich ein Online-Depot für Ihre Aktien und gegebenenfalls auch andere Wertpapiere. Die Handelszeiten auf Xetra sind ebenfalls auf Wochentage in der Zeit von 9 bis 17.30 Uhr beschränkt.

Welche Börsenindizes gibt es in Deutschland?

Börsennotierte Unternehmen in Deutschland werden in verschiedenen Indizes zusammengefasst, den Ausschlag für ihre Zuordnung gibt vor allem die Unternehmensgröße, im Technologiebereich spielt außerdem die Branche eine Rolle:

  • Die 40 größten börsennotierten Unternehmen werden im deutschen Leitindex DAX abgebildet.

  • Im MDAX sind Unternehmen mittlerer Größe und im SDAX kleinere Unternehmen gelistet.

  • Der TecDAX fasst die Kursentwicklung von börsennotierten Technologieunternehmen zusammen.

Insgesamt stehen Investoren innerhalb der DAX-Familie rund 850 unterschiedliches Indizes zur Verfügung. Ihre Funktion besteht darin, Investoren im deutschen Markt, spezifische Anlagestrategien zu entwickeln und transparent, regelbasiert und kosteneffizient in die Praxis umzusetzen. Indizes können abhängig von der Entwicklung der in ihnen enthaltenen Einzelaktien steigen oder fallen. Sie ermöglichen eine grundsätzliche Orientierung über aktuelle und langfristige Entwicklungen auf dem Kapitalmarkt. Gleichzeitig bilden sie die Grundlage für die diversen ETFs.

Internationale, globale und branchenbezogene Indizes

Grundsätzlich repräsentieren Indizes eine Marktaufteilung bzw. Marktsegmentierung. Selbstverständlich gibt es sie auch in anderen Ländern. Beispiele dafür sind die US-amerikanischen Indizes Dow Jones und S&P 500 oder der japanische Nikkei-Index.

Einer der wichtigsten globalen Aktienindizes ist der MSCI Word, der durch den US-amerikanischen Finanzdienstleister MSCI (Morgan Stanley International) herausgegeben wird. Der MSCI World bildet derzeit Aktien von 1.600 Unternehmen aus 23 Ländern ab, bei denen es sich ausnahmslos um entwickelte Länder handelt. Seinen Schwerpunkt hat er in den USA. Daneben gibt MSCI eine Vielzahl weiterer Aktienindizes, denen unterschiedliche Kriterien – beispielsweise Regionen oder die Größe/die Marktkapitalisierung der intergierten Unternehmen – zugrunde liegen.

Neben den großen und einer breiten Öffentlichkeit bekannten Indizes gibt es zahlreiche weitere Aktienindizes, die auf unterschiedlichsten Differenzierungen beruhen. Beispiele dafür sind nachhaltige Aktien oder Tourismusaktien, über die Ihnen übrigens auch der FinMent Marktalgorithmus eine exzellente Übersicht zu bieten hat. Im Fokus vieler Anleger stehen Indizes, die in der Lage sind, Trend- und Wachstumsbranchen abzubilden.

Orientierung kann hier auch die Entwicklung bestimmter Investment-Fonds geben. So erlangte der Ark-Fonds besondere Aufmerksamkeit, nachdem zahlreiche Tech-Werte – darunter Adobe, Alphabet/Google, Apple, Microsoft, Nvidia, Netflix oder Tesla – nach dem letzten Börsencrash starke Kursgewinne zu verzeichnen. Der Ark-Fonds bildet viele dieser Werte ab. Den Gesamtmarkt dieser Aktien fasst der US-amerikanische Tech-Index Nasdaq 100 zusammen.

Kurs- oder Performance-Index

Die genannten Indizes sind sogenannte Kurs-Indizes – sie bilden die Kursentwicklung der in ihnen zusammengefassten Unternehmen ab. Daneben können Börsentrends auch anhand von Performance-Indizes ausgewiesen werden. Dese berücksichtigen Zusatzerträge, die aus Dividenden, zusätzlichen Gewinnausschüttungen oder Bezugsrechten für Wertpapiere. Für Anleger liefert der Performance-Index wichtige Informationen für den Erfolg von Aktieninvestitionen.

Dividendenaktien und Wachstumsaktien

Grundsätzlich lassen sich Aktien nach Wachstumsaktien und Dividendenaktien unterscheiden:

  • Dividendenaktien sind Aktien, die regelmäßig eine Dividende ausschütten. Dabei kann es sich um einen Teilertrag oder den Gesamtertrag einer Aktie handeln. Dividendenaktien werden in der Regel von renommierten Unternehmen mit stetigem Ertragswachstum und starken Bilanzen ausgeschüttet. Im Vergleich zu restlichen Markt gelten die Aktien dieser Unternehmen in der Regel als weniger volatil – ihre Kurse weisen also geringere Schwankungsbreiten auf. Als Aktien für Anfänger sind Dividendenaktien besonders gut geeignet, da ihre Kursentwicklung weitgehend transparent und nachvollziehbar ist. Mit solchen Werten ist in der Regel auch ein geringeres Verlustrisiko verbunden.

  • Wachstumsaktien sind Aktien von Unternehmen, bei denen die Erwartung besteht, dass ihre Kurse schneller steigen als der Gesamtmarkt. Zu dieser Kategorie gehören häufig die Werte innovativer Startups. Solche Unternehmen zahlen häufig keine Dividenden an ihre Aktionäre, aus, sondern reinvestieren alle Gewinne in die weitere Entwicklung des Unternehmens, um weiteres Wachstum zu erzielen. Renditen erzielen Anleger hier folglich nur aus den Kursgewinnen. Im Vergleich zu Dividendenaktien schwanken ihre Kurse in der Regel deutlich stärker, je nach Branche und Unternehmen kann es auch zu plötzlichen starken Kurseinbrüchen kommen. Längerfristig sind bei vielen dieser Aktien allerdings die Gewinne höher. Als Aktien für Anfänger sind Wachstumsaktien vor allem dann geeignet, wenn ihre Käufer über eine gewisse Risikoaffinität verfügen.

Die Dividende ist der Anteil des Bilanzgewinns börsennotierter Unternehmen, der an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Für Aktionäre, die Dividendenaktien halten, ist sie ein Bestandteil ihrer Kapitalerträge. Die Dividendenrendite – die Relation der ausgeschütteten Dividende zum Börsenkurs der Aktie – ist eine wichtige Kennzahl zur Aktienbewertung. Dividenden tragen in hohem Maße zu den Erträgen aus Aktieninvestitionen bei. Zahlen hierfür liefern beispielsweise die Finanzanalysten von Blomberg, die basierend auf dem US-amerikanischen Aktienindex S&P 500 ausgerechnet haben, dass über einen Zeitraum von 30 Jahren rund die Hälfte der Gesamtrenditen auf dem US-Aktienmarkt aus Dividendenzahlungen stammen.

Dividenden werden von deutschen Unternehmen einmal jährlich ausgezahlt. Ihre Höhe wird vom Vorstand des Unternehmens vorgeschlagen und muss von der Hauptversammlung der Aktionäre mit einfacher Mehrheit bestätigt werden. Bis 2016 wurde sie am Tag nach der Hauptversammlung ausgezahlt, heute erfolgt die Überweisung am dritten Tag danach. Anspruch auf eine Dividendenzahlung haben Aktionäre dann, wenn sich die jeweilige Aktie am Tag der Aktionärsversammlung in ihrem Depot befindet. In anderen Ländern können die Auszahlungsintervalle variieren. Beispielsweise werden in den USA Dividenden oft auch monatlich oder quartalsweise ausgeschüttet.

Kann man Aktien jederzeit kaufen oder verkaufen?

Aufträge für den Kauf oder Verkauf von Aktien lassen sich auf digitalem Wege jederzeit erteilen. Die einzige Voraussetzung dafür ist ein Depot bei einer Bank, die Online-Trading unterstützt. Ausgeführt werden diese Aufträge jedoch nur während der Börsenzeiten. Hieraus können bis zur Ausführung des Auftrags Veränderungen des Aktienkurses resultieren.

Als ein Beispiel: Eine Aktie wird außerhalb der Börsenzeiten zum dann gültigen Kurs geordert. Aufgrund von Zeitunterschieden kann sich ihr Kurs durch Aktivitäten an anderen Handelsplätzen bis zum deutschen Börsenstart am Folgetag jedoch verändert haben.

Die Transaktion wird dann zu den neuen Konditionen ausgeführt. Um unliebsame Überraschungen durch plötzliche Kursveränderungen zu vermeiden, ist es möglich, bei der Platzierung einer Order verschiedene Limits einzubauen. Die Order wird in diesem Fall nur ausgeführt, wenn der Kurs der Aktie die gesetzten Anforderungen erfüllt.

Wie sicher ist es, in Aktien zu investieren?

Vollkommen risikofrei sind Aktieninvestitionen nicht – auf den Börsenkurs von Aktien wirken sich die Entwicklung an den Märkten, aber auch unternehmensspezifische Faktoren aus.

Das allgemeine Marktrisiko (systemisches Risiko) ergibt sich aus Preisänderungen aufgrund der allgemeinen Tendenz auf dem Kapitalmarkt. Es steht in keinem direkten Zusammenhang zur wirtschaftlichen Situation des einzelnen Unternehmens, sondern betrifft alle Aktien, die sich auf dem Markt befinden.

So kann der Kurs einer Aktie parallel zum allgemeine Markttrend sinken, obwohl die wirtschaftliche Situation des emittierenden Unternehmens gleich geblieben ist. Generell gilt, das die Entwicklung des Marktes sowohl kurz- als auch langfristig mehr oder weniger starken Schwankungen unterworfen ist – für Anleger sind damit Chancen ebenso wie Risiken verbunden. Sie werden durch eine Vielzahl von Faktoren ausgelöst, zu denen beispielsweise die allgemeine konjunkturelle Lage, politische Entwicklungen und die jeweils aktuellen Zinstrends zählen.

Bei einem negativen Markttrend können auch sehr starke Aktien von deutlichen Kursverlusten betroffen sein. Phasen mit einer ungünstigen Kursentwicklung – der sogenannten Baisse – können Wochen, Monate oder sogar Jahre dauern. Wer unmittelbar vor einer Krise in den Aktienhandel einsteigt, muss für die gesamte Zeit der Baisse mit Kursverlusten seiner Aktien rechnen. Das allgemeine Marktrisiko kann auch durch eine breite Streuung des eigenen Aktienportfolios nicht abgefangen werden. Wichtig ist, dass Investoren in Baisse-Phasen einen langen Atem haben. Irgendwann verkehrt sich jeder negative Börsentrend wieder in sein Gegenteil – bei langfristigen Investments in prinzipiell starke Aktien werden Kursverluste langfristig ausgeglichen und in vielen Fällen überkompensiert.

Unternehmensspezifische Risiken (unsystematische Risiken) ergeben sich aus einer möglichen rückläufigen Kursentwicklung einer Aktie, die direktem oder indirektem Zusammenhang mit dem emittierenden Unternehmen stehen. Ursachen dafür können eine rückläufige wirtschaftlichen Performance aufgrund falscher Managemententscheidungen, allgemeine volkswirtschaftliche Effekte, regulatorische Maßnahmen oder auch die sinkende Reputation einer Firma oder Branche sein.

Solche Risiken führen dazu, dass sich der Kurs einer Aktie individuell entwickelt und völlig gegenläufig zum allgemeinen Markttrend sein kann. Auch Aktien, die über lange Zeiträume eine gute Wertentwicklung zeigen, können davon betroffen sein. Mit einer breiten Streuung des eigenen Aktienportfolios lassen sich die Effekte unternehmensspezifischer Risiken auf das Anlagevermögen reduzieren. Je breiter ein Aktienbestand gestreut (diversifiziert) ist, desto stärker wird er die allgemeine Marktentwicklung nachvollziehen.

Wichtig für Ihre Investmentstrategie ist, dass Sie vor dem Einstieg in den Aktienhandel Ihr persönliches Risikoprofil definieren und sich bei Ihren Anlageentscheidungen auch danach richten. Die Renditen von Investments hängen auch von den Risiken ab, die damit verbunden sind.

Wie viele Aktien soll ich kaufen?

Eine allgemeine Regel dafür gibt es nicht. Wir empfehlen jedoch, anfangs nicht zu viele Aktien zu erwerben. Schließlich sind Sie noch dabei, sich an der Börse zu orientieren. Bei einem umfangreichen Start-Portfolio fällt es schwerer, den Überblick über die Performance der einzelnen Aktien zu behalten.

