Gold-Aktien und Goldminen Aktien – Ein glänzendes Investment
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Gold-Aktien und Goldminen Aktien – Ein glänzendes Investment

Weshalb Gold, Goldminen Aktien oder andere Gold Investments in jedes ausgewogene Depot gehören / Sieben Top-Gold Aktien für Privatanleger 

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Angesichts des ungebrochenen Booms an den Aktienmärkten und den enormen Renditechancen, die der Krypto Bereich dem mutigen Anleger bietet, wirkt eine Investition in Gold oder Gold-Aktien derzeit beinahe ein wenig altmodisch. Keine Zinsen oder Dividenden und zuletzt vergleichsweise geringe Kurssteigerungen. Dazu kommt aufgrund der Notierung des Goldpreises in US-Dollar ein Währungs- und unter Umständen sogar ein Diebstahlrisiko. Nichtsdestotrotz sollten Gold oder Goldminen Aktien in keinem ausgewogenen Portfolio fehlen. Warum dies so ist und welche Investitionsmöglichkeiten bestehen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Was ist Gold eigentlich, wo kommt es her und wofür wird es benötigt?

Gold spielt für uns Menschen schon seit Jahrtausenden eine bedeutende Rolle. Seit wir zivilisiert zusammenleben und miteinander Handel treiben, erfüllt das gelbe Edelmetall eine wichtige Funktion als Zahlungsmittel, Wertspeicher und Schmuck. Es wird seit jeher als wertvoll erachtet, wofür sich schon in alten Schriften eine Vielzahl von Beispielen finden lassen. In antiken griechischen Sagen wird man fündig (denken Sie an König Midas, bei dem sich alles, was er berührt zu Gold verwandelt), und auch die Bibel gibt Hinweise auf Gold als Zahlungsmittel, hier lassen sich sogar ungefähre Rückschlüsse auf dessen damaligen Wert ziehen. Viele, uns wohlbekannte Sprichworte zeugen vom hohen Ansehen, den Gold genießt („Handwerk hat goldenen Boden“, „Treu wie Gold“, etc.). In der neueren Zeit findet Gold auch in der Industrie seine Anwendungen, beispielsweise in der Medizintechnik oder in elektronischen Bauteilen aller Art. Allerdings bleibt die industrielle Nachfrage hinter dem Investmentbedarf und der Nachfrage der Schmuckbranche weit zurück.

Gold: Ein relativ seltenes Edelmetall

Die besondere Werthaltigkeit von Gold ergibt sich aus dessen Seltenheit sowie seiner chemischen Beschaffenheit. Der Anteil im Erdmantel liegt bei nur etwa 0,004 ppm oder, anders ausgedrückt, vier Gramm pro 1.000 Tonnen Gestein. Damit kommt Gold in der Natur erheblich seltener vor als viele andere Elemente, und der berühmte Würfel, mit dem die gesamte weltweit bisher geförderte Goldmenge oft dargestellt wird, hat eine sehr überschaubare Kantenlänge von gerade einmal 21,85 Metern (per Ende 2020). Darüber hinaus ist Gold chemisch stabil, das bedeutet, Luft und Wasser verändern seine Struktur und Oberfläche nicht. Gleichzeitig ist das Edelmetall relativ weich und damit gut formbar, was es für die Fertigung hochwertiger Gegenstände wie Schmuck prädestiniert.

Goldproduktion erreicht im Jahr 2019 neuen Rekord

Hinsichtlich der Fundstellen sind die tiefhängenden Früchte heutzutage weitestgehend „gepflückt“. Gelang es vor nicht allzu langer Zeit noch, beträchtliche Mengen relativ einfach aus den Flussbetten beispielsweise Kanadas und Alaskas herauszuwaschen, so geschieht die Förderung heute mehrheitlich in klassischen Goldminen, sowohl im Tage- als auch Untertagebau. Dabei stiegen die Goldfördermengen in den vergangenen Jahren kontinuierlich an und erreichten im Jahr 2019 mit weltweit rund 3.532 Tonnen ihren bisherigen Höchstwert. 2020 ging die Produktionsmenge dann im Vergleich dazu um fast vier Prozent zurück, was dem Ausbruch der Corona-Pandemie geschuldet war. Nicht wenige Goldminen haben im Zuge dessen ihre Minen teilweise für Wochen schließen müssen. Die Top-3 der größten Goldminen der Welt befinden sich aktuell in Usbekistan (Muruntau-Mine), den USA (Carlin-Mine) und Russland (Olimpiada-Mine), dabei handelt es sich allesamt um überirdische Abbaustellen. Als tiefste Goldmine der Welt gilt die Mponeng-Mine in Südafrika, deren Schächte sich bis in eine Tiefe von vier Kilometern unter der Erdoberfläche ausdehnen. Erstaunlicherweise gab es auch in Deutschland noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts mehrere industriell betriebene Goldminen. Eine große Rolle gespielt hat der Goldbergbau hierzulande jedoch nie.

Was bewegt den Goldpreis?

Gold gilt als der zins- und währungssensibelste Rohstoffe überhaupt. Aus diesem Grund ist jedes Ereignis, welches den US-Dollar und insbesondere die US-Anleiherenditen bewegt, für Gold von großer Bedeutung. Zudem nimmt das Edelmetall eine Art Zwitterstellung ein, zwischen klassischem Rohstoff und Finanzprodukt. Möchte man sich also eine Meinung über die zukünftige Entwicklung des Goldpreises bilden (oder sucht nach einer Erklärung für eine bereits erfolgte Bewegung), sollten sowohl finanzwirtschaftliche Daten als auch solche, die sich auf Produktion und Nachfrageseite auswirken können, im Auge behalten werden.

So beeinflussen wichtige Wirtschaftsmeldungen, wie beispielsweise die an jedem ersten Freitag veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm-Payrolls) ebenso regelmäßig Dollar und Zinssätze, wie Äußerungen aus den Reihen von Zentralbank und Finanzministerium. Änderungen der bisherigen Inflationserwartung ziehen oft besonders ausgeprägte Bewegungen nach sich, da Gold vielfach als Inflationsschutz verstanden wird. Gold und Goldaktien sind als Investment vor allem dann interessant, wenn festverzinsliche Anlagen keine Renditen abwerfen, bzw. wenn die Inflationsrate die Zinsen übersteigt. In diesem Fall ist von negativen Realzinsen die Rede. Auch aufkommende Unsicherheiten, seien sie wirtschaftlicher, gesellschaftlicher oder politischer Art, lösen auf Grund des dann vermehrt entstehenden Bedarfs nach dem vermeintlich „sicheren Hafen“ ebenfalls oft Aufwärtsbewegungen aus. Produktionsengpässe entstehen in erster Linie durch Streiks von Minenarbeitern wie sie beispielsweise in Südafrika immer wieder vorkommen. Im Allgemeinen sind deren Auswirkungen auf den Goldpreis aber eher unbedeutend, da dessen industrielle Verwendung relativ gering ist.

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Gold und Goldminen Aktien als „Save Haven“?

Eben jene Schutzfunktion, die einen sicheren Hafen verheißt, ist häufig das Hauptargument, welches für viele Käufer von Gold und Goldaktien bei Ihrer Anlageentscheidung im Vordergrund steht. Dabei wird Gold oft als eine Art Versicherung gesehen, die vor Verwerfungen in anderen Assetklassen, vornehmlich im eigenen Wertpapierdepot, schützen soll.

Allerdings ist es in der Realität so, dass sich Gold keineswegs zwingend gegenläufig zu den Aktienmärkten bewegt. Trotzdem liegt die Korrelation von Gold zum S&P 500 und auch zum Dax Index langfristig betrachtet nahe bei Null. Das heißt, dass diese Märkte im Grunde keinerlei gegenseitige Verbindung aufweisen. Deshalb ist Gold im Sinne einer effizienten Portfoliostruktur zwar eine sinnvolle Beimischung, aber eben kein Hedge. Denn dafür wäre eine stark negative Korrelation notwendig, so wie diese beispielsweise zum US-Dollar existiert. An dieser Stelle gibt es oft Missverständnisse. Für Aktienportfolios bietet es sich immer an, einen Teil in Gold zu investieren. Denn mit einer unkorrelierten Asset-Klasse kann der Anleger diversifizieren und das Risiko des Gesamtportfolios insgesamt senken.

Bedenken sollte man dabei allerdings, dass Korrelationen nicht konstant sind, auch sie unterliegen äußeren Einflüssen und ändern sich von Zeit zu Zeit. So führt eben die seit geraumer Zeit exzessive Liquiditätsversorgung der Märkte durch die Zentralbanken zu einer Verschiebung der Korrelationen ins Positive, sprich für Aktien, Immobilien, Anleihen, Metalle, etc. entsteht zeitgleich eine höhere Nachfrage. Zudem neigen in Crash-Szenarien sämtliche Asset-Klassen dazu, stark positiv zu korrelieren, in diesen Momenten gilt: „Cash is King“. Werfen Sie spaßeshalber einmal einen Blick auf den März des vergangenen Jahres. Da wurden Gold und Goldaktien beinahe ebenso gebeutelt wie die Aktienmärkte.

Warum sollten Sie sich überhaupt mit der Anlage in Gold beschäftigen und welche Anlagemöglichkeiten gibt es?

An dieser Stelle lohnt die Unterscheidung zwischen Investitionen in physisches Gold, solchen in sogenanntes „Papiergold“ und denen in Aktien von Goldproduzenten, sogenannten Goldminen Aktien. Alles hat seine Berechtigung, die Ziele, die der Investor mit Engagements in die verschiedenen Anlageformen verfolgt, unterscheiden sich jedoch.

Physisches Gold

Als klassisches Argument für die Investition in physisches Gold gilt das des Werterhalts, denn obwohl der Goldpreis auf Grund der jeweiligen Angebots- und Nachfragesituation täglichen Schwankungen unterworfen ist, so zeigt er langfristig inflationsbereinigt eine beträchtliche Stabilität hinsichtlich seiner Kaufkraft und kann durchaus als Inflationsschutz dienen. Des Weiteren bieten im eigenen Besitz befindliche Goldmünzen oder -barren die Möglichkeit, einen Teil des Geldvermögens außerhalb des bestehenden Bankensystems zu verwahren, was sich beispielsweise im Falle einer Währungsreform (oder bei potenziell zunehmenden Kontroll- und Durchgriffsmöglichkeiten staatlicher Stellen auf elektronisch geführte Konten), als ausgesprochen vorteilhaft erweisen kann. Das sich auf diese Weise hohe Werte auf kleinem Raum lagern lassen, ist ein weiteres Plus. Derzeit kostet ein Kilo Gold rund 48.000 Euro. Das ist das Gewicht einer Wasserflasche; der Platzbedarf dafür ist jedoch weitaus geringer.

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Goldmünzen und -barren

Für langfristig orientierte Investoren, die von den oben genannten Schutzfunktionen des Edelmetalls profitieren wollen, bietet sich der Erwerb von physischem Gold in Form von Barren oder gängigen Goldmünzen an. Goldbarren erhält man dabei schon ab einem Gramm Gewicht, über diverse Zwischenschritte führt die Auswahl dann bis zum 1-Kilo-Barren. Bei Goldmünzen sollte auf die gängigen Anlagemünzen zurückgegriffen werden. Dazu zählen Krügerrand (Südafrika), Maple Leaf (Kanada), Wiener Philharmoniker (Österreich), Britannia (UK), American Eagle/Buffalo (USA) und Kangaroo (Australien). Goldmünzen sind üblicherweise in Stückelungen von 1/10 bis 1 Feinunze erhältlich, wobei eine Feinunze umgerechnet 31,1 Gramm entspricht. Edelmetallhändler bieten den Kauf per Onlineshop oder direkt im Ladengeschäft an, wobei beide Erwerbsmöglichkeiten ihre Vor- und Nachteile haben.

Um komfortabel und unkompliziert ein wenig Gold zu erwerben und sich dieses gegebenenfalls auch noch per Kurier bis vor die Haustür liefern zu lassen genügt ein Mausklick im Onlineshop. Selbstverständlich ist hier die Angabe der Adresse und eine Banküberweisung erforderlich. Wem also Anonymität wichtig ist, der wird von dieser Variante Abstand nehmen, zumindest wenn ihm der persönliche Gang zum Ladengeschäft möglich ist. Wer seine Privatsphäre gewahrt wissen möchte, kann physisches Metall dort auch direkt vor Ort erwerben. Allerdings werden die Möglichkeiten hier von staatlicher Seite zunehmend eingeschränkt. Konnte man bis Mitte 2017 noch Edelmetalle im Wert von bis zu 14.999,99 Euro im legitimationsfreien Tafelgeschäft erwerben, so wurde diese Grenze dann auf 9.999,99 Euro gesenkt, seit 01.01.2020 gilt eine Freigrenze von nur noch 1.999,99 Euro. Aktuell erhalten Sie dafür nicht einmal anderthalb Unzen Gold. Begründet werden diese zunehmenden staatlichen Kontrollmaßnahmen hier, wie auch in weiteren ähnlichen Bereichen, mit der Bekämpfung von Geldwäsche und dem Kampf gegen die Finanzierung des internationalen Terrorismus. Eine abermalige Absenkung des Grenzbetrages ist übrigens bereits im Gespräch. Auch immer mal wieder im Gespräch ist eine Änderung der steuerlichen Behandlung von Barren und Co. Bislang sind Gewinne jedoch steuerfrei, sofern sich das Gold mindestens ein Jahr lang in Ihrem Bestand befunden hat.

Gold Futures als physisch belieferbare Finanzderivate

Diese Variante sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt, betrifft sie doch in aller Regel den kommerziellen Handel. An der für den Goldhandel maßgeblichen Terminbörse Comex sehen die Kontraktspezifikationen der dort gehandelten Gold-Futures die physische Belieferung vor. Das bedeutet, dass die Marktteilnehmer, die Futures während deren Lieferperiode als Käufer im Bestand haben, 100-Unzen-Weise (das ist die Kontraktgröße) mit Goldbarren beliefert werden können. Da Terminmärkte zum Hedging und zur Spekulation genutzt werden, aber üblicherweise nicht zum tatsächlichen Bezug der Basiswerte, wird von dieser Möglichkeit nur selten Gebrauch gemacht und offene Positionen rechtzeitig vor Beginn der Lieferperiode in den nächsten liquiden Kontrakt gerollt oder gänzlich geschlossen. Als jedoch im vergangenen Jahr der coronabedingt stark eingeschränkte Flugverkehr die Lieferung von Goldbarren in die Lagerhäuser der Comex stark erschwerte (Gold wird in der Regel im Frachtraum normaler Linienmaschinen transportiert) stellten viele derjenigen, die Longpositionen hielten, nicht glatt. Der Preiseffekt war insbesondere im August deutlich spürbar, denn wer short war, konnte schlicht nicht liefern.

Nicht-physisches Gold („Papiergold“)

Mit dem Oberbegriff „Papiergold“ sind all die Möglichkeiten gemeint, mit denen an der Goldpreisentwicklung partizipiert werden kann, die aber keinen tatsächlichen Besitz am Rohstoff selbst ermöglichen. Ist man als Anleger also lediglich an der Spekulation auf die zukünftige Kursentwicklung interessiert, kann man auf folgende, klassischen Finanzinstrumente zurückgreifen:

Gold-Futures und -Optionen

Diese beiden Terminprodukte stellen den direktesten Zugang zum Goldmarkt dar, hier leitet der jeweilige Broker die Kundenaufträge unmittelbar an die Börse. Die oben erwähnte Möglichkeit der physischen Belieferung der Futures besteht dabei für Privatinvestoren nicht, dies schließt jeder Broker aus und stellt von Lieferung bedrohte Positionen rechtzeitig automatisch glatt. Der Zugang zu diesen Märkten ist für Privatpersonen jedoch oftmals schwierig, nicht jeder Broker bietet seinen Kunden diese Möglichkeit.

Gold-Optionsscheine / Gold-Zertifikate

Im Unterschied zu Gold-Optionen und -Futures ist hier kein Zugang zu einer Terminbörse notwendig, diese Produkte können einfach an den Wertpapierbörsen oder direkt mit dem Emittenten gehandelt werden. Dabei sind die Ausgestaltungen dieser Anlagevehikel extrem vielfältig und teilweise sehr kreativ, sodass es möglich sein sollte, für jede vorstellbare Marktmeinung das passende Produkt zu finden. Berücksichtigt werden sollte jedoch, dass Gold Optionsscheine und Gold Zertifikate lediglich Schuldverschreibungen sind, für die ein entsprechendes Emittentenrisiko besteht.

Gold CFDs

Gold-CFDs orientieren sich am Gold-Spotpreis und werden vom jeweiligen CFD-Broker quotiert. Dieser fungiert als Market Maker, stellt also zur Handelszeit immer eine Geld- und Briefseite und ist damit immer auch der Kontrahent des Anlegers. Dieser hat die Möglichkeit, je nach Risikoneigung und in einem festgelegten Rahmen, den für ihn sinnvollen Hebel selbst zu bestimmen. Anders als Gold Futures verfallen Gold CFDs nicht, sondern laufen endlos.

Klassische Gold Fonds

In diese Rubrik fällt die Vielzahl aktiv gemanagter Publikumsfonds. Reine Goldfonds finden sich hier nicht (bei einem einzigen Produkt im Portfolio gäbe es auch nicht viel zu managen), jedoch ist Gold natürlich Bestandteil eines jeden breit aufgestellten Rohstofffonds. Darüber hinaus finden sich ebenfalls Spezialfonds, die innerhalb des Rohstoffbereichs den Metall- oder Edelmetallsektor abdecken. Dort ist der Goldanteil entsprechend höher.

Gold ETFs und -ETCs

Hier muss zwischen Gold ETFs (ETF = Exchange Traded Fund) (ETFs) und Gold ETC (Exchange Traded Commodities) unterschieden werden. Dabei liegt der maßgebliche Unterschied der beiden Anlageformen neben der rechtlichen Definition (das in einen ETF investierte Kapital gilt als Sondervermögen, das in einen ETC investierte nicht, womit mit letzterem theoretisch ein Emittentenrisiko verbunden ist) in der Anzahl der jeweils darin enthaltenen Werte. Rohstoff-ETFs investieren kostengünstig in breit gestreute Rohstoff-Indizes, und da ein Index diversifizieren muss, ist ein reiner Gold-ETF per Definition zumindest im Euro-Raum nicht möglich.

ETCs hingegen bilden die Wertentwicklung einzelner Rohstoffe ab, die meisten von ihnen sind zudem physisch besichert. Durch diese physische Besicherung wird das Emittentenrisiko eliminiert, zumindest dann, wenn die Besicherung nicht nur ein unverbindliches Marketingversprechen ist, sondern auch in den Statuten bzw. im Börsenzulassungsprospekt festgehalten ist. Andere nutzen, statt tatsächlicher Goldbarren, Kreditsicherheiten, Swap-Geschäfte, Wertpapiere oder, ganz klassisch, Bargeld als Absicherung. Edelmetall-ETCs sind auch nicht von den sich bei anderen Rohstoff-ETCs einstellenden Phänomenen der Rollverlust bzw. Rollgewinne betroffen, die sich aus der Struktur der jeweiligen Terminkurve ergeben, da sich Metall-ETCs üblicherweise auf deren Kassapreise beziehen.

Da einige dieser Gold ETCs auch die Möglichkeit der Goldauslieferung bieten, nimmt diese Kategorie eine Art Zwitterstellung ein, zwischen den physischen und den nicht-physischen Produkten. Dies kann also durchaus eine interessante Möglichkeit sein, um in den Besitz von Goldbarren zu gelangen, ohne einen Edelmetallhändler aufsuchen zu müssen. Beispielswiese bieten sowohl die Frankfurter Wertpapierbörse als auch die Börse Stuttgart mit ihren Produkten „Xetra-Gold“ und „Euwax-Gold“ die Möglichkeit, Gold während der üblichen Börsenhandelszeiten grammgenau über ihre jeweilige Handelsplattform zu erwerben und in sein bestehendes Wertpapierdepot einbuchen zu lassen. Das Besondere ist, dass jedes über diese Produkte erworbene Gramm Gold vom Emittenten tatsächlich physisch vorgehalten wird und der Kunde sich seinen Anteil jederzeit über einen Antrag an seine Depotbank auch ausliefern lassen kann. Theoretisch zumindest, denn nicht jede Bank bietet seinen Kunden diesen Service auch an. Sollten Sie also mit dem Gedanken spielen, diese Möglichkeit des Golderwerbs zu nutzen, nehmen Sie bitte in jedem Fall zuvor Kontakt zu Ihrem Depotführer auf, und klären Sie, ob dieser diese Leistung auch tatsächlich erbringt.

Übrigens: Nach momentaner Rechtslage ist es so, dass auch die Produkte Xetra-Gold und Euwax-Gold nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei veräußert werden können. Auch dann, wenn diese nie physisch ausgeliefert wurden und die gesamte Zeit im Wertpapierdepot verblieben sind.

Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass Gold international in US-Dollar denominiert wird. Auch beim Erwerb eines ETCs besteht somit ein Währungsrisiko. Einige ETCs, wie die schon oben genannten Produkte von Xetra und Euwax, notieren zwar in Euro, sind jedoch nicht währungsgesichert. Andere haben eine Währungsabsicherung integriert.

Hier finden Sie eine Auswahl der interessantesten, physisch besicherten Gold-ETCs:

FONDSNAMEISINWÄHRUNGSGESICHERT
Invesco Physical GoldXS2183935274ja
WisdomTree Physical GoldDE000A1RX996ja
Xtrackers Physical GoldDE000A1EK0G3ja
EUWAX Gold IIDE000EWG2LD7nein
Xetra-GoldDE000A0S9GB0nein
iShares Physical GoldIE00B4ND3602nein
Xtrackes Physical GoldDE000A1E0HR8nein

Goldminenaktien und Goldaktien-ETFs

Spekuliert man bei allen vorgenannten Produkten lediglich auf die Entwicklung des Goldpreises selbst, so kommen bei Minenaktien noch das allgemeine Aktienmarktrisiko hinzu, sowie natürlich alles, was gemeinhin unter das Stichwort „unternehmerisches Risiko“ fällt. Und dieses ist sehr individuell und hängt von einer Vielzahl von Aspekten ab, der Goldpreis an sich stellt in diesem Sektor lediglich den kleinsten gemeinsamen Nenner dar. Die bedeutendsten Faktoren sind zum einen die Jurisdiktion, in der das Unternehmen aktiv ist. Nicht selten agieren Minenunternehmen in politisch wie gesellschaftlich instabilen Regionen dieser Welt. Zum zweiten sind es die Fähigkeiten des Managements, das es verstehen muss, in einem in vielerlei Hinsicht höchst risikoreichen Umfeld geschickt und profitabel zu agieren. Hier eine Perle zu finden ist für den Privatanleger mit begrenztem Zeitbudget schwierig, bei Gelingen oft jedoch auch sehr lukrativ.

Sinnvoll ist die Zusammenstellung eines großen, gut diversifizierten Portfolios aus großen, bekannten Goldminen Aktien wie Barrick Gold, Newmont Goldcorp, Agnico Eagle Mines oder Sibanye Stillwater, um das Risiko zu minimieren und die Chance auf einen Treffer zu erhöhen. Wer sich diese Arbeit ersparen möchte, kann auch hier auf entsprechende Goldaktien ETFs zurückgreifen. Besonders hervorzuheben sind dabei die drei nachstehenden, die alle je einen Index aus global agierenden Gold Mining Aktien replizieren. Ersterer konzentriert sich dabei auf die bereits gut etablierten Namen und hat zudem Unternehmen im Portfolio, die neben Gold auch andere Edelmetalle fördern. Der zweite ETF verfolgt den gleichen Ansatz, besteht jedoch aus Wachstumsfirmen im Small- und Midcap-Bereich. Als dritter im Bunde beinhaltet der Sprott Junior Gold Miners ETF exakt das, was er im Titel trägt, nämlich ausschließlich kleine Goldwerte (Small-Caps), die teilweise noch gar nichts produzieren. Die Risiken erhöhen sich entsprechend von oben nach unten, bei steigenden Chancen.

FONDSNAMEISINWÄHRUNGSGESICHERT
VanEck Vectors Gold M.IE00BQQP9F84nein
VanEck Vectors Junior Gold M.IE00BQQP9G91nein
Sprott Junior Gold M.US85210B2016nein

Die Top Seven der Goldminenaktien

Die folgenden Gold- und Gold Mining-Aktien sind für uns auf Sicht der kommenden 12 bis 24 Monate besonders interessant:

7. Caledonia Mining Corp. (ISIN JE00BF0XVB15, Börsen u.a.: London, NYSE, Frankfurt)

Der Tätigkeitsschwerpunkt von Caledonia Mining liegt im Betrieb der Blanket Goldmine in Simbabwe, an der das Unternehmen 49 Prozent hält. Darüber hinaus beschäftigt sich Caledonia aber auch mit der Aufsuchung und Entwicklung weiterer Edelmetallfördergebiete in den angrenzenden Staaten Sambia und Südafrika. Dabei kann das Unternehmen eine solide Erfolgsbilanz vorweisen, mehrere Jahre in Folge steigende Produktionsmengen und gleichzeitig sinkende Betriebsstückkosten haben zu einem solide wachsenden operativen Cashflow geführt. Das Wachstumsziel auf 80.000 Unzen Jahresfördermenge dürfte 2022 erreicht werden, im vergangenen Jahr belief sich die Jahresproduktion noch auf knapp 58.000 Unzen Die Hauptrisiken für Caledonia Mining resultieren aus dem Hauptfördergebiet selbst, Simbabwe ist sowohl hinsichtlich der herrschenden Rechts(un)sicherheiten als auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten durchaus herausfordernd. Mutige Anleger, die sich dessen bewusst sind, investieren hier jedoch in ein solide geführtes Unternehmen auf Wachstumskurs. Die Rendite der quartalsweise gezahlten Dividende liegt zudem bei attraktiven 3,9 Prozent, was eine der höchsten Ausschüttungsquoten unter Goldwerten ist. Als Kursziel für die nächsten 12 bis 24 Monate peilen wir die 20 Dollar-Marke an, wobei uns das aktuelle Kursniveau von $12,50 noch etwas zu früh zum Einstieg erscheint und kurzfristig ein weiterer Rutsch bis in die Region um 10 Dollar nicht unwahrscheinlich ist. Spätestens hier drängt sich ein Engagement jedoch geradezu auf.

6. Victoria Gold Corp. (ISIN CA92625W5072, Börsen u.a.: Toronto, Nasdaq, Frankfurt)

Bei der Victoria Gold Corp. handelt es sich um einen noch relativ jungen Explorer, der seine Startlöcher mittlerweile jedoch verlassen hat und nun deutlich Fahrt aufnehmen könnte. Das kanadische Unternehmen produziert in seiner im zentralen Yukon-Gebiet gelegenen Eagle Gold Mine seit Mitte 2019 Gold, und dies seit etwa einem Jahr wirtschaftlich. Die Mine, übrigens die neueste im Yukon, verfügt über Goldreserven von 3,3 Millionen Unzen, die Jahresfördermenge liegt derzeit bei rund 210.000 Unzen, soll jedoch schon 2023 um weitere 40.000 Unzen erhöht werden. Die Produktionskosten belaufen sich auf unter 800 US-Dollar pro Unze, was dem Unternehmen einen ordentlichen Puffer beschert. Dividende zahlt Victoria Gold bisher nicht, steht zukünftigen Ausschüttungen jedoch positiv gegenüber. Wie bei „heißen“ Explorern üblich, ist auch diese Aktie schwankungsfreudig. Das ertragreiche Fördergebiet in sicherer Jurisdiktion und die sehr gute Marge bietet jedoch langfristig hohe Chancen, insbesondere bei weiterhin positiver Goldpreisentwicklung. Aus charttechnischer Sicht empfiehlt es sich, Kaufaufträge im Bereich von €11,75 zu limitieren oder prozyklisch über €12,50 einzusteigen. Die deutschen Handelsplätze sind hier relativ illiquide, es bietet sich an, sich an den Preisen der Nasdaq zu orientieren. Unser langfristiges Kursziel liegt im Bereich von 19 Euro.

5. Osisko Gold Royalties Ltd. (ISIN CA68827L1013, Börsen u.a.: Toronto, NYSE, Frankfurt)

Bei Osisko Gold Royalties handelt es sich um kein Förderunternehmen im eigentlichen Sinne, da das Unternehmen selbst keinen Bergbau betreibt. Stattdessen sichert man sich nach dem Fund aussichtsreicher Edelmetallvorkommen die Schürfrechte daran. Werden diese Förderlizenzen später von Minenbetreibern genutzt, zahlen diese dann eine umsatz- oder erfolgsabhängige Prämie an Osisko. Der primäre Vermögenswert des Unternehmens ist momentan eine 5-prozentige Lizenzgebühr für die kanadische Malartic-Mine, dabei handelt es sich um den größten Goldtagebau Kanadas. Darüber hinaus beteiligt sich Osisko direkt an Junior-Produzenten und/oder veroptioniert mit diesen das Recht, einen Teil ihrer Produktion zu einen späteren Zeitpunkt zu einem günstigen Festpreis abzunehmen (sogenannte Streaming-Vereinbarungen). Das interessante an diesem Geschäftsmodell ist, dass die Kosten, die mit einer Explorationstätigkeit oder dem Betrieb von Minen verbunden sind, so für Osisko wegfallen. Aktuell notiert die Aktie mit €11,50 knapp unter ihrem Jahreshoch (€12,28) und korrigiert damit seine steile Aufwärtsbewegung seit Ende Februar. Der aktuelle Analystenkonsens bezüglich des Kursziels liegt aktuell bei €15,79, was zwar ambitioniert, aber nicht unrealistisch erscheint. Sollte sich der Goldpreis wieder nachhaltig gen Norden bewegen, werden gerade die Small-Cap-Beteiligungen Osiskos den passenden Hebel liefern.

4. Sibanye Stillwater (ISIN ZAE000259701, Börsen u.a.: Johannesburg, Nasdaq, Frankfurt)

Eines der wenigen Minenunternehmen, welche die ganze Bandbreite der Edelmetalle abdecken, ist Sibanye Stillwater Ltd. (Vorher: Sibanye Gold Ltd.) aus Südafrika. Als weltgrößter Platin-, zweitgrößter Palladium- und drittgrößter Gold– und Goldäquivalentförderer befand sich das Unternehmen noch bis vor Kurzem auf Expansionskurs, hat seine aggressive Akquisitionsphase nun jedoch weitestgehend beendet. Der daraus resultierende Verschuldungsgrad war hoch, dessen Rückführung läuft jedoch und steht auch weiter im Fokus des Managements. Auch wurden sämtliche Zukäufe bei erheblich niedrigeren Edelmetallpreisen durchgeführt, was ein in dieser Branche eher selten gesehenes Phänomen ist. Die gute Diversifikation über den gesamten Edelmetallbereich (plus ein wenig Uran) und auch geografisch (USA, Kanada, Argentinien, Südafrika, Simbabwe) sowie den enormen Reserven von insgesamt über 380 Millionen Unzen (davon 80 Millionen Unzen Gold) lassen hier auf erhebliches Kurspotenzial schließen, insbesondere bei sich weiterhin gut entwickelnden Edelmetallpreisen. Zudem handelt es sich bei Sibanye nicht nur um einen Metallförderer, der Konzern ist zudem der weltweit führende Recycler und Wiederverarbeiter von verbrauchten Katalysatormaterialien. In Zeiten weiter steigenden Umweltbewusstseins ist auch dies ein schlagendes Argument. Hinzu kommt, dass das Unternehmen eine Dividende zahlt, momentan liegt die Rendite bei nicht unattraktiven rund 6,2 Prozent. Derzeit konsolidiert der Aktienpreis knapp 15 Prozent unter dem Allzeithoch von Mitte April diesen Jahres und befindet sich auch charttechnisch auf einem interessanten Einstiegsniveau. Unser Kursziel bis Ende 2021 liegt mit rund €4,00 unter dem bisherigen Allzeithoch, allerdings wieder innerhalb des Ende März etablierten Aufwärtstrends. Kommen Gold & Co. wieder in Fahrt, sollte auch Preise deutlich über dem bisherigen Allzeithoch (€4,35) möglich sein. Das langfristige Kursziel liegt um €5,30.

3. Kirkland Lake Gold (ISIN CA49741E1007, Börsen u.a.: Toronto, NYSE, Frankfurt)

Der kanadische Goldproduzent Kirkland Lake Gold operiert in den beiden Ländern Kanada und Australien und konzentriert sich dort im Wesentlichen auf drei Hauptminen. Finanziell steht das Unternehmen ausgezeichnet da, zum einen arbeitet Kirkland hochprofitabel, der Nettogewinn des Q1 lag bei $161 Millionen, zum anderen belief sich der Wert der Kriegskasse auf fast $800 Millionen Cash, die Verbindlichkeiten von insgesamt $26 Millionen sind im Vergleich dazu kaum der Rede wert. Gemäß der Analyse einer der bekannten Investmentbanken könnten sich die flüssigen Mittel im laufenden Jahr sogar noch auf beinahe $2 Milliarden mehr als verdoppeln. Die quartalsweise ausgezahlte Dividende beläuft sich in diesem Jahr auf jeweils $0,19 pro Aktie, was eine massive 46-prozentige Steigerung gegenüber dem Vorjahr darstellt. Vor allem zeigt sich diesbezüglich eine klare Tendenz, immerhin lag die Dividende vor vier Jahren bei nur $0,01 und ist seitdem im Zuge mehrerer Anpassungen stetig auf den derzeitigen Wert angestiegen. In unseren Augen sind die Ausschüttungen Kirklands nicht nur sicher, sondern haben sogar noch Luft nach oben. Die Preisbewegungen der Aktie orientieren sich extrem stark am Goldpreis, beide Charts sehen sich beinahe zum Verwechseln ähnlich. Im Unterscheid zu diesem zahlt das Unternehmen aber eben Dividende. Das nächste passende Einstiegsniveau liegt im Bereich von 37 Dollar, darunter folgen $35 und $32. Oberhalb der 41er-Marke wird Kirkland prozyklisch interessant. Das nächste kurzfristige Kursziel liegt im Bereich von 44 bis 45 Dollar, langfristig sind $55 drin. Allerdings sollte sich dann auch Gold selbst schon wieder vertrauenserweckend gen Norden bewegen.

2. Hecla Mining Company (ISIN US4227041062, Börsen u.a.: NYSE, Frankfurt)

Als einer der traditionsreichen Mid-Caps unter den Minenwerten – gegründet wurde Hecla schon 1891 und ist seit immerhin über 50 Jahren börsennotiert – deckt das Unternehmen die Bereiche Entdeckung, Akquise, Entwicklung und Förderung ab und konzentriert sich dabei auf Gold, Silber, Zink und Blei, wobei der Schwerpunkt auf der Silberförderung liegt. Tätig ist das Unternehmen in den sicheren Jurisdiktionen USA, Kanada und Mexiko. Exzellente Zahlen hat Hecla in diesem Jahr schon geliefert: eine Umsatzsteigerung von 54 Prozent auf den zweithöchsten Umsatz der Firmengeschichte, ein Bruttogewinn von plus $53,4 Millionen auf $64,8 Millionen und ein Gewinn von $0,03 pro Aktien, nach noch minus $0,03 im Vorjahr. Starke Zahlen, die die Aktie geradezu nach oben explodieren ließen. Auf satte 61 Prozent belief sich das Plus im Mai (auf Dollarbasis) bis auf das Zehnjahreshoch von $9,44. Momentan korrigiert der Wert kräftig und der Bereich zwischen $7,25 und $6,50 sollte eine solide Basis für Zukäufe bieten. Auf Grund der Diversifikation hinsichtlich der geförderten Metalle dürfte Hecla bei einem einsetzenden Post-Covid-Boom sogar doppelt profitieren, zum einen durch die auf Grund dessen anziehende Nachfrage nach Industriemetallen und zum anderen durch eine inflationsbedingt mögliche Edelmetallhausse.

1. Newmont Goldcorp (ISIN US6516391066, Börsen u.a.: Toronto, NYSE, Frankfurt)

Newmont zählt zu den weltweit führenden Goldunternehmen und produziert neben Gold auch Silber, Kupfer, Zink und Blei. Tätig ist das Unternehmen in den verlässlichen Bergbauregionen Nord- und Südamerikas, Australiens sowie in Afrika, insgesamt operiert Newmont in neun verschiedenen Ländern. Newmont ist mit einer Bewertung von knapp 50 Milliarden Dollar einer der Big-Caps der Branche, ist im S&P 500 Index gelistet ist und genießt innerhalb der Branche ein hohes Ansehen, was Auszeichnungen wie die des transparentesten Unternehmens im S&P 500 (Bloomberg-Award 2019) oder das Ranking in der Fortune´s 2020 Liste als „Top Mining Company“ unterstreichen. Doch auch die harten Zahlen können überzeugen: so wuchs der Umsatz im ersten Quartal 2021 auf $2,87 Mrd. Dieser starke Umsatzanstieg führte zu einem EBIT von $743 Mio. und einem Nettogewinn von $508 Mio. Der Cashflow dieser Periode belief sich auf $841 Mio. Allerdings belastet der momentan schwächelnde Goldmarkt auch Newmont, was angesichts der guten Qualität des Unternehmens jedoch günstige Einstiege in die Aktie ermöglicht. Erst sinnvolle Kauflimits liegen für uns im Bereich der 59-Dollar-Marke und, als Abstauberlimit bei rund $54. Falls sich Gold, und damit auch Newmont, in Kürze wieder fangen sollte, bietet sich ein prozyklischer Einstieg oberhalb von 64 Dollar an. Das mittelfristige Kursziel liegt in der Nähe des Hochs von Mitte Mai bei 76 Dollar.

Fazit: Anleger können als Depotergänzung Gold und Goldaktien kaufen

Das ein gewisser Anteil Gold, beispielsweise in Form von physischem Gold, Gold-Aktien, -Zertifikaten oder -Derivaten in jedes gut strukturierte Depot gehört steht außer Frage. In welcher Form und wieviel ist natürlich sehr individuell und hängt im Wesentlichen von den Zielen eines jeden Einzelnen sowie den zukünftig erwarteten Marktbewegungen und dem präferierten Zeithorizont ab. Da wir aufgrund der exzessiven geld- wie fiskalpolitischen Stimulationsmaßnahmen, die im Zuge der Corona-Pandemie weltweit ergriffen wurden, einen weiteren und vor allem dauerhaften Anstieg der Inflation erwarten, sollten edelmetallbasierte Anlagen unserer Ansicht nach auch als Inflationsschutz in jedem gut strukturierten Portfolio Berücksichtigung finden. Zudem dürfte die Weltwirtschaft von einer „Rückkehr zur Normalität“ erheblich profitieren, was die Nachfrage nach Rohstoffen, einschließlich den Edelmetallen, zusätzlich anheizen sollte.

Anleger, die langfristig orientiert sind und die Zukunft des bestehenden Geldsystems oder den zunehmenden staatlichen Einfluss auf die eigenständige Vermögensbildung kritisch sehen, werden dabei immer zu physischem Gold greifen und die damit zusammenhängenden Schwierigkeiten, wie die sichere Verwahrung oder das Diebstahlrisiko, in Kauf nehmen. Vom Damoklesschwert eines zwar unwahrscheinlichen, aber auch nicht gänzlich auszuschließenden, neuerlichen Verbots des Goldbesitzes durch Privatpersonen einmal ganz abgesehen. Geht es lediglich um den Schutz vor einem Kaufkraftverlust des Papiergeldes oder soll das Portfolio sinnvoll diversifiziert werden, um dessen Gesamtrisiko zu senken, ist der physische Besitz nicht unbedingt notwendig. In diesem Fall bieten ETCs eine gute Möglichkeit, um an den Preisbewegungen des Edelmetalls zu partizipieren, inklusive unkomplizierter Verwahrung und jederzeitiger Veräußerungsmöglichkeit. Risikofreudige Marktteilnehmer werden unter der Vielzahl der derivativen Finanzinstrumente fündig, um Ihrer jeweiligen Marktmeinung Ausdruck zu verleihen. Goldminenaktien fügen dem reinen Goldinvestment einen weiteren Hebel hinzu. Wer die Auswahl von Einzeltiteln scheut, hat die Möglichkeit, sich über Gold ETFs in diesem Markt zu engagieren.

Titelbild: shutterstock, Foto von Vlad Chețan von Pexels, Foto von Michael Steinberg von Pexels

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