500.000 Euro anlegen: Die Strategie für eine halbe Million Euro (2026)

Erfahren Sie, wie Sie erfolgreich 500.000 Euro anlegen können. Dieser Leitfaden bietet Ihnen praktische Tipps und Strategien für ein nachhaltiges Investment. 

500.000 Euro gehören in Deutschland zu den Vermögensgrößen, bei denen andere Regeln gelten. Die Einlagensicherung reicht nicht mehr, der Sparerpauschbetrag ist schnell ausgeschöpft, und steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten werden zum ersten Mal ernsthaft relevant.

Wer diesen Anlagebetrag investieren möchte, braucht deshalb mehr als einen passenden ETF, nämlich eine durchdachte Anlagestrategie. Dazu gehören drei Themen, die bei einer halben Million eine eigene Gewichtung bekommen, nämlich Einlagensicherung, Erbschaftsteuer und die vermögensverwaltende GmbH.

500.000 Euro anlegen 2026, assetklassen, privat equity, aktien
500.000 Euro anlegen / AI generiert

Warum Investieren bei 500.000 Euro heute Pflicht ist

An der Börse werden Vermögen langfristig aufgebaut, auf dem Tagesgeldkonto werden sie langfristig abgebaut. Schuld daran ist die Inflation. Das Statistische Bundesamt meldet für April 2026 eine Teuerungsrate von 2,9 Prozent. Zwar gibt es laut Finanztip bei sicheren Banken je nach Anbieter bis zu 3,5 Prozent Tagesgeldzinsen, doch bei 500.000 Euro führen selbst solide Zinsen nach Steuern und Inflation oft nicht zu einem realen Vermögenszuwachs.

Hinzu kommt die aktuelle Zinspolitik. Nach mehreren Zinssenkungen im ersten Halbjahr 2025 hält die EZB das Zinsniveau auch in 2026 mit der siebten Zinspause hintereinander zuletzt stabil. Die Banken haben ihre Sparzinsen zuvor dennoch deutlich nach unten angepasst. Wer ernsthaft Vermögensaufbau betreiben möchte, kommt an Wertpapieren nicht vorbei.

inflation frisst langsam das geld auf, beispiel auf 500.000 euro
Nicht zu investieren kostet bares Geld / FinMent

Wie Sie 500.000 Euro anlegen? Erst diese 3 Fragen klären

Eine Universalstrategie für 500.000 Euro gibt es nicht. Welche Geldanlage zu Ihnen passt, hängt von drei Fragen ab, die viele Anleger überspringen und stattdessen direkt bei der ETF-Auswahl beginnen.

Was möchten Sie mit Ihrem Investment erreichen?

Das Anlageziel bestimmt alles, was danach kommt. Zeithorizont, Risikotragfähigkeit und Aktienquote hängen direkt davon ab. Vier typische Anlageziele decken die meisten Leser mit 500.000 Euro ab:

  • Altersvorsorge ab 65. Sie sind heute 45 bis 55 Jahre alt und wollen die gesetzliche Rente aufstocken. Zeithorizont 15 bis 25 Jahre, klares Wachstumsziel, Aktienanteil darf hoch sein.

  • Privatier mit 500.000 Euro ab 50. Sie wollen früh aus dem Erwerbsleben aussteigen und vom Kapital leben. Zeithorizont 30+ Jahre, aber gleichzeitig laufende Entnahmen. Das ändert die Aufteilung, weil Sie einen Puffer für schwache Börsenjahre brauchen.

  • Eigenheim in drei bis fünf Jahren. Das Geld soll nominal verfügbar bleiben. Aktienmarkt scheidet als Hauptbaustein aus, weil der Horizont zu kurz ist.

  • Generationenvermögen. Sie selbst brauchen das Kapital nicht, sondern wollen es den Kindern oder Enkeln übergeben. Zeithorizont 30+ Jahre, Aktienanteil kann maximal sein, Erbschaftsteuer wird zum zentralen Thema (mehr dazu weiter unten).