Deutlich wichtiger als die Anzahl der Aktien, die Sie kaufen, ist eine gute Diversifikation nach Branchen und nach Ländern. Indem Sie nicht ihr gesamtes Anlagevermögen auf eine oder wenige Karten setzen, stellen Sie eine breite Risikostreuung sicher.

Kann man Teile von Aktien kaufen?

Ja – die sogenannte Fraktierung von Aktien wird von verschiedenen Brokern angeboten. Sinnvoll kann sie sein, wenn Anleger mit kleinen Budgets von der Wertenwicklung sehr hochpreisiger Aktien profitieren wollen.

Wie viel Geld sollte ich in Aktien investieren?

In den Erwerb von Aktien sollten nur Gelder fließen, die Sie für einen längeren Zeitraum nicht brauchen.

Auf keinen Fall sollten Sie den Aktienkauf mit Krediten finanzieren, da Verlustrisiken im Börsenhandel nicht grundsätzlich auszuschließen sind. Auch zum Parken von kurzfristig – innerhalb von zwei bis fünf Jahren – benötigtem Geld eigenen sich Aktieninvestitionen nicht. Wenn Sie dabei mit einem fixen Verkaufszeitpunkt planen, kann dieser in eine sehr ungünstige Phase für die Wertentwicklung Ihrer Aktien fallen, so dass Sie mit Verlust verkaufen müssen.

Wie lange soll ich investieren?

Experten empfehlen, bei Aktieninvestitionen mit zehn bis 15 Jahren zu kalkulieren. Analysen zeigen, dass es bei langfristigen Aktieninvestments fast immer möglich ist, temporäre Kursverluste mindestens auszugleichen. Zumindest bei Dividendenaktien profitieren Sie dabei auch vom Zinseszinseffekt, wenn Sie ausgeschüttete Dividenden in weitere Aktien investieren.

Welche Voraussetzungen muss ich für Aktieninvestitionen erfüllen?

Wenn Sie Aktien kaufen und verkaufen möchten, benötigen Sie ein Depot, das von zahlreichen Banken und anderen Finanzdienstleistern angeboten wird. Über Ihr Depot wickeln Sie sämtliche Aktientransaktionen ab. Allerdings sollten Sie vor Ihrer Depot-Entscheidung etwas recherchieren, da sich die Kosten für die Depotführung und die Abwicklung von Einzeltransaktionen teilweise beträchtlich voneinander unterscheiden.

Günstige Aktiendepots bieten vor allem Online-Banken und Online-Brokern. Die besten Angebote finden Sie in unserem Video zum Depotvergleich 2021.

Viele Banken und Broker haben sogenannte Musterdepots im Programm. Einsteigern bieten sie wertvolle Hilfestellungen, da sie sich hier vor der ersten realen Investition mit dem Aktienhandel vertraut machen und verschiedene Börsenstrategien erproben können.

Fazit: Darum ist Aktien kaufen auch für Anfänger empfehlenswert

Für den Kauf von Aktien sprechen viele gute Gründe – besonders wichtig sind die drei folgenden Punkte:

  • Aktien sind die bei weitem attraktivste Geldanlage – ebenso renditestarke Anlagealternativen sind auf dem Markt derzeit nicht vorhanden.

  • Mit Aktien bauen Sie langfristig Vermögen auf – für Ihre Altersversorgung und das Stopfen der vorhersehbaren Rentenlücke, vor allem aber, um langfristig echte finanzielle Freiheit zu erreichen.

  • Durch eine intelligente Diversifikation Ihres Aktienportfolios minimieren Sie die Risiken für Ihre Geldanlage.

Nachdem Sie ein Grundverständnis für das Thema Aktien entwickelt haben, stellen Sie sich sicher die Frage, welches die besten Aktien sind und wie Sie diese finden können. Wertvolle und professionelle Informationen hierzu liefert Ihnen FinMent.

In unserem Workshop „Die besten Kauf- und Verkaufszeitpunkte und starke Wertpapiere finden lernen Sie von Ajder Veliev – Mitgründer und CEO von FinMent – wie Sie ihre persönliche Handelsstrategie entwickeln und von einmaligen Wachstumschancen auf den Aktienmärkten profitieren.

Wenn Sie zunächst noch mehr über die Grundlagen des Börsenhandels erfahren wollen, kommt demnächst unseren Ratgeber „Wie beginne ich, mit Aktien zu handeln?

Bildquelle(n): shutterstock

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