Tesla Aktie Prognose 2023: Unternehmen, Quartalszahlen und Kursziel

Tesla Aktie Prognose 2023: Unternehmen, Quartalszahlen und Kursziel

Das Thema Elektromobilität wird an der Börse rege gehandelt. Ein Inbegriff dieses Anlagetrends: die Tesla Aktie (WKN: A1CX3T, ISIN: US88160R1014). Zu Spitzenzeiten (Mitte 2021) galt Tesla als die wertvollste Automarke der Welt und stiehlt nach wie vor vielen Konkurrenten die Show. Allerdings gelten die Aktien des E-Pioniers als hoch bewertet und der Tesla Aktienkurs Chart ist von großen Schwankungen geprägt. Macht ein Investment in den Global Player dennoch Sinn? Wie sehen die Kursziele aus? Wann könnte die Tesla Aktie eine Dividende abwerfen? Und welchen Einfluss auf den Kurs hat der CEO Elon Musk? Wir haben den Autohersteller unter die Lupe genommen und wagen den Blick auf eine mögliche Tesla Aktie Prognose für 2025.

Tesla, Inc. Aktie: Kennziffern und Symbole

Tesla WKN: A1CX3T, ISIN: US88160R1014, Symbol: TSLA

Tesla Aktienkurs

Das Geschäftsmodell

Tesla verdient sein Geld mit dem Verkauf von Elektroautos. Selbstverständlich, möchte man meinen. Tatsächlich jedoch galt der Geschäftsbereich Automotive eine lange Zeit als Verlustbringer! Jahrelang machte nicht der Verkauf der Stromer, sondern der Handel mit Treibhausgaszertifikaten die entscheidende Einnahmequelle aus. Die Kosten für Entwicklung, Produktion und Vertrieb der Elektroautos übertrafen zunächst die Erträge aus den Verkäufen!

Abnehmer der rettenden CO2-Zertifikate waren und sind allerlei Industriegiganten wie zum Beispiel Ölkonzerne. Aber auch die Konkurrenz, andere Autohersteller, kauft fleißig die Öko-Scheine. Seit Veröffentlichung der Tesla Quartalszahlen für das Q2 2021 steht jedoch fest, dass die „Models“ die erhofften Einnahmen bringen: Der EV-Vertrieb sorgte bei Tesla im zweiten Quartal 2021 nicht nur für einen Rekordumsatz von über 10 Milliarden US Dollar, sondern auch für einen Reingewinn von 1,14 Milliarden US Dollar. Zugleich sanken die Erträge durch den CO2-Zertifikate-Handel deutlich!

Weitere Einnahmen bringen Serviceleistungen wie zum Beispiel die Wartung der Kundenwagen beziehungsweise der Austausch von Komponenten (7,7 Prozent). Einen relativ jungen, dafür jedoch sehr wachstumsstarken Bereich macht das Leasing-Geschäft aus. Hier erwarten Experten zwar erst in den kommenden Jahren signifikante Zuwächse, doch das Leasing-Geschäft findet mehr und mehr Beachtung.

Neben den Einnahmen sind auch die Ausgaben zu beachten. Im Finanzbericht für 2021 steht zum Beispiel eine CapEx von 12 Prozent! Gemeint sind hiermit die Ausgaben für Investitionen im Verhältnis zum Umsatz. Mehr als ein Zehntel der Umsätze bringt Tesla also für den Bau der Werke alias Gigafactories, den Kauf von Maschinen und die Erforschung neuer Techniken auf. Zum Vergleich: Die Volkswagen AG, häufig als Tesla-Jäger bezeichnet, reinvestierte in selbigen Zeitraum weniger als halb so viel ihres Umsatzes.

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Tesla Gigafactory in Texas / Tesla Inc.

Das Engagement scheint sich allerdings auszuzahlen. Die Erfolge im Bereich Autonomes Fahren mehren sich und eine dritte Einnahmequelle befindet sich ebenfalls auf einem stetigen Wachstumspfad. Denn mit dem Geschäftsbereich Energy Generation and Storage ist man auch im Vertrieb von Photovoltaik-Anlagen und Batteriesystemen aktiv. Hier fielen zuletzt über 2,7 Milliarden US Dollar an. Ein Anstieg von knapp 40 Prozent gegenüber 2020!

Doch zurück zum EV-Bereich. Auch in diesem Segment übertrifft man die Konkurrenz auf breiter Front, sowohl in puncto Absatzerfolg als auch Preissetzungsmacht. Die aktuellen Listenpreise der Stromer liegen zwischen 54.000 Euro (Model Y) und 114.000 Euro (Model X). Je nach Konfiguration können allerdings nochmals weitere 40.000 Euro fällig werden. Käufer des Model X beispielsweise müssen für den Luxus der Flügeltür-Technik bis zu 160.000 Euro auf den Tresen legen, sofern der leistungsstarke Tri-Motor (1.020 PS), 22-Zoll Turbine-Felgen und ein Enhanced Autopilot (Ampel- und Stoppschilderkennung) an Board sein sollen. Das aktuell günstigste Modell auf dem europäischen Markt, der Renault Twizy ist bereits ab knapp 12.000 Euro zu haben. Und das Aushängeschild der Volkswagen Gruppe, der ID.3, liegt in der Grundausstattung derweil bei Anschaffungskosten von 36.000 Euro.

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Tesla Modelle (v. links nach rechts) Model S, Model 3, Model X, Model Y / Tesla Inc.

Tesla Modelle in der Übersicht

  • Roadster (2008)
  • Roadster Neuauflage (2020)
  • Model S
  • Model 3
  • Model X
  • Model Y

 

Angekündigte Modelle

  • Semi
  • Cybertruck

Gut zu wissen: Als das beliebteste Modell von Tesla gilt das Model 3, gefolgt vom etwas größeren Model Y. Im Geschäftsjahr 2021 beispielsweise wurden 142.905 Neuzulassungen für das Model 3 registriert. Volkswagen kam mit seinem ID.3 lediglich auf eine Summe von 69.567 Neuzulassungen. Kunden schätzen also die Qualität von Tesla und greifen für diese gerne tiefer in die Taschen. Punkt für die Tesla Aktie! Doch die Börse schaut bekanntlich voraus und die zurückliegenden Absatzzahlen sind unlängst in der Bewertung der Aktien enthalten. Eine große Bedeutung für den zukünftigen Tesla Aktienkurs Chart dürften der Semi und der Cybertruck haben. Sowohl der Sattelschlepper als auch der Pick-up-ähnliche Cybertruck sollen nach einigen Jahren Verzögerung endlich 2023 in den Handel gelangen.

Beeindruckend an den Modellen sind nicht nur deren Leistung und Reichweite, sondern auch deren Vorbestellungen. Allein der Cybertruck soll bereits über 1,2 Millionen mal vorbestellt worden sein. Gemessen an der geschätzten Jahresproduktion (Semi: 50.000 – 100.000 Stk., Cybertruck: 100.000 Stk.) müssen sich die meisten Kunden zunächst in Geduld üben. Aktionäre hingegen dürften sich bereits früher freuen: Die zusätzlichen Sparten sollen dem Konzern laut Tesla Aktie Prognose 2025 Mehreinnahmen von bis zu 150 Milliarden US Dollar einbringen! Gemessen am Gesamtumsatz für 2022 stünde damit eine Umsatzverdoppelung in den Büchern.

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Tesla Semi Truck / Tesla Inc.

Chancen für den Tesla Aktienkurs

+ Image und Werbekosten. Einen klaren Vorteil gegenüber der Konkurrenz hat Tesla bei den Ausgaben für Werbung beziehungsweise Marketing. Das schnitte T, der Querschnitt eines Elektromotors, gilt als Status-Symbol par excellence! Müssen klassische Autohersteller im Schnitt 2,5 Prozent des Umsatzes für Werbung ausgeben, kann Tesla nahezu gänzlich auf Eigenreklame verzichten. Zwar sollen die Werbeausgaben steigen, doch Analysten (Loup Ventures) sehen erst 2025 den Startschuss für umfassende Kampagnen fallen.

+ Erfolgsrezept Eigenbau. Auch im Produktionsverfahren hebt sich der „Newcomer“ von etablierten Autobauern ab. Im Gegensatz zu Volkswagen & Co. stammt bei Tesla vom Reifen über die Karosserie bis zur Software ein Großteil aus den eigenen Werken, den weltberühmten Gigafactories. Insbesondere die Unabhängigkeit bei den Batterien stärkt Teslas Stellung und könnte unerwartetes Wachstum generieren, beispielsweise wenn die Kraftspeicher an andere Autokonzerne verkauft werden.

+ Akquisitionen. Ein entscheidender Faktor für die steigende Unabhängigkeit Teslas sind taktische Übernahmen. Insbesondere im Bereich Robotik & Logistik konnte man sich mit Zukäufen einen Vorsprung verschaffen. Beispielsweise trägt der österreichische Photovoltaikexperte SolarCity maßgeblich zur Wachstumsstrategie bei. Weitere Zukäufe wie in der Rohstoffgewinnung (Lithium) könnten Profitabilität und Aktienkurs ebenso nachhaltig stärken.

+ Batteriemanagement. Akquisitionsstrategie und Unabhängigkeitsbemühungen machen sich bereits bei der hauseigenen Batterieproduktion bemerkbar. Jahrzehntelange Erfahrungen und exklusive Abnehmerverträge mit Rohstofflieferanten sichern dem Konzern eine Monopolstellung. Hinzu kommt, dass zumindest für Tesla die Kosten in der Batterieproduktion deutlich fallen dürften. Schon in zwei Jahren sollen sich die Produktionskosten für Elektroautos und Verbrennern decken. In Verbindung mit dem globalen Ladesäulen-Netz (3 Kontinente) gute Grundvoraussetzungen für weiteres Kundenwachstum.

+ Autonomes Fahren. Die Ankündigung eines eigenständig fahrenden Models hatte Elon Musk bereits 2017 gemacht. Rückschläge in der Forschung und ein tragischer Unfall führten jedoch zu Verzögerungen. Nun soll mit dem eigens entwickelten Autopilot das Projekt Full Self Driving (FSD) Ende 2022 endlich auf die Straße kommen. Zumindest in Nordamerika. Wann eine offizielle Zulassung für das Autonome Fahren (Stufe 4) erteilt werden könnte, steht noch offen, doch die Entwicklungen bei der Mercedes Benz Gruppe lassen hoffen. Die Stuttgarter haben bereits eine Freigabe für ihr FSD Programm (Stufe 3) erhalten.

Risiken für den Tesla Aktienkurs

– Konkurrenz. Vor wenigen Jahren galt Tesla noch als der einzige Elektroauto Bauer. Diese Zeiten sind vorbei: Etablierte Konzerne drängen zunehmend in den EV-Sektor ein und könnten dem First Mover Marktanteile abgewinnen. Die vielleicht weitaus größere Gefahr geht allerdings nicht von milliardenschweren Großkonzernen, sondern wachstumsstarken Start-ups aus. Insbesondere innovative Unternehmen aus Fernost wie BYD, Nio und Geely holen derzeit kräftig auf.

– Abhängigkeit vom chinesischen Markt. China birgt für Tesla in zweifacher Hinsicht Risiken. Ungeachtet der starken Autonomiebestrebungen unterhält man in chinesischen Provinzen entscheidende Produktionsstätten, beispielsweise in Shanghai. Hieraus ergeben sich politische und wirtschaftliche Risiken. Die anhaltenden Lockdowns durch die Zero-Covid-Politik erschweren die Produktion und die angespannte Lage zwischen Washington und Peking bergen die Gefahr von Import- beziehungsweise Exportverboten.

– Twitter Übernahme. Ende 2022 erfolgte die Übernahme des Social-Media-Dienstes Twitter. Der Deal kostete Elon Musk 44 Milliarden US Dollar und wird kontrovers diskutiert. So ist in positiven Tesla Aktien Prognosen von Chancen für eine weitere Marktdurchdringung zu lesen, wohingegen negative Analysen die Gefahr betonen, Musk könnte seine Pflichten bei Tesla vernachlässigen. Zudem musste Musk einige seiner Tesla Aktien verkaufen und könnte in Zukunft weitere Anteile abstoßen.

– Hohe Bewertung. Tesla gehört zu den Automarken mit den stärksten Wachstumsraten. Anleger honorieren das starke Wachstum mit einem hohen Preis, etwa einem hohen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) sowie Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV). Problem: Sollten Absatz- oder Gewinnmargen abnehmen, könnte die Tesla Aktie abverkauft werden, der Tesla Aktienkurs Chart unter Druck geraten.

Bühne frei für Elon: Twitter im Fokus

Anleger sollten sich vor dem Kauf von Aktien stets die Leitung des Unternehmens anschauen. Dies gilt für die Tesla Aktie ganz besonders! Der Elektroauto Konzern ist untrennbar mit dem aktuellen Technoking of Tesla alias Elon Musk verknüpft. Investieren Sie in die Tesla Inc., so investieren Sie auch in „Papa Elon“. Der gebürtige Südafrikaner hat den Konzern zwar vom insolvenzbedrohten Start-up zum Vorreiter der Elektromobilität gemacht, gilt jedoch als umstritten.

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Teslas CEO Elon Musk hat Twitter gekauft / Pixabay

Elon Musk ist für sein selbstsicheres Auftreten bekannt und wird aufgrund seiner angeblich strengen Unternehmensführung kritisiert. Hierzu zählen zum Beispiel Stellenstreichungen und hohe Anforderungen an Mitarbeiter. Letzten Endes kam dem E-Auto-Riesen die Musk’sche Wachstumsstrategie jedoch zu Gute – der Tesla Aktien Chart spricht Bände. Eine besondere Beziehung pflegt Musk mit dem Kurznachrichtendienst Twitter. Der 50-Jährige greift gerne auf den Messenger zurück und amüsiert sowie provoziert mit seinen Tweets sowohl Anleger als auch Analysten.

Im Herbst 2022 übernahm Musk Twitter für satte 44 Milliarden US-Dollar. Der Tesla Chef sieht eigenen Angaben zufolge großes Potenzial im Bereich Social Media, wirft der Leitung allerdings mangelnde unternehmerische Kompetenzen vor. Und tatsächlich: Twitter schaffte es ungeachtet der knapp 350 Millionen Nutzer bisweilen nicht, ein profitables Geschäftsmodell aufzubauen! Mit Elon Musk an der Spitze könnte sich dies ändern. Rund die Hälfte der Belegschaft erhielt bereits eine Entlassung oder akzeptierte ein Abfindungsangebot.

Die Akquisition könnte die Stellung Teslas im Social Media Universum stärken und weitere Käufer generieren. Knackpunkt der Übernahme: die Finanzierung. Die 44 Milliarden US Dollar für den Kauf der Twitter Aktien konnte Elon Musk nicht aus der Portokasse zahlen. Lösung: der Verkauf eigener Tesla Aktien. Im Geschäftsjahr 2020 hat Musk bereits Tesla Aktien im Wert von 20 Milliarden US-Dollar verkauft, Anfang November beispielsweise Anteilscheine für knapp 4 Milliarden US-Dollar. Problem: Durch den Verkauf der Aktien entsteht eine Verwässerung.

Im Falle einer Verwässerung halten Anleger plötzlich weniger Unternehmensanteile als zuvor. Denn durch die Erhöhung der absoluten Aktienquote sinkt automatisch der (prozentuale) Anteil am Unternehmen. Die Aktien verlieren an Wert. Derzeit befürchten Aktionäre, Musk könnte seine Verkaufstour noch nicht gestoppt haben. Zwar hatte Musk des Öfteren behauptet, keine weiteren Tesla Anteile auf den Markt zu werfen, wenig später jedoch von erneuten Verkäufen berichtet.

Nüchtern betrachtet scheint die Reaktion des Marktes jedoch überzogen. Musk könnte jederzeit Details zur Finanzierung verkünden und klarstellen, dass die erforderlichen Kredite ausreichend gedeckt sind. Des Weiteren hält der CEO nach wie vor 14 Prozent an Tesla – von einem Vertrauensverlust kann keine Rede sein. Last but not least handelt es sich bei der Maßnahme nicht um eine „klassische“ Verwässerung: Der Freefloat (frei handelbare Aktien) mag gestiegen sein, doch die Anzahl aller Aktien hat sich nicht erhöht. Ganz anders also als bei einer Kapitalerhöhung, bei der Unternehmen ihren Aktionären weitere Anteile zu einem Preis unterhalb des aktuellen Kursniveaus anbieten.

Die fünf größten Aktionäre der Tesla Aktie:

  • Elon Musk – 14,1%
  • The Vanguard Group, Inc. – 6,4%
  • SSgA Funds Management, Inc. – 3,16%
  • Capital Research & Management Co. (World Investors) – 2,86%
  • BlackRock Fund Advisors – 1,76%

Analyse nach Fundamentaldaten

Bei der Tesla Aktie handelt es sich um einen Wachstumswert durch und durch. So bringt es das Unternehmen auf ein durchschnittliches Umsatzwachstum von über 50 Prozent, bezogen auf die letzten 5 Jahre. Besonders stark konnte der Autobauer in den vergangenen zwei Jahren zulegen: Generierten die Flitzer 2019 noch Einnahmen von rund 24 Milliarden US-Dollar, verbuchte man ein Jahr später bereits einen Umsatz von 31 Milliarden US-Dollar. Tesla erreichte zudem die Profitzone, konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr (2021) den Umsatz nahezu verdoppeln und zugleich die Profitabilität anheben. Derweil steht eine Nettomarge von soliden 10,2 Prozent in den Büchern.

Und dennoch, gemessen am KGV sowie KUV ist die Tesla Aktie teuer und in den Augen manch eines Analysten gar überteuert. In der Tesla Aktie Prognose 2022 stehen ein KGV von 53 und ein KUV von über 7! Hinzu kommt eine zuletzt stetig wachsende Zahl an Aktien, wodurch eine weitere potenzielle Verwässerung droht. Immerhin: Sowohl Eigenkapitalquote als auch Free Cash Flow wachsen. Für 2024 beispielsweise gehen Analysten von einem Eigenkapital von 8,3 Milliarden US-Dollar aus (2019: 5,7 Milliarden US-Dollar). Auch das frei verfügbare Kapital wächst prächtig und konnte zuletzt auf Jahresbasis mehr als verdoppelt werden! Auf eine Tesla Aktie Dividende sollten Anleger allerdings nicht hoffen: Elon Musk setzt voll auf Expansion und wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit jeden Cent in den Ausbau der Kapazitäten sowie in die Forschung investieren.

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Produktionslinie der Gigafactory in Texas / Tesla Inc.

News: Tesla Quartalszahlen

Die Quartalszahlen für den Zeitraum Juli – September 2022 zeugen von einem soliden Produktionswachstum. So belegen die Q3 Quartalszahlen im Vorjahresvergleich unter anderem ein Absatzplus von 55 Prozent! Insbesondere das Model S sowie das Model X verzeichneten einen kräftigen Absatzboost (123 Prozent). Eine Entwicklung, die die robuste Nachfrage nach den Premiumfahrzeugen des E-Pioniers einmal mehr verdeutlicht. Die Dynamik spricht dafür, dass die Preise für die Stromer stabil bleiben und Tesla nicht über Preisnachlässe um Neukunden buhlen muss. Ergo sollten auch die Einnahmen auf einem hohen Niveau bleiben, womöglich sogar steigen.

Besonders erstaunlich: Das jüngst vermeldete Wachstum generierte die Tesla Inc. bei einem minimalen Kreditaufwand von nur 286 Millionen US Dollar. Bezogen auf den Bruttogewinn im Automobilbereich war ein Anstieg von 42 Prozent auf 5,2 Milliarden US-Dollar zu beobachten, wobei sich die Bruttomarge mit 27 Prozent weiterhin stabil zeigt. Demgegenüber stand ein Anstieg der Betriebskosten von knapp 2 Prozent, sodass das Betriebsergebnis deutlich gesteigert werden konnte: 3,7 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 84 Prozent im Vorjahresvergleich, standen unterm Strich in der Quartalsbilanz. Der Gewinn je Aktie von 0,95 US Dollar spiegelt die Profitabilität besonders deutlich wider – hier ist eine Steigerung von 98 Prozent gegenüber dem Q3 aus 2021 zu erkennen.

Ein Blick auf den Chart

Langfristig betrachtet befindet sich die Tesla Aktie in einem Aufwärtstrend, en detail jedoch zeigen sich enorme Ausschläge – sowohl in Richtung Norden als auch Süden. Eine außerordentliche Performance durften Aktionäre im Jahre 2020 einfahren: Satte 700 Prozent legte die Tesla Aktie im Post-Corona-Jahr zu. Nach dem Run stellte Tesla mit einer Marktkapitalisierung von über 800 Milliarden US-Dollar sogar den wertvollsten Autohersteller der Welt dar! Doch auch nach einem Rücksetzer Anfang 2021 schlug sich die Tesla Aktie wacker und konnte innerhalb weniger Monate ein neues Allzeithoch erreichen: Am 4. November 2021 kratzen die Aktien an der Marke von 410 US-Dollar (409,97 US-Dollar) beziehungsweise 400 Euro. Die Investment-Legende Cathie Wood dürfte maßgeblich zu diesem kometenhaften Aufstieg beigetragen haben. Schließlich gilt die 66-Jährige als überzeugter Tesla-Fan und kauft regelmäßig Tesla Aktien für ihren eigenen Fond alias ARK Invest.

Derweil notiert die Tesla Aktie bei gut 180 US-Dollar. Geld verdienen konnten Anleger in der Konsolidierungsphase dennoch: Die Anteilsscheine des Elektroauto Bauers legten regelmäßig Rallys ein und konnten den breiten Markt mitunter deutlich outperformen. Ergo lohnt sich die Tesla Aktie hervorragend zum Trading! Aktuell gilt es, die Unterstützung bei 167 US-Dollar zu verteidigen. Sollte die Tesla Aktie unter diese Zone fallen, ist mit weiteren Rücksetzern zu rechnen. Aus charttechnischer Sicht wäre ein Fall auf bis zu 140 US Dollar plausibel.

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Tesla Aktie Chart verglichen mit dem NASDAQ 100 / Statista

Die Gefahr für einen weiteren Abverkauf ist übrigens durchaus vorhanden. Der Großteil der Analysten lag mit ihren Tesla Aktien Prognosen für 2022 falsch und die in Dollar gehandelten Wertpapiere haben seit Anfang des Jahres knapp die Hälfte an Wert verloren. Demzufolge sitzen viele Anleger auf Verlusten – zumindest jene, die in diesem Jahr eingestiegen sind. Dies wiederum birgt das Risiko eines „Wash Sale„. Gemeint ist hiermit, dass Investoren ihre Verlustpositionen zum Jahresende verkaufen, um ihren Steuerfreibetrag auszuschöpfen beziehungsweise Gewinne gegenzurechnen.

Die Konkurrenz holt auf

2021 galt Tesla als der Elektroauto Platzhirsch schlechthin, doch mittlerweile haben nahezu sämtliche Autohersteller die E-Offensive gestartet. Ford beispielsweise sorgte zuletzt mit der Neuauflage seines Mustangs für Aufsehen. Es sind jedoch vor allem junge, innovative Unternehmen, die dem US-Star zu schaffen machen (könnten). Hier stechen chinesische Konzerne wie BYD, Nio und Xpeng hervor. Grund: Die Newcomer haben nicht weniger interessante Konzepte, produzieren bereits in rauen Mengen und schließen bei der Qualität langsam auf. China gilt für Tesla als ein besonders wichtiger Absatzmarkt und steht im Mittelpunkt zahlreicher Tesla Aktien Prognosen. Rund 20 Prozent seiner Modelle verkauft Tesla in der Volksrepublik China und kann dort ein überdurchschnittliches Umsatzwachstum (2020 -> 2021: 100 Prozent) einfahren.

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BYD Modell Tang / BYD Company

Kritiker behaupten, Tesla stehe aufgrund der zunehmenden Konkurrenz vor dem Abgrund. Demgegenüber stehen viele Optimisten, die das – einzigartige – Image des Konzerns betonen. Zudem ist zu beachten, dass Tesla bereits an günstigeren Modellen arbeitet, die den preiswerten Modellen aus und in Fernost den Rang abfahren könnten. Bezogen auf den Handel an der Börse ist letztendlich auch zu bedenken, dass chinesische Aktien als sehr umstritten gelten und ebenfalls stark schwanken. Der Star-Investor Warren Buffet beispielsweise schickte mit dem Verkauf seiner BYD Aktien die Wertpapiere des China Konzerns auf eine wochenlange Talfahrt. Derweil notiert die BYD Aktie gut 50 Prozent unter ihrem Allzeithoch!

Tesla Aktie Prognose 2025

Angesichts der Marktdominanz haben viele Analysten eine Tesla Aktie Prognose herausgegeben. Unter den Marktbeobachtern offenbart sich allerdings ein ähnliches Stimmungsbild wie bei Anlegern. So ist der Großteil der Analysen bullish (positiv), einige allerdings auch extrem bearish (negativ) gestimmt. Die ausgerufenen Kursziele weichen teils mehrere Hundert Prozent voneinander ab. Zeitnahe Kurssprünge bei den Aktien dürften charttechnischer Natur sein, schließlich werden die nächsten Tesla Quartalszahlen erst im kommenden Jahr (Januar 2023) veröffentlicht.

Anleger sollten bei einem Investment in Tesla langfristig und somit über das Jahr 2022 hinaus denken. Sowohl die optimistischsten als auch die pessimistischsten Tesla Aktie Prognosen sind zudem mit Vorsicht zu genießen. Extreme Annahmen vertreten zum Beispiel die Experten aus dem Hause Wedbush, die die Aktien bei 540 US-Dollar verorten. Der zuständige Analyst (Dan Ives) beruft sich vor allem auf die Zuversicht, die Elon Musk auf der Pressekonferenz zu den Tesla Quartalszahlen ausgestrahlt habe.

Demgegenüber stehen Analysten, die sich an der fundamentalen Bewertung Teslas stören. Nicht nur der legendäre Short-Seller Michael Burry sieht in seiner Tesla Aktie Prognose 2025 schwarz: Ein Absturz der Tesla Aktien auf bis zu 85 US-Dollar ist den Bären zufolge realistisch. Ein gemäßigteres Tempo fahren die Analysten von Cowen: Kursziele von rund 205 bis 240 US-Dollar scheinen angesichts geopolitischer Spannungen und zunehmender Konkurrenz auch auf kurzer Zeitebene denkbar.

Tesla Aktie Prognose Übersicht

Tesla Aktie Prognose Übersicht

  • Anzahl der Analysten: 35
    • Positiv: 21 (14 x Kaufen, 7 x Aufstocken)
    • Neutral: 10 (10 x Halten)
    • Negativ: 4 (3 x Reduzieren, 1 x Verkaufen)
    • Ohne Meinung: 1
 
  • Durchschnittliches Kursziel: 280 US-Dollar
  • Höchstes Kursziel: 530 US-Dollar
  • Niedrigstes Kursziel: 85 US-Dollar

Tesla Aktien : Basisdaten

Fazit

Bei der Tesla Inc. handelt es sich um ein solides, etabliertes sowie gut finanziertes Wachstumsunternehmen – die Tesla Aktie birgt nach wie vor Potenzial! Umsatz und Gewinn legen sukzessive zu und auch die jüngsten Entwicklungen in puncto Absatzzahlen und Forschung (Stichwort Autonomes Fahren) lassen ungeachtet des volatilen Tesla Aktienkurs auf eine Fortsetzung der Bergfahrt hoffen.

Die Bewertung der Tesla Aktie inklusive Analyse und Prognose gestaltet sich allerdings problematisch. Der Markt für Elektroautos befindet sich in einem dramatischen Umbruch! Unsere Tesla Aktie Analyse für 2022 belegt jedoch, dass die Aktien noch nie so „günstig“ waren wie aktuell. Die Absatzzahlen haben ein Rekordniveau erreicht, ebenso wie Umsatz- und Gewinnmarge.

Da der Kurs der Tesla Aktie extrem abhängig von der Stimmung an der Börse ist, schwankt diese teils zwischen ihrem 1,5- und 30-fachen ihres Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV)! Gemessen am aktuellen KUV von 8 sind die Aktien derzeit allerdings nur halb so hoch bewertet wie vor einem Jahr, als die Tesla Aktie zu Höchstkursen um die 400 US Dollar gehandelt wurde! Derweil wirken sich drei Faktoren ganz besonders auf den Tesla Aktienkurs aus und sollten bei der Entscheidung für oder gegen den Kauf der Tesla Aktie bedacht werden.

Erstens gilt es für Tesla, die eigene Marktposition zu verteidigen. Die erstarkende Konkurrenz aus China gilt als der größte Unsicherheitsfaktor. Dem Elektroauto Konzern muss es gelingen, sich gegen Unternehmen wie BYD und Nio durchzusetzen und den wichtigen Absatzmarkt China weiterhin zu dominieren.

Zweitens müssen sich die Ungewissheiten um die Übernahme des Kurznachrichtendienst Twitter auflösen: Wie viele Aktien hat Elon Musk bereits verkauft und stehen weitere Verkäufe an? Kann Tesla sein Image aufpolieren und mit dem smarten Vogel erfolgreich Neukunden ansprechen? Falls ja, dürfte der Tesla Aktienkurs kräftig zulegen.

Drittens sollte die Profitabilität weiter zunehmen. Tesla verdient bereits Milliarden, doch die Bewertung ist nach wie vor sportlich. Gelingt es dem Global Player, seine Produktionskosten zu senken, beispielsweise durch Fortschritte bei der Batterieproduktion, so sollten auch die zukünftigen günstigeren Modelle genügend Profit einbringen.

Unsere Meinung: Tesla wurde eine lange Zeit als ein Software-Unternehmen betrachtet, doch der Markt scheint den Konzern nun als das zu sehen, was er ist: ein erfolgreicher und moderner Elektroauto Bauer. Der Rücksetzer bei den Aktien scheint gerechtfertigt. Der Erfolg des Global Player ist und bleibt jedoch beachtlich und die Tesla Aktie gehört zu den aussichtsreichsten Aktien am Gesamtmarkt.

Bildquelle(n): Tesla Inc, statista, pixabay

Kontakt: Tesla, Inc.

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CA 94304 Palo Alto, California

Phone : +1 650 681 5000
E-Mail-Address: Press@tesla.com
Web : http://ir.tesla.com/

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