1 million euro anlegen finanzberater, beste fintech aktien, top fintech aktien, anlageziele, vermögensverwalter, giro
Finanzberater und digitaler Touchscreen mit Fintech-App / shutterstock

Was ist Ihr Risikoprofil?

Das Risikoprofil beschreibt, wie Sie mit Schwankungen am Markt umgehen. Es hängt an Ihrer finanziellen Situation, Ihrem Anlagehorizont und Ihrer emotionalen Belastbarkeit.

Bei 500.000 Euro entscheidet dieses Profil über die Aktienquote, also den prozentualen Anteil Ihres Kapitals, der in Aktien und Aktien-ETFs fließt. Der Rest verteilt sich auf Anleihen, Tages- und Festgeld. Die Aktienquote ist der wichtigste Hebel Ihres Portfolios, weil sie gleichzeitig Rendite und Schwankungsrisiko steuert.

Ein breit gestreutes Aktienportfolio kann in einer Krise kurzfristig 30 bis 50 Prozent an Wert verlieren, historisch hat es sich nach Crashs meist innerhalb weniger Jahre erholt, wobei die Erholungszeit von Marktphase und Diversifikation abhängt.

Bei 500.000 Euro und einer Aktienquote von 80 Prozent „verschwinden“ im Crash temporär 120.000 bis 200.000 Euro. Bei 40 Prozent sind es 60.000 bis 100.000 Euro. Genau diese Zahl müssen Sie aushalten, ohne zu verkaufen.

Daraus ergeben sich drei typische Profile:

  • Konservativ. Sie wollen Ihr Kapital vor allem erhalten und schlafen schlecht bei Buchverlusten über 50.000 Euro. Passende Aktienquote: 20 bis 40 Prozent.

  • Ausgewogen. Sie akzeptieren Schwankungen, wenn die langfristige Rendite stimmt. Auch ein zwischenzeitlicher Buchverlust von rund 100.000 Euro bringt Sie nicht zum Verkaufen. Passende Aktienquote: 50 bis 70 Prozent.

  • Wachstumsorientiert. Sie denken in Jahrzehnten, nicht in Quartalen. Ein Kursrutsch ist für Sie eine Kaufgelegenheit, kein Notfall. Passende Aktienquote: 80 bis 100 Prozent.

Auf welchen Zeitraum wollen Sie 500.000 Euro investieren?

Der Anlagehorizont entscheidet, welche Bausteine überhaupt infrage kommen. Die Logik dahinter ist simpel: Je kürzer die Zeit, desto weniger kann sich ein Aktieneinbruch wieder ausgleichen.

  • Unter 5 Jahren. Das Geld gehört auf Tagesgeld, Festgeld oder in einen Geldmarkt-ETF. Aktien sind ausgeschlossen, weil ein Crash kurz vor Ihrem Zielzeitpunkt das Ziel kippt.

  • 5 bis 10 Jahre. Eine Mischung aus sicheren Bausteinen und Aktien ist sinnvoll, Aktienanteil maximal 50 Prozent.

  • 10 bis 15 Jahre. Aktien dürfen den Portfoliokern bilden, typischerweise 60 bis 80 Prozent.

  • Über 15 Jahre. Aktien können dominieren, 80 bis 100 Prozent sind möglich.

Finanztip empfiehlt für breit gestreute Aktien-ETFs einen Anlagehorizont von mindestens 15 Jahren.

Sind Ziel, Risikoprofil und Zeithorizont geklärt, ergibt sich Ihre Aktienquote fast automatisch. Wer ein Eigenheim in drei Jahren finanzieren will, landet bei 0 bis 20 Prozent. Wer mit 15+ Jahren Horizont für die Altersvorsorge spart, liegt typischerweise bei 60 bis 80 Prozent.

Wie lege ich 500.000 Euro an? Die vier wichtigsten Anlageklassen

100.000 Euro anlegen 2026, wichtige Anlageklassen
Überblick über wichtige Anlageklassen / FinMent

Mit 500.000 Euro stehen Ihnen praktisch alle Anlageklassen und Anlageformen offen. Die folgende Übersicht zeigt die vier wichtigsten Bausteine und welche Rolle jeder im Anlagemix spielt.

AnlageklasseRendite p. a. (erwartet)RisikoZeithorizontRolle
Aktien / Welt-ETFsca. 6 Prozent (Modellannahme)hochab 15 JahrenWachstumskern
Anleihen / Anleihen-ETFsca. 2 bis 4 Prozentmittel3 bis 15 JahreStabilisierer
Tagesgeld / Festgeld / Geldmarkt-ETFca. 2 bis 3,5 Prozent (je nach Produkt und Anbieter)niedrig0 bis 3 JahreSicherheitsreserve
Immobilien2,9 bis 5 Prozenthoch10+ JahreEigennutzung oder Cashflow

Aktien und breit gestreute ETFs

Ein Welt-ETF bildet den Renditekern jedes sinnvollen Portfolios und bündelt die größten Chancen am Aktienmarkt in einem Produkt. Er investiert Ihr Geld in hunderte bis tausende Unternehmen weltweit, über Indizes wie MSCI World, MSCI ACWI oder FTSE All-World. Das Deutsche Aktieninstitut zeigt im Renditedreieck für lange Anlagezeiträume beim DAX historische Durchschnittsrenditen im Bereich von rund 8 bis 9 Prozent pro Jahr.

Aktien-ETFs haben einen wichtigen Vorteil, weil sie Sondervermögen sind. Im Insolvenzfall des Anbieters gehört das Fondsvermögen weiter Ihnen. Zusätzlich greift bei Aktienfonds mit mindestens 51 Prozent Aktienanteil eine Teilfreistellung von 30 Prozent auf Erträge, was Ihre Steuerlast reduziert. Bei Mischfonds beträgt die Teilfreistellung 15 Prozent.

Auch bei den Kosten liegen ETFs vorn, denn ein breit gestreuter Welt-ETF kostet 0,1 bis 0,3 Prozent pro Jahr, während ein aktiv gemanagter Fonds oft das Zehnfache kostet und seinen Vergleichsindex trotzdem selten schlägt. Wer gerade erst anfängt und Aktien kaufen lernen möchte, findet im Welt-ETF den einfachsten Einstieg.

500.000 euro anlegen
Anteil der Befragten, die Geld in verschiedene Anlageklassen investiert haben / Statista

Anleihen als Stabilisierer

Anleihen sind festverzinsliche Wertpapiere von Staaten oder Unternehmen. Sie geben dem Emittenten einen Kredit und erhalten dafür regelmäßig Zinsen. Zu beachten ist das Zinsänderungsrisiko, denn steigende Marktzinsen drücken die Kurse bestehender Anleihen. Im Portfolio dienen Anleihen als Stabilisator, weil sie deutlich weniger schwanken als Aktien. Wer mit 500.000 Euro auf Sicherheit achtet, hält typischerweise 30 bis 50 Prozent in Anleihen.

Tagesgeld, Festgeld und Geldmarkt-ETFs

Diese Bankprodukte bringen kaum Rendite, erfüllen aber als Sicherheitsbaustein eine wichtige Funktion. Bei 500.000 Euro sollte dieser Topf rund 50.000 bis 100.000 Euro umfassen. Damit decken Sie drei bis sechs Monatsausgaben als Notgroschen ab und haben zusätzlich Reserve für geplante Ausgaben der nächsten ein bis drei Jahre, etwa ein neues Auto oder eine größere Renovierung.

Aktuell zahlt 500.000 Euro Tagesgeld bei den besten Anbietern je nach Bank bis zu 3,5 Prozent Zinsen, 500.000 Euro Festgeld über drei Jahre rund 2,4 Prozent. Geldmarkt-ETFs investieren in Geldmarkttitel mit maximal zwölf Monaten Restlaufzeit. Als Sondervermögen umgehen sie die 100.000-Euro-Grenze der Einlagensicherung, weshalb ein einziger Geldmarkt-ETF oft praktischer ist als eine Streuung über fünf Banken.

