Die Top 7 der Impfstoff-Aktien 2021: so investieren Sie in die Corona-Killer!
Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin

Die Top 7 der Impfstoff-Aktien 2021: so investieren Sie in die Corona-Killer!

Die besten Pharma-/Biotech-Aktien im Segment Impfstoffe

Die-Top-7-der-Impfstoff-Aktien-2021-so-investieren-Sie-in-die-Corona-Killer

Impfstoffhersteller – Veränderungen infolge der Corona-Pandemie

Die größten Impfstoffhersteller vor der Corona-Pandemie waren laut einer im Jahre 2018 veröffentlichten Statistik GlaxoSmithKline, Merck & Co., Sanofi und Pfizer. Die Anzahl der Hersteller war in den vergangenen Jahren zurückgegangen, weil die Impfstoffentwicklung und Produktion auf Grund des langen Vorlaufs für viele Unternehmen weniger lukrativ als die Entwicklung konventioneller Arzneimittel geworden war. Angesichts von Ebola, Vogel- und Schweinegrippe erlebte die Branche allerdings wieder eine stärkere Nachfrage und so war für den Zeitraum von 2001 bis 2015 eine enorme Umsatzsteigerung von 7 auf circa 60 Milliarden USD zu verzeichnen.

Corona-Impfstoffentwicklung in Rekordzeit

Mit der Verbreitung des Corona-Virus gab es ab Anfang des Jahres 2020 binnen kurzer Zeit eine globale gesundheitliche Bedrohungslage mit schwerwiegenden Infektionen, massenhaften Einweisungen in Krankenhäuser und vielen Toten. Die im Zuge der Pandemie verhängten Lockdowns führten zu schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgeschäden. Daraus resultierte die Notwendigkeit, möglichst kurzfristig Impfstoffe zu entwickeln, die einen Schutz vor Infektionen mit dem Covid19-Virus bieten. In vergleichsweise kurzer Zeit gelang es tatsächlich auch einer Reihe von Unternehmen sehr wirksame Impfstoffe zu entwickeln, zu testen und zuzulassen. Diese verhindern Infektionen allerdings nicht zu 100 Prozent, insbesondere nicht bei Virusmutationen. Die Impfstoffe der Hersteller BioNTech, Moderna, AstraZeneca und Johnson & Johnson beispielsweise schützen dennoch zuverlässig vor schweren Verläufen mit Einweisungen ins Krankenhaus und vor Todesfällen. Allein für die beiden umsatzstärksten Impfstoffe von BioNTech und Moderna wird für 2021 ein Umsatzvolumen von 25,2 Milliarden USD geschätzt. Unklar ist allerdings noch wie lange der Impfschutz anhält und auch die Frage, ob Kinder und Jugendliche trotz einer geringen Gefahr schwerer Erkrankungen ebenfalls geimpft werden sollten beschäftigt die Experten.

Deutsche Impfstoffhersteller führend bei mRNA Impfstoffen

Mit der Entwicklung der sogenannten mRNA-Impfstoffe konnte sich eine Technologie etablieren, die womöglich auch Ansatzpunkte für weitere medizinische Anwendungen bietet. Der Wirkmechanismus der synthetisch hergestellten Messenger-RNA (Boten-RNA) Impfstoffe basiert auf Ribonukleinsäure (RNA oder RNS). RNA-Impfstoffe gehören zu den genetischen Impfstoffen, da aus der RNA ein Protein hergestellt wird, das im Körper eine Immunreaktion auslöst. Nachdem die mRNA in eine menschliche Zelle gelangt ist, setzt diese einen Prozess in Gang, der das gewünschte Protein und die dagegen gerichtete Immunreaktion erzeugt. Die mRNA des Impfstoffes wird nach kurzer Zeit in der Zelle wieder abgebaut. Deutsche Unternehmen wie BioNTech oder CureVac sind bei der Entwicklung von mRNA-Impfstoffen weltweit führend, wenngleich der Covid19-Impfstoff von CureVac nicht die notwenige Wirksamkeit erreichte.

Trotz Impfstoff-Erfolgen ist die Corona-Pandemie noch nicht besiegt

Die Corona-Pandemie ist trotz der zwischenzeitlichen Impfkampagnen-Erfolge noch nicht besiegt. Gerade in Entwicklungsländern ist erst ein verschwindend geringer Anteil der Bevölkerung geimpft und es besteht zudem ständig die Gefahr, dass neue Mutationen die Situation wieder verschärfen könnten. Zudem macht sich mittlerweile eine gewisse Impfmüdigkeit breit, die Impfkampagne in Deutschland und anderen Ländern ist mittlerweile stark ins Stocken geraten.

Generell rechnen Experten damit, dass die Bedrohungen durch sogenannte Zoonosen – das sind aus dem Tierreich stammende Infektionen – in den kommenden Jahren zunehmen könnten. Auch wenn ein solches Szenario natürlich von keinem gewünscht wird, könnten Impfstoffhersteller langfristig immer wichtiger für uns werden.

Weitere Ansatzpunkte für Impfstoff-Innovationen gibt es beispielweise bei Grippeimpfstoffen. Diese sollen künftig dank mRNA-Technologie universeller wirken, so dass die alljährlich notwendigen Anpassungen nicht mehr notwendig würden und mit einer Impfung ein langfristiger Impfschutz erreicht werden könnte. Daher ist damit zu rechnen, dass nach den Corona-Sondereffekten für die Folgejahre der Markt der Impfstoffe bis 2026 stärker als die für die gesamte Pharmabranche prognostizierten 3 bis 6 Prozent wächst.

In Impfstoffhersteller-Aktien investieren: Das sollten Sie beachten

Impfstoffhersteller_Labor_Biontech

Unterschiedliche Arten von Impfstoffen

Üblicherweise werden Impfstoffe wie folgt kategorisiert:

  • Lebendimpfstoffe
  • Totimpfstoffe
  • Vektorimpfstoffe
  • Proteinimpfstoffe
  • mRNA-Impfstoffe
 

Das generelle Wirkprinzip besteht darin, das Immunsystem anzuregen gegen einen bestimmten Krankheitserreger Antikörper und T-Helferzellen zu bilden, so dass der Geimpfte –für einen möglichst langen Zeitraum – gegen die betreffende Krankheit immun ist. Das größte Potential wird dabei den neuartigen mRNA-Impfstoffen zugeschrieben.

Zulassungsverfahren der Corona Impfstoffe

Die Zulassung der Corona-Impfstoffe erfolgte in stark beschleunigten Verfahren. Die Impfungen mit dem russischen Impfstoff Sputnik V starteten in einigen Ländern bereits vor Beginn der ansonsten obligatorischen Phase-III-Studie. Bei anderen Impfstoffen gab es in manchen Ländern sogenannte Notfallzulassungen. Generell ist aber davon auszugehen, dass der Vorlauf bis zur Zulassung – von Sonderfällen abgesehen – weiterhin eine mehrjährige Angelegenheit bleiben sein wird, so dass die Amortisation von F&E-Aufwendungen in vielen Fällen langwierig und vage sein dürfte.

Die besten Impfstoff-ETFs

Wer langfristig in Impfstoff-Aktien investieren möchte, der sollte breit streuen. Mit einem ETF ist es möglich Einzelrisiken zu vermeiden, aber an der positiven Entwicklung einer ganzen Branche teilzuhaben. Dies trifft bei Impfstoff-Aktien umso mehr zu, da die Pharma-Branche sehr forschungsintensiv ist und Erfolg wie Misserfolg der Bemühungen sehr nahe beieinander liegen können.

Einen reinen Impfstoff-ETF gibt es nicht. Die aktuelle Kursentwicklung der führenden Impfstoffhersteller wird am besten mit dem Impfstoff Aktien Index (ISIN DE000SL0C2U5) abgebildet. Dieser wird seit Mai 2021 berechnet, kann allerdings nicht direkt erworben werden. Es ist aber möglich indirekt über Zertifikate an der Wertentwicklung des Indizes zu partizipieren. Der Impfstoff Aktien Index enthält Wertpapiere von acht führenden Unternehmen der Branche. Die größten Positionen sind die Moderna-Aktie und die BioNtech-Aktie.

Bei den nachfolgend aufgeführten ETFs handelt es sich um thesaurierende Wertpapiere:

Einen guten Querschnitt forschungsintensiver Pharmaunternehmen bietet der iShares Nasdaq US Biotechnology UCITS ETF mit einem Volumen von ca. 400 Millionen EUR. Das größte Gewicht haben dort die Aktie von Moderna, Amgen und Gilead. Der Kurszuwachs im Jahr 2020 betrug 15,5 Prozent.

Etwas breiter aufgestellt ist der Lyxor MSCI World Health Care Ucits ETF C-EUR. Hier nimmt die Johnson & Johnson-Aktie die größte Position ein, gefolgt vom Krankenversicherungsunternehmen United Health und dem Schweizer Pharmaunternehmen Roche. Im Jahr 2020 war ein Kursanstieg von 3,5 Prozent zu verzeichnen.

Wer gezielt einen Schwerpunkt auf europäische Pharmawerte setzen möchten, könnte den Xtrackers Stoxx Europe 600 Health Care Swap Ucits ETF 1C wählen. Hier bildet Roche mit Novartis ein weiteres Schweizer Unternehmen das Spitzenduo, gefolgt von der britisch-schwedischen AstraZeneca. Im Jahr 2020 fiel der Kurs des ETF um überschaubare 1,4 Prozent.

Impfstoff-ETFsISINBörse
iShares Nasdaq US Biotechnology UCITS ETFIE00BYXG2H39London Stock Exchange
Lyxor MSCI World Health Care Ucits ETF C-EURLU0533033238Borsa Italiana
Xtrakers Stoxx Europe 600 Health Care Swap Ucits ETF 1CLU0292103222Börse Stuttgart

Welche Corona Impfstoff-Aktien kaufen?

Generell gelten Pharma-Aktien als defensive Werte, da Arzneimittel auch in Krisenzeiten benötigt werden – die Corona-Pandemie hat es gerade gezeigt! Dies ist insbesondere bei Branchenschwergewichten wie GlaxoSmithKline, Johnson & Johnson, Sanofi, Merck & Co. oder Pfizer der Fall, die eine breite Palette etablierter Medikamente im Portfolio haben. Bei forschungsintensiven Firmen aus der Biotechnologiebranche wie etwa Moderna, Novavax oder BioNtech ist die Volatilität, d.h. die Schwankungsbreite des Aktienkurses, hingegen deutlich höher. Gerade im Corona-Jahr war die Volatilität mit dem Crash im 1. Quartal und der anschließenden schnellen Erholung besonders hoch. Die fundamentalen Kennzahlen sind insbesondere bei Impfstoff Aktien wie Moderna, BioNtech oder Novavax für die Bewegungen der Kurse nur bedingt ausschlaggebend. Studienergebnisse und Zulassungen von Behörden wie der Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) und der U.S. Food and Drug Administration (FDA) haben bei diesen Werten einen enormen Einfluss auf die Kurse.

Im Zusammenhang mit Studienergebnisse und Zulassungen können oft auch Informationen über Insider-Geschäfte hilfreich sein. Denn wenn Personen mit Hintergrundwissen Aktien des eigenen Unternehmens kaufen oder verkaufen, könnte dies ein Hinweis auf anstehende Veröffentlichungen sein. Strafbar ist es allerdings, wenn diese Käufe oder Verkäufe auf Basis von Informationen erfolgen, die der Öffentlichkeit (noch) nicht bekannt sind.

Illegale Insiderverkäufe bei deutschem Impfstoffhersteller?

So ermittelt beispielsweise die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), ob (ehemalige) Vorstandsmitglieder von Curevac, des einstigen Tübinger Impfstoff-Hoffnungsträgers, größere Pakete  Curevac Aktien möglicherweise im Wissen um schlechte Studienergebnisse vor deren Bekanntgabe abgestoßen haben. Wenn der Kauf oder Verkauf unmittelbar vor einer solchen Veröffentlichung erfolgt, ist dies für Außenstehende allerdings zunächst oft nicht erkennbar, weil es immer ein paar Tage dauert bis die Börsenaufsicht über solche Aktivitäten informiert. Zudem könnten die Insider die Pflicht zur Veröffentlichung umgehen, indem sie die Geschäfte über Strohleute abwickeln. Es lohnt sich aber stets einen Blick auf die Handelsvolumina zu werfen. Sofern diese beispielsweise im Vorfeld von kursrelevanten Nachrichten besonders hoch sind, könnte es sein, dass gut informierte Kreise entweder einsteigen oder aber ihre Schäfchen ins Trockene bringen.

Impfstoff-Branche mit hohen Markteintrittsbarrieren

Aus ökonomischer Sicht handelt es sich um eine Branche mit hohen Eintrittsbarrieren. Die hohen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, die nicht immer zum Erfolg führen, setzen eine ausreichende Kapitaldecke voraus. Dazu müssen eigene Fertigungsstätten und auch die von Zulieferern entsprechend zertifiziert sein. Dafür gibt es jedoch mit Hilfe von Patenten die Möglichkeit, die Produkte vor Nachahmern zu schützen. Bei Corona-Impfstoffen jedoch gibt es allerdings Bestrebungen, den Patentschutz bei Corona-Impfstoffen aufzuheben, um etwa in Entwicklungsländern, schnell zusätzliche Produktionskapazitäten schaffen zu können. Fraglich ist, wie sich dies auf die Forschungsbemühungen im Hinblick auf Impfstoffe für künftige Pandemien auswirken würde. Denn dann würden nicht die Patentinhaber, sondern auch andere Unternehmen von der erfolgreichen kapitalintensiven Vorarbeit der Impfstoffhersteller profitieren.

Dazu reden Regierungen und Gesundheitsbehörden auch bei der Preisgestaltung mit. Bei den Corona-Impfstoffen beispielweise verhandelte die Europäische Union direkt mit den Herstellern. Auf internationaler Ebene spielt auch die Bill & Melinda Gates Foundation eine Rolle, die sich die globale Gesundheitsvorsorge zum Ziel gesetzt hat und als Sponsor diverser Impfkampgenen aufgetreten ist. Im Fall von Corona ist daneben noch die Covax-Initiative zu nennen, die Entwicklungsländern einen Zugang zu geeigneten Impfstoffen ermöglichen will.

Aktienempfehlungen: Die Top Seven der Impfstoffhersteller-Aktien

Die folgenden sieben Impfstoff-Aktien sind unsere Favoriten auf Sicht von 12 bis 24 Monaten. Zu beachten ist, dass die Kursangaben in der Währung der jeweiligen Heimatbörse angegeben sind, so dass Wechselkursschwankungen als möglicher zusätzlicher Einflussfaktor mit berücksichtigt werden sollten.

7. Sanofi-Aktie

Wir starten auf Platz 7 mit der Sanofi-Aktie. Der breit aufgestellte Pharmakonzern mit Sitz in Paris entstand 2004 durch die Fusion der Unternehmen Sanofi-Synthélabo und Aventis. Das Impfstoffgeschäft läuft unter dem Namen Sanofi Pasteur mit einer breiten Palette an Vakzinen gegen die gängigsten Krankheiten. Mit Zulassungen für den in Kooperation mit GlaxoSmithKline entwickelten Corona-Impfstoff Vidprevtyn auf Proteinbasis wird im 3. Quartal 2021 gerechnet. Das ist zwar später als bei anderen Herstellern, aber angesichts der globalen Herausforderung der Pandemie und der Virus-Mutationen bleibt im Erfolgsfall dennoch ein recht großes Potential. Zudem unterstützt Sanofi das Wettbewerber-Duo BioNtech / Pfizer im Werk Frankfurt-Höchst bei der Fertigung von deren mRNA-Impfstoffen.

Im Übrigen will man mit der Übernahme des US-Unternehmens Translate Bio künftig selbst in diesem Segment mitmischen. Bei einer erfolgreichen Zulassung von Vidprevtyn wäre ein deutlicher Kursanstieg sehr wahrscheinlich. Das Gewinnwachstum betrug 2020 +338% gegenüber dem Vorjahr und das Ergebnis je Aktie legte auf 9,82 EUR zu. Beim Umsatz von rund 36 Milliarden Euro war ein minimales Minus von 0,2 Prozent zu verzeichnen.

chart sanofi aktie

6. Sinopharm-Aktie

Auf Platz 6 unseres Rankings folgt die Sinopharm-Aktie. Das Wertpapier verlor an der Hongkong Stock Exchange im Jahr 2020 zwar rund 20 Prozent, ist aber dennoch nicht uninteressant. Denn die fundamentalen Kennzahlen des Pharma-Unternehmens aus Shanghai weisen eine solide Aufwärtsentwicklung auf. Investoren sollten jedoch berücksichtigen, dass die Prinzipien des Accounting im Reich der Mitte sich zu denen in westlichen Ländern unterscheiden. Hinzu kommen Wechselkursschwankungen und politische Risiken. Sinopharm hat mit BBIBP-CorV einen Corona-Impfstoff entwickelt und im Mai 2021 dafür auch eine Notfallzulassung der Weltgesundheitsorganisation erhalten.

In Studien wurde eine Wirksamkeit von rund 80 Prozent bei guter Verträglichkeit bestätigt. Der Totimpfstoff ist inzwischen in der Volksrepublik China (ebenso CoronaVac von Sinovac und Ad5-nCoV (Convidecia) von CanSino Biologics) sowie in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Ungarn zugelassen. Nach dem Abverkauf chinesischer Aktien zur Jahresmitte 2021, könnten sich günstige Kaufgelegenheiten bieten, sobald sich eine Bodenbildung im Chart bestätigt hat. Schon allein aufgrund des riesigen Binnenmarktes könnte die Aktie in den kommenden ein bis zwei Jahren ein spannendes, wenngleich sehr spekulatives Investment sein.

chart sinopharm aktie

5. AstraZeneca-Aktie

Auf Platz 5 landet die AstraZeneca-Aktie, die im vergangenen Jahr bei einem relativ volatilen Verlauf rund 4 Prozent zulegte. Der Umsatz stieg 2020 um 12,6 Prozent, der Gewinn pro Aktie legte gegenüber dem Vorjahr um 136 Prozent zu. Das britisch-schwedische, bisher auf Krebstherapien fokussierte Unternehmen entwickelte zusammen mit der Oxford University den vektorbasierten Corona-Impfstoff Vaxzevria / AZD1222. Der Impfstoff steht jedoch in einigen EU-Ländern wegen teils heftigen Nebenwirkungen in der Kritik. Zudem ist die Wirksamkeit offenbar geringer als bei mRNA-Impfstoffen. Infolgedessen ist auch die Akzeptanz bei der Bevölkerung geringer. Da darüber hinaus auch Lieferzusagen nicht eingehalten wurden, werden über das 2. Quartal 2021 hinaus keine größeren Bestellungen seitens der Europäische Union erwartet. Größter Abnehmer des AstraZeneca Vakzins ist Indien. Mit der indischen Regierung besteht ein Vertrag über 1 Milliarde Impfdosen, die im Serum Institute of India produziert werden sollen.

Bemerkenswert ist, dass das Unternehmen zugesagt hatte, während der Pandemie die Vakzine zum Selbstkostenpreis abzugeben. Kritiker wiederum argumentieren, dass die mit den Regierungen abgeschlossenen Verträge der Öffentlichkeit nicht vollständig bekannt sind, so dass sich derartige Aussagen nicht überprüfen lassen. Dennoch darf die AstraZeneca Aktie in unseren Top Seven natürlich nicht fehlen.

impfstoff aktien kaufen 2021 astrazeneca aktie

4. Johnson & Johnson-Aktie

Platz 4 nimmt die Johnson & Jonson-Aktie ein. Im Jahr 2020 war immerhin eine Steigerung des Kurswerts um rund 9 Prozent zu verzeichnen. Während der Umsatz gegenüber dem Vorjahr leicht wuchs, ging der Gewinn pro Aktie dabei etwas zurück. Die Besonderheit des vektorbasierten Corona-Impfstoffs Ad26.COV2.S des Unternehmens besteht darin, dass im Gegensatz zu denen der meisten anderen Hersteller, nur eine Dosis benötigt wird. Zulassungen und Lieferverträge bestehen für die USA, der EU, das Vereinigten Königreich und Kanada. Insgesamt wurden mindestens 340 Millionen Impfdosen bestellt.

Die Entwicklung des Johnson-Impfstoffs erfolgte beim belgischen Tochterunternehmen Janssen. Ähnlich wie AstraZeneca hatte auch der in New Brunswick in New Jersey ansässige Pharmahersteller die Lieferungen zu Selbstkostenpreisen zugesagt. Das Unternehmen zeigte sich in Notsituationen wie im Zweiten Weltkrieg und beim Erdbeben von 1906 in San Francisco als großzügiger Spender. Es ist sehr breit aufgestellt, bietet auch Medizinprodukte und Konsumgüter an, so dass die Impfstoff-Entwicklung einen vergleichsweise geringen Einfluss auf die Kurse der Johnson & Johnson Aktie haben dürfte.

impfstoff aktien kaufen 2021 johnson & johnson aktie

3. Moderna-Aktie

Auf Platz 3 finden wir die Moderna-Aktie, die im Jahr 2020 starke 435 Prozent zulegte. Das im Jahre 2010 gegründete, in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts ansässige Unternehmen konnte den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um bombastische 1.234 Prozent steigern, schreibt dabei jedoch weiterhin rote Zahlen. Das Erreichen der Gewinnzone wird allerdings bereits für 2021 erwartet. Das Unternehmen gehört zu den Pionieren im Bereich der mRNA-Technologie. Mit mRNA-1273 Spikevax gelang es einen Impfstoff zu entwickeln, der Zulassungen in den Vereinigten Staaten von Amerika, in der Europäischen Union und acht weiteren Ländern erhalten hat.

Die Impfstoff-Produktion erfolgt sowohl an eigenen Standorten als auch an denen des Schweizer Pharma-Herstellers Lonza. 2020 konnten mit Spikevax bereits 199 Millionen USD an Umsatzerlösen erwirtschaftet werden. Hinzu kommen Zusatzerlöse von der Biomedical Advanced Research and Development Authority (BARDA). Für 2021 wird seitens Experten für den Moderna Impfstoff mindestens mit einem Umsatz von 10,9 Milliarden USD gerechnet. Über den Corona-Impfstoff hinaus forscht Moderna an mRNA-basierten Vakzinen und Therapeutika gegen diverse seltene Krankheiten sowie an personalisierten Krebsimpfstoffen. Bei Rücksetzern könnte die Moderna-Aktie für Long-Einstiege erneut interessant werden.

impfstoff aktien kaufen 2021 moderna aktie

2. GlaxoSmithKline-Aktie

Auf Platz 2 rangiert die GlaxoSmithKline-Aktie. Das Unternehmen ist mit dem Unternehmensbereich GSK Vaccines / Biologicals (GSK Bio) der weltgrößte Hersteller von Impfstoffen. Die GSK-Aktie verzeichnete im Jahr 2020 allerdings einen Wertverlust von rund 24 Prozent. Grund für die negative Entwicklung ist wohl, dass GSK, es nicht schaffte, ein eigenes Corona-Vakzin zu entwickeln und stattdessen nur als Zulieferer und Partner für die Projekte von Novavax und Sanofi fungiert.

Zuletzt übte offenbar der Hedge-Fund Elliott Investment Management Druck auf das Management aus, bestimmte Unternehmensteile zu verkaufen und so den Unternehmenswert zu steigern. Darüber hinaus wurde mehr pharmazeutische Kompetenz an der Konzernspitze gefordert, die aktuell mit der Sprachwissenschaftlerin Emma Walmsley besetzt ist. Die Steigerung des Gewinns pro Aktie auf 1,36 EUR um 23 Prozent, bei nur leicht gestiegenem Umsatz von rund 34 Milliarden GBP verdeutlicht allerdings, dass das Geschäft doch profitabel ist. GSK ist insgesamt betrachtet im Bereich Impfstoffe breit aufgestellt.

Eine etwa 8-prozentige Beteiligung am Tübinger Unternehmen Curevac zeigt, dass man das Potential der mRNA-Technologie erkannt hat. Nach dem Abverkauf des Jahres 2020 beginnt sich die GlaxoSmithKline Aktie langsam zu stabilisieren und könnte damit für Long-Einstiege wieder interessant sein.

impfstoff aktien kaufen 2021 glaxosmithkline aktie

1. BioNtech-Aktie

An der Spitze unseres Rankings der Aktien der Impfstoffhersteller rangiert die an der US-Technologie-Börse Nasdaq notierte BioNtech-Aktie. Im Jahr 2020 steigerte sich der Kurswert der BioNTech-Aktie um rund 130 Prozent. Das Unternehmen aus Mainz schrieb im vergangenen Jahr mit einem Gewinn 0,07 USD je Aktie erstmals schwarze Zahlen und setzte sich an die Spitze der mRNA Impfstoffaktien. Der Umsatz stieg dabei um rund 352 Prozent auf 550 Millionen USD.

mRNA Pionier aus Deutschland

BioNTech entwickelte auf Basis der mRNA-Technologie als eines der ersten erfolgreich einen Impfstoff gegen das Corona-Virus. Als Partner fungierten unter anderem das US-Unternehmen Pfizer und Fosun Pharma aus Shanghai. Comirnaty (BNT162b2) / Tozinameran ist der weltweit meistverkaufte Impfstoff. BioNtech rechnet für 2021 mit daraus resultierenden Umsatzerlösen in Höhe von mindestens 16 Milliarden Euro.

Das Potential der BioNTech-Aktie ist aber noch nicht ausgeschöpft. So haben noch lange nicht alle Menschen weltweit einen Impfschutz gegen Corona erhalten, es gibt immer neue Mutationen und womöglich sind regelmäßig Auffrischungen nötig. Hinzu kommt, dass die mRNA-Technologie verspricht, auch zur Bekämpfung weiterer Krankheiten innovative Ansätze liefern zu können. BioNtech hat unter anderem Projekte gegen Krebs, Malaria, HIV und Tuberkulose in der Pipeline, die weitere Kursphantasien wecken könnten. Aus aktueller Sicht sollten Anleger nach dem steilen Kursanstieg allerdings auf Rücksetzer warten, um günstige Einstiege zu erwischen.

impfstoff aktien kaufen 2021 biontech aktie

Liste der Impfstoffhersteller-Aktien: Fünf Top-Picks der Vakzin-Produzenten

In der folgenden Tabelle finden Sie 7 Impfstoffhersteller-Aktien aus unterschiedlichen Regionen der Welt:

Impfstoffhersteller-AktienISINBörse
SanofiFR0000120578Euronext Paris
SinopharmCNE100000FN7Hong Kong Stock Exchange
AstraZenecaGB0009895292London Stock Exchange
Johnson & JohnsonUS4781601046New York Stock Exchange
ModernaUS60770K1079Nasdaq
GlaxoSmithKlineGB0009252882London Stock Exchange
BioNtechUS09075V1026Nasdaq

Bildqulle(n): shutterstock, BioNTech

Themen:

Kategorien

profitabel-persönlich-und-individuell-510x370

Die besten Kauf- und Verkaufszeitpunkte
und starke Wertpapiere finden

Inhaltsverzeichnis

Nutzen Sie unser praktisches E-Book und starten Sie Ihren Weg in die finanzielle Unabhängigkeit

Diesen Artikel weiterempfehlen:

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin