D-Wave Quantum Aktie Prognose 2027: Ist der Quantencomputing-Pionier jetzt ein Kauf?

D-Wave Aktie News: Rekord-Bookings von 33,4 Mio. USD bei nur 2,9 Mio. USD Umsatz – die Wall Street bleibt mit „Strong Buy“ optimistisch, doch die Bewertung ist atemberaubend hoch.

D-Wave Quantum Inc. ist zurück in den Schlagzeilen. Stellen Sie sich vor, ein Unternehmen meldet im selben Quartal einen Auftragseingang von fast 2.000 Prozent Wachstum – und gleichzeitig bricht der Umsatz um 81 Prozent ein. Genau das ist bei D-Wave Quantum im ersten Quartal 2026 passiert.

Wie passt das zusammen? Und was bedeutet dieser scheinbare Widerspruch für Anleger, die auf das Megathema Quantencomputing setzen wollen? Die Antwort offenbart, warum die D-Wave Quantum Aktie zu den faszinierendsten und zugleich riskantesten Wetten am Markt zählt.

D-Wave Quantum News: Direkt zu den aktuellen D-Wave Quantum Quartalszahlen (Q1 2026) springen!

Das Wichtigste auf einem Blick

  • Umsatz eingebrochen: Der Q1-Umsatz fiel auf 2,9 Mio. USD (−81 % YoY) – das Vorjahr enthielt einen einmaligen Systemverkauf über 12,6 Mio. USD.

  • Bookings explodieren: Der Auftragseingang sprang auf ein Rekordhoch von 33,4 Mio. USD (+1.994 % YoY), getrieben von einem 20-Mio.-USD-Systemverkauf an die Florida Atlantic University.

  • Kriegskasse prall gefüllt: D-Wave sitzt auf 588,4 Mio. USD an liquiden Mitteln – finanziert vor allem durch die Ausgabe neuer Aktien.

  • Hohe Verwässerung: Die Aktienzahl stieg binnen eines Jahres um rund 27 % – ein Punkt, den Anleger nicht übersehen dürfen.

  • Analysten bullish, Bewertung extrem: Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 36,84 USD, doch das Kurs-Umsatz-Verhältnis von über 400 lässt keinen Fehltritt zu.

D-Wave Quantum Aktie Prognose 2027, a3dsv9 isin us26740w1099, segment quantencomputer
D-Wave Quantum Aktie Prognose 2027 / AI generiert

D-Wave Quantum Aktie: Kennziffern und Symbol

ISIN: US26740W1099; WKN: A3DSV9; Ticker-Symbol: QBTS

D-Wave Quantum Aktienkurs

Wer ist D-Wave Quantum und was hat sich verändert?

D-Wave Quantum Inc. ist einer der ältesten kommerziellen Anbieter von Quantencomputern weltweit und der einzige Spezialist für sogenanntes Quanten-Annealing, ein Verfahren, das blitzschnell die beste Lösung aus unzähligen Möglichkeiten herausfiltert, ideal für Optimierungsprobleme. Das Technologieunternehmen mit Sitz in Palo Alto (Kalifornien),ein Umzug nach Boca Raton, Florida, ist für Ende 2026 geplant, wird von CEO Dr. Alan Baratz geführt und kam im August 2022 über eine SPAC-Fusion mit DPCM Capital an die New Yorker Börse (NYSE). Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei rund 8,4 Mrd. USD.

Die entscheidende Veränderung gegenüber früheren Analysen ist strategischer Natur. Mit der rund 550 Mio. USD schweren Übernahme von Quantum Circuits Inc. im Januar 2026 ist D-Wave vom reinen Annealing-Spezialisten zum einzigen Dual-Platform-Anbieter der Branche aufgestiegen. Das Unternehmen entwickelt nun sowohl Annealing- als auch sogenannte Gate-Model-Quantencomputer – die zwei grundlegend verschiedenen Architekturen des Quantencomputings. Damit adressiert D-Wave als einziger Player theoretisch den gesamten Markt.

Quantum Circuits, ein Spin-out der Yale-Universität, bringt eine Schlüsseltechnologie mit: die sogenannte Dual-Rail-Qubit-Architektur mit eingebauter Fehlererkennung. Man kann sich das wie ein Auto vorstellen, das nicht nur fährt, sondern Reifenschäden selbst bemerkt, bevor sie zum Problem werden. Diese Selbstkontrolle ist im fehleranfälligen Quantencomputing ein potenziell gewichtiger Vorteil.

D-Wave Advantage System d wave one, dpa afx, volumen, computer hardware, datum, indikation, land
D-Wave Advantage System / D-Wave Quantum Inc.

Wie verdient D-Wave heute sein Geld?

D-Wave verdient sein Geld auf drei Wegen: über CloudZugang, Professional Services und den Verkauf kompletter Systeme. Das Herzstück ist der Quantum-Computing-as-a-Service-Bereich (QCaaS), bei dem Kunden über die Leap-Cloud-Plattform auf D-Waves Quantencomputer zugreifen, ohne selbst Hardware zu besitzen.

Im ersten Quartal 2026 setzte sich der Umsatz aus 1,8 Mio. USD QCaaS-Abonnements (+15 % YoY) und rund 1,0 Mio. USD Professional Services (+26 % YoY) zusammen. Bemerkenswert: Über 73 % des Umsatzes stammten von kommerziellen Kunden, nicht von Forschungseinrichtungen – ein Zeichen wachsender realer Geschäftsnachfrage. Mehr als 100 Einzelkunden trugen zum Umsatz bei, über die Hälfte davon kommerzielle Unternehmen.

Der dritte Weg – der Verkauf ganzer Systeme – ist der margenstärkste, aber auch der unregelmäßigste. Genau hier liegt der Schlüssel zum Verständnis der jüngsten Zahlen: Ein einzelner Systemverkauf kann den Umsatz eines Quartals vervielfachen – oder durch sein Fehlen einen scheinbaren Einbruch verursachen. CEO Baratz kündigte an, künftig zwei bis drei Systeme pro Jahr verkaufen zu wollen statt wie bisher nur eines.

Wie groß ist der Quantencomputing-Markt wirklich?

Der adressierbare Markt für Quantencomputing ist gewaltig, aber die kursierenden Zahlen werden oft durcheinandergeworfen. Die seriöseste Schätzung stammt von der Boston Consulting Group (BCG): Bis 2040 könnte Quantencomputing eine wirtschaftliche Wertschöpfung von 450 bis 850 Mrd. USD erzeugen, während der eigentliche Anbietermarkt für Hardware und Software bis dahin 90 bis 170 Mrd. USD erreichen dürfte. Bis 2030 fällt dieser Anbietermarkt mit nur 1 bis 2 Mrd. USD allerdings noch klein aus.

Diese Einordnung ist wichtig: Wer von einem „100-Milliarden-Markt bis 2030″ liest, verwechselt häufig Zeithorizonte. Das große Geld im Quantencomputing wird erst im nächsten Jahrzehnt verdient. Für Anleger heißt das: D-Wave ist eine Wette auf eine Technologie, deren kommerzielle Reife noch Jahre entfernt liegt.

Im Wettbewerb steht D-Wave Größen wie IBM, Google (Alphabet), IonQ und Rigetti gegenüber. Im Gate-Model-Bereich, in den D-Wave gerade erst eingestiegen ist, sind diese Konkurrenten technologisch teils weiter: Google demonstrierte mit dem Willow-Chip Fehlerkorrektur auf 105 Qubits, IBM peilt für 2029 fehlerkorrigierte Großsysteme an. Im Annealing dagegen ist D-Wave nach eigener und weithin geteilter Einschätzung der einzige ernstzunehmende kommerzielle Anbieter – ein echter Burggraben, aber für ein klar abgegrenztes Marktsegment. Wenn Sie den Gesamtmarkt besser verstehen und das Potenzial sehen wollen, ist unser Branchenbeitrag zu den Top 5 Quantum Computing Aktien genau das Richtige für Sie.