Immobilien als Eigenheim oder Kapitalanlage

Für viele deutsche Haushalte ist die eigene Immobilie der größte Vermögensbaustein. Bei 500.000 Euro stellt sich die Frage, ob Sie einen Teil als Eigenkapital für einen Kauf nutzen. Eine Immobilie bringt Mieteinnahmen und Steuervorteile wie die Gebäude-Abschreibung, und nach zehn Jahren Spekulationsfrist wird ein Verkauf steuerfrei.

Auf der anderen Seite bringen Immobilien mehrere Nachteile mit. Klumpenrisiken, hohe Kaufnebenkosten, Instandhaltungsaufwand sowie regulatorische Eingriffe wie Mietendeckel oder Sanierungspflichten drücken spürbar auf die Rendite. Wer kein Eigenheim plant, braucht deshalb keine Immobilie im Portfolio.

Ein breites Welt-ETF-Portfolio liefert mit angenommenen 6 Prozent rund 30.000 Euro Rendite pro Jahr. Tatsächliche Ergebnisse können deutlich abweichen. Bei Aktien-ETFs greift zusätzlich die Teilfreistellung von 30 Prozent auf Erträge. Weitere Rechenbeispiele finden Sie in unserem Ratgeber zu 250.000 Euro anlegen.

Vier Themen, die bei 500.000 Euro eine größere Rolle spielen

Bei einer halben Million kommen Steuern, Bankenrisiko und die Frage dazu, woher das Geld überhaupt stammt. Jedes dieser Themen entscheidet mit, wie viel vom Geld am Ende arbeitet.

500.000 euro anlegen
Quelle des Vermögens verändert die Strategie / FinMent

Woher das Geld kommt, verändert die Strategie

Reines Ansparen führt selten zu 500.000 Euro. Typische Quellen sind:

  • Erbe (500.000 Euro geerbt) – Erbschaft- und Schenkungsteuer

  • Abfindung nach langer Betriebszugehörigkeit – Fünftelregelung prüfen

  • Unternehmensverkauf – Einkommensteuer, ggf. Teileinkünfteverfahren

  • Immobilienverkauf – zehnjährige Spekulationsfrist

Bei Abfindungen lohnt sich die Fünftelregelung. Die Einmalzahlung wird rechnerisch auf fünf Jahre verteilt, was die Progressionsspitze bricht und die Steuerlast spürbar senkt. Seit 2025 wird diese Entlastung aber regelmäßig erst im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung berücksichtigt und nicht mehr direkt über den Lohnsteuerabzug durch den Arbeitgeber.

Wer gerade geerbt hat, sollte sich drei bis sechs Monate Zeit lassen, bevor die Strategie steht. In dieser Zeit parkt das Kapital auf Tagesgeld, während Sie parallel Steuerfragen klären.

Erbschaftsteuer-Freibeträge und Sparerpauschbetrag

Die Erbschaftsteuer-Freibeträge nach §16 ErbStG liegen bei 500.000 Euro für Ehepartner und 400.000 Euro pro Kind und Elternteil. Ein Kind hat gegenüber jedem Elternteil einen Freibetrag von 400.000 Euro. Von beiden Eltern zusammen sind damit grundsätzlich bis zu 800.000 Euro steuerfrei möglich.

Diese Freibeträge setzen sich alle zehn Jahre zurück. Eltern können ihrem Kind also alle zehn Jahre je 400.000 Euro steuerfrei schenken, was bei großen Vermögen die zentrale Gestaltung für den Generationenübergang ist.

Bei laufenden Erträgen greift der Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro für Ledige oder 2.000 Euro für gemeinsam veranlagte Paare. Bei 500.000 Euro Kapitalvermögen ist er schnell ausgeschöpft, während die Teilfreistellung von 30 Prozent auf Aktien-ETF-Erträge weiterhin automatisch greift.

Vermögensverwaltende GmbH und Familienstiftung

Die vermögensverwaltende GmbH klingt attraktiv, rechnet sich aber nur unter bestimmten Bedingungen. Sie halten Ihre Kapitalanlagen in einer GmbH statt im Privatvermögen. Die steuerliche Belastung in einer vvGmbH hängt stark von der Art der Kapitalerträge und der späteren Ausschüttung ab. Pauschal günstiger als das Privatvermögen ist sie nicht in jedem Fall.

Ob sich eine vvGmbH rechnet, hängt vom individuellen Steuersatz, Anlagehorizont und der Gewinnverwendung ab. Laufende Kosten von 2.000 bis 3.000 Euro pro Jahr und der eingeschränkte Zugriff auf thesaurierte Gewinne sprechen gegen kleinere Vermögen. Ob sich das Modell für Sie lohnt, sollte ein Steuerberater auf Basis Ihrer Situation prüfen.

Die Familienstiftung ist noch komplexer und greift typischerweise erst im siebenstelligen Bereich. Beides sind Einzelfall-Entscheidungen, die in die Hand eines Steuerberaters gehören.

Steuern auf Kapitalerträge sind bei 500.000 € ein erheblicher Kostenfaktor. Im kostenlosen FinMent-Workshop erfahren Sie, wie erfahrene Anleger ihre Steuerlast legal auf unter 2 % senken — und welche 4-Säulen-Strategie bereits über 4.000 Kunden nutzen.

→ Jetzt steueroptimierte Anlagestrategie kostenlos ansehen

Einlagensicherung und die 100.000-Euro-Grenze

Die gesetzliche Einlagensicherung in Deutschland schützt 100.000 Euro pro Einleger und Bank (Einlagensicherungsgesetz EinSiG). Liegen 500.000 Euro auf einem Festgeldkonto, sind im Pleitefall 400.000 Euro ungeschützt.

Praktikabel sind zwei Wege:

Weg 1 – Streuung auf fünf Banken. Sie verteilen das Kapital auf mindestens fünf unabhängige Institute. Entscheidend ist die Banklizenz. Marken derselben Bank teilen sich denselben gesetzlichen Einlagensicherungsrahmen.

Weg 2 – Geldmarkt-ETF. Als Sondervermögen fallen diese ETFs bei einer Bankeninsolvenz nicht in die Insolvenzmasse. Ein einzelnes Produkt ersetzt damit die Streuung über fünf Banken. Mehr dazu in unserem Ratgeber zu 100.000 Euro anlegen.

Mann am Computer rechner ein und ausgaben, richtige geldanlage
Start der Finanzplanung / unsplash

Reichen 500.000 Euro als Rente?

Können Sie als Privatier mit 500.000 Euro leben oder mit 500.000 Euro in Rente gehen? Die Summe allein entscheidet nicht. Ausschlaggebend sind Ihre monatliche Entnahme und die Rendite, die Ihr Portfolio erwirtschaftet.

Die 4-Prozent-Regel erklärt

Die 4-Prozent-Regel stammt aus der Trinity-Studie und ist eine bekannte Orientierungsgröße aus US-Daten für 30-jährige Entnahmephasen. Bei 500.000 Euro entspricht das 20.000 Euro pro Jahr oder 1.667 Euro pro Monat brutto im ersten Jahr, jährlich an die Inflation angepasst. Historische US-Daten zeigen, dass ein Portfolio bei dieser Entnahmerate über 30 Jahre oft tragfähig war. Eine Garantie ist das nicht.

Für deutsche Anleger ist die Regel zu optimistisch, weil die Trinity-Studie ohne Steuern rechnet. Eine konservativere Rate von 3 bis 3,5 Prozent bringt 15.000 bis 17.500 Euro pro Jahr und hält länger durch.

Ewige Rente vs. Kapitalverzehr

Bei der ewigen Rente bleibt das Kapital investiert und Sie entnehmen nur, was das Portfolio laufend erwirtschaftet.

Ein breit gestreutes Aktienportfolio liefert langfristig rund 7 Prozent nominale Rendite pro Jahr (Modellannahme auf Basis historischer Daten). Bei 500.000 Euro wären das 35.000 Euro pro Jahr. Konservativ gerechnet entnehmen Sie weniger, um Schwankungen abzufangen.

Unter günstigen langfristigen Annahmen entspräche eine Entnahmerate von 5 Prozent rund 25.000 Euro pro Jahr oder 2.080 Euro pro Monat brutto. Konservativere Planungsgrößen liegen eher bei 3 bis 4 Prozent. Wie lange das Kapital tatsächlich trägt, hängt von Rendite, Steuern, Kosten und der Reihenfolge der Börsenjahre ab.

Beim Kapitalverzehr bleibt das Kapital ebenfalls investiert. Sie entnehmen jedoch mehr als die laufenden Erträge und verbrauchen die Substanz planmäßig. Eine typische Rechnung geht von 500.000 Euro, 3,6 Prozent Rendite und einer Laufzeit von 25 Jahren aus. Daraus ergeben sich rund 2.500 Euro pro Monat brutto, danach ist das Kapital aufgebraucht.

Praktisch umgesetzt werden beide Modelle über den Total-Return-Ansatz. Sie verkaufen planmäßig Anteile Ihres ETF-Portfolios und entnehmen monatlich einen festen Betrag, statt auf Dividendenzahlungen zu warten. So nutzen Sie die Gesamtrendite aus Kursgewinnen und Dividenden.

Alle Zahlen in diesem Abschnitt sind Brutto-Beträge vor Steuern. Auf den Gewinnanteil der Entnahmen fällt Abgeltungssteuer an. Die tatsächliche Netto-Quote hängt vom Gewinnanteil der verkauften Anteile, Einstandskurs und Vorabpauschale ab. Bei Aktien-ETFs entlastet die Teilfreistellung von 30 Prozent die Steuerlast spürbar.

Wie lange reichen 500.000 Euro im Ruhestand?

Die Reichweite hängt direkt von Entnahme und Rendite ab.

Entnahme pro MonatOhne RenditeMit 3 Prozent RenditeMit 5 Prozent Rendite
1.667 Euro (4-Prozent-Regel)25 Jahre36 Jahre50+ Jahre
2.080 Euro (ewige Rente)20 Jahre25 Jahreunter günstigen Annahmen sehr lange tragfähig
2.500 Euro (Kapitalverzehr)17 Jahre20 Jahre25 Jahre
3.000 Euro14 Jahre16 Jahre20 Jahre

Als Zusatzrente neben der gesetzlichen Rente können 500.000 Euro eine Rentenlücke deutlich verkleinern oder je nach Bedarf auch schließen. Wer komplett aus dem Erwerbsleben aussteigen möchte, braucht meist weitere Einkommensquellen.

Die Höhe einer Sofortrente hängt bei 500.000 Euro Einzahlung stark von Alter, Tarif und Überschussbeteiligung ab. Zugleich besteht Inflationsrisiko, weil die Auszahlungen nominal festgeschrieben sind und die Kaufkraft über die Jahre sinkt.

Warum auch der Staat auf den Kapitalmarkt setzt

Die Bundesregierung hat mit dem Generationenkapital den Grundstein für einen kapitalgedeckten Baustein in der gesetzlichen Rentenfinanzierung gelegt. Ein Kapitalstock soll am Aktienmarkt angelegt werden, die Erträge sollen langfristig das umlagefinanzierte Rentensystem stützen.

Der Gesetzgeber bestätigt damit die Logik dieses Ratgebers. Breit gestreute Aktien liefern über lange Zeiträume höhere Renditen als Zinsanlagen. Mit 500.000 Euro können Sie heute das tun, was der Staat gerade erst beginnt.

+20.000 Anleger profitieren bereits von unserem kostenlosen Newsletter.

Sie erhalten professionell recherchierte Branchen- und Aktienanalysen sowie wertvolle Insider-Tipps zu Ihrem Vermögensaufbau jeden Dienstag direkt in Ihr E-Mail Postfach. 100% kostenlos. Top-Aktuell und relevant. 

Jetzt unverbindlich anmelden!

Fazit: 500.000 Euro anlegen mit System

Ob Sie 500.000 Euro geerbt haben, eine Lebensversicherung
ausgezahlt bekommen, ein Haus verkauft oder mit Mitte 50 als
Privatier durchstarten wollen – die Hebel sind dieselben:

eine durchdachte Allokation, eine Steuerstruktur, die zur
Größenordnung passt, und ein System, das auch in einer Marktphase
wie 2026 trägt.

Wissen allein bringt diese drei Hebel aber nicht aufs Depot.
Den Unterschied macht das System: Klare Einstiegsregeln,
klare Ausstiegsregeln, definierte Positionsgrößen.

Genau das lernen Sie im kostenlosen FinMent-Online-Workshop.
Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie aus 500.000 Euro
ein planbares Zusatzeinkommen aufbauen und welche Marktsignale
2026 wirklich relevant sind. Direkt online, in Ihrem Tempo.

→ Ihr nächster Schritt mit 500.000 €+     [Kostenloser Online-Workshop]

▶ Sofort verfügbar · ⏱ 45 Minuten · 📋 Schritt-für-Schritt-Anleitung

✓ Über 4.000 Teilnehmer ✓ Webinar mit unserem Chefhändler
✓ Online ansehen, wann es Ihnen passt

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Das hängt von Ihrem Ziel und Zeithorizont ab. Für langfristigen Vermögensaufbau liefert ein breit gestreuter Welt-ETF die stärkste Rendite. Für Sicherheit und kurzfristige Verfügbarkeit eignen sich Tagesgeld, Festgeld oder Geldmarkt-ETFs. In der Praxis kombinieren Sie beide Bausteine, die Gewichtung richtet sich nach Ihrer Risikobereitschaft.

Bei 3,5 Prozent Tagesgeldzinsen bringen 500.000 Euro rund 1.460 Euro brutto pro Monat. Da nach Abgeltungssteuer und Inflation real kaum etwas übrig bleibt, funktioniert reines Tagesgeldleben bei aktuellen Zinsen nicht. Mit einem ETF-Portfolio und geplanten Entnahmen sind die Beträge deutlich höher, dafür aber schwankend.

Das hängt von Ihrer monatlichen Entnahme und der Rendite Ihres Portfolios ab. Bei 2.500 Euro pro Monat und 3 Prozent Rendite ist das Kapital nach rund 20 Jahren aufgebraucht. Mit einer konservativen Entnahme nach 4-Prozent-Regel (1.667 Euro pro Monat) war das Portfolio historisch über 30 Jahre oft tragfähig. Entnehmen Sie nur die laufenden Erträge, kann das Kapital unter günstigen Marktbedingungen langfristig erhalten bleiben.

Grundsätzlich ja, aber meist nur mit zusätzlicher Einkommensquelle. Eine dauerhafte Entnahme von rund 2.080 Euro pro Monat ist ohne Kapitalverzehr möglich, reicht für einen bescheidenen Lebensstandard aber oft nicht aus. Viele Privatiers kombinieren das Kapital deshalb mit Mieteinnahmen oder einem Nebenverdienst. Als Zusatzrente ab 65 neben der gesetzlichen Rente ist die Summe dagegen komfortabel.

Bildquelle(n): unsplash, shutterstock, FinMent, Statista

Inhalte: FinMent

Themen:

Inhalt

Kostenloser On-Demand-Workshop:
Nebenberuflicher Vermögensaufbau mit 4- und 5-stelligem Börseneinkommen

chefhändler adrian schmid steht neben einem aktienchart
JETZT KOSTENLOS TEILNEHMEN

Über 4.000 zufriedene Kunden können sich nicht irren:

adrian und ajder stehen beim börsenseminar
JETZT UNVERBINDLICHES ERSTGESPRÄCH SICHERN

Hinweis auf Interessenkonflikte: Bitte beachten Sie, dass die hier präsentierten Informationen keine Anlageberatung darstellen. Jegliche Investitionsentscheidungen, die auf diesen Informationen beruhen, geschehen auf eigenes Risiko. Der Autor empfiehlt, vor jeder Investition unabhängige Beratung einzuholen oder eigenverantwortlich zu handeln. Es besteht die Möglichkeit, dass der Autor in die besprochenen Wertpapiere investiert ist oder investieren möchte.

Diesen Artikel weiterempfehlen: