Mercedes Aktie Prognose 2022: Kursziel, Dividende und Quartalszahlen

Mercedes Aktie Prognose 2022: Kursziel, Dividende und Quartalszahlen

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Formel 1 Fahrer Valtteri Bottas und Mercedes-AMG ONE / Mercedes Benz Group

Für Zykliker dürfte es mit den zunehmenden Rezessionssorgen an den Börsen bald wieder enger werden. Dabei lief es für viele Autobauer schon in den vergangenen Monaten nicht sonderlich prickelnd. Das zeigt sich auch bei einem Blick auf den Aktienkurs des seit März diesen Jahres unter dem Namen Mercedes-Benz Group AG firmierenden Stuttgarter Fahrzeugherstellers. Nach einigen internen Restrukturierungen versucht der Konzern nun wieder auf die Erfolgsspur zurückzukehren. Ob das gelingt wie geplant, bleibt allerdings fraglich. 

Zwar ist das Unternehmen innerhalb der Automobilbranche nach wie vor in einer insgesamt starken Position. Doch auch Mercedes (WKN: 710000, ISIN: DE0007100000) sieht sich durch aufstrebende Marken wie etwa BYD oder NIO aus Asien, aber natürlich auch durch führende Elektroautohersteller der westlichen Industrienationen wie Volkswagen und Tesla zunehmend unter Druck gesetzt. Ohne eine klare und zukunftsgerichtete Strategie könnte man womöglich wichtige Marktanteile verlieren. Es stellt sich daher unweigerlich die Frage, über welches Potenzial der Traditionskonzern verfügt und wie die Prognose ausfällt. FinMent hat daher für Sie nachgeforscht und stellt Ihnen die Ergebnisse in nachfolgender Analyse übersichtlich zur Verfügung.

Mercedes-Benz Aktie

WKN: 710000, ISIN: DE0007100000, Ticker-Symbol: MBG

Mercedes-Benz Aktienkurs

Die Mercedes-Benz Group AG im Überblick

Die Geschichte dieses Konzerns reicht mittlerweile viele Jahrzehnte zurück. In seiner heutigen Form besteht das Unternehmen aber tatsächlich erst seit 1998, damals noch unter dem Namen DaimlerChrysler AG. Schon 2007 kam es zur Trennung der US-amerikanischen Sparte und in der Folge zur Umbenennung in die Daimler AG. Seitdem hat sich bei den Stuttgartern eine Menge getan. 

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Mercedes Benz Eingang / Mercedes Benz Group

So wurde der Konzern im November 2019 schließlich in drei eigenständige Tochtergesellschaften untergliedert, die zunächst unter dem Dach des Mutterunternehmens weiterliefen. Im Dezember 2021 kam es dann aber zur Ausgliederung der Daimler Truck AG, welche wiederum sämtliche Aktivitäten im Bereich der Nutzfahrzeuge (LKWs und Busse) vereint.

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Daimler-Truck AG (LKWs) / Daimler AG

Die Mercedes-Benz AG ist mittlerweile entsprechend nur noch für das Geschäftsfeld Cars and Vans zuständig. Ihr angebunden ist aber zusätzlich das ehemalige Segment der Financial Services, welches als Tochterunternehmen unter dem Namen Daimler Mobility AG weitreichende Autonomie erhielt und auf automobilbezogene Dienstleistungen (z.B. Leasings- und Finanzierungsangebote) spezialisiert ist.

Die Konzernaufspaltung wurde einst mit dem übergeordneten Ziel einer besseren Fokussierung auf die einzelnen Geschäftssegmente vorgenommen. Die Agilität des Unternehmens sollte dadurch verbessert werden, um noch zielgerichteter und individueller auf die einzelnen Kunden und deren spezifische Anforderungen eingehen zu können. Nach dem IPO der früheren Nutzfahrzeug-Sparte Daimler Truck Holding AG hält die Muttergesellschaft heute noch knapp 35 Prozent der Anteile.

Allgemein lässt sich also festhalten, dass die global operierende Mercedes-Benz Group, die sich auf Personenkraftwagen spezialisiert hat, nach wie vor zu den weltweit dominierenden Autoherstellern zählt. Produktionsstätten auf fünf Kontinenten sowie Vertriebsniederlassungen in beinahe jedem Land der Welt sprechen in diesem Zuge sicherlich für sich. Das Marken-Portfolio umfasst gegenwärtig Mercedes-Benz, Mercedes-AMG sowie Mercedes Maybach. Auf dem (voll-)elektrischen Markt präsentiert sich das Unternehmen seit einiger Zeit unter dem Handelsnamen Mercedes-EQ. Finanzdienstleistungen ergänzen das Leistungsspektrum der Stuttgarter schließlich.

 

Mercedes-Maybach S-Klasse (Z 223), 2020
Mercedes-Maybach S-Klasse (Z 223), 2020 / Mercedes Benz Group

Umbruchszeiten zunächst zu Ende

In den vergangenen Jahren mussten sich die Investoren der Mercedes-Aktie auf so manche Umbenennung und Umstrukturierung einstellen. Seit dem ersten Februar dieses Jahres ist all das erst einmal Geschichte. Der Umbau des Konzerns ist abgeschlossen, wie CEO Ola Källenius vor einiger Zeit verlauten ließ. Nachdem die LKW-Sparte losgelöst wurde, könne man sich nun umso besser auf das wichtige PKW- und Van-Geschäft konzentrieren. Seit dem zehnten Dezember 2021 können Investoren zudem die Papiere der Daimler Truck Holding AG an der Frankfurter Börse erwerben. Das Unternehmen selbst zeigte sich nach der Abspaltung in äußerst guter Form und beglückte seine Anteilseigner beispielsweise mit überdurchschnittlich hoher Profitabilität, starken Quartalszahlen sowie einer saftigen Erhöhung der Dividenden.

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CEO Ola Källenius / Mercedes Benz Group

Die Strategie der Zukunft

Werden schon bald nur noch vollelektrische Mercedes über die Straßen rollen? Die Antwort lautet vermutlich “Ja”. Zumindest wenn es um den Vorstand geht, sollen alle Autos der Stuttgarter bis 2030 vollkommen ohne fossile Brennstoffe auskommen. Damit möchte man vor allem dem allgemeinen Trend hin zu mehr E-Mobilität Rechnung tragen und sich bestenfalls frühzeitig als ein Pionier in dieser Hinsicht etablieren.

Mercedes-EQ, EQS 580 4MATIC, kuwait investment authority
Mercedes-EQ, EQS 580 4MATIC / Mercedes Benz Group

Bereits die heutigen Kraftfahrzeuge des Konzerns fahren überdurchschnittlich klimafreundlich. Eigenen Angaben zufolge konnten beispielsweise alle im Geschäftsjahr 2021 veräußerten Neuwagen die von der EU vorgegebenen und erwarteten CO2-Ziele einhalten. Interne Berechnungen kamen dabei auf 115 Gramm Kohlenstoffdioxid pro gefahrenem Kilometer, während die Richtlinien einen Grenzwert von 125 Gramm vorsehen. Auch mit Blick auf die Lieferfahrzeuge gelang es, die Schwelle leicht zu unterbieten.

Mercedes-EQ, EQB 300 4MATIC Press Test Drive, Stuttgart 2021, mercedes benz cars vans
Mercedes-EQ, EQB 300 4MATIC Press Test Drive, Stuttgart 2021 / Mercedes Benz Group

Klasse statt Masse

Schon heute ist es kein Geheimnis, dass Mercedes vor allem auf das gehobenere Preissegment abzielt. Doch das ist den Verantwortlichen scheinbar noch lange nicht genug. In den nächsten Jahren möchte man sich nach und nach zu einer echten Nobel-Marke entwickeln und den Fokus folglich auf die Bereiche Top-End Luxury & Core Luxury legen. Damit wird schon jetzt deutlich, dass die Stuttgarter mit Blick auf das Publikum weitaus selektiver werden dürften. Doch wieso soll es zu diesem Schritt überhaupt kommen? Welche Vorteile erhofft sich das Unternehmen dadurch?

CEO Ola Källenius begründet das vor allem mit höheren Gewinnspannen. Marge statt Masse lautet gewissermaßen das neu ausgegebene Motto. Die Strategieänderung kommt dabei natürlich nicht ohne ausführliche vorherige Überlegungen daher. Im vergangenen Jahr beispielsweise erzielte der Autobauer neue Verkaufsrekorde mit seinen besonders hochpreisigen Modellen, wozu der Mercedes-Maybach, AMG, die G-Klasse, S-Klasse, GLS und EQS gehören. Hinzu kommen demographische Einflussfaktoren, denen der Konzern offensichtlich zuvorkommen möchte. Weltweit steigt die Anzahl der wohlhabenden Personen – vor allem in den höheren Altersgruppen -, was neue Absatzchancen eröffnet.

Mercedes-Maybach S-Klasse Lux (Z 223) / Mercedes Benz Group

Künftig möchte sich die Mercedes-Benz Group somit auf die beiden bereits erwähnten Produktkategorien Top-End Luxury sowie Core Luxury konzentrieren, denen knapp 75 Prozent der angedachten Investitionen zugutekommen sollen. Ein weiterer Aspekt dürfte bei der Entscheidung zur angedachten strategischen Neuausrichtung eine entscheidende Rolle gespielt haben. Nach Unternehmensangaben hat sich das Geschäft mit den teuren Karossen historisch nämlich als überdurchschnittlich krisensicher und widerstandsfähig erwiesen.

Mercedes-AMG ONE, Vision AMG und VISION EQXX
Mercedes-AMG ONE, Vision AMG und VISION EQXX / Mercedes Benz Group

Gleichzeitig geht mit dem verstärkten Fokus auf die hochpreisigen Modelle ein weiterer brisanter Schritt einher. Die sogenannte Einstiegskategorie, die auch unter dem Namen Entry Luxury bekannt ist, soll ausgedünnt werden. Dazu zählen beispielsweise die weitverbreitete A- und B-Klasse. Medienberichten zufolge könnten sie schon in den kommenden Jahren eingestellt werden, um sich im Bereich Entry Luxury auf vier Varianten konzentrieren, die mit Blick auf Preis und Leistung jeweils höher positioniert sein sollen als ihre heutigen Pendants.

Produktionsstart für den neuen EQS SUV bei Mercedes-Benz in Alabama, USA
Produktionsstart des neuen EQS SUV in Tuscaloosa, Alabama, USA / Mercedes Benz Group

Mit ihrem geplanten Schritt der sukzessiven Positionierung im Luxus-Segment ist die Mercedes Benz Group AG beileibe nicht allein. Auch die Konkurrenten Audi und BMW wollen künftig vor allem den Premium-Markt bedienen. Das bringt durchaus Vorteile mit sich. So müssen etwa die ohnehin schon knappen Teile auf weniger Fahrzeuge verteilt werden, steigende Rohstoffpreise und Kosten für Innovationen lassen sich bei zahlungskräftiger Klientel außerdem leichter weiterleiten. Letztlich dürften aber in erster Linie die höheren Margen im Vergleich zu Klein- und Kleinstwagen ausschlaggebend sein. Dieses Argument trifft im Übrigen besonders bei E-Autos zu.

Mit Elektromobilität nach vorne?

Neben der beabsichtigten Luxus-Ausrichtung möchte die Mercedes-Benz Group AG ein zweites Standbein im wachstumsstarken Markt der E-Mobilität und des autonomen Fahrens aufbauen. Um dieses Vorhaben möglichst erfolgreich zu implementieren und in die Realität umzusetzen, geht man schon heute wichtige Partnerschaften mit diversen Branchenpionieren ein. Diese Kooperationen sollen später den entscheidenden Vorsprung in einem hart umkämpften Umfeld verschaffen.

Mercedes-Benz bereitet Produktionsnetzwerk auf 100% elektrisches Pkw-Portfolio vor 10 jahres spanne
Produktionsnetzwerk der 100% elektrischen Pkws / Mercedes Benz Group

In den Bereichen Chips, Software, KI sowie autonomes Fahren greift man beispielsweise auf die Unterstützung des Zulieferers Nvidia zurück. Das allerdings ruft viele Kritiker hervor, die dem Stuttgarter Konzern vorwerfen, mit dieser Zusammenarbeit ein zu hohes Risiko einzugehen. Immerhin gilt Nvidia als einer der weltgrößten Entwickler von Grafikprozessoren und verfügt damit über eine gewaltige Marktmacht. Das wiederum könnte den Autobauer in die brenzlige Lage versetzen, jegliche geforderten Preise an Nvidia zu zahlen, was die Kosten logischerweise rapide in die Höhe schnellen lassen und die Wettbewerbsfähigkeit in der Folge reduzieren würde.

Guangzhou, Vision EQS / Mercedes Benz Group marken portfolio, geely technology group co
Guangzhou, Vision EQS / Mercedes Benz

Daneben unterhält Mercedes unter anderem eine Kooperation mit Rivian, in deren Rahmen gemeinsam an E-Transportern geforscht werden soll. Erwähnenswert ist natürlich auch die Zusammenarbeit mit Tencent in China. Auf dem riesigen Markt der Volksrepublik will man sukzessive das autonome Fahren durchsetzen. Schon jetzt gelten die Stuttgarter mit Level 3 zumindest in Europa als einer der Vorreiter, wenn es um vollautomatisierte PKW geht. Doch selbstverständlich schläft in dieser Hinsicht auch die Konkurrenz nicht. Insbesondere Tesla verfügt ebenfalls über hochentwickelte Technologien, die dem Benz gefährlich werden könnten und im schlimmsten Fall sogar den Rang ablaufen. Gerade deshalb sind schon jetzt geeignete Gegenmaßnahmen zu treffen.

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Tesla, Tankstation / pixabay

Chancen der Mercedes Aktie

Vor allem die pure Kraft des Markennamens beziehungsweise die überaus hohe Reputation dürften dafür sorgen, dass das Unternehmen auch in den nächsten Jahren unverändert gute Geschäfte einfährt. Für Investoren hierzulande spielt zudem der Aspekt einer “DAX-Mitgliedschaft” eine gewisse Rolle, zeugt die erste Börsenliga doch von überdurchschnittlicher Qualität und Stabilität. Auch das Management blickt nach der Abspaltung der Truck-Sparte besonders optimistisch in die Zukunft der Mercedes-Benz Group und erwartet teils ordentliche Wachstumsraten.

Vision AMG, mercedes benz cars
Design Essentials IV – The Art of Creating Desire, 2022, Nizza / Mercedes Benz Group

Die Umsatzrenditen des PKW-Geschäfts sollten sich demnach unverändert im zweistelligen Bereich bewegen. Für das Gesamtjahr 2022 stellt die Führungsriege mittlerweile eine um Sondereffekte bereinigte und etwas erhöhte Marge zwischen 13 und 15 Prozent vor Zinsen und Steuern in Aussicht. Damit würde man gut an das letzte Jahr anschließen beziehungsweise dieses sogar übertreffen, als man aufgrund der hohen Verkaufspreise sowie paralleler Kostensenkungen eine ansehnliche Umsatzrendite in Höhe von 12,7 Prozent einfahren konnte. Im laufenden Geschäftsjahr sollen die Absätze im PKW-Geschäft außerdem nochmals deutlich gesteigert werden. Die nach wie vor bestehenden Lieferengpässe im Zuge des Chipmangels machen eine exakte Vorhersage aber äußerst schwierig.

Risiken der Mercedes Aktie

Ökonomen warnen vor einer tiefen Rezession, in die Deutschland schon in den kommenden Monaten schlittern könnte. Sollte es dazu trotz aller Gegenmaßnahmen tatsächlich kommen, würde dies mit hoher Wahrscheinlichkeit unmittelbar negativen Einfluss auf die Konsumlaune der Verbraucher nehmen und auch die zyklische Mercedes Aktie mit hoher Wahrscheinlichkeit treffen. Aber nicht nur die gesamtwirtschaftliche Entwicklung hierzulande ist ein Aspekt, der zurzeit dringend beachtet werden muss.

Auch die eben kurz angesprochenen Lieferengpässe sowie die nun eingetroffene Energiekrise dürften sich negativ auf die Geschäfte des Konzerns auswirken. Hinzu kommt mittel- bis langfristig eine stärker werdende Konkurrenz vor allem aus Fernost, die konkret durch NIO und BYD verkörpert wird. Sollte es diesen beiden Unternehmen tatsächlich gelingen, die Erfolge auf dem Heimatmarkt auch ins Ausland zu transferieren, muss sich die Mercedes-Benz Group mit einem sich merklich verschärfenden Wettbewerb konfrontiert sehen. Nur eine klare Strategie seitens der Stuttgarter kann hier der Weg zur Lösung sein.

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Die neuesten Quartalszahlen sind da

Erst am 26. Oktober gab die Mercedes Benz Group AG ihre neuesten Zahlen bekannt, die sicherlich für die ein oder andere positive Überraschung gesorgt haben dürfte. Wie die Quartalsergebnisse im Konkreten ausfielen, erfahren Sie in den nächsten Abschnitten.

Für das vorletzte Jahresviertel 2022 weist das Unternehmen einen Ertrag in Höhe von 37,7 Milliarden Euro über alle Geschäftszweige hinweg aus. Das wiederum bedeutet ein Plus von satten 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Zurückzuführen ist dieses erfreuliche Resultat nach Angaben des Fahrzeugherstellers vor allem auf deutlich gesteigerte Autoverkäufe im Großhandel. Im Detail wurden über die vergangenen drei Monate mehr als 530.000 Einheiten veräußert. Ungeachtet der anhaltenden Lieferengpässe bezüglich der Halbleiter gelang dem Konzern somit ein Zuwachs von überaus erstaunlichen 40 Prozent verglichen mit dem Referenzzeitraum 2021.

Unterm Strich dürfen sich die Aktionäre damit über einen bereinigten Betriebsgewinn von 5,3 Milliarden Euro freuen, den das Unternehmen im dritten Quartal erwirtschaftete. Ein Plus von 71 Prozent gegenüber 2021 spricht sicherlich für die zuletzt außergewöhnliche operative Stärke der Mercedes Benz Group AG. Ebenfalls sehen lassen kann sich das um 55 Prozent gesteigerte Konzernergebnis, das nun mit einem Wert von 3,99 Milliarden Euro angegeben wird. Der Gewinn je Aktie beläuft sich in diesem Zuge auf 3,66 Euro. Alles in allem zeigt sich also, dass es dem Autobauer offensichtlich gelang, sinkende Produktivitätszahlen mit hoher Profitabilität zu verknüpfen.

Markus Schäfer, Mitglied des Vorstands der Daimler AG und Mercedes-Benz AG
Markus Schäfer, Mitglied des Vorstands der Daimler AG und Mercedes-Benz AG / Mercedes Benz Group

Chart der Mercedes Aktie

Um sich eine möglichst prägnante Meinung zu einem potenziellen Investment zu bilden, ist in den meisten Fällen ein Blick auf den bisherigen Kursverlauf unabdingbar. Im Falle der Mercedes Aktie (WKN: 710000, ISIN: DE0007100000) ist vor allem der starke und durch Corona bedingte Werteinbruch noch immer gut ersichtlich. Während danach eine beinahe unvergleichliche Rallye folgte, sah die Entwicklung in letzter Zeit wieder deutlich ernüchternder aus. Bezogen auf die zurückliegenden zwölf Monate verlor der Titel sogar um knapp 19,6 Prozent an Wert und notiert somit relativ knapp unter der 60 Euro-Marke. In den letzten Wochen allerdings konnten sich die Investoren über neue Impulse freuen, die Papiere setzten zu einer Gegenbewegung an und gewannen dabei rund 10,5 Prozent an Wert. Ob das jedoch für eine nachhaltige Kehrtwende ausreichen wird, bleibt fraglich.

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Mercedes Benz Group Aktie, Aktienkurs / FinMent Chart

Mercedes Aktie Prognose

Nach eigenen Angaben des Unternehmens könnten die Folgen der geopolitischen Ereignisse und hier des Ukraine-Krieges im Speziellen weiterhin unvorhersehbare negative Folgen auf die Geschäftsaktivitäten der Mercedes-Benz Group AG haben. Für das PKW-Segment geht man inzwischen dennoch von einer spürbaren Steigerung der Absatzmengen im Vergleich zum Vorjahr aus. Ebenfalls dürften die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten zunehmen. Die schwächsten Aussichten erwartet man dagegen für den europäischen Markt, die stärksten Zuwachsraten dürfte es dagegen in China geben.

Recht zuversichtlich geben sich indes auch die Analysten. Sie erwarten mehrheitlich einen deutlichen Anstieg der Mercedes Aktie. Basierend auf der jüngsten Einschätzung der UBS vom 26.10 beispielsweise könnte der Titel noch um knapp 21 Prozent nach oben klettern. Das ausgegebene Kursziel der Schweizer liegt somit bei sportlichen 72 Euro je Anteil. Besonders optimistisch gibt sich übrigens nach wie vor die Deutsche Bank, die bei der Mercedes Aktie Potenzial bis auf 100 Euro sieht. Ob der Titel selbst diese hohen Erwartungen erfüllen werden kann, bleibt abzuwarten.

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Fazit zur Mercedes Aktie

Wie hoch ist die Gefahr, dass Mitbewerber wie NIO, BYD, Volkswagen oder Tesla den E-Mobilitätsmarkt unter sich aufteilen und die Mercedes-Benz Group AG dabei zu kurz kommt? Vermutlich eher gering. Dennoch dürfen sich die Stuttgarter keineswegs auf ihren früheren Erfolgen ausruhen, sondern müssen zusehen, wie sie in einem künftig noch schärfer werdenden Wettbewerb bestehen können. Die solide Finanzlage sowie die endlich abgeschlossene Umstrukturierung sind wichtige Pfeiler eines stabilen Fundaments, das den weiteren erfolgreichen Weg ebnen könnte.

Investoren sollten vor allem den geplanten Übergang zur E-Mobilität im Auge behalten und die jeweiligen Schritte zur Erreichung des Ziels in regelmäßigen Abständen kritisch beurteilen. Bezüglich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist nur äußerst schwer eine solide Prognose zu treffen. Etwas Hoffnung machen jedoch die zuversichtlichen Kursziele der großen Investmentbanken, die mehrheitlich Potenziale im zweistelligen Prozentbereich erwarten. In jedem Fall kommt es aufgrund des zyklischen Charakters dieser Aktie auf die Ein- und Ausstiegszeitpunkte an, die maßgeblich über die letztliche Rendite mitbestimmen. 

Eines ist jedoch sicher. Obwohl der Konzern in der jüngeren Vergangenheit schon einige Umstrukturierungen mitgemacht hat, dürfte der große Richtungswechsel erst noch bevorstehen. Ob er Erfolg haben wird oder sogar zum Flop wird, kann heute freilich noch niemand absehen. Allerdings sind die Stuttgarter alles in allem gut positioniert und somit bereit, sich dem Kampf mit anderen Titanen der Automobilbranche zu stellen. 

Bildquelle(n): Mercdes-Benz Group, pixabay

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