Quantum Computing in Biotechnologien e mail adresse, d wave quantum aktie, analystenprognosen entwicklung, rating, ki dienste, anlageberatung
Quantum Computing in Biotechnologien / shutterstock

So investieren Sie auf institutionellem Niveau

In unserem kostenlosen Online-Workshop zeigen wir Ihnen detailliert unsere bewährte 4-Säulen-Strategie, mit der bereits über 4000 unserer Kunden unabhängig vom Markt monatlich 1–3 % Rendite erwirtschaften, ihr Vermögen schützen und langfristig finanzielle Freiheit erreichen – in nur einer Stunde pro Monat. Melden Sie sich jetzt an! 

Meine Webseite JETZT KOSTENLOS ANMELDEN

Wie liefen die D-Wave Quantum Quartalszahlen im Q1 2026?

Die D-Wave Quantum Quartalszahlen zeigten ein gespaltenes Bild: Der Umsatz brach um 81 % auf 2,9 Mio. USD ein, während der Auftragseingang mit 33,4 Mio. USD ein Rekordhoch erreichte. Der Umsatzrückgang erklärt sich vollständig durch einen Basiseffekt – das Vorjahresquartal enthielt einen einmaligen Systemverkauf an das Jülich Supercomputing Centre über 12,6 Mio. USD. Ohne diesen Sondereffekt wäre der Vergleich deutlich freundlicher ausgefallen.

Umsatzentwicklung: D-Wave Quantum Aktie, Dividendenrendite, performance, 12 monats prognose, analystenprognosen, umsatz rückgang, aktienprognose
Umsatzentwicklung von D-Wave Quantum Inc. / FinMent

D-Wave Quantum Quartalszahlen:

Kennzahl (Q1 2026)WertVeränderung YoY
Umsatz2,9 Mio. USD−81 %
Bookings (Auftragseingang)33,4 Mio. USD+1.994 %
RPO / Auftragsbestand42,4 Mio. USD+563 %
GAAP-Bruttomarge63,6 %−29 PP
Nettoverlust−18,4 Mio. USD(−0,05 USD/Aktie)
Adjusted EBITDA-Verlust−32,8 Mio. USDvon −6,1 Mio.
Liquidität (Cash + Wertpapiere)588,4 Mio. USD+93 %

Für Privatanleger sind drei Zahlen entscheidend. Erstens die Bookings von 33,4 Mio. USD – sie zeigen, was Kunden tatsächlich bestellt haben, auch wenn der Umsatz erst später verbucht wird. Zweitens der Auftragsbestand (RPO) von 42,4 Mio. USD, von dem rund 54 % in den nächsten zwölf Monaten als Umsatz erwartet werden. Drittens der Nettoverlust von 18,4 Mio. USD, der durch einen einmaligen Steuervorteil von 28,5 Mio. USD aus der Quantum-Circuits-Übernahme künstlich verkleinert wurde – ohne diesen Effekt wäre der Verlust deutlich höher gewesen.

Beachten Sie auch die Gewinnqualität: Der bereinigte EBITDA-Verlust kletterte auf 32,8 Mio. USD, da die Betriebskosten durch Investitionen in Forschung, Vertrieb und die Integration von Quantum Circuits stark stiegen. D-Wave gibt bewusst keine konkrete Umsatzprognose – CFO John Markovich deutete lediglich an, dass das zweite Quartal „leicht über“ dem ersten liegen und der Großteil des Jahresumsatzes in der zweiten Jahreshälfte anfallen dürfte.

Merken Sie sich vor allem eine Zahl: 33,4 Millionen. So viel hat D-Wave an neuen Aufträgen eingesammelt – das Zwölffache des ausgewiesenen Umsatzes. Die Geschichte dieser Aktie entscheidet sich daran, ob aus Bestellungen verbuchter Umsatz wird.

Annealing und Gate-Model: Wo steht die Technologie?

D-Waves Geschäft ruht ab 2026 auf zwei Säulen. Die etablierte Säule ist das Annealing: Mit dem Advantage2-System (über 4.400 Qubits) löst D-Wave Optimierungsprobleme in Echtzeit – etwa in der Logistik, im Verkehr oder in der Materialforschung. Diese Systeme sind bei Konzernen aus Fertigung, Luftfahrt, Gesundheitswesen und Telekommunikation im produktiven Einsatz. Das ist reales, umsatzbringendes Geschäft.

Die neue, spekulativere Säule ist das Gate-Model, das durch die Quantum-Circuits-Übernahme hinzukam. Hier hat D-Wave am 1. Juni 2026 auf seinem ersten Investor Day an der NYSE eine ambitionierte Roadmap vorgestellt: von 17 physischen Qubits Ende 2026 über 181 physische Qubits 2028 bis hin zu 100 logischen Qubits Ende 2032. Logische Qubits sind fehlerkorrigierte, „nutzbare“ Qubits – die eigentliche Währung des praktischen Quantencomputings.

Wichtig für die Einordnung: Diese Roadmap besteht aus Zielen, nicht aus erreichten Fakten. D-Wave betont, die Meilensteine basierten auf demonstrierter Technologie. Das Management gibt eine Fehlererkennungsrate von rund 90 % für die Dual-Rail-Qubits an. Anleger sollten solche Zukunftsversprechen jedoch grundsätzlich mit Vorsicht genießen – die Quantencomputing-Branche ist berüchtigt für verschobene Zeitpläne.

Auch D-Waves vielzitierter „Quantum-Supremacy“-Erfolg – ein im März 2025 im Fachjournal Science publizierter Nachweis, ein Problem schneller als klassische Supercomputer zu lösen – ist wissenschaftlich umstritten. Forscherteams aus Lausanne, New York und am Flatiron Institute zeigten anschließend teils klassische Lösungswege für vergleichbare Probleme. Der Erfolg ist also ein beanspruchter, kein unbestrittener.

Kurz gesagt: D-Wave verdient heute mit Annealing Geld und wettet mit Gate-Model auf die Zukunft. Die erste Säule trägt, die zweite muss sich erst beweisen.

Drei D-Wave 2000Q -Prozessoren; d wave quantum aktie, foto allgemeinen produkte, website, 3 seite, 5 jahre quantencomputersysteme, ergebnis
Drei D-Wave 2000Q -Prozessoren / D-Wave Quantum Inc.

+20.000 Anleger profitieren bereits von unserem kostenlosen Newsletter.

Sie erhalten professionell recherchierte Branchen- und Aktienanalysen sowie wertvolle Insider-Tipps zu Ihrem Vermögensaufbau jeden Dienstag direkt in Ihr E-Mail Postfach. 100% kostenlos. Top-Aktuell und relevant. 

Jetzt unverbindlich anmelden!

D-Wave Quantum Aktie: Wie ist die Bewertung einzuordnen?

Die Bewertung der D-Wave Quantum Aktie (ISIN: US26740W1099; WKN: A3DSV9; Symbol: QBTS) ist nach klassischen Maßstäben extrem. Bei einem Kurs von ca. 23 USD und einem Jahresumsatz im niedrigen zweistelligen Millionenbereich liegt das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) bei über 400 – ein Niveau, das selbst unter heißen Tech-Aktien selten ist. Ein klassisches Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) lässt sich gar nicht berechnen, da D-Wave tief in der Verlustzone steckt.

BewertungskennzahlD-Wave Quantum
Aktienkurs (sehr schwankend)ca. 23 USD
Marktkapitalisierungca. 8,4 Mrd. USD
Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV)>400
KGVnicht anwendbar (Verlust)
52-Wochen-Spanne12,75 – 46,75 USD

Was rechtfertigt eine solche Bewertung? Ausschließlich Zukunftsfantasie. Anleger zahlen hier nicht für heutige Gewinne, sondern für die Hoffnung, dass D-Wave in einem Milliardenmarkt der 2030er-Jahre zu den Gewinnern zählt. Diese Logik ist im Quantencomputing-Sektor üblich – sämtliche börsennotierten Pure-Player werden auf Basis von Erwartungen statt Fundamentaldaten bewertet. Ein direkter Peer-Vergleich (etwa mit IonQ oder Rigetti) zeigt ähnlich gedehnte Multiples, was die Einordnung erschwert: Teuer ist hier relativ.

Für Anleger heißt das konkret: Bei der D-Wave Quantum Aktie kaufen Sie eine Story, keine Zahlen. Solange die Story trägt, kann der Kurs steigen – kippt die Stimmung, fehlt der fundamentale Boden zum Abfedern.

d wave quantum aktie, dpa afx, fortune 100 unternehmen, artikel, cantor fitzgerald, ergebnisse
Quantum Computing-Konzept / shutterstock

Was sagen die Analysten zur D-Wave Quantum Aktie?

Die Analysten sind mehrheitlich optimistisch und bewerten die D-Wave Quantum Aktie überwiegend mit „Buy“ bzw. „Strong Buy“ – Verkaufsempfehlungen gibt es praktisch keine.

D-Wave Quantum Aktie Prognose 2027

14 Experten haben ihre Schätzung & Empfehlung zum D-Wave Quantum Kursziel 2027 abgegeben und prognostizieren im Durchschnitt ein Kursplus von +56,88(37,39 USD pro Aktie). Während die Optimisten einen Höchstkurs von 45.00 USD (+88,84%) erwarten, sehen die Konservativen eines Abwärtspotenzial auf rund 22,00 USD je Aktie (-7,68%)

Von den 14 Analysten raten 12 zum Kauf der D-Wave Aktie, 2 plädieren fürs Aufstocken und keiner empfehlt den Verkauf.

Zu den optimistischsten Stimmen zählen: Rosenblatt Securities (43 USD), Evercore ISI (42 USD) und Canaccord Genuity (41 USD). Konservativer sind Stifel und Wedbush (je 35 USD) sowie Mizuho (29 USD). Diese Bandbreite – von 22 bis 45 USD – spiegelt die hohe Unsicherheit wider: Niemand weiß genau, wie schnell sich Bookings in Umsatz verwandeln.

Anleger sollten Kursziele im Quantensektor jedoch mit Vorsicht lesen. Sie ändern sich schnell und basieren auf langfristigen Annahmen, die im hochvolatilen Quantencomputing besonders fehleranfällig sind.

Insider-Transaktionen: Ein Warnsignal?

Ein Punkt verdient besondere Aufmerksamkeit: In den vergangenen Monaten haben Insider die D-Wave-Aktie ausschließlich verkauft, nicht gekauft. CEO Alan Baratz veräußerte im Juni 2026 über 687.000 Aktien, CFO John Markovich trennte sich ebenfalls mehrfach von größeren Paketen. Insgesamt summieren sich die Insider-Verkäufe über sechs Monate auf zweistellige Millionenbeträge.

Solche Verkäufe sind teils durch Optionsausübungen und festgelegte Verkaufspläne bedingt und müssen kein Misstrauensvotum sein. Dennoch gilt: Wenn das Management während eines Kursaufschwungs konsequent verkauft und nicht zukauft, ist das ein Signal, das aufmerksame Anleger registrieren sollten.

D-Wave Quantum Aktie Prognose Chart, Handel, hebelprodukte, etfs, performance, turbo zertifikate, aktie preis, aktienkursprognose, höchststand, preisprognose, 200 tage durchschnitte, realtime, brief, depot
D-Wave Quantum Aktie, Chart 2023 - 2026 / FinMent

Welche Risiken birgt die D-Wave Quantum Aktie?

Die größten Risiken der D-Wave Quantum Aktie sind die extreme Bewertung, die fortlaufende Aktienverwässerung und der hohe Mittelabfluss. Diese drei Faktoren bilden zusammen das Bärenszenario – und sie verdienen mehr als einen Nebensatz.

Erstens die Verwässerung. D-Waves prall gefüllte Kriegskasse von 588,4 Mio. USD klingt beruhigend, hat aber einen Preis: Sie stammt überwiegend aus der Ausgabe neuer Aktien. Die Aktienzahl stieg binnen eines Jahres von rund 291 auf 370 Millionen – ein Plus von etwa 27 Prozent. Jeder Altaktionär besitzt heute also einen kleineren Anteil am Unternehmen als vor einem Jahr. Hinzu kommt: Für die CHIPS-Act-Förderung gibt D-Wave weitere Aktien im Wert von 100 Mio. USD an die US-Regierung aus.

Zweitens der Cash-Burn. Trotz Umsätzen verhält sich D-Wave finanziell wie ein Pre-Revenue-Unternehmen – das operative Geschäft verbrennt Geld, die Liquidität kommt vom Kapitalmarkt. Bei einem bereinigten EBITDA-Verlust von 32,8 Mio. USD pro Quartal reicht die Kasse zwar mehrere Jahre, doch der Weg zur Profitabilität ist lang.

Drittens die Bewertung als Brandbeschleuniger. Bei einem KUV von über 400 ist die Aktie wie ein hochgespanntes Gummiband: Solange alles nach Plan läuft, hält die Spannung. Doch jede Enttäuschung bei Umsatz, Guidance oder Technologie-Meilensteinen kann eine heftige Gegenbewegung auslösen. Die 52-Wochen-Spanne von 12,75 bis 46,75 USD zeigt, wie brutal die Schwankungen hier ausfallen.

Hinzu kommen branchenspezifische Gefahren: intensiver Wettbewerb durch finanzstärkere Konzerne wie IBM und Google, das Risiko, dass klassische Computer (etwa über NVIDIAs GPU-Optimierung) D-Waves Kern-Anwendungsfälle einholen, sowie ein erhöhtes Short Interest von rund 15 bis 16 % des Streubesitzes.

Im Kern bleibt das Risiko dieses: D-Wave muss beweisen, dass aus Aufträgen dauerhaft Umsatz wird – und das schneller, als neue Aktien das Kapital der Altaktionäre verwässern.

Aktienwerte kgv kursanstieg, frankfurt, 52 wochen hoch renditen, dz bank aktionärsstruktur netzwerk, gewinn pro aktie, kurs umsatz verhältnis, finanzmodellierung, meinung, zustand 0, vorteile, etwas, schritt, ära
Diverse Aktienkurse / pixabay

Basisdaten zur D-Wave Quantum Aktie

Fazit der D-Wave Quantum Aktie Prognose 2027

Chance und Risiko im Gleichgewicht

Die D-Wave Quantum Aktie (ISIN: US26740W1099; WKN: A3DSV9; Symbol: QBTS) ist ein Paradebeispiel für eine hochspekulative Zukunftswette. Auf der Chancenseite steht ein Unternehmen mit einer einzigartigen Marktposition – einziger kommerzieller Annealing-Anbieter und zugleich einziger Dual-Platform-Player –, explodierenden Auftragseingängen, einer prall gefüllten Kasse und staatlicher Rückendeckung durch den CHIPS-Act. Auf der Risikoseite steht eine Bewertung jenseits jeder fundamentalen Vernunft, ein einbrechender Umsatz, anhaltende Verwässerung und ausschließlich verkaufende Insider.

Das Bild gleicht einem Hochseesegler bei aufziehendem Sturm: Das Schiff ist seetüchtig und gut ausgerüstet, die Crew erfahren – aber das Wetter entscheidet, ob die Reise glänzt oder kentert. Für D-Wave bedeutet das: Die nächsten Quartale müssen zeigen, dass aus den Rekord-Bookings echter, verbuchter Umsatz wird.

Für wen eignet sich die Aktie? Eventuell als kleine, bewusst dimensionierte Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio – und nur für Anleger, die Kursschwankungen von 30 bis 50 % aushalten und einen Anlagehorizont von vielen Jahren mitbringen können. Wer das Quantencomputing-Thema spielen will, fährt mit einem Korb mehrerer Anbieter oft ruhiger als mit einer Einzelwette. Die Entscheidung, ob die D-Wave Quantum Aktie ein Kauf ist, muss jeder Anleger nach eigener Risikobereitschaft selbst treffen.

Wenn Sie erfahren möchten, wie Sie ohne Kopfschmerzen die besten Aktien am Markt mit geringem Zeitaufwand identifizieren können, dann schauen Sie jetzt kostenlos unseren On-Demand Workshop. Planen Sie dafür 45min ein.

→ Top Aktien & Branchen perfekt bewerten    [Kostenloser Online-Workshop]

Unser Chefhändler hat für renommierte Hedgefonds gearbeitet und die Strategien wohlhabender Investoren kennengelernt, die er Ihnen in unserem Workshop transparent aufzeigt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Das hängt vollständig von der individuellen Risikobereitschaft ab. Analysten bewerten die Aktie mehrheitlich mit „Strong Buy“ und einem Kursziel von rund 36,84 USD, doch die extreme Bewertung macht sie zu einer hochspekulativen Position.

Das durchschnittliche Analysten-Kursziel liegt bei etwa 36,84 USD, mit einer Spanne von rund 22 bis 45 USD. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von über 60 % zum aktuellen Kurs – sofern die Wachstumserwartungen aufgehen.

Gespalten: Der Umsatz fiel im Q1 2026 um 81 % auf 2,9 Mio. USD (wegen eines Basiseffekts), während die Bookings um 1.994 % auf ein Rekordhoch von 33,4 Mio. USD sprangen. Der Auftragsbestand wuchs auf 42,4 Mio. USD.

Nein. D-Wave Quantum schreibt Verluste und reinvestiert sämtliche Mittel in Wachstum und Forschung – Dividenden sind auf absehbare Zeit ausgeschlossen.

Sehr hoch. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt über 400, die Aktie schwankte in den letzten 52 Wochen zwischen 12,75 und 46,75 USD, und die Aktienzahl wurde um rund 27 % verwässert. Die Aktie eignet sich nur als kleine Beimischung.

Die Q2-2026-Quartalszahlen werden voraussichtlich am 6. August 2026 vor Börsenöffnung veröffentlicht.

testimonials-erfahrungsberichte-von-finment

Bildquelle(n): D-Wave Quantum Inc., shutterstock, DALL-E, FinMent

Quellen:

  1. SEC Filing (Rang 1): D-Wave Quantum Inc. Form 10-Q Q1
    2026 – sec.gov (CIK 0001907982)

  2. Unternehmens-Primärquelle (Rang 2): D-Wave „Reports
    First Quarter 2026 Results“, Earnings Release & Earnings
    Call vom 12. Mai 2026 – ir.dwavequantum.com

  3. Unternehmens-Primärquelle (Rang 2): D-Wave Gate-Mo
    del-Roadmap & Investor Day vom 1. Juni 2026 – dwave
    quantum.com

  4. Regulierungsbehörde (Rang 3): NIST / U.S. Department
    of Commerce, CHIPS-Act Letter of Intent (21. Mai 2026)
    – nist.gov

  5. Marktdaten (Rang 4–6): Analystenkonsens & Kursdaten
    (Stand 30.06.2026) – stockanalysis.com, TipRanks, finanzen.net

Inhalte: FinMent

Themen:

Inhalt

Kostenloser On-Demand-Workshop:
Nebenberuflicher Vermögensaufbau mit 4- und 5-stelligem Börseneinkommen

chefhändler adrian schmid steht neben einem aktienchart
JETZT KOSTENLOS TEILNEHMEN

Über 4.000 zufriedene Kunden können sich nicht irren:

adrian und ajder stehen beim börsenseminar
JETZT UNVERBINDLICHES ERSTGESPRÄCH SICHERN

Hinweis auf Interessenkonflikte: Bitte beachten Sie, dass die hier präsentierten Informationen keine Anlageberatung darstellen. Jegliche Investitionsentscheidungen, die auf diesen Informationen beruhen, geschehen auf eigenes Risiko. Der Autor empfiehlt, vor jeder Investition unabhängige Beratung einzuholen oder eigenverantwortlich zu handeln. Es besteht die Möglichkeit, dass der Autor in die besprochenen Wertpapiere investiert ist oder investieren möchte.

Diesen Artikel weiterempfehlen: