Die 7 besten DAX-Aktien 2022: das sind die deutschen Top Blue Chips

Die 7 besten DAX-Aktien 2022: das sind die deutschen Top Blue Chips

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DAX 40: Zahlen, Daten und Fakten zum Deutschen Aktienindex

Der DAX (kurz für Deutscher Aktien Index) startete am 1. Juli 1988 mit 30 Einzelunternehmen bei 1163 Punkten, nachdem der Index für den 31.12.1987 auf 1.000 Indexpunkte normiert worden war. Ab dem dritten Quartal 2021 wurde der DAX30 um weitere 10 Mitglieder auf 40 Unternehmen zum DAX 40 erweitert. Die Aufnahmekriterien ist in erster Linie die Höhe der Marktkapitalisierung des Streubesitzes (Englisch: free float), der zudem mindestens bei 10 Prozent liegen muss. Darüber hinaus wird darauf geachtet, dass Firmen aus unterschiedlichen Wirtschaftssektoren im Auswahlindex vertreten sind.

Der DAX (WKN: 846900, ISIN: DE0008469008) spiegelt in Echtzeit die repräsentative Kursentwicklung der wichtigsten börsennotierten deutschen Unternehmen wider. Das bisherige Allzeithoch konnte am 18. November 2021 bei 16.290,19 Punkten erreicht werden, was in etwa dem 14-fachen des Ausgangswertes entspricht. Die 40 Indexmitglieder machen mittlerweile 80 Prozent der Marktkapitalisierung aller börsennotierten deutschen Unternehmen aus. Die Indexgewichtung der Einzelwerte erfolgt entsprechend ihrer Streubesitz-Marktkapitalisierung. Maßgeblich ist demnach nicht der komplette Unternehmenswert, sondern nur der Gesamtwert der frei handelbaren Aktien.

Der DAX40 Index ist heute neben dem Dow Jones Industrial Average-DJIA (USA30-Wall Street) und dem FTSE (UK 100) einer der meistgehandelten Indizes der Welt. Im Gegensatz zu den zuvor genannten Kurs-Indizes ist der DAX ein Performance-Index. Dies bedeutet, das bei der Kursberechnung Dividenden und Bezugsrechte unmittelbar wieder in Aktien investiert werden. Kursindizes hingegen basieren rein auf der Kursentwicklung, so dass Dividenden aus der Rechnung fallen.

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Kursentwicklung bei DAX-Unternehmen: Diese Einflussfaktoren sind wichtig

Auch wenn der DAX mit dem Fokus auf 40 Großunternehmen nicht die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland widerspiegelt, lohnt es sich doch einen Blick auf die geopolitischen und ökonomischen Rahmenbedingungen zu werfen:

  • Die aktuellen Nachrichten werden bestimmt durch das Krisen-Trio Klima, Krieg & Corona. Die seit Herbst amtierende Ampel-Regierung hat sich den Klimaschutz auf die Fahnen geschrieben und will den Umbau der zu einer Wirtschaft ohne Kohlendioxid-Emissionen vorantreiben. Als Folge der staatlichen Corona-Unterstützung gibt es einige Unternehmen, die ohne Pandemie und Hilfsgelder nicht überlebt hätten.. Hinzu kommt, dass die fragilen Lieferketten in vielen Branchen aus dem Takt geraten sind. Seit Ende Februar hat der Krieg in der Ukraine die Situation verschärft und neue Herausforderungen für Staat und Unternehmen geschaffen.

  • Die Europäische Union steht vor politischen und wirtschaftlichen Zerreißproben. So gibt es in vielen Ländern nationalistische Bewegungen, die das langfristige Fortbestehen des Staatenbundes infrage stellen. Deutschland profitierte als Exportnation lange von den Vorteilen des EU-Binnenmarktes, ist aber gleichzeitig auch stärkster Nettozahler und angesichts der Begehrlichkeiten der zahlreichen schwachen Ökonomien in einer Zwickmühle. Der Brexit und die Liste der möglichen EU-Beitrittskandidaten – von Albanien bis Ukraine – lassen wenig Hoffnung aufkommen, dass sich an den derzeitigen Ungleichgewichten etwas ändern könnte.

  • Vor allem die Engpässe bei Energieträgern, Rohstoffen und importierten Vorprodukten heizen die Inflation an. Aber auch der Anstieg der Staatsausgaben für Corona-Hilfen und Rüstung wirkt preistreibend. Insofern ist damit zu rechnen, dass die Zeiten der lockeren Geldpolitik vorbei sind und auch die Europäische Zentralbank früher oder später an der Zinsschraube drehen wird. Die Gemengelage lässt eine Stagflation (= Stagnation + Inflation) befürchten, die wiederum eine für die Wirtschaftslage ungünstige Lohn-Preis-Spirale in Gang setzen könnte.
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In DAX-Aktien investieren: Das sollten Sie beachten.

Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft sind somit momentan nicht gerade sehr rosig. Der DAX hat seit Jahresbeginn bis zur Mitte der zweiten Maiwoche 2022 rund 16 Prozent verloren und befindet sich weiterhin unter dem 50-Tagedurchschnitt. Langfristige Long-Einstiege auf breiter Basis sind daher momentan nicht zu empfehlen. Trades auf Einzelaktien können aber durchaus lukrativ sein. Vor allem sollte man den Blick dabei auf die Wertpapiere richten, die sich als krisenresistent erwiesen haben und charttechnisch sowie fundamental Hinweise auf eine positive Entwicklung geben. Branchen, die in der aktuellen Situation ein Wachstumspotential bilden sind:

  • Energie: Der anstehende Umbau der Wirtschaft und der Krieg in der Ukraine lassen Unternehmen gut aussehen, die im Bereich Energieerzeugung aktiv sind. Der Versorger RWE, Linde mit seinen Wasserstoff-Aktivitäten sowie Siemens mit zahlreichen Lösungen für Gebäude, Industrie und Mobilität wären hier zu nennen.

  • Gesundheit: Die Corona-Krise hat gezeigt, wie wichtig dieser Sektor ist. Die demografische Entwicklung in Deutschland steigert die Nachfrage nach medizinischen Produkten und verschärft die Notwendigkeit von Investitionen. Fresenius mit seiner Tochter Fresenius Medical Care, die Pharmafirmen Bayer und Merck, die Medizintechnik-Hersteller Siemens Healthineers und Linde sind hier die ersten Adressen.

  • Finanzen und Versicherungen: Während der deutsche Bankensektor mit der Deutschen Bank und der Commerzbank seit der Finanzkrise im internationalen Vergleich deutlich an Boden verloren hat, besitzen die Deutsche Börse sowie die Versicherer Allianz und Munich Re weltweit immer noch ein gutes Renommée und gelten als krisenresistente Investments.

  • Verteidigung: Airbus Industries und MTU Aero Engines sind zwar keine reinen Rüstungskonzerne, der Krieg in der Ukraine und das 100-Milliarden-Paket für die Bundeswehr sorgen aber für lukrative Aufträge.

Die besten DAX-ETFs

Im Sinne der Risikostreuung kann es sinnvoll sein, statt auf einzelne DAX-Werte in DAX-ETFs zu investieren. Da sich sämtliche DAX-ETFs sich in puncto Zusammensetzung unmittelbar am Deutschen Aktienindex orientieren, kaufen und verkaufen sie in Echtzeit die Einzelaktien, sobald sich Änderungen in der DAX-Zusammenstellung oder bei der Gewichtung von Einzelwerten ergeben. Dabei gibt es nur minimale Unterschiede in der Performance, die dadurch bedingt sind, dass größere Aktienpakete zwar zu ähnlichen, aber nicht zu identischen Preisen gehandelt werden können.

iShares-Core-DAX-UCITS-ETF-(WKN-593393,-ISIN-DE0005933931), etf der top aktien, top 40 werte, 1 jahr, Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Warnhinweise: Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann

Der iShares Core DAX UCITS ETF (DE0005933931) aus dem Hause Blackrock ist mit einer Marktkapitalisierung von 5,355 Milliarden EUR der derzeit liquideste DAX-ETF. Für das Jahr 2021 wird der Kurszuwachs mit rund 15 Prozent beziffert. Seit Jahresbeginn ist im Gleichschritt mit dem zugrundeliegenden Index ein markanter Abverkauf festzustellen. Es handelt sich um ein thesaurierendes Wertpapier d.h. Dividenden werden reinvestiert.

Grundsätzlich bieten sich in der aktuell bärischen Börsenphase nur wenig Ansatzpunkte für Long-Einstiege bei deutschen Blue Chips. Anleger sollten jedoch wissen, dass sich das kurzfristig ändern kann, auch weil die Zusammensetzung der Einzelwerte halbjährlich neu justiert wird. Seit dem vergangenen Jahr gibt es als Folge des Wirecard-Skandals zudem Regeln, die es erlauben, zu jedem Quartalswechsel einen Austausch vorzunehmen.

Xtrackers-Short-DAX-Daily-Swap-UCITS-ETF-1C-(WKN-DBX1DS,-ISIN-LU0292106241), 1 jahr

Wer jedoch der Meinung ist, dass die Bären vorerst die Oberhand behalten, sollte auf den Xtrackers Short DAX Daily Swap UCITS ETF 1C (LU0292106241) setzen, der die inverse Wertentwicklung der DAX40-Unternehmen abbildet. Dieser ETF, der auf fallende Kurse setzt, verlor im Jahr 2021 gut 16 Prozent, konnte aber im laufenden Jahr bereits zweistellige Zuwächse erzielen. Die Marktkapitalisierung liegt bei 390 Millionen EUR. Die Wertentwicklung wird synthetisch durch Finanztauschgeschäfte (Englisch: Swaps) nachgebildet.

DAX-ETFsISINBörse
iShares Core DAX UCITS ETFDE0005933931XETRA
Xtrackers Short DAX Daily SwapLU0292106241XETRA

Welche DAX-Aktien kaufen?

Aktienempfehlungen: Die Top DAX-Aktien

Bei unserer Auswahl der besten DAX-Aktien haben wir auf fundamentale Kennzahlen, die charttechnische Entwicklung und eine Streuung auf Branchen geachtet, die in den kommenden Monaten als Gewinner dastehen könnten.

7. Münchener Rück-Aktie

Es geht los mit Münchener Rück. Das Unternehmen mit Sitz in der bayerischen Landeshauptstadt ist die größte Rückversicherungsgesellschaft der Welt. Darüber hinaus ist der Konzern mit dem Tochterunternehmen Ergo Group auch als Erstversicherung bei Lebens-, Kranken, Unfall- und Schadensversicherungen aktiv. Münchener Rücks gilt als krisenresistent, da die Nachfrage nach Versicherungen gerade in Krisenzeiten steigt. Das Umsatzwachstum im einstelligen Bereich und die Gewinnsteigerungen zeigen eine fundamentale Stärke auf. Die Dividendenrendite konnte in den vergangenen drei Jahren stets gesteigert werden und liegt für 2021 bei 4,2 Prozent. Auch der Start ins Jahr 2022 ist positiv zu werten. Es gab zwar Belastungen aus dem Ukraine-Krieg, jedoch waren dafür die Schäden aus Naturkatastrophen rückläufig.

Die Aktie landete am Jahresende 2021 nach einem volatilen Kursverlauf, ungefähr dort wo sie Anfang Januar gestartet ist. Attraktive Long Setups könnte es wieder geben, sofern sich das Wertpapier auf dem derzeitigen Niveau stabilisiert und sich dann bullisches Momentum entwickelt. Die Aktionärsstruktur ist geprägt durch institutionelle Anleger wie Union Investment Privatfonds GmbH, Norges Bank Investment Management und BlackRock Fund Advisors.

Münchener Rück-Aktie_Top-Dax-Aktien, dax 40

6. Deutsche Börse-Aktie

Wir setzen unsere Reihe der besten DAX-Aktien auf Rang 6 fort mit dem Wertpapier der Deutschen Börse, deren Kerngeschäft die Entwicklung und der Betrieb von Handelsplattformen, Teilnehmernetzwerken und Abwicklungssystemen für Börsen ist. Das Unternehmen gilt als krisenresistent, weil es gerade bei volatilen Märkten von den steigenden Handelsvolumina am Gesamtmarkt profitiert. In den vergangenen drei Jahren war stets ein Umsatz- und Gewinnwachstum zu verzeichnen. Die Dividendenrendite konnte dabei auf zuletzt 2,2 Prozent gesteigert werden. Positiv verlief auch das erste Quartal 2022. Die erzielten Zuwächse stammen sowohl aus organischem Wachstum, aber auch aus Zukäufen.

Der Kurszuwachs von etwas über 5 Prozent im Jahr 2021 konnte nach einem kurzen Ausflug unter die gleitenden Durchschnitte Ende Februar / Anfang März fortgesetzt werden. Die Aktie erreichte am 26. April ein neues Allzeithoch. Chancen für Long-Einstiege könnte es geben, sobald die sich gerade formierende Seitwärtsbewegung nach oben verlassen wird. Die größten Aktienpositionen an der Deutschen Börse besitzen die institutionellen Investoren Massachusetts Financial Services Co., Flossbach von Storch AG und Artisan Partners LP.

Deutsche Börse-Aktie_Top-Dax-Aktien, , dax 40

5. Fresenius-Aktie

Auf Platz 5 folgt Fresenius, ein breit aufgestellter Gesundheitskonzern mit mehreren relativ eigenständigen Sparten. Dazu zählen der Dialysespezialist Fresenius Medical Care, der Krankenhausbetreiber Fresenius Helios, der europäische Marktführer für Infusionstherapie und klinische Ernährung Fresenius Kabi und die Tochter Fresenius Vamed, die sich mit Planung, Errichtung und dem Management von Gesundheitseinrichtungen beschäftigt. Der Konzern profitiert von der demografischen Entwicklung in vielen Industrieländern. Die Umsatz- und Gewinnsteigerung lag im Jahr 2021 im einstelligen Bereich. Dank eines seit 30 Jahren anhaltenden Dividendenwachstums gehört das Unternehmen als einziges deutsches Unternehmen zu den so genannten Dividendenaristokraten. Um hier dabei zu sein, muss eine Aktiengesellschaft ihre Dividende mindestens 25 Jahre in Folge von Jahr zu Jahr steigern. Aktuell beträgt die Dividendenrendite 2,6 Prozent.

Zum Kursverlust von rund 7 Prozent im Jahr 2021 kam in den ersten Monaten 2022 ein weiterer Abverkauf hinzu. Dabei blieben die fundamentalen Zahlen allerdings stabil, so dass das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 11 auf eine mögliche Unterbewertung hinweist. Die derzeitige Chartsituation könnte mit Rückenwind vom Gesamtmarkt für Long-Einstige genutzt werden. Zusätzliches Momentum für das Wertpapier wäre denkbar, falls die oft diskutierte Zerschlagung des Konzerns in seine Einzelteile wieder ins Gespräch kommen sollte. Die Aktionärsstruktur wird geprägt durch Allianz Global Investors GmbH und American Funds EuroPacific Growth Fund mit den größten Aktienpaketen.

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4. Merck-Aktie

Auf dem vierten Platz 4 rangiert die Merck KGaA, die Anleger nicht mit dem US-Konzern Merck & Co. Inc. verwechseln dürfen. Das Unternehmen mit Sitz im hessischen Darmstadt ist in den Bereichen Healthcare, Life Science und Electronics tätig. In den vergangen beiden Jahren profitierte man vor allem als Zulieferer für Lipide an Hersteller von Corona-Impfstoffen, aber auch die Geschäfte mit dem Krebsmedikament Bavencio und das Segment Spezialchemie entwickelten sich gut.

In den letzten drei Jahren konnten stets Steigerungen der Umsätze und Gewinne verzeichnet werden. Auch der Start ins Jahr 2022 verlief vielversprechend. Kein Wunder also, dass sich die Merck Aktie zuletzt sehr erfreulich entwickelte. Der Kurszuwachs in 2021 betrug satte 62 Prozent. Dennoch ist die Aktie weiterhin fair bewertet. Risikofreudige Anleger könnten in der laufenden Korrektur den aktuell recht großen Abstand von den gleitenden Durchschnitten nutzen, um von einer möglichen kurzfristigen Gegenreaktion zu profitieren. Konservative Investoren würden abwarten bis der Kurs wieder oberhalb der gleitenden Durchschnitte notiert. Größter Aktionär ist die Select Equity Group LP.

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3. RWE-Aktie

Unsere Nummer 3 ist die Aktie von RWE. Das Unternehmen aus Essen hat sich den Ausstieg aus Kernkraft und Kohle bezahlen lassen und sich frühzeitig mit CO2-Zertifikaten eingedeckt, um die höhere CO2-Bepreisung abzufedern. Derzeit sorgen die Sanktionen gegen Russland für etwas Unsicherheit, da unklar ist, inwieweit es gelingt, die von dort importierten Energieträger zu kompensieren. Aber auch bei erneuerbaren Energien ist RWE gut aufgestellt, so dass dem Konzern eine Schlüsselrolle bei der Energiewende zukommt.

Der Umsatz des RWE-Konzerns stieg in 2021 um fast 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Gewinne waren in den letzten beiden Jahren allerdings rückläufig. Das liegt jedoch auch daran, dass der Schadensersatz für die Stilllegung von Atomkraftwerken zuvor zu Sondereffekten geführt hatte. Die Aktionäre dürfen sich für das Geschäftsjahr 2021 über eine Dividendenrendite von 2,5 Prozent freuen. Das Auftaktquartal 2022 lag etwas über den Erwartungen der Analysten, wozu vor allem das sehr gut laufende Geschäft mit Wind und Sonne beigetragen hat. Für Long-Einstiege wäre es wünschenswert, dass sich die Kurse auf dem aktuellen Niveau stabilisieren und dann nach oben ausbrechen. Größte Anteilseigner sind GIC Pte Ltd. und die Stadt Essen.

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2. Airbus-Aktie

Auf Position Nr. 2 finden wir die Airbus-Aktie. Das deutsch-französische Luft- und Raumfahrtunternehmen mit Sitz im niederländischen Leiden ist sowohl im Zivilsektor als auch im Rüstungssektor tätig. In der zivilen Luftfahrt löst sich der Corona-bedingte Investitionsstau langsam auf. Zugleich profitiert Airbus von der Schwäche des Wettbewerbers Boeing. Gerade im Bereich der Mittelstreckenjets haben die Europäer die Nase vorn und planen den Ausbau von Produktionskapazitäten für die Modellfamilie A320neo. Seit Anfang des Jahres verspürt die Rüstungssparte durch den Krieg in der Ukraine eine verstärkte Nachfrage.

Nach zwei Verlustjahren lagen die Gewinne im Jahr 2021 bei leichten Umsatzzuwächsen wieder über dem Niveau von 2018. Im ersten Quartal 2022 konnte eine Verdreifachung des Gewinns gemeldet werden. Die aktuelle Dividendenrendite der Airbus-Aktie beträgt 1,30 Prozent. Mit einer Kurssteigerung von rund 21 Prozent im Jahr 2021 dürften die Aktionäre zufrieden sein. Kaufgelegenheiten könnten sich beim nächsten Kursanstieg ergeben. Hauptaktionäre sind die Staaten Frankreich, Deutschland und Spanien, die mit ihren Beteiligungen die Systemrelevanz des Konzerns aufzeigen.

Airbus-Aktie_Top-Dax-Aktien, dax 40

1. Linde-Aktie

Platz 1 geht an die Linde-Aktie. Das Unternehmen ist Weltmarktführer bei Industriegasen und nutzt seine Kompetenzen in diesem Bereich sowie die entsprechende Infrastruktur für den Zukunftsmarkt Wasserstoff. Darüber hinaus ist das Unternehmen auch bei medizinischen Gasen führend und liefert beispielsweise medizinischen Sauerstoff für die künstliche Beatmung von Corona-Patienten. 2018 erfolgte die Fusion mit dem US-Wettbewerber Praxair. Seitdem befindet sich die Firmenzentale aus steuerlichen Gründen in Dublin, während der operative Sitz nach wie vor in Höllriegelskreuth bei München angesiedelt ist. Im Jahr 2021 konnte man zweistellige Zuwächse bei Umsatz und Gewinn verzeichnen. Die Dividendenrendite der Linde-Aktie liegt derzeit bei 1,2 Prozent.

Mit rund 143 Milliarden EUR Börsenwert ist Linde momentan das DAX-Unternehmen mit der höchsten Marktkapitalisierung. Im Jahr 2021 konnte die Aktie rund 42 Prozent zulegen, verlor aber in den ersten Monaten des neuen Jahres wieder deutlich. Bei Rückenwind vom Gesamtmarkt könnten sich bald neue Chancen für Long-Einstiege ergeben, falls die laufende Seitwärtsbewegung nach oben gebrochen wird. Größte Anteilseigner sind Impax Asset Management Ltd. und Amundi Luxembourg SA.

Linde-Aktie_Chart_Top-Dax-Aktien

Richtig in DAX-Aktien investieren: So geht’s …

DAX-Aktien-Liste: Sieben Top-Picks aus dem wichtigsten deutschen Börsenbarometer

In der folgenden DAX-Aktien-Tabelle finden Sie sieben erstklassige Wertpapiere aus dem Deutschen Aktienindex:

DAX-AktienISINBörse
Münchener RückDE0008430026XETRA
Deutsche BörseDE0005810055XETRA
FreseniusDE0005785604XETRA
Merck KGaADE0006599905XETRA
RWEDE0007037129XETRA
AirbusNL0000235190XETRA
LindeIE00BZ12WP82XETRA

Bildquelle(n): shutterstock